Oktober, 2.Version

Druckeroptimierte VersionAls Email sendenPDF Version

Liebe Newsletterempfänger_innen,
es gab ein kleines technisches Problem beim Versenden des Newsletters (es waren Beiträge aus dem Jahr 2015 dabei).
Daher versenden wir ihn nocheinmal und hoffen, dass diesmal alles korrekt ist.

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundestagswahl ist gelaufen und wie erwartet ist mit der AfD eine rechtsextreme und nationalistische Partei in den Bundestag eingezogen. In Sachsen gab jede_r vierte Wähler_in seine/ihre Stimme der AfD. Ob es nun eine Protestwahl oder tatsächliche Zustimmung zu dem nationalistischen und rassistischen Gedankengut der AfD war, sei dahingestellt. Erschreckend ist, wie hoffähig dieses Gedankengut wieder geworden ist. Der kommende Bundestag wird sich mit dieser Denkweise und den gesellschaftlichen Konflikten, für die solche steht, auseinandersetzen müssen.

Eigentlich hat die parlamentarische Demokratie gegenüber anderen Regierungsformen einen Vorteil: sie stellt ein Verfahren bereit, mit dem gesellschaftliche Konflikte friedlich gelöst und ein gesellschaftlicher Konsens trotz Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen Lebensentwürfen hergestellt werden kann. Bei einer populistischen Partei wie der AfD lässt sich bezweifeln, dass sie an Konfliktlösungen interessiert ist. Eher wird es ihr an deren Zuspitzung liegen. Der nationalistischen und siegessicheren Ankündigung von Alexander Gauland am Wahlabend, die Partei werde sich "unser Land und unser Volk zurückholen", kann man nach einem ersten Moment der Fassungslosigkeit mit der Aussage des jüdisch-polnischen Satirikers Stanislaw J. Lec erwidern: "Der Nationalismus kann gewaltig sein. Niemals groß."

Wir hoffen, dass wir in den kommenden Ausgaben des Newsletters viele Veranstaltungen ankündigen können, die sich mit der AfD kritisch auseinandersetzen!

Euer EnWi-Newsletter-Team

Leipzig
02.10.: Film: "Schule, Schule - Die Zeit nach Berg Fide. Vom Erwachen in der Leistungsgesellschaft"
02.10.: Gesprächsangebot von Out Of Action
03.10.: Film&Gespräch: "Das grüne Gold – Dead Donkeys fear no Hyenas"
04.-27.10.: Filmvorführungen im Rahmen der globalLE 2017
06.-08.10.: Konferenz: „Migration. Selbstbestimmte Entwicklung. Ökologische Krisen“
08.10.: "Apotheose des Revolutionärs Che Guevara als Lichtgestalt der Linken"
18.10.: Vortrag: "Versicherheitlichung der Migrationsabwehr"
19.10.: Podiumsdiskussion: "Die Zukunft Europas - Zwischen Brexit und Erneuerung"
24.10.: Das Politische Quartett in der Schaubühne Lindenfels. Aktuelle gesellschaftspolitische Bücher in der Diskussion
24.10.: Film&Gespräch: "Pre-Crime"
24.10.: Multiplikator/innen-Schulung zum Fairen Handel
25.10.: Film&Diskussion: "Istanbul United"
Rest der Welt
01.-04.12.: "Human rights for everyone! – Workshop (Teil I) zum Thema Rassismus", Dresden
06.10.: Workshop: "Teaching to transgress: Education as a Practice of Freedom", Berlin
11.10.: Diskussion&Vortrag: "'Gesellschaftsspielchen' - Über die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs". Chemnitz
12.-15.10.: "Höher, schneller, weiter?!" - Ein Draußenseminar zu "Mentalen Infrastrukturen, Resonanz und Gesellschaftlicher Transformation", Sächsische Schweiz
12.10.: Fachtagung: "'Entwicklungshilfe' oder Reparationen? Warum die Nachfahren Kolonisierter Wiedergutmachung fordern", Potsdam
13.-22.10.: Seminar: "Zusammenleben in Vielfalt, Konflikte bearbeiten, ein inklusives Europa gestalten", Bad Bevensen
14./15.10.: Transnationale Konferenz: „Prussian Colonial Heritage - Sacred Objects and Human Remains in Berlin Museums“, Berlin
23.-26.10.: Seminar: "Frauen im Ostseeraum - drei Generationen - drei Epochen - eine Verständigung", Lubmin
25.10.: Vortrag&Diskussion: "Subjekt in der Krise", Dresden
28.10. Lauter!Stärker!Weiter! Netzwerktagung Geschlechterdemokratie
Neuerscheinungen
Broschüre: "Rechte Netzwerke in Europa"
Buch: Hardt/Negri: Assembly
Buch: Ulrich Brand/Markus Wissen: "Imperiale Lebensweise - Zur Ausbeutung von Mensch und Umwelt im globalen Kapitalismus"
Zeitschrift: PERIPHERIE 37, 2 (2017): "Rassismus global"
Zeitschrift: PROKLA 188: "Gesellschaftskritik und 150 Jahre Kritik der politischen Ökonomie"
CfPs und Stellenausschreibungen
06.10. (deadline): 2 Stellen zu kritischer Sicherheits- und Militärforschung an der Uni Wien
12.11. (deadline): 2 Ausbildungen an der RLS: "Constructors" und "Transformers"
CfP (Deadline: 31.10.2017): Konferenz:"Neue Kulturgeographie 15 – Materie, Materialien, Methoden", Freiburg

02.10.: Gesprächsangebot von Out Of Action

19:00 Uhr, Leipzig (Eisenbahnstr. 125)

Out of Action ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert. Wir bieten emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und unterstützen einen solidarischen Umgang miteinander auch durch Informationsveranstaltungen. An jedem ersten Montag des Monats bieten wir ein Gesprächsangebot in der Eisenbahnstr. 125 an. Andere Termine für Gespräche können (verschlüsselt) per Mail vereinbart werden.

Für ein solidarisches Miteinander!

Eine Veranstaltung von: Out of Action
Weitere Infos unter: http://outofaction.blackblogs.org/?page_id=142
Kontakt: outofaction-leipzig@nadir.org

02.10.: Film: "Schule, Schule - Die Zeit nach Berg Fide. Vom Erwachen in der Leistungsgesellschaft"

20:00 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

BRD 2017, deutsche OF, Dok, 97 min, Regie: Hella Wenders

Sprache: Deutsch
Language: German

Vom Erwachen in der Leistungsgesellschaft - Ein Plädoyer für ein inklusives und integratives Bildungssystem.

David, Jakob, Anita und Samira haben an der inklusiven Grundschule „Berg Fidel“ in altersgemischten Klassen gelernt. Die eine oder andere Beeinträchtigung spielte dabei keine große Rolle. Nach der vierten Klasse mussten sie sich trennen und auf unterschiedliche weiterführende Schulen wechseln. Während David in seiner Freizeit eigene Lieder komponiert, hat sein Bruder Jakob bereits die erste Freundin. Und Anita muss rund um die Uhr um ihren Schulabschluss kämpfen, während Samira sich fragt, ob sie wohl am nächsten Tag noch in ihrer Clique willkommen ist oder nicht. Träume, Hoffnungen, Ängste, Sorgen inmitten der Pubertät: wir erleben, wie die Kinder lernen, mit Leistungsdruck, wechselnden Gemütszuständen und der Suche nach Anerkennung in ihrem Alltag zurecht zu kommen. Schule, Familie und Freundschaft sind hierbei wichtige Ankerpunkte.

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.
Weitere Infos unter: http://cinematheque-leipzig.de/index.php

03.10.: Film&Gespräch: "Das grüne Gold – Dead Donkeys fear no Hyenas"

19:30 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

Im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Joakim Demmer.

Schweden/BRD/Finnland 2016, OmU, Dok, 84 min, Regie: Joakim Demmer

Sprache: Amharisch,Deutsch
Language: Amharic,German

Lokale Landwirtschaft, globaler Handel – Ausbeutung und Ungleichheit im Kapitalismus zeigen sich am zynisch betriebenen Landraub in Äthiopien.

Ackerland - das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Die gleichen Flugzeuge bringen erst Hilfsgüter nach Afrika und verlassen anschließend die Hungerregionen mit den erwirtschafteten Produkten wieder. Die preiswerten Lebensmittel unserer Supermärkte werden direkt vor der Nase der hungernden Bevölkerung in Afrika gezüchtet. Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Millionen Kleinbäuer*innen verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert - die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung.

Die globale Ungleichheit im Kapitalismus besteht in der Macht der Industriestaaten die Kosten der eigenen Lebensführung auf die armen Weltregionen abzuwälzen. Wenn es in Politik und Gesellschaft um den hiesigen Wohlstand geht, dürfte von den damit verbundenen und ursächlich zusammenhängenden Nöten der Menschen andernorts nicht geschwiegen werden. Genau das aber ist es, was ununterbrochen geschieht. Innerhalb eines Zeitraums von 6 Jahren trifft der Regisseur Joakim Demmer Investoren, Bürokraten, Journalisten, Umweltschützer und Bauern, die ihr Land verloren haben und bringt in Erinnerung auf wessen Armut der Reichtum der 'westlichen' Welt beruht.

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.

Weitere Infos unter: http://cinematheque-leipzig.de/index.php

04.-27.10.: Filmvorführungen im Rahmen der globalLE 2017

Im Oktober finden wieder viele interessante Filmvorführungen im Rahmen des globalisierungskritischen Filmfestivals statt.

  • Mi 04 Oktober 2017 19:00 - 21:00: Sonderveranstaltung: Lets make money

Der Dokumentarfilm folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Landarbeiterinnen oder indische Arbeiterinnen unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kundinnen und Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Doch dieser “Ausverkauf” von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen “dritten” Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise.
Wo: Universität Leipzig, Hörsaalgebäude (Hörsaal 1), Universitätsstraße 1

  • Do 05 Oktober 2017 19:00 - 22:00: This is not a coup - just another day in the EU

Beim Referendum im Juli 2015 sagten die Menschen in Griechenland mit überwältigender Mehrheit „Nein – OXI“ zur Fortsetzung der europäischen Verarmungspolitik. Nur eine Woche später wurde die Syriza-Regierung von den europäischen Eliten gezwungen, genau diese abgelehnte Politik fortzuführen. Viele sprachen von „mentalem waterboarding“, dem Alexis Tsipras in dieser Nacht ausgesetzt worden sei. Soziale Bewegungen prägten den Slogan „This is a Coup“ – „Das ist ein Putsch“.

Der Film nimmt diese Ereignisse zum Ausgangspunkt und stellt sie in einen größeren Zusammenhang: Wie funktioniert der Euro und wessen Interessen dient er? Welche Ziele verfolgt die europäische Kürzungspolitik? Wie wurden die sogenannten Rettungsprogramme in Irland, Portugal und Zypern durchgesetzt? Welche Rolle spielt die EZB? Fazit: Das war kein Putsch, sondern gängige Praxis der EU-Institutionen.
Wo: Zeitgeschichtliches Forum (Grimmaische Straße 6)

  • So 08 Oktober 2017 20:00 - 23:00: Art war

"Art War" begleitet junge Künstler vom arabischen Frühling 2011 bis zur finalen Parlamentswahl 2013. Der Film erzählt von der Explosion ihrer Kreativität nach der Diktatur Mubaraks und zeigt, wie sie lernen, Kunst in noch nie gesehener Weise als Waffe im Kampf für ihre unvollendete Revolution einzusetzen.

Ihre großformatigen Graffitis und Gemälde erzählen von Unterdrückung und Aufbruch, Elektropunk und Rap liefern den Soundtrack zum Lifestyle der ägyptischen Revolutionsjugend.

Wo: naTo (Karl-Liebknecht-Straße 46)

  • Mi 11 Oktober 2017 19:00 - 21:00: Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence

Anschließend Diskussion mit Aktivist/innen. Der Film ist im Open Air Kino am 6.9. aufgrund des Regenwetters ausgefallen und wird an dieser Stelle im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an den Leipziger Hochschulen nachgeholt.

Auf der Grundlage von Frantz Fanons berühmtem Buch “Die Verdammten dieser Erde“ erzählt der Film von den Aufständen, die zur Entkolonialisierung Afrikas führen sollten. Erneut konzentriert sich Olsson dabei auf Archivmaterial, das schwedische Dokumentarfilmer und Fernsehjournalisten zwischen 1966 und 1984 in Afrika aufgenommen haben. Aufnahmen von der Befreiungsbewegung in Angola, der Frelimo in Mozambique und dem Unabhängigkeitskampf in Guinea-Bissau werden dokumentarische Bilder von schwedischen Missionaren in Tansania und einem Streik in einer schwedischen Mine in Liberia gegenübergestellt.

Die Musikerin Lauryn Hill erweckt die polarisierenden Texte Fanons zum Leben, die das Bildmaterial strukturieren und kommentieren. Ein Blick auf heutige Konflikte, die entlang der alten Kolonialgrenzen schwelen, zeigt, dass Afrika auch über 50 Jahre nach Fanons Tod die Folgen der jahrhundertelangen europäischen Raubzüge und Interventionen noch lange nicht überwunden hat.

Wo: HTWK Leipzig, Geutebrückbau, Karl-Liebknecht-Straße 132 (voraussichtlichHörsaal G119)

  • Do 12 Oktober 2017 20:00 - 23:00: Der Kuaför aus der Keupstraße

Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.

Auf eindrückliche Weise zeigt der Film wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben. So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

Wo: Neues Schauspiel Leipzig (Lützner Straße 29)

  • Do 19 Oktober 2017 20:00 - 22:30: Shadow War in the Sahara

"Schattenkrieg in der Sahara" erforscht die wahren Hintergründe des Mali-Konflikts und legt dar, welche Interessen sich hinter der Destabilisierung einer ganzen Region verbergen. Wird die Sahara im 21. Jahrhundert zum Schlachtfeld eines drohenden Krieges um Ressourcen? Der Film analysiert die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Parteien in diesem Konflikt um Erdöl, Erdgas, seltene Erden und unter dem Wüstensand verborgene Wasserreservoirs.

Die Spurensuche führt vom Einsatzgebiet der französischen Armee in die Salons der Londoner Bankiers, von den Flüchtlingslagern in Burkina Faso bis ins Pentagon. In der Sahara, von Libyen bis Mali, haben längst neue Kriege um wertvolle Ressourcen begonnen.

Wo: UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Straße 12a)

  • Fr 20 Oktober 2017 19:00 - 21:00: Sonderveranstaltung: Das grüne Gold

Weltweit gibt es einen massiven kommerziellen Ansturm auf Ackerland – das neue grüne Gold. Die Auswirkungen spüren Hunderttausende von Menschen in den Entwicklungsländern. In Äthiopien, das von Hungersnot betroffenen ist, verpachtet die Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren, in der Hoffnung auf Exporteinnahmen. Aber der Traum vom Wohlstand hat noch eine Schattenseite – die größte Zwangsvertreibung in der heutigen Zeit, eine bösartige Spirale der Gewalt. Dunkle Tage für die Meinungsfreiheit. Diese Katastrophe wird mit Milliarden von Entwicklungsgeldern von Institutionen wie der Weltbank mit verursacht.
Der Dokumentarfilm entwickelt sich schnell zu einem Thriller, der aus den entlegensten Winkeln Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen letztendlich wieder zu uns zurückführt.

Wo: Universität Leipzig, Hörsaalgebäude (Hörsaal 8), Universitätsstraße 1

  • Do 26 Oktober 2017 20:00 - 22:30: Kemtiyu: Séex Anta - Cheikh Anta

"Der universelle Mensch", "Der Gigant des Wissens", "Der letzte Pharaoh", das waren die Schlagzeilen am Tag nach seinem Tod am 7. Februar 1986. 30 Jahre später zeichnet KEMTIYU ein Portrait Cheikh Anta Diops: Bahnbrechender Wissenschaftler mit unersättlichem Wissensdurst und aufrichtige und hellsichtige politische Führungspersönlichkeit, von einigen verehrt, von anderen verschrien, und den meisten unbekannt.

Dieser Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich sein ganzes Leben für Wahrheit und Gerechtigkeit eingesetzt hat, um das historische Bewusstsein und die Würde Afrikas wieder herzustellen.

Wo: Schaubühne Lindenfels, Grüner Salon, 1.Etage (Karl-Heine-Straße 50)

  • Fr 27 Oktober 2017 20:00 - 22:30: I am not your negro

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text „Remember This House“. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner.

Wo: Neues Schauspiel Leipzig (Lützner Straße 29)

Mehr Infos und Trailer hier.

06.-08.10.: Konferenz: „Migration. Selbstbestimmte Entwicklung. Ökologische Krisen“

Organisiert u.a. von Afrique Europe Interact, Konzeptwerk Neue Ökonomie, glokal e.V., Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen

  • Was: *Konferenz mit bis zu 300 Menschen aus verschiedenen aktivistischen

Zusammenhängen (Bewegungsfreiheit, Antirassismus, Landwirtschaft, Degrowth,
Klimagerechtigkeit). Neben Vorträgen und vielen Workshops gibt es Theater,
Konzerte, Vernetzungsmöglichkeiten und andere Formate um sich auszutauschen.

  • Worum geht es:* Diese Konferenz soll sich aus einer praktischen und

politischen
Perspektive mit den Zusammenhängen zwischen Flucht und Migration,
selbstbestimmter Entwicklung und ökologischen Krisen auseinandersetzen.

Weitere Informationen auch auf: https://afrique-europe-interact.net/ und
https://www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

08.10.: "Apotheose des Revolutionärs Che Guevara als Lichtgestalt der Linken"

Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig

Gespräch mit Gerd Koenen

Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto Che Guevara von der bolivianischen Armee in der gebirgigen Hochebene des Landes mit einigen Gefolgsleuten der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) festgesetzt. Wohl wissend, wer ihnen dort ins Netz gegangen war, entschieden sich die Militärs gegen einen langatmigen und aufsehenerregenden Prozess unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Stattdessen exekutierten sie Guevara ohne viel Federlesen am darauffolgenden Tag. Guevaras revolutionären Bestrebungen wie auch seinem eigenen Leben war damit ein schmuckloses und jähes, zugleich jedoch mythisches und heroisches Ende beschieden, das zu seiner weltumspannenden Ikonisierung in den kommenden Jahrzehnten beitragen sollte. Die Gründe für die auch 50 Jahre nach seiner Ermordung ungebrochene Überhöhung seiner Person reichen jedoch weit über seinen märtyrerhaften Tod hinaus.

Sie verweisen auf ein unüberschaubares Arsenal politischer, historischer, religiöser, revolutionärer wie auch romantischer Projektionen und Verklärungen, als deren Urheber und Verwalter die globale Linke gelten kann. Denn schon weit vor seinem Ableben galt der gebürtige Argentinier als Enfant terrible einer sich weltweit unter den Schlagwörtern antikolonialistisch, internationalistisch und antiimperialistisch formierenden Linken.

Mit diesen Ismen Gepäck sollte diese sich in den kommenden Dekaden zur Unterstützerin einer Reihe von Bewegungen im Trikont aufschwingen, deren nationalistische und mitunter offen antisemitische Programmatik hingenommen bzw. sehenden Auges unterstützt wurde. Nicht selten bildete der Antiamerikanismus dabei jene verbindende Klammer, die Guevara als zentrales Moment des antiimperialistischen Kampfes ausgemacht hatte. Seinen europäischen Bewunderern diente sie der moralischen Adelung ihrer Umtriebe. Ob Antiimperialismus und Antiamerikanismus dabei als Ausgangspunkte einer sich reaktionär gewendeten Linken oder als in der historischen Konstellation des Kalten Krieges nachvollziehbare Bezugspunkte gedeutet werden müssen, wird zu diskutieren sein.

Die Gründe für Guevaras hohes Maß an Identifikationsfähigkeit unter Linken (und Rechten) aller Provenienz waren allemal vielfältig. Insbesondere für die jungen Nachwuchsrevolutionäre in den westlichen Metropolen bot der charismatische Mediziner eine willkommene Projektionsfläche. Wie sie stammte er aus bürgerlichem Elternhaus, hatte höhere Bildung genossen, umfängliche Reisen während seines Studiums unternommen, um sich später von seiner bourgeoisen Herkunft loszusagen und sich ganz in den Dienst der Revolte zu stellen. Mit diesem Ausbruch beflügelte er die Phantasie junger Studenten und Arbeiterinnen weltweit, irgendwann Uniseminar bzw. Fabrikhalle gegen das revolutionäre Engagement eintauschen und damit Teil der herbeigesehnten internationalen Bewegung zu werden. Guevara selbst forcierte diese Revoluzzerromantik, wenn er unter der Maxime „Es gibt kein Leben außerhalb der Revolution“ keinen Zweifel daran aufkommen ließ, welche Priorität der Einzelne zu setzen hatte.

Verbunden war der Personenkult um Guevara auf das Engste mit dem historischen Zeitpunkt seines Auftritts. Die Kubanische Revolution der 1950er Jahre, in der Che neben Fidel Castro zentrale Funktionen ausübte, stand am Beginn antikolonialer Befreiungskämpfe in Asien und Afrika, welche sich anschickten, die letzten Reste der durch den Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich zerstörten internationalen Ordnung hinwegzufegen. Diese Geschehnisse elektrisierten die Linke in der westlichen Hemisphäre. Sie nährten die Hoffnung, dass nach dem Ende des Faschismus mit zeitlicher Verzögerung doch noch der Sozialismus verwirklicht werden könnte. Zugleich lieferten sie in Gestalt von Antiimperialismus und Antikolonialismus eine neue revolutionäre Weltanschauung. Che wiederum wurde als Symbolfigur dieser Bewegung inthronisiert.

Im Deutschland der späten 1960er und frühen 1970er Jahre schlugen Guevaras Lebenslauf und Prosa Studentenschaft und Außerparlamentarische Opposition (APO) gleichermaßen in ihren Bann. In den Reihen der Studenten für eine demokratische Gesellschaft (SDS) und Haschrebellen wurden seine Schriften, wie etwa Der Partisanenkrieg – eine Methode oder die von Rudi Dutschke übersetzte Botschaft an die Völker der Welt, als Grundlagenlektüre für den kommenden Aufstand studiert. Im Zusammenhang mit dem Befreiungskampf des Front Libération Nationale gegen die französischen Besatzer in Algerien, wie auch mit dem Mitte der 1960er Jahre eskalierenden Vietnamkrieg, bescherten sie der Linken ein unverbrauchtes ideologisches Koordinatensystem, mit dem sie die weltpolitischen Geschehnisse analysieren konnte. Dies war insofern nötig geworden, als mit dem einsetzenden Kalten Krieg der bisherige politische Bezugsrahmen seine Gültigkeit verloren hatte und die Sowjetunion keinen revolutionären Orientierungspunkt mehr bot. Spätestens mit der Niederschlagung des Studentenaufstandes in Prag 1968 zerstoben bei der (Neuen) Linken die letzten Hoffnungen, der doktrinäre Kommunismus moskauscher Prägung könne ein Partner für das Projekt der Weltrevolution sein. Entsprechend euphorisch stürzte sie sich auf die antikolonialen Befreiungsbewegungen, ahnend, in ihnen ein moralisch belastbares Revolutionsobjekt gefunden zu haben. Mit Ches kanonisch gewordenem „Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam“ kristallisierte sich der Schlachtruf des Antiimperialismus heraus, der nicht nur die Hoffnung auf die Befreiung der Länder des Trikonts ausdrückte, sondern zugleich die Marschroute für die Linke in den Metropolen vorgab.

Dass diese Aufforderung tatsächlich beim Wort genommen wurde, bezeugten etwa die Protagonisten der Rote Armee Fraktion, die sich in ihrem Feldzug gegen „Kolonialschweine“ und „Imperialismusapologeten“ als moderne, von Che beeindruckte Stadtguerilla inszenierten. „Was uns Che zu sagen hatte, ließ eine Radikalität unserer eigenen Praxis notwendig und folgerichtig erscheinen. Wir haben uns nicht mit Ches Schriften als theoretische Diskurse auseinandergesetzt, denn es gab nichts mehr zu diskutieren, die Verhältnisse waren klar“, erinnerte sich das langjährige RAF-Mitglied Inge Viett im Rückblick. Die vermeintlich von allen Widersprüchen bereinigte Realität, und die sich daraus ergebende Notwendigkeit zum gewalttätigen Losschlagen gegen die als verantwortlich ausgemachten Personen, sollte zum Signum nicht nur der RAF, sondern zahlreicher Gruppierungen werden, die sich Anleihen bei Ches politischer Programmatik wie auch seiner rigiden, freudlosen und asketischen Lebensweise nahmen. Im Brustton moralischer Überlegenheit, gepaart mit der Gewissheit, auf der Seite der Geknechteten und Ausgebeuteten zu stehen, wurde die Gewalt als legitimes Mittel gegen das „Schweinesystem“ verkauft. Dass der Comandante Che Guevara (Wolf Biermann) im Verlauf der Kubanischen Revolution selbst mehrere hundert Menschen hinrichten und ebenso viele in Umerziehungslager stecken ließ, gab nicht etwa zu denken, sondern bestätigte seine Epigonen in ihrem Treiben.

Vor diesem Hintergrund wird im Gespräch mit Gerd Koenen nicht nur über die Gewaltfrage als Mittel linker Politik ab der Mitte des 20. Jahrhunderts zu reden sein. Vielmehr soll der Gehalt der mit Guevara verbundenen Ideen vor dem Hintergrund der Konstellation des Kalten Krieges beleuchtet werden. Kann in Analogie zur Russischen Revolution von einem Moment des Umkippens vom Progressiven ins Regressive gesprochen werden?

Gerd Koenen ist Publizist und Historiker, war Mitglied im SDS und im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), löste sich jedoch später vor allem in der Auseinandersetzung mit den Ereignissen um die Gründung der polnischen Gewerkschaft Solidarność vom Kommunismus. Er beschäftigt sich unter anderem mit den deutsch-russischen Beziehungen, der Geschichte der Linken und des Kommunismus. Zu seinen bekannteren Veröffentlichungen zählen Das rote Jahrzehnt. Unsere Kleine deutsche Kulturevolution 1967–1977 sowie ein Band zu Leben, Wirken und Rezeption Che Guevaras namens Traumpfade der Weltrevolution. Im September 2017 erscheint unter dem Titel Die Farbe Rot seine voluminöse Weltgeschichte des Kommunismus.

18.10.: Vortrag: "Versicherheitlichung der Migrationsabwehr"

18. Oktober, 19.00, Meuterei
Vortrag mit Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung

Die Versicherheitlichung legitimiert – unterstützt durch rechtspopulistischen Angstkampagnen – jenen Ausnahmezustand, der an den Außengrenzen der EU längst Alltag ist. Die militärisch-politisch-technologischen Maßnahmen setzen jedoch nicht bei den Ursachen an, sondern bekämpfen die hieraus vermeintlich erwachsenden Folgen: Flüchtlinge und Migrationsbewegungen, deren Erfassung Grundlage einer staatlich alimentierten Techno-Industrie geworden ist, die permanent rechtsfreie Räume reproduziert. Entsprechende Unternehmen und Programme sollen beispielhaft im Mittelpunkt des Vortrags stehen, um „Versicherheitlichung“, ihre Protagonisten und Profiteure in der Praxis zu veranschaulichen.

19.10.: Podiumsdiskussion: "Die Zukunft Europas - Zwischen Brexit und Erneuerung"

Ort und Veranstalter:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen
Burgstraße 25
Leipzig
Zeit: 18Uhr

Europa bietet 2017 kein einheitliches Bild. Auf der einen Seite Krisenphänomene: Brexit, Erstarken des Populismus, Entsolidarisierung in der Flüchtlingsfrage. Andererseits haben in Frankreich mit E. Macron und En marche Pro-Europäer_innen die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen gewonnen, bildete sich die Bewegung Pulse of Europe und nimmt die Integration die vertiefte Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik zu. Vor diesem uneinheitlichen Hintergrund hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Frühjahr dieses Jahres ein "WEISSBUCH ZUR ZUKUNFT EUROPAS" vorgestellt. Darin werden fünf Szenarien der zukünftigen EU beschrieben, u. a. ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die Stärkung des Integrationsprozesses, aber auch ein Rückbau der (Über-)Regulierung. Welcher dieser Wege soll aus gesamteuropäischer Sicht eingeschlagen werden? Welcher stärkt den Zusammenhalt in Europa? Welcher ist für uns in Sachsen von Vorteil? Und wie wollen wir Europa vor Ort gestalten?
Nicht zuletzt: Welches Szenario ist für eine europaorientierte Sozialdemokratie zukunftsfähig?

Darüber möchten wir mit unseren Gästen und mit Ihnen diskutieren. Der Eintritt ist frei.

Podiumsdiskussion mit:

Bernhard Schnittger
stellv. Leiter, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

Arne Lietz
Mitglied der S&D-Fraktion im Europäischen Parlament, Auswärtiger und Entwicklungsausschuss

Dr. Dominika Biegon
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin,
Arbeitsbereich Soziales Europa

Maria Teresa Rölke
Landesvorsitzende der Jungen Europäischen Förderalisten Sachsen

Moderation
Holger Mann
Mitglied der SPD Landtagsfraktion Sachsen

Begrüßung
Matthias Eisel
Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen

24.10.: Multiplikator/innen-Schulung zum Fairen Handel

http://www.fairtrade-deutschland.de/

Maike Schliebs <mailto:m.schliebs@fairtrade-deutschland.de>

Kampagnen Fairtrade-Schools

TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland)
Remigiusstraße 21 | 50937 | Köln
Telefon +49 221 94 20 40-60 | Fax +49 221 94 20 40-40
www.fairtrade-deutschland.de <http://www.fairtrade-deutschland.de/>

Folgen Sie bei: Facebook
<http://www.facebook.com/fairtrade.deutschland?ref=sgm> Instagram
Twitter YouTube <http://www.youtube.com/user/FairtradeDeutschland>
Geschäftsführender Vorstand: Dieter Overath, Claudia Brück, Detlev Grimmelt,
Vereinsregister Köln: VR 16551, USt-IDNr.: DE 154 070 082

24.10.: Film&Gespräch: "Pre-Crime"

19:30 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

Im Anschluss Gespräch mit dem Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V.

BRD 2017, OmdtU, Dok, 88 min, Regie: Matthias Heeder, Monika Hielscher

Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln

In ihrem hervorragend recherchiertem Dokumentarfilm gehen Monika Hielscher und Matthias Heede den gängigen Analysesoftwares zur Verbrechensprävention auf den Grund.

Eine Software, die vorhersagt, wo und wann ein Verbrecher zuschlägt. Was nach Science Fiction klingt, ist längst ein gängiges Mittel der Verbrechensprävention. Ob wir gefährlich sind oder nicht, wird schon heute von Polizeicomputern entschieden. Predictive Policing nennt sich die Methode und dieses Zukunftsversprechen ist nicht nur ein positives. Big Data dient dabei als Quelle, die wir selbst kontinuierlich mit persönlichen Informationen befüllen. Der investigative Dokumentarfilm wagt einen Blick hinter die Kulissen der Analysesoftwares. PRE-CRIME reist nach Chicago, London, Paris, Berlin, München und anderen Orten, um prädiktive Polizei-Techniken vorzustellen und ihre Chancen und Gefahren zu untersuchen. Polizeiermittler*innen, Datenanalyst*innen und Betroffene der Precrime-Überwachung kommen zu Wort, um die zentralen Fragen zu stellen: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und könnnen wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen?

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.

Weitere Infos unter: http://cinematheque-leipzig.de/index.php

24.10.: Das Politische Quartett in der Schaubühne Lindenfels. Aktuelle gesellschaftspolitische Bücher in der Diskussion

Ort: Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Straße 40, Leipzig
Veranstalter: FES Sachsen
Zeit: 19-21Uhr

Bei diesem Format diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur über aktuelle politische Bücher. Die Gespräche orientieren sich am legendären "Literarischen Quartett" von Marcel Reich-Ranicki, wollen aber weder Kopie noch Satire sein. Vielmehr geht es um fachkundige, widerstreitende und gern auch pointierte Auseinandersetzungen, die das interessierte Publikum vielleicht zur weitergehenden Beschäftigung mit den vorgestellten Büchern und Themen anregt.

Im Gespräch:

  • Jan Emendörfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung
  • Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
  • Prof. Dr. Andrea Kern, Universität Leipzig, Institut für Philosophie
  • Claudia Euen, Journalistin und Autorin aus Leipzig

Den Flyer mit mehr Infos gibt es hier.

25.10.: Film&Diskussion: "Istanbul United"

19:30 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

BRD 2014, OmU, Dok, 90 min, Regie: Farid Eslam, Olli Waldhauer

Sprache: Türkisch mit deutschen Untertiteln

Ein Film zu Fussball, Fankultur und Widerstand in der Türkei.

Die Fußballtraditionen der drei großen Clubs aus Istanbul nehmen im Alltag in der Türkei durch ihre machvollen Symbole eine zentrale Stellung ein. Bereits Neugeborene werden mit den entsprechenden Fanartikeln der einen oder anderen Mannschaft ausgestattet, um die Zugehörigkeit zum jeweiligen Club möglichst schon von Geburt an sichtbar zu machen. Die aktiven Fans von Beşiktaş, Galatasaray und Fenerbahçe pflegen dabei eine vitale Fan-Kultur, die nicht nur dazu dient, sich gegen die Fans der anderen Mannschaften abzugrenzen. Sie ist immer auch ein politisches Statement und damit ein Spiegel der jeweiligen politischen Verhältnisse. In einer Zeit, in der die AKP ihre Machtposition zur Instrumentalisierung von Kultur und Medien ausnutzt, ist auch der Fußball ein Ziel ihrer Vereinnahmungsstrategien.

ISTANBUL UNITED zeigt, wie sich aber die Fanclubs, die einander extrem verfeindet sind, gemeinsam mit den Aktivist*innen der Gezi-Proteste im Juni 2013 solidarisieren und damit eine eindeutig politische Position gegen die AKP-Regierung beziehen. Im Anschluss Gespräch mit dem Sportjournalisten Volkan Ağır über Fußball in der Türkei, die großen Club, ihre Fanclubs und ihre ambivalente Rolle zwischen Massenkonsum und Widerstand in unruhigen Zeiten.

Volkan Ağır schreibt für die türkische Online-Zeitung Duvar regelmäßig über Sport. Begonnen hat er 2008 als Sportkorrespondent für die türkische Zeitung Cumhuriyet und ist seitdem dem Thema seitdem treu geblieben. 2011 hat er im Offenen Radiokanal eine Sportsendung moderiert. Seit 2016 lebt er in Köln.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.

Weitere Infos unter: http://cinematheque-leipzig.de/index.php

01.-04.12.: "Human rights for everyone! – Workshop (Teil I) zum Thema Rassismus", Dresden

Rassismus ist das vielleicht stärkste gesellschaftliche Ordnungssystem: Es definiert wer Macht über wen und über welche Ressourcen hat. Es ist vor allem ein Problem der weißen Mehrheitsgesellschaft - diese hat aber auch das Privileg die Augen vor ihrem Problem verschließen zu können.

In diesem Seminar setzten wir uns mit Rassismus, seinen verschiedenen Ebenen und seinen verschiedenen Formen auseinander. An Hand von Übungen erhalten wir einen Einblick in die rassismuskritische Bildungsarbeit. Durch die Auseinandersetzung machen wir uns fit, der Normverschiebung von humanistischen Grundwerten in der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen.

Von Rassismus betroffene People of Color kommen zu Wort und berichten über ihre Praktiken des Widerstandes.

Aus dem Programm:

• Ursachen und Formen des Rassismus und die Folgen für von Rassismus Betroffene

• Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Gruppenspezifischen Menschenfeindlichkeit

• Rassismus als die Biografie bestimmende Konstante: Gespräch mit einem Asylsuchenden

• Dresden Postkolonial: politisch-historischer Stadtrundgang

• Vorstellung von Handreichungen zur rassismuskritischen Bildungsarbeit, Erprobung von verschiedenen Übungen

• Argumentationstraining gegen rassistische Parolen

• Widerstand gegen Rechtspopulismus und Rassismus: Vorstellung und Gespräch mit Initiativen

Der Folgeworkshop "Human rights for everyone! – Workshop (Teil II) zum Thema historische Bildung und Rassismuskritik in der Migrationsgesellschaft" wird voraussichtlich vom 09.-12. März 2018 stattfinden in Dresden stattfinden. Der Besuch beider Workshops ist nicht obligatorisch!

Die Brücke/Most Stiftung ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung. Eine Förderung wird beantragt.

Ort: Dresden

Uhrzeit: 14:00

Kontaktperson: Susanne Gärtner

Teilnehmergebühren: Minimum 80€ je nach Selbsteinschätzung inkl. Ü/HP

Zielgruppe: Interessierte und Multiplikator_innen

Mehr Info bei der Brücke-Most-Stiftung.

06.10.: Workshop: "Teaching to transgress: Education as a Practice of Freedom", Berlin

10-17.30 Uhr

The seminar will be conducted in English and draws on bell hooks’ Teaching to Transgress and Paulo Freire’s Pedagogy of the Oppressed and Augusto Boal’s work with theater and liberation to look at ways of transforming the practice of education into a liberatory process for both the teacher and the student. The workshop is aimed at employees of and those active in development aid NGO, but is also open to the interested public. A basic understanding of power-critical perspectives is a prerequisite. For more information, see here.

11.10.: Diskussion&Vortrag: "'Gesellschaftsspielchen' - Über die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs". Chemnitz

Veranstaltungsort:
das Tietz
Veranstaltungssaal
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

19:00 - 21:00 Uhr

Mit Ronny Blaschke (Journalist)
Eine Kooperation der RLS Sachsen mit der Volkshochschule Chemnitz

Seit der WM 2006 spannt sich ein gesellschaftliches Netz um den Fußball. Nationalspieler gründen Stiftungen, Bundesligaklubs bauen Sozialabteilungen auf, Ultras sind politisch aktiv. Handelt es sich um nachhaltiges Engagement oder um ein schickes Etikett? Der Berliner Autor Ronny Blaschke möchte in seinem neuen Buch *"Gesellschaftsspielchen*" Orientierung geben. Wie kann der Fußball das Gemeinwesen bereichern? Für Vielfalt und Bewegungsreichtum. Gegen Diskriminierung und Manipulationen.
Ziel der Veranstaltung ist es, Engagierte aus der Region zu vernetzen und ihre Ideen bekannter zu machen.

Mehr Info hier.

12.10.: Fachtagung: "'Entwicklungshilfe' oder Reparationen? Warum die Nachfahren Kolonisierter Wiedergutmachung fordern", Potsdam

9.30 bis 16.30 Uhr
Bürgerhaus am Schlaatz • Schilfhof 28 • 14478 Potsdam

Spanien, Italien und die USA werden am 12. Oktober 2017 offiziell den 525. Jahrestag der „Entdeckung Amerikas“ durch Kolumbus feiern. Hingegen haben indigene Initiativen schon in mehreren Staaten Amerikas erreichen können, dass der auf dem Kontinent weitverbreitete Nationalfeiertag mit der Ehrung der kolonisierten Bevölkerung verbunden wird. Auf dem Weltsozialforum in Tunis 2013 hat ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen den Termin zum weltweiten International Day for Reparations
concerning Colonization erklärt.

Die BREBIT 2017 begeht den Tag gemeinsam mit Expert_innen und Aktivist_innen aus amerikanischen und afrikanischen Ländern,
die mehr über weltweite Bewegungen für Reparationen berichten. Im Anschluss diskutieren wir, ob die ehemaligen Kolonialmächte – darunter auch Deutschland – statt großzügig erscheinender „Entwicklungshilfe“ nicht eher zur Wiedergutmachung für koloniale Ausbeutung, Versklavung, Vertreibung und Vernichtung verpflichtet sind.

Mehr Info hier.

12.-15.10.: "Höher, schneller, weiter?!" - Ein Draußenseminar zu "Mentalen Infrastrukturen, Resonanz und Gesellschaftlicher Transformation", Sächsische Schweiz

Warum sich nicht jetzt schon was für den Herbst vornehmen? Oder: Klingt da was beim Thema Resonanz?

Von 12.-15. Oktober wollen wir uns zum zweiten Mal mit euch zu diesen
Themen austauschen, neue Aspekte darin erforschen und dazu wandern und
klettern und schauen, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie

usster Ansporn für neue Herausforderungen und zum Erweitern unserer Grenzen? Oder ein unbewusstes Leitmotiv unseres individuellen Lebens sowie unserer Gesellschaft insgesamt? Handelt es sich beim Verfolgen des Immer mehr um unsere Entscheidung? Oder sind wir so stark durch unsere Gesellschaft geprägt, dass wir kaum anders können als mehr zu wollen.

In diesem Seminar wollen wir uns mit Hilfe des Konzepts der ?Mentalen Infrastrukturen des Wachstums? (Harald Welzer) unseren eigenen Denkstrukturen annähern.

Inwiefern sindunsere Ideen von Ökonomie von tief verankerten kulturellen Musterneiner expansiven und damit nicht-nachhaltigen Wirtschaftsweise geprägt?

Welche Auswirkungen hat dies in Bezug auf Ressourcenverbrauch, Solidarität und globale Gerechtigkeit?

Betreffen sie auch unser Privatleben und Bereiche, die sich um Erlebnisse und Erfahrungen drehen?

Und welche Rolle spielen diese Prägungen, wenn wir über eine sozial-ökologische Transformation nachdenken?

Auf Grundlage dieser Auseinandersetzungen widmenwir uns dann der Frage, inwiefern für eine sozial-ökologische Transformation und eine global gerechter gestaltete Welt auch eine Veränderung dieser Mentalen Infrastrukturen notwendig ist. Als wichtiger Ansatz, um einer Kultur des immer mehr etwas entgegenzustellen, setzten wir uns mit dem Konzept der Resonanz auseinander, das der Soziologie Hartmut Rosa in den letzten Jahren als Antwort auf die Beschleunigung unserer Gesellschaft entwickelt hat.

Wir erarbeiten dabei zusammen, welche Ideen es für eine solche Neugestaltung bereits gibt und was wir individuell, aber auch kollektiv benötigen, um ein aktiver Teil einer solchen Transformation sein zu können.

Dafür beschäftigen wir uns halbtags über verschiedene methodische Herangehensweisen mit den genannten Konzepten und gehen die andere Hälfte des Tages wandern und klettern in der Sächsischen Schweiz, um Raum für Reflexionen zu öffnen und praktisch zu erfahren, wie ein ?Höher, schneller, weiter auch in unseren Alltag hineinwirkt oder aber wie Natur, Bewegung, gemeinsames Aktivsein oder die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit einem bedeutsamen Thema das Potenzial zu Resonanzerfahrungen haben.

Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.
Klingenstr. 22
04229 Leipzig
Tel: 0341 39281686
web: www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org

13.-22.10.: Seminar: "Zusammenleben in Vielfalt, Konflikte bearbeiten, ein inklusives Europa gestalten", Bad Bevensen

Teilnehmende aus 8 Ländern

Sprachen: Deutsch/Englisch

'Zusammenleben in Vielfalt, Konflikte bearbeiten, ein inklusives Europa gestalten', so der Titel des internationalen Seminars, das vom 13. - 22. Oktober 2017 im Gustav Stresemann Institut in Bad Bevensen (www.gsi-bevensen.de)stattfindet. Es richtet sich an Multiplikator/-innen der Jugendarbeit. Wir erwarten insgesamt 35 Teilnehmende aus: Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen, Rumänien und Ungarn. Für Teilnehmende mit Adresse in Deutschlandsind zur Zeit noch 3 Plätze frei. Die Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Englisch (Dolmetschung).

Das Train-the-trainer-Seminar zielt auf die Verbindung interkultureller und internationaler (Jugend-)Arbeit. Langfristiges Ziel ist, dass mehr Jugendliche und Erwachsene mit Migrationsvorgeschichte und aus Minderheitenkontexten bzw. -organisationen Zugang zum Internationalen Austausch finden. Gern vergeben wir daher Plätze an in Deutschland lebende Teilnehmende mit nicht-deutschem Hintergrund. Aber auch alle anderen mit Interesse an internationalen Kontakten und Methoden interkulturellen Lernens sowie der Auseinandersetzung mit dem Thema " Minderheiten in Europa" (mit Fokus auf die Situation von Roma) sind willkommen.

Die Teilnahmegebühr für die 9-tägige Veranstaltung beträgt 180,- Euro / ermäßigt 135,- € (Studierende, Erwerbslose) und umfasst Programm inkl. Hamburg- und Lüneburg-Exkursionen, Unterkunft im Doppelzimmer mit Dusche/WC und Vollverpflegung (EZ-Zuschlag 15,- EUR pro Nacht). Die Fahrtkosten werden bis zu 180,- €erstattet. Bad Bevensen liegt auf der Strecke Hannover-Hamburg zwischen Uelzen und Lüneburg und ist gut mit der Bahn zu erreichen. Bitte gebt die Information auch an andere Interessierte weiter. Hier der Link zur Ausschreibung mit Programm-Flyer: http://s.gsi-bevensen.de/10e3

Bei Teilnahmewunsch und Rückfragen bitte möglichst rasch melden, per
Mail: gabriele.wiemeyer@gsi-bevensen.de, bitte cc an
ina.buelow@gsi-bevensen.de. Für telefonische Auskunft 05821/955-114 und-113.

Mehr Info hier.

14./15.10.: Transnationale Konferenz: „Prussian Colonial Heritage - Sacred Objects and Human Remains in Berlin Museums“, Berlin

Centre Francais de Berlin, Müllerstraße 74, 13349 Berlin

The debate concerning the provenance and future of items acquired in the wake of European colonialism has intensified in recent times, due to the current German project which aims to reconstruct the imperial Berlin Palace and once again display the world’s cultural treasures in the building. Above all this debate concerns translocated “materials of sacred significance” and human remains, items which belong to a category defined by the International Council of Museums (ICOM) and the UN as “sensitive materials”.

Both of these organizations require the museums to expeditiously “initiate dialogues” with the source communities in order to discuss “the return of cultural property”. However, within the current debate concerning Berlin’s non-European collections the opinions of those who “have lost a significant part of their heritage” are hardly represented at all. Our conference will provide a platform for source community members and experts who should have been consulted “with respect and sensitivity” (ICOM) by the managers of the Humboldt Forum and of the Foundation Prussian Cultural Heritage (SPK) all along.

The conference takes place in the framework of the International Decade for people of African Descent.

More Info here.

23.-26.10.: Seminar: "Frauen im Ostseeraum - drei Generationen - drei Epochen - eine Verständigung", Lubmin

23. – 26. Oktober

Deutsch-polnisches Frauenseminar

Seit mehreren Jahren finden an der deutsch-polnischen Grenze, in Lubmin, deutsch-polnische Frauenseminare statt. Der Tagungsort, das Bildungshaus am Meer könnte kaum besser gewählt sein, um in guter Atmosphäre Themen Raum zu geben, die im Alltag kaum ihren Platz finden. Der Schwerpunkt des diesjährigen Frauenseminars liegt auf der Thematik Frauengenerationen. Es geht um drei Generationen, die sich austauschen können: Die etwa bis 1945 Geborenen, deren Kinder, die heute etwa 45–55 Jahre alt sind und die Enkel/innen, also die etwa 18- bis 28-Jährigen. Wie erlebte jede dieser Generationen die jeweilige politische Ära? Wie sind die Erinnerungen an diese und wie wurden sie weitergegeben? Was für Gemeinsamkeiten / Unterschiede gibt es dabei auf deutscher/polnischer Seite? Bei all der mittlerweile politisch offenen Verständigung werden auch neue politische Entwicklungen thematisiert, die dieser Verständigung möglicherweise im Weg stehen.

Das Seminar ist eine Veranstaltung von Arbeit & Leben Rostock e.V.

Anmeldungen an: Karolin Schekat

Ort: Bildungshaus am Meer, Heimvolkshochschule Lubmin e. V., Lubmin

Kontaktperson: Susanne Gärtner

Teilnehmergebühren: 80,00 EUR inkl VP/Ü

Mehr bei der Brücke-Most-Stiftung hier.

25.10.: Vortrag&Diskussion: "Subjekt in der Krise", Dresden

TU Dresden, Hörsaalzentrum
Bergstraße 64
01069 Dresden

18.30-20.30 Uhr

REIHE: Gesellschaftskritik in der Krise

Mit Prof. Dr. Christine Kirchhoff (Juniorprofessorin für Psychologie mit Schwerpunkt Psychoanalytische Kulturwissenschaften an der International Psychoanalytic University Berlin)
Eine gemeinsame Vortrags- und Diskussionsreihe des Referates politische Bildung (StuRa der TU Dresden) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Es grenzt an eine Tautologie zu sagen, dass in der gegenwärtigen Krise auch das Subjekt in die Krise geraten sei, ist doch Subjektivität ohne ihre gesellschaftliche Vermittlung nicht zu denken. Was kann überhaupt in die Krise geraten, wenn doch schon Marx feststellte, dass das Subjekt, auf das es im Kapitalismus ankommt, ein „automatisches Subjekt“ sei? Was heißt dies für die empirischen Subjekte, die Einzelnen, die sich um ihrer Reproduktion willen am Markt behaupten müssen? Was heißt dies vor dem Hintergrund des von Theoretikern der Postmoderne ausgerufenen und zugleich affirmierten Ende des Subjekts? Und was heißt dies, wenn man eine psychoanalytische Perspektive einnimmt und mit Adorno davon ausgeht, dass man in den innersten psychologischen Zellen auf gesellschaftliches stoße?
Diese und andere Fragen versucht der Vortrag zu beantworten, indem die Attraktivität von Verschwörungstheorien, eine Regression des Denkens mit dessen eigenen Mitteln, sowie die Dynamik der medial vermittelten Massenbildung wie Vereinzelung diskutiert werden.

Mehr Info hier.

28.10. Lauter!Stärker!Weiter! Netzwerktagung Geschlechterdemokratie

Die Wahl von Donald Trump und seiner sexistischen politischen Agenda, die Anti-⁠Gender-⁠Politik der nationalkonservativen polnischen Regierung, der Gesetzesentwurf der Türkei zur Legalisierung sexueller Übergriffe, der jährliche, politisch unterstützte Marsch der sogenannten „Lebensschützer“ in Annaberg-⁠Buchholz zeigen: Der Anti-⁠Feminismus wächst – aber auch die Gegenwehr.
So trifft Trump auf die Women's Marches, die polnische Regierung muss sich den Czarny-⁠Protesten beugen, in der Türkei stellen sich Feministinnen unter großer persönlicher Gefahr der patriarchalen Diktatur in den Weg und im Erzgebirge wird lautstark für das Recht auf Selbstbestimmung protestiert. Selbst im konservativen Sachsen blüht mancherorts die feministische Szene auf: Konzerte, politische Vortragsreihen, Ausstellungen und Lesezirkel widmen sich der Eroberung und der Verteidigung des Rechts auf körperliche, politische und gesellschaftliche Selbstbestimmung.

Unsere Tagung wirft mit Vorträgen und Workshops einen genaueren Blick auf internationale, nationale und lokale Bewegungen und erfolgreiche Politik. Wer ist wo und wie aktiv? Was können wir für die eigenen Arbeit ableiten? Wo liegen blinde Flecken und braucht es neue Bündnisse? Das Credo ist dabei: Solidarität in der feministischen Vielfalt - die Zeit sind rauh und nur gemeinsam werden wir stärker. Wir wollen (queer-⁠)feministisch aktive und (neu-⁠)interessierte Menschen vernetzen, uns von guten Beispielen inspirieren lassen und zusammen planen, wie der Protest politisch wirksam werden kann und die Geschlechterdemokratie auch in Sachsen vorankommt.

Ort: riesa efau , Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Die Netzwerktagung ist eine Veranstaltung von Weiterdenken -⁠ Heinrich-⁠Böll-⁠Stiftung in Kooperation mit der Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen.

Mehr Infos hier.

Buch: Ulrich Brand/Markus Wissen: "Imperiale Lebensweise - Zur Ausbeutung von Mensch und Umwelt im globalen Kapitalismus"

Taschenbuch, 13 x 1,7 x 20,3 cm
224 Seiten
14,95 €

Immer mehr Menschen – im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden – machen sich eine imperiale Lebensweise zu eigen. Sie bedienen sich an den ökologischen und sozialen Ressourcen andernorts, um sich selbst einen hohen Lebensstandard zu sichern. Appelle an einen »grünen Konsum« oder Strategien einer »grünen Ökonomie« ändern daran nichts. Viel grundlegendere Veränderungen sind nötig. Ulrich Brand und Markus Wissen analysieren die Ursachen der imperialen Lebensweise, beleuchten ihre zerstörerischen Wirkungen und zeigen Wege zu ihrer Überwindung auf.

Inhaltsverzeichnis: https://www.oekom.de/fileadmin/buecher/PDF_Inhaltsverzeichnis/9783865818430_Cover_Inhaltsverzeichnis.pdf

Mehr Info hier.

Zeitschrift: PROKLA 188: "Gesellschaftskritik und 150 Jahre Kritik der politischen Ökonomie"

ISBN: 978-3-89691-388-3
168 Seiten
Preis: 15,00 €
Erschienen: 2017

Für Gesellschaftskritik ist Karl Marx zentraler Bezugspunkt. Vor bald 150 Jahren erschien erstmals Das Kapital; Anlass genug, seine einflussreichsten ökonomiekritischen Schriften zu würdigen, um so das kritische Potenzial zu vergegenwärtigen, das für radikale Gesellschaftskritik unerlässlich ist, und sie so zu aktualisieren, selbstkritisch Gewissheiten und zweifelhafte Traditionslinien zu überprüfen und zu hinterfragen.

Mehr Info hier.

Broschüre: "Rechte Netzwerke in Europa"

Neue Broschüre zur Europäischen Rechten erschienen. Herausgegeben von der Delegation DIE LINKE. im Europaparla-
ment, Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/ Nordische Grüne Linke GUE/NGL.

PDF-Datei hier.

Zeitschrift: PERIPHERIE 37, 2 (2017): "Rassismus global"

Hrsg. v. Wissenschaftliche Vereinigung für Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik e.V.

Bereits vor über hundert Jahren konstatierte W.E.B. du Bois, Mitbegründer der panafrikanischen Bewegung, dass die moderne Weltordnung konstitutiv durch Rassismus geprägt ist. Er verwies damit auf die Verwobenheit rassistischer Praxis und Ideologie mit Kapitalismus, Patriarchat und (neo-)imperialer Herrschaft. Gleichzeitig wird in Wissenschaft und Politik allerdings selten anerkannt, dass Rassismus internationale Beziehungen und internationale politische Ökonomie prägt. Dieses Schweigen über Rassismus in globalen Zusammenhängen maskiert, wie prägend rassistische Ideen und Strukturen für Fragen von „Entwicklung“, Staatlichkeit und Demokratie sind. Mit diesem Komplex sehen sich nach wie vor alle diejenigen konfrontiert, die ernsthaft gegen Rassismus in Politik und Alltag vorgehen.

PERIPHERIE 146/147 bemüht sich um eine Schärfung der Begrifflichkeit und untersucht Rassismus und antirassistische Praktiken als globale Phänomene.

EDITORIAL

Zu diesem Heft

Rassismus global

Die moderne Weltordnung ist konstitutiv durch Rassismus geprägt. Das konstatierte schon vor über hundert Jahren W.E.B. du Bois, einer der Mitbegründer der panafrikanischen Bewegung. Er verwies damit auf die Verwobenheit rassistischer Praxis und Ideologie mit Kapitalismus, Patriarchat und (neo-)imperialer Herrschaft. Mit diesem Komplex sehen sich nach wie vor alle diejenigen, die ernsthaft gegen Rassismus in Politik und Alltag vorgehen, immer wieder konfrontiert.

Gleichzeitig wird in Wissenschaft und Politik allerdings selten anerkannt, dass Rassismus internationale Beziehungen und internationale politische Ökonomie prägt. Dieses Schweigen über Rassismus in globalen Zusammenhängen ist vielsagend, denn es maskiert, wie prägend rassistische Ideen und Strukturen für Fragen von "Entwicklung", Staatlichkeit und Demokratie sind. Der für westliche Konzepte von Politik grundlegenden Mythologie des Gesellschaftsvertrags – am prominentesten repräsentiert durch die Klassiker Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant – liegt explizit oder implizit eine dichotome, rassialisierte Weltsicht zugrunde. Danach bestehen auf der einen Seite verrechtlichte Beziehungen unter Weißen sowie Institutionen für Weiße. Diese Anerkennung als Rechtssubjekt wird auf der anderen Seite dem barbarischen "Rest" verweigert, ja die Mehrheit der Menschen wird in diesem Diskurs nicht einmal thematisiert.

Nicht-westliche bzw. anti-koloniale Versuche, Gesellschaften tatsächlich demokratisch und nicht-rassistisch zu begründen, wie beispielsweise nach den Revolutionen in Haiti zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert oder in Quilombos in Brasilien stehen dieser Sicht und der damit verbundenen Definitionsmacht entgegen. Sie sind bis heute nicht zu Bezugspunkten geworden, die auf internationaler Ebene die bezeichnete Schieflage von Großtheorien hätten korrigieren können. In den politik- und in den geschichtswissenschaftlichen Lehrbüchern werden sie und vor allem ihre Bedeutung für die theoretischen Grundlagen totgeschwiegen.

Die Wurzeln des modernen Rassismus reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert, als Westeuropa seine globale Expansion begann. Nur durch Gewalt konnten die Bewohner/innen der kolonisierten Gebiete, solange ihre Subsistenz einigermaßen gesichert war, dazu gebracht werden, für den Profit und unter dem Kommando der Kolonialherren in deren Bergwerken und Plantagen zu arbeiten. Diese Arbeit und der Transfer der durch sie geschaffenen Reichtümer in die Metropolen aber war für die Entwicklung des Kapitalismus daselbst entscheidend. Während im Europa der Aufklärung individuelle menschliche Grundrechte zunehmen geltend gemacht wurden, entwickelte der seit dem 18. Jahrhundert aufkeimende "wissenschaftliche Rassismus" zugleich eine Legitimitätsgrundlage, um Nicht-Europäer/innen den Status als Rechtssubjekte und damit auch den Anspruch auf Grundrechte abzusprechen. Auf Ideen von Rasse fußende Diskriminierungen dienten den Herrschenden immer auch dazu, aufkeimende Solidarität und gemeinsame Kämpfe zwischen ausgegrenzten und ausgebeuteten weißen Menschen und versklavten Schwarzen Menschen bzw. People of Color zu hintertreiben und zu untergraben. Dabei wurden die Trennlinien, die "uns" vorgeblich von den "Anderen" trennen, mit unterschiedlichen Mitteln, vor allem aber mit Phänotypen außereuropäischer Menschen begründet.

Mehr Info bei: http://www.zeitschrift-peripherie.de

Buch: Hardt/Negri: Assembly

Erscheint: Oktober 2017
Umfang: 336 S.
ISBN: 9780190677961
Preis: ca. 25 GBP

In the face of rising right-wing movements and governments throughout the world, along with the ever-increasing control of finance over social life, forms of protest and resistance that disrupt the ruling order are essential. But they are not enough. How can today’s social movements transform themselves so as to initiate a process of liberation and create the bases for a lasting social alternative?

Each year a new eruption of “leaderless” social movements — from North Africa and the Middle East to Europe, the Americas, and East Asia — leaves journalists, political analysts, police forces, and governments disoriented and perplexed. Activists too struggle to understand and evaluate the power and effectiveness of horizontal movements. Why have the movements, which address the needs and desires of so many, not been able to achieve lasting change and create a new, more democratic and just society? Some people assume that if only social movements could find new leaders they would return to their earlier glory. Where, they ask, are the new Martin Luther Kings, Rudi Dutschkes, and Stephen Bikos?

Although today’s leaderless and spontaneous political organizations are not sufficient, a return to traditional, centralized forms of political leadership is neither desirable nor possible. Necessary, instead, as Michael Hardt and Antonio Negri argue, is an inversion of the roles of the multitude and leadership in political organizations. Leaders should be confined to short-term, tactical action, while the multitude drives strategy. In other words, the formulation of long-term goals and objectives must come from the collective, rather than designated figureheads. Drawing on the ideas developed through their well-known Empire trilogy, Hardt and Negri have produced, in Assembly, a timely proposal for how current large-scale, horizontal movements can develop collectively the capacities for political strategy and decision-making to effect lasting and democratic change.

Verlagsseite.

06.10. (deadline): 2 Stellen zu kritischer Sicherheits- und Militärforschung an der Uni Wien

Zwei Ausschreibungen für Assistenzstellen (Prä-Doc) an der Uni Wien in den Bereichen kritische Sicherheits- und Militärforschung sowie Internationale Politik/Internationale Politische Ökonomie.

Die Bewerbungsfristen enden am 6.10.2017. Die Stellenausschreibungen sind unter der Referenznummer 7615
und 7913zu finden.

12.11. (deadline): 2 Ausbildungen an der RLS: "Constructors" und "Transformers"

Im Januar 2018 starten zwei neue Ausbildungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf dem „CAMPUS . Für weltverändernde Praxis“. Daneben wird auch attac zum ersten Mal seine [http://www.attac-netzwerk.de/attacademie> attacademie] mit dem Schwerpunkt „Ökonomische Alternativen“ auf dem CAMPUS einbringen.

Die Ausbildungen „Constructors. Politische Strukturen entwickeln“ und „Transformers. Strategien fürs Weltverändern“ der RLS richten sich an politisch Aktive im linken politischen Feld, die entweder ihre eigene Organisierung offener und bündnisfähiger machen wollen und/oder auf der Suche nach Strategieansätzen sind, um die Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern. Es wird viel Raum für Reflexion und Austausch untereinander da sein. Die Angebote für insgesamt 50 Teilnehmende werden wieder durch zehn spannende Exkurse flankiert, die inhaltlich von Angeboten zu
„Organizing“ bis zu „Nachhaltigem Aktivismus“ reichen und auch mit Projektbesuchen im linken Mosaik verbunden sind.

Wir freuen uns auf Euch! Die Bewerbung auf Teilnahme läuft bis zum 12.11.2017. Bitte schickt sie an: weiterbildung@rosalux.org. Die Ausschreibung und einen Fragebogen findet Ihr hier.

CfP (Deadline: 31.10.2017): Konferenz:"Neue Kulturgeographie 15 – Materie, Materialien, Methoden", Freiburg

Freiburg, 25. bis 27. Januar 2018

Assemblage- und Affekt-Theorien, Politische Ökologie, historischer Materialismus, Praktiken und Performanzen, Bio- und Body-Politik – unterschiedliche theoretische Ansätze befassen sich mit dem Verhältnis von materieller Welt zu Kultur, Gesellschaft und Politik und prägen aktuelle Diskussionen in der Humangeographie. In der Vielfalt der Perspektiven entstehen neue Blickwinkel: auf Natur, Körper und Körperlichkeit, die gebaute und vom Menschen geschaffene Umwelt, auf Technik und Technologie. Hieraus ergeben sich auch neue Möglichkeiten, die „Dritte Säule“ der Geographie zu stärken und Brücken zwischen unterschiedlichen Teildisziplinen zu schlagen. Doch obgleich die grundlegende Relevanz von Materie kaum mehr zur Disposition steht, bleibt die empirische Umsetzung ein Feld für Diskussionen, Experimente und neue Herangehensweisen. Über die Vervielfältigung theoretischer Perspektiven auf Materie hinaus möchten wir daher den Fokus auf die Materialien erweitern, mit denen sich die (re-) materialisierte Humangeographie umgibt, und auf die Methoden, mit denen sie sich eine heterogene gesellschaftliche Wirklichkeit erschließt. Wir freuen uns über Beiträge, die sich diesen Themen entlang einiger der folgenden Leitfragen nähern:

• Welche neuen Themenfelder entstehen im Kontext einer verstärkten Auseinandersetzung mit
Materialität in der Humangeographie?
• Welche gesellschaftliche und politische Relevanz hat die daraus resultierende Forschung? Wie
und inwiefern adressieren sie ungleiche Lebensbedingungen und Machtverhältnisse?
• Mit welchem Gesellschaftsbegriff arbeiten materielle/materialistische Ansätze? Wie unterscheiden
sie sich in Ihrem Verständnis von Gesellschaft?
• Welche Rolle spielen Bezüge zu Physischer Geographie und Naturwissenschaften? Welche
Herausforderungen ergeben sich in der interdisziplinären Zusammenarbeit?
• Wie lassen sich Beziehungen zwischen Materiellem und Immateriellen empirisch erfassen?
Welche Forschungsstrategien, Methoden und Materialien werden verwendet? Welche
praktischen Hürden ergeben sich dabei?
• Wie adressieren Assemblage- und Affekt-Theorien erkenntnistheoretische Fragen?
• Welche Rolle spielen Text und Sprache in einer rematerialisierten Kultur- und Gesellschaftsforschung?

Wie in den vergangenen Jahren, möchten wir die Veranstaltung über das gesetzte Rahmenthema hinaus offenhalten. Wir freuen uns daher über weitere theoretische und empirische Beiträge aus dem Themenspektrum der Neuen Kulturgeographie.

Abstracts im Umfang von ca. 400 Wörtern können bis zum 31. Oktober 2016 eingereicht werden. Die
Rückmeldung über die Aufnahme in das Programm erfolgt bis Anfang Dezember 2017. Darüber hinaus
nehmen wir auch gerne Vorschläge für Tagungsbeiträge in Form von Themensitzungen, Workshops,
Diskussionsrunden, Paneldiskussionen oder weiteren Formaten in deutscher oder englischer Sprache
entgegen. Eine Anmeldung sowie das Einreichen von Beiträgen ist ab sofort über
https://kulturgeographie.org möglich.

Ansprechpartner*in: Prof. Dr. Annika Mattissek und Dr. Thilo Wiertz nkg@geographie.uni-freiburg.de

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Einträge in den Rubriken (außer "EnWi") auf Fremdinformationen basieren. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität dieser Informationen. Wir sind stets bemüht, ein möglichst vielseitiges Angebot an Informationen zu bieten. Der Newsletter kann jederzeit über die Homepage von EnWi e.V. abgemeldet werden (über die Startseite, rechte Spalte: Box "EnWi Newsletter").