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19.11.2019: Morddrohungen gegen Veranstaltung in der Frauenkultur

chronik.LE - 19. November 2019 - 12:34
19.November2019Dienstag

Verschiedene Personen bekommen von "Freunden der Atomwaffendivision aus Leipzig" eine Mail geschickt. In dieser ist die Rede davon die Referentin Felica Ewert - die am Abend im soziokulturellen Zentrum Frauenkultur spricht - zu erschießen. Ewert ist Autorin des Buches "Trans. Frau. Sein. Aspekte geschlechtlicher Normalisierung" und stellt damit verbreitete gesellschaftliche Vorstellung von Geschlecht und Sexualität in Frage.

ConnewitzMordBedrohungAtomwaffendivision DeutschlandRechtsterrorismus
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09.11.2019: Gedenken an Reichspogromnacht gestört

chronik.LE - 19. November 2019 - 9:33
9.November2019Samstag

In Leipzig wurden Stolpersteine am Morgen des 9. November mit einer Schlamm- und Dreckschicht beschmiert vorgefunden. Als eine Frau am frühen Nachmittag die Steine reinigen wollte, beschimpfte ein Mann sie antisemitisch. Er stellte sich vor ihr auf und sagt: „Solche Leute wie ihr fahren auch bald wieder mit dem Zug nach Auschwitz.“ Daraufhin ging er weiter.

Leipzig
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Der „Sturm auf Connewitz“ im Gerichtssaal – Die juristische Aufarbeitung fast 4 Jahre nach einem der größten Naziangriffe in Ostdeutschland seit 1990

chronik.LE - 16. November 2019 - 13:00
Workshop 30.11.2019

Seit August 2018 läuft am Leipziger Amtsgericht ein „Justizmarathon“: Verhandelt wird teilweise im Expressverfahren gegen 217 TäterInnen, die den linksgeprägten Stadtteil Connewitz am Abend des 11. Januar 2016 angriffen und dabei mindestens drei Menschen verletzten. Sie verbreiteten Terror und Angst im Stadtteil, doch in den Sälen von Amtsgericht und Landgericht Leipzig ist davon wenig zu spüren. Fast alle bisherigen Angeklagten erhielten faule Deals und Bewährungsstrafen, selbst mehrfach einschlägig vorbestrafte Neonazis.

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Neonazi-Strukturen im Leipziger Osten – Kontinuitäten und Wandel

chronik.LE - 16. November 2019 - 11:00
Veranstaltung 22.11.2019

Aus Anlass der am 24. November stattfindenden autonomen antifaschistischen Demonstration "Die Kontinuität rechter Gewalt im Osten brechen" durch Sellerhausen/Schönefeld wollen wir gemeinsam auf die Kontinuitäten und den Wandel neonazistischer und rechter Akteur_innen im Leipziger Osten blicken. Im Fokus stehen dabei nicht nur Neonazistrukturen wie Parteien und Kamderadschaften, sondern auch rechte/rechtsoffene Kneipen, Ladengeschäfte, Kampfsportgyms und Treffpunkte.

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Hetze mit Folgen. NFW-Stadtratskandidat am Überfall auf das NDK nach dem letzten Gastspiel des RSL in Wurzen beteiligt

chronik.LE - 16. November 2019 - 10:00
Veröffentlichung 16.11.2019

Am heutigen Sonnabend bestreitet die erste Herrenmannschaft des Roten Stern Leipzigs in der Landesklasse Nord mal wieder ein Spiel beim ATSV Frisch Auf Wurzen. Nach dem letzten Gastspiel der Sterne in Wurzen hatten mehrere Vermummte das soziokulturelle Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) angegriffen. Dabei wurden Bierflaschen auf das Vereins­gebäude geworfen und zwei Kameras zerstört. Bevor sie zum NDK-Sitz am Domplatz gezogen waren, hatten die Nazis das Fußballspiel auf Seiten der Heim-Mannschaft verfolgt und anschlie­ßend noch für ein Mob-Foto am Bahnhof posiert.

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20.10.2019: Rassistische Kommentare beim Fußball

chronik.LE - 15. November 2019 - 14:54
20.Oktober2019Sonntag

Beim Spiel zwischen Roter Stern IV und Leipziger FC 07 kommt es zu rassistischen Kommentaren und versteckten Tätlichkeiten durch das Gästeteam.

Während des Spiels kommt es auffällig häufig und außerhalb des sportlichen Kontexts zu brutalen Fouls und Tätlichkeiten im Rücken des Schiedsrichters. Dazu äußern die Spieler über das ganze Spiel andauernd abfällige Kommentare wie "geh doch zu Allah, deinem König", "Schneid dir die Haare" und "ihr scheiß Zecken".

DölitzFußballRassismusHomosexuellenfeindlichkeit
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06.11.2019: Neonazistische Schmierereien an Straßenbahnhaltestelle

chronik.LE - 11. November 2019 - 11:50
6.November2019Mittwoch

An der Straßenbahnhaltestelle Völkerschlachtdenkmal werden mit schwarzer Farbe mehrere rechte Schmierereien angebracht. So ist "NS" sowie "NSZONE" zu lesen. "NS" steht dabei als Kürzel für Nationalsozialismus.

ProbstheidaNeonazisNoenazismusSchmierereienSachbeschädigung
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06.11.2019: Gruppe von Auszubildenden schimpft rassistisch in der S-Bahn

chronik.LE - 6. November 2019 - 17:20
6.November2019Mittwoch

Am Mittwochnachmittag fährt die S-Bahn zwischen Halle/Saale und Leipzig mit hoher Auslastung. Als gegen 16.15 Uhr in Schkeuditz eine Gruppe Auszubildender die eh schon überfüllte Bahn betritt, beschweren sie sich zunächst laut über die Fahrräder, die einige Pendler_innen mitführen. Nach einer kurzen Weile regt sich eine Person aus der Gruppe lautstark über "Fidschis" auf. Auslöser für seine Aufregung ist eine Frau die er offensichtlich in diese rassistische Kategorie einordnet. Diese sollte, im Gang stehend, durchrücken um seiner Gruppe Platz zu machen.

SchkeuditzRassismusSexismus
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28.09.2019: Neonazis jagen Geflüchtete auf Stadtfest

chronik.LE - 4. November 2019 - 17:39
28.September2019Samstag

In der Nacht Samstag zu Sonntag kommt es auf dem Stadtfest in Grimma zu gewalttätigen Angriffen durch Neonazis sowie Security-Mitarbeiter_innen auf Jugendliche mit Fluchtbiografie.

GrimmaNeonaziskörperliche GewaltKörperverletzungSecurityGeflüchtete
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26.06.2019: T-Shirts mit antisemitischem Motiv in der Öffentlichkeit getragen

chronik.LE - 3. November 2019 - 20:47
26.Juni2019Mittwoch

Zwei Personen tragen in der Öffentlichkeit T-Shirts mit der Aufschrift »Juden Chemie«. Abgebildet ist außerdem ein Davidstern. Adressiert ist damit der Fußballverein BSG Chemie Leipzig. Dieser wird immer wieder antisemitisch angefeindet, vor allem aus der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig. Ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung wird eingeleitet und eingestellt.

LeipzigAntisemitismusBSG ChemieFußball
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10.09.2019: Rassistischer Twitter-Post

chronik.LE - 3. November 2019 - 20:41
10.September2019Dienstag

Unter einem Twitter-Beitrag des WDR zu einem Artikel mit der Forderung der Absenkung des Notenschlüssels in Mathematik postet ein User den Kommentar, dass "Hidschab-Dschihadista zu blöd fürs Abi“ seien. Auslöser ist das Kopftuch des Mädchens, welche eine Petition zur Absenkung gestartet hatte. Mit dem Kommentar werden Muslime pauschal als Terroristen diffamiert und als dumm dargestellt.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung wird eingestellt.

LeipzigRassismusVolksverhetzung
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01.11.2019: Antisemitische Drohmail an LINKEN-Politiker

chronik.LE - 3. November 2019 - 20:13
1.November2019Freitag

Nachdem die Journalistin Sarah Ulrich in der taz einen Artikel über Kämpfe um Mietenpolitik und Gentrifizierung in Leipzig-Connewitz veröffentlicht hat bekommt der LINKEN-Abgeordnete Sören Pellmann sowie eine weitere Person eine antisemitische Drohmail. In dieser wird der vermeintlich jüdische Vornamen der Journalistin zum Anlass genommen um über "holocaustschwindler, mauermörder [und] judenfotzen" (Schreibweise im Original) zu hetzen. Gemeint ist damit scheinbar die Partei DIE.LINKE welche als "SED" bezeichnet wird.

LeipzigAndrohung von StraftatenMordaufrufAntisemitismusHolocaustleugnungSexismus
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15.01.2019: Thorsten Schulte stellt auf Einladung des AfD-nahen Mittelstandsforums verschwörungstheoretisches Buch vor

chronik.LE - 3. November 2019 - 20:04
15.Januar2019Dienstag

Auf Einladung des AfD-nahen »Mittelstandsforums für Deutschland« stellt der Autor Thorsten Schulte sein Buch "Kontrollverlust" vor. Die Veranstaltung findet in der Emilienstraße 15 statt.

SüdvorstadtVerschwörungstheorieAntisemitismuspolitische Gegner_innen
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04.11.2019: Thorsten Schulte stellt auf Einladung des AfD-nahen Mittelstandsforums verschwörungstheoretisches Buch vor

chronik.LE - 3. November 2019 - 19:59
4.November2019Montag

Im November lädt das AfD-nahe Mittelstandsforum Deutschland erneut zu einer Buchpräsentation ein. Dieses Mal findet die Veranstaltung in den Räumen des soziokulturellen Zentrums "Große Eiche" in der Leipziger Straße statt. Eingeladen ist das langjährige CDU-Mitglied Schulte. Er soll sein Buch "Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung" vorstellen.

Böhlitz-EhrenbergVerschwörungstheorieAntisemitismuspolitische Gegner_innen
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Neonazi-Strukturen im Leipziger Osten – Kontinuitäten und Wandel

chronik.LE - 2. November 2019 - 12:00
Veranstaltung 11.11.2019

Aus Anlass der am 24. November stattfindenden autonomen antifaschistischen Demonstration "Die Kontinuität rechter Gewalt im Osten brechen" durch Sellerhausen/Schönefeld wollen wir gemeinsam auf die Kontinuitäten und den Wandel neonazistischer und rechter Akteur_innen im Leipziger Osten blicken. Im Fokus stehen dabei nicht nur Neonazistrukturen wie Parteien und Kamderadschaften, sondern auch rechte/rechtsoffene Kneipen, Ladengeschäfte, Kampfsportgyms und Treffpunkte.

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Almosen der Integration in Schwäbisch Gmünd

.: Diffusionen - 23. July 2013 - 23:17

Der Spiegel berichtet von einer ganz tollen Idee aus Schwäbisch Gmünd:

“Der Bahnhof in Schwäbisch Gmünd wird umgebaut. Um den Reisenden das Treppensteigen zu erleichtern, hat sich die Stadt eine ungewöhnliche Lösung einfallen lassen. Asylbewerber tragen die Koffer der Bahngäste – für 1,05 Euro die Stunde. [...] Sie verdienen gerade einmal 1,05 Euro die Stunde. Das ist der Maximallohn für Asylbewerber – mehr lässt das deutsche Asylbewerberleistungsgesetz nicht zu. [...] Die Stadt appelliert an die Bahnreisenden, den Flüchtlingen ein großzügiges Trinkgeld zu geben. Offenbar mit Erfolg. Sprecher Markus Hermann sagt: ‘Die sparsamen Schwaben lassen sich da nicht lumpen. Es bringt ja schließlich was.’”

Unlaublich. Nicht nur die rassistischen Konnotationen, sondern dass hier praktisch der von Sloterdijk propagierte Übergang vom “massenmedial animierten, steuerstaatlich zugreifenden Semisozialismus” (dem steuerfianzierten Sozialstaat) zum neoliberalen “Almosenstaat” realisiert wird. Und an wem sonst, als an Non-Citzens, deren Ausschluss von Arbeitsmarkt und Sozialstaat hier noch mal auf ganz neue “menschlich” legitimierte Fundamente gestellt wird.

Einzig dass die Stadt betont, dass das Problem das Asylbewerberleistungsgesetz sei und der Bund den Kommunen endlich die “Freiheit” geben solle “was zu tun” verweist darauf, dass dieser Staat zum Glück noch ein wenig umkämpft ist. Nur: die Art wie diese Kommune diese “Freiheit” nutzen würde, will ich mir angesichts dieses Projekts garnicht vorstellen.

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