Newsletter August 2026

/ Juli 31, 2026

Liebe Lesende,

der Anschlag auf die Berliner Christopher Street Day-Parade war für uns ein Schock. Wo Hunderttausende friedlich für Gleichberechtigung und sexuelle Vielfalt demonstrierten, lenkte ein islamistischer Täter ein Auto in die Menschenmenge.Dieser Vorfall reiht sich ein in zunehmende Ausgrenzung, Anfeindung und Gewalt gegen die queere Community. Aus wissenschaftlicher Perspektive bleibt es zentral, der  gefährlichen Dynamik von religiösem Fundamentalismus und rechter Politik – einschließlich deren Forderungen nach einer menschenverachtenden Migrationspolitik – entschlossen entgegenzutreten.

Gleichzeitig ist es uns wichtig, auf die politischen Entwicklungen der letzten Jahre aufmerksam zu machen: erfolgreich haben konservativ geführte Landesregierungen administrative Hürden gegen inklusive Sprache aufgebaut. Erst vor einem Jahr wurde die Regenbogenflagge symbolisch vom Reichstagsgebäude entfernt. Zudem wurde im Zuge der Revision des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ die Förderung des Bereichs „Vielfalt gestalten“ mit der Begründung gestrichen, Vielfalt sei kein staatliches Förderziel.

Vor diesem Hintergrund irritieren uns die aktuellen Reaktionen konservativer Amtsträger, deren laute Rufe nach einer härteren Gangart des Staates und die eilig nachgeschärfte Extremismusprävention. Für uns verkennen diese Maßnahmen die tieferliegenden Ursachen von Hass und Gewalt.

Einsendungen für die nächste Ausgabe des Newsletters bitte bis zum 30.08.2026 an newsletter@engagiertewissenschaft.deEine anregende Lektüre wünscht

die Newsletter-Redaktion

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