Mai 2018

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Liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser E-Mail erreicht Euch unser Mai-Newsletter. Am 1. Mai hat die rechte Partei III. Weg zu einer Demo nach Chemnitz aufgerufen. Ca. 1000 Neonazis werden erwartet und somit wäre es die größte rechte Demo an diesem Tag in Deutschland. Zahlreiche Organisationen und Gruppen haben zu einer Gegendemo aufgerufen. Eine gemeinsame Anreise von Leipzig aus ist möglich (siehe Newslettereintrag).
Im Cafè Connect informieren Referent*innen von chronik.LE über Studierendenverbindungen und die alten neuen Rechten.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht euch Euer
EnWi-Newsletter Team

Leipzig
02.05.: Innenaussichten einer maroden Diktatur - der türkische Angriff auf Afrin und seine innenpolitische Verwertung
03.05.: Research Colloquium: "The Jewish Communities of Mexico City and Buenos Aires (1945–1946)"
04.05.: Café Connect: Input zu Studierendenverbindungen in Leipzig
05.05.: Offenes Jahrestreffen Attac Leipzig
08.05. Libyen: tödlicher Endpunkt für Flüchtende statt Tor nach Europa?
10.-13.05.: Konferenz: Come together! Für eine Große Koalition des Antirassismus, Göttingen
15.05.: Research Colloquium: "Jüdische Geschichtserfahrung in Brasilien"
18.05. (deadline Anmeldung): Workshop: "Open Space: Engagement im Netz und vor Ort"
28.05.: Hochschulaktionstag Inklusion
Juni: 15.06. - 17.06.: Direct Action Training
Rest der Welt
01.05. Demo: Nazis blockieren in Chemnitz, Anreise aus Leipzig
04.-06.05.: Seminar: "Warum reden eigentlich alle über Israel/Palästina?", Berlin
09.-13.05.: attac Aktionsakademie 2018, Schwäbisch-Hall
26.05.: Anti-Rassismus Workshop: Reflexion*Aktion*Transformation, Berlin
Juni: 29./30.06.: Multiplikator_innen Fortbildung Flucht & Migration, Berlin
Spendenaufruf: Für eine unabhängige, selbstorganisierte Protest- und Bewegungsforschung!
Neuerscheinungen
Buch: Daniel Bendix (2018): Global Development and Colonial Power. German Development Policy at Home and Abroad
Gedenktafel Kamal K.
Publikation: "Illustrated (Hi)stories. Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg“
Zeitschrift APuZ: (Anti-)Feminismus
Zeitschrift iz3w: "Arbeitsrechte – Ein permanenter Kampf"
Zeitschrift: Heft 22 Sozial.Geschichte Online/Offline
CfPs und Stellenausschreibungen
13.05. (Deadline): CfP: Tagung «Kollektive Gegenentwürfe – Formen politischer Artikulationen Jugendlicher als Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse», 7.11. – 8.11.2018, Zürich
CfA: EEGA@future: Postgraduate-Grants
CfP (deadline: 01.06.): "Konsum und Verhalten in kapitalistischen und postmaterialistischen Gemeinschaften"
CfP Studiengang: MA Global Political Economy and Development, Kassel
CfP: Demokratie und Zivilgesellschaft im ländlichen Raum
CfP: Feministische Geo-RundMail Nr. 76: "Anarcha-Feminismus"

02.05.: Innenaussichten einer maroden Diktatur - der türkische Angriff auf Afrin und seine innenpolitische Verwertung

2. Mai, Mittwoch, 18:00 - 20:00 Uhr, Hörsaal 12, Uni Leipzig

Mit einer großangelegten Operation der türkischen Armee wurden islamistische Milizen in den nordsyrischen Kanton Afrin eskortiert. Auch wiederholt Erdogan seine Drohungen gegen weitere Gebiete der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien und dem Nordirak.
Doch wie ist der Angriff im Kontext der innenpolitischen Transformation der Türkei zu verorten? Handelt es sich um ein taktisches (Vor-)Wahlkampfmanöver zur lagerübergreifenden Mobilisierung nationalistischer Ressentiments oder verweist der Angriff auf eine tiefere Transformation des türkischen Staates im Kontext der Krise des AKP-Projektes? Bedenkenswert ist jedenfalls, dass die AKP sich schon seit Jahren als einzige Kraft inszeniert, die der behaupteten existenziellen Bedrohung von Staat und Nation durch einen umfangreichen Herrschaftsanspruch etwas entgegnen kann. Diese als Dezisionismus bezeichnete Regierungspraxis verweist auf eine tiefe Hegemoniekrise, der sich versucht durch die fortwährende Radikalisierung ihres Herrschaftsprojektes zu entkommen. Doch hat sie die Dynamiken der Radikalisierung noch unter Kontrolle?

Der Politikwissenschaftler Axel Gehring wird dieser Frage nachgehen.

Kooperationsveranstaltung von Rojava-Solibündnis Leipzig, der AG Kurdistan an der Uni Leipzig und dem SDS Leipzig
Aktuelle Infos auf Facebook.

03.05.: Research Colloquium: "The Jewish Communities of Mexico City and Buenos Aires (1945–1946)"

General Problems in Jewish and General History in the Modern Era

Time: Thursday, 17:15–18:45 Uhr (every other week)

Place: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Seminarraum EG, Goldschmidtstr. 28

3 May 2018

Andrea Acle-Kreysing (Leipzig)
Coming to Terms with the Holocaust and Hoping for Eretz Israel.
The Jewish Communities of Mexico City and Buenos Aires (1945–1946)

Mehr Info beim Leipzig Colloquium

04.05.: Café Connect: Input zu Studierendenverbindungen in Leipzig

Das nächste Café Connect findet am 4. Mai 2018 statt, es geht 18 Uhr los in der Bäckerei (Josephstraße 12, Leipzig).

Dieses Mal freuen wir uns Referent*innen von Chronik.LE begrüßen zu dürfen mit einem Input zum Thema :
Studierendenverbindungen und die alten neuen Rechten. Ein Überblick über Leipzig und darüber hinaus

Im Input von chronik.le werden zuerst Studierendenverbindungen als Organisationsform diskutiert. Hierbei werden kurz die verschiedenen Formen vorgestellt und gezeigt worin sich diese unterscheiden. Außerdem wird auf wesentliche Elemente, der von vielen Verbindungen geteilten Anschauungen und deren Anknüpfungsfähigkeit für rechte AkteurInnen eingegangen werden. Anschließend wird die aktuelle Situation von Verbindungen in Leipzig beleuchtet. Insbesondere wird es dabei um deren Verbandlungen mit neonazistischen Parteien und rechten Netzwerken gehen.

Mehr Infos hier.

05.05.: Offenes Jahrestreffen Attac Leipzig

ab 10 Uhr im Freien Kindergarten Alt-Lößnig, Lobstädter Straße 14, 04279 Leipzig, stattfindet.

Wir starten mit einem gemeinsamen Mitbring-Frühstück, um dann über dieAktivitäten des angefangenen und des letzten Jahres zu reflektieren und vorallem über zukünftige Aktionen und Veranstaltungen zu sprechen. DasJahrestreffen ist auch ein guter Ort um Attac und die Projekte und Leutekennenzulernen.

Wir können uns dort bis zum Abend ungestört aufhalten und planen auch den ganzen Tag ein. Es ist natürlich kein Problem, wenn jemand nur einen Teil des Tages mit uns verbringen kann oder will. Eure Beteiligung und Eure Ideen sind willkommen und wichtig! Wir freuen uns auf Euch!

PS: Wer gern sein(e) Kind(er) mitbringen möchte - der Kindergarten sollte dafür ein geeigneter Ort sein."

08.05. Libyen: tödlicher Endpunkt für Flüchtende statt Tor nach Europa?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Flucht und Migration" laden wir am 08.05. ins UT Connewitz zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Dabei werden wir uns mit der humanitären Situation in Libyen beschäftigen.

Als Vortragenden haben wir dafür Tankred Stöbe, Vorstandsmitglied von Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF), eingeladen, welcher im letzten Jahr eine medizinische Erkundungsfahrt durch Libyen koordinierte.

Seit dem Sturz des einstigen Diktators Muammar al-Gaddafi 2011 hat sich in Libyen keine einheitliche politische Struktur etablieren können und das Land ist von permanenten militärischen Kämpfen rivalisierender Milizen und Interessengruppen geprägt. Auf die zahlreichen Flüchtenden, die nicht selten in Libyen stranden, wirkt sich diese Situation besonders dramatisch aus. Grundlose Inhaftierung und Gewalt jeglicher Art sind die Regel.

Die humanitäre Lage ist katastrophal, besonders für Menschen auf der Flucht, so Tankred Stöbe von Ärzte ohne Grenzen: „Noch immer gehen wir oft davon aus, dass die extreme Not in den Ursprungsländern ursächlich für das Leid der Geflüchteten anzusehen ist und übersehen dabei, wie traumatisierend die Flucht aber auch die unzureichende Versorgung in den Ankunftsländern auf die betroffenen Menschen wirken kann. Die derzeitigen Lebensumstände in Libyen machen die Menschen besonders verwundbar. Sie haben keinen Zugang zu medizinischer Behandlung oder zu ihren Unterstützungsnetzwerken. Diese Menschen sind auf allen Etappen der Flucht der Gefahr von Gewalt, sexualisierter Gewalt, Ausbeutung, Willkür und Misshandlungen ausgesetzt. Insbesondere gilt dies für Frauen, Kinder, ältere Menschen, traumatisierte Menschen oder für Menschen mit Behinderungen. Gerade diese Menschen erreichen selten ein sicheres Zielland.“

Eine Veranstaltung des Kulturraum e.V.
Aktuelle Infos auf Facebook.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Der Eintritt ist frei.

10.-13.05.: Konferenz: Come together! Für eine Große Koalition des Antirassismus, Göttingen

Vom 10. bis zum 13. Mai findet in Göttingen eine gemeinsame Konferenz von Welcome United, den bundesweiten "Solidarity City" - Gruppen, dem Gesprächskreis MIgration der Rosa-Luxemburg Stiftung und dem Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) statt.

Die Konferenz setzt sich vor dem Hintergrund des aktuellen politischen Rollbacks mit Fragen aktueller Transformationen und möglicher solidarischer und antirassistischer Politiken auseinander. Näheres zum Rahmen der Konferenz und zum inhaltlichen Angebot findet ihr auf der Konferenzhomepage:

https://16.kritnet.org/

15.05.: Research Colloquium: "Jüdische Geschichtserfahrung in Brasilien"

General Problems in Jewish and General History in the Modern Era

Time: Thursday, 17:15–18:45 Uhr (every other week)

Place: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Seminarraum EG, Goldschmidtstr. 28

15 May 2018
Lecture and discussion
Zeitschichten. Bernardo Kucinski (São Paulo) über jüdische Geschichtserfahrung in Brasilien
(in cooperation with the Freie Universität Berlin)

Mehr Info beim Leipzig Colloquium

18.05. (deadline Anmeldung): Workshop: "Open Space: Engagement im Netz und vor Ort"

15.06.2018, von 09:00 bis 16:30

Analoges und digitales zivilgesellschaftliches Engagement – wie beides im Kontext Vielfalts- und Einwanderungsgesellschaft zusammenbringen? Wir diskutieren Verknüpfungsmöglichkeiten und bieten bedarfsorientierte Trainings für Multiplikatoren in der Bildungsarbeit.

Zwei Jahre nach dem Open Space: Digitale Bildung und Geflüchtete knüpfen wir an das Thema an und betrachten diesmal bürgerschaftliches Engagement in Bildungsprojekten von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Der besondere Fokus liegt auf der Verschränkung digitaler und analoger Initiativen, Methoden und Techniken: Wie finden diese beiden oft noch getrennt agierenden Bereiche zueinander? Wie und an welchen Orten können sie voneinander lernen? Wie können sich die Vorteile von Präsenzaktionen und digitalen Elementen ergänzen?

Im Rahmen von digitalen Projektvorstellungen vorab und einem Fishbowl vor Ort werden gute Beispiele und Möglichkeiten für integrierte Bildungsprojekte im Kontext Einwanderungs- und Vielfaltsgesellschaft vorgestellt. Dabei sollen Schnittstellen von analog und digital aufgezeigt und diskutiert werden.

Verschiedene Open-Space-Sessions, die die Teilnehmenden spontan selbst anbieten können, ermöglichen Raum für Austausch und Vernetzung zu integrierter Bildungsarbeit von und mit Migrantinnen und Migranten. Parallel werden verschiedene bedarfsgerechte Trainings angeboten, in denen die Teilnehmenden sich Fähigkeiten für die integrierte Projektarbeit aneignen können. Einige Trainings werden bedarfsorientiert für die Veranstaltung vorbereitet, sie können jedoch auch von den Teilnehmenden selbst im Rahmen der Open-Space-Sessions angeboten werden.

Am Vorabend der Veranstaltung findet in Leipzig (Informationen zum Ort folgen) ab 18:00 Uhr ein Get-Together für alle Teilnehmenden statt, das Möglichkeit für einen ersten Austausch bietet. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Sie hieran teilnehmen möchten.

Mehr Info bei der bpb.

28.05.: Hochschulaktionstag Inklusion

Mehr Infos bei der Uni Leipzig.

Juni: 15.06. - 17.06.: Direct Action Training

Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit
und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren.

Fr, 15.06.2018 17:00 Uhr
DIRECT-ACTION-EINFÜHRUNG, Film

+ Gespräch. Abends: Live-Musik

(Offen für alle, gleichzeitig Auftakt zum folgenden Direct-Action-Training)

Sa, 16.06 11-20 Uhr
DIRECT-ACTION-TRAINING
Theorie+Praxis +(Essens)Pausen
ab 20 Uhr Vokü (Vegan)

So: 10-12 DIRECT-ACTION-TRAINING
Austausch und ABschluss
ab 12Uhr Brunch

Ort: Leipzig, Libelle, Kollonadenstr. 19

INFOS, ANMELDUNG + Pennplätze unter:
direct-act@riseup.net

01.05. Demo: Nazis blockieren in Chemnitz, Anreise aus Leipzig

Das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" ruft zur Demo gegen den Naziaufmarsch in Chemnitz auf. Eine gemeinsame Anreise aus Leipzig ist geplant. Infos zur Anreise gibt es auf Facebook und der Aufruf kann hier nachgelesen werden.

„Antifaschismus heißt früh aufstehen. Gegen Rassismus, Nationalismus und Hass für eine solidarische Gesellschaft“

Das Aktionsbündnis Leipzig nimmt Platz ruft dazu auf, am 1. Mai gemeinsam nach Chemnitz zu reisen und den antifaschistischen Protest zu unterstützen.

„Am 1. Mai wird es viele verschiedene Veranstaltungen in Chemnitz geben. Wir reisen gemeinsam von Leipzig mit dem Zug an und unterstützen die Demonstration des Bündnisses Chemnitz Nazifrei. Ort und Zeit sind 7:20 Uhr am Gleis 23 Hauptbahnhof Leipzig.

Antifa heißt früh aufstehen. Gegen Rassismus, Nationalismus und Hass für eine solidarische Gesellschaft. Wir rufen alle Leipziger*innen auf, mit uns nach Chemnitz zu fahren und den Neonazis den Platz zu nehmen“, erklärt Anne Kämmerer von der Grünen Jugend.

“Den 1. Mai werden wir weder räumlich noch in seiner inhaltlichen Besetzung den Neonazis überlassen, die den Arbeiter*innenkampftag zu missbrauchen versuchen. Wir können uns dem diesjährigen 1. Mai – Motto der DGB-Gewerkschaften, welches für Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und neue und alte Rechte steht, anschließen“, führt Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ aus.

„Die Route des Dritten Weges, die sich über den Stadtteil Sonnenberg zieht, ist nicht zufällig gewählt. Vergangene Bestrebungen, diesen Stadtteil zum Nazikiez zu erklären, sollen damit bestärkt werden. Außerdem führt die Route an einem kurdischen Bäcker vorbei, dessen Fassade im Januar mit abstoßenden faschistischen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert wurde. Wir werden gemeinsam mit den Strukturen vor Ort dafür sorgen, dass der Sonnenberg nicht den Nazis überlassen wird. Wir stehen gegen Diskriminierung und Hass und kämpfen dafür, dass alle Menschen in Sachsen besser leben können“, betont Stina Rückert von der Gruppe Prisma abschließend.

Hintergrund

Am 1. Mai mobilisiert die rechte Kleinstpartei III. Weg nach Chemnitz. Mit etwa 1000 erwarteten Neonazis, soll es die größte rechte Demo an diesem Tag in Deutschland werden. Zahlreiche Veranstaltungen und Proteste in Chemnitz stellen sich gegen diese Vereinnahmungsversuche.

04.-06.05.: Seminar: "Warum reden eigentlich alle über Israel/Palästina?", Berlin

18:00 Uhr, Berlin, tagungswerk KuBiZ (Bernkasteler Str. 67)

Debatten über den Nahostkonflikt in der deutschen Linken

Fast jede_r hat’s erlebt: die Atmosphäre fängt an zu kippen, gequälteGesichtsausdrücke, vorwurfsvolle Blicke, bebende Stimmen, oder auch ein„Nicht schon wieder!“ – es geht um: Linke, die in Deutschland über denNahostkonflikt diskutieren. Warum ist eigentlich der Nahostkonflikt so einwichtiger Bezugspunkt für viele Linke in Deutschland? Wieso zerbrechen ander Frage "Palästina- oder Israelsolidarität" immer wieder politischeGruppen, Bündnisse und sogar Freund_innenschaften? Welche Rolle spielenAntisemitismus und Rassismus dabei? Was ist eigentlich mit den Labels"Antideutsch" und "Antiimp" gemeint? Und wie kommt es überhaupt, dassLinke bei so gegensätzlichen Positionen landen?Im Seminar wollen wir die Geschichte des Nahostkonflikts beleuchten unddie verschiedenen Positionen innerhalb der linken Diskussionen inDeutschland nachzeichnen. Jenseits des weit verbreiteten polemischenBashings ist die Grundhaltung dabei wohlwollend und solidarisch.Willkommen sind sowohl Leute, die es schwer finden, sich in den Debattenzu verorten als auch Leute, die einen Standpunkt dazu haben, solange sieoffen dafür sind, Fragen an diesen zu richten.

Das Seminar findet mit Übernachtung in der Nähe von Berlin statt und kostet 20 EUR. Darin sind Seminarmaterialien, Unterkunft und Verpflegung enthalten.

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de.

Umtauschinitiative | Naturfreundejugend Berlin |
Weitere Infos unter:
http://naturfreundejugend-berlin.de/termine/warum-reden-eigentlich-alle-ueber-israel-palaestina
Kontakt: seminare@naturfreundejugend-berlin.de
NFJ Berlin, Werichselstr. 13/14, 12045 Berlin

09.-13.05.: attac Aktionsakademie 2018, Schwäbisch-Hall

Schwäbisch-Hall

Aktionsformen lernen und ausprobieren: Vom 9. bis 13. Mai treffen sich in Schwäbisch-Hall aktionsbegeisterte und politisch interessierte Menschen aus verschiedenen Gruppen und sozialen Bewegungen, um gemeinsam Aktionsformen neu zu entdecken, zu erlernen und auszuprobieren. Erfolgreicher Widerstand braucht einen langen Atem. Deshalb muss Protest Spaß machen!
Im Programm findet ihr Workshops zu Formen des kreativen Straßenprotests oder Medienaktivismus, ebenso wie Veranstaltungen zu Planung und Organisation. Manche dauern 90 Minuten, andere laufen mehrere Tage. Abends gibt es Vorträge, Filme und Musik. Samstag ist Aktionstag zum Ausprobieren des Gelernten und die Abschlussparty.

Mehr Info hier bei attac.

26.05.: Anti-Rassismus Workshop: Reflexion*Aktion*Transformation, Berlin

10-18 Uhr

Rassismus demaskieren. Strukturen und Institutionen von Rassismus freihalten.

Wir laden Euch ganz herzlich zu unserem Anti-Rassismus Workshop in Berlin ein. Der Workshop soll eine Supervision für Ehrenamtliche, Interessierte, Verbündete, Pädagogen*innen sowie Personen sein, die in Institutionen arbeiten oder Freiwelligendienst machen. Die Veranstaltung wird den Teilnehmer*innen die Gelegenheit geben, neue Informationen und ein gestärktes Verständnis über Machtstrukturen zu bekommen, wie auch in einem beschützten Raum über Rassismen frei zu reden.

Auch wenn Personen sich für reflektiert halten, kann es passieren, dass sie ungewollt und (sogar gegen in ihrer Absicht) diskriminierende Strukturen reproduzieren. Es ist schwierig einzugestehen, sich damit auseinanderzusetzen und die eigenen Normen in Fragen zu stellen, aber es ist fundamental für ein wirklich solidarisches und anti-rassistisches Handeln.

Die gesellschaftliche Akzeptanz der Vielschichtigkeit der Fluchtursachen und Geflüchteter selbst sehen wir als eine zentrale Zukunftsaufgabe für die deutsche Gesellschaft an. Darüber hinaus ist es nicht nur unser Ziel, einen Raum für Dialog und neue Perspektiven zu schaffen, sondern diesen für den Aufbau einer nachhaltigen Vernetzung in der eigenen Umgebung zu nutzen.

Das Ziel unseres Workshops liegt daran, bewusst zu werden, inwieweit wir täglich bei unserer Arbeit Machtstrukturen reproduzieren, und dementsprechend sie zu dekonstruieren, um mit diesem neuen klaren Verstand sich besser an der Arbeit zu fühlen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Interesse hätten, an diesem Workshop teilzunehmen.

Achtung: Die Veranstaltung richtet sich auch an Teilnehmende mit Wohnort außerhalb Berlins.

Information zum Workshop:
Der Workshop ist kostenfrei/ auf Spendenbasis
Datum und Uhrzeit: Samstag, den 26.05.2018
Ort des Workshops: Engagement Global, PANGEAHAUS 1. Etage, Trautenaustr. 5, 10717 Berlin (U Bahnhof Güntzelstraße)

Link zur Veranstaltung

Bitte melden Sie sich hier an: buero@africavebir.org oder telefonisch unter: 0176 63228341

Das Projekt wurde durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die Stiftung :do gefördert.

Spendenaufruf: Für eine unabhängige, selbstorganisierte Protest- und Bewegungsforschung!

Unabhängige, selbstorganisierte Forschung kostet Geld… Wir wollen die Infrastruktur des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung langfristig finanzieren – darum brauchen wir Ihre Unterstützung!

Worum geht es?

Proteste sind allgegenwärtig – von der Nachbarschaftsinitiative gegen eine Umgehungsstraße zur Revolte in autoritären Regimen, von rechtsradikalen Aufmärschen zu mit Graffiti versehenen Wänden. Trotz der offensichtlichen Bedeutung von Protesten und sozialen Bewegungen für die Demokratie ist die Forschung dazu schlecht aufgestellt. Wenn öffentlich über Proteste geredet wird, sind Klischees und ein kurzsichtiger Blick weitverbreitet. Es fehlt häufig an fundiertem Wissen und der Einordnung aktueller Ereignisse. Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) will diese Lücke füllen.

Dabei verstehen wir Forschung zu Protesten als öffentliche Wissenschaft. Dafür organisieren wir uns selbst in einem Netzwerk von über einhundert Forschenden und bringen uns in öffentliche Debatten ein – z.B. in den Bewegungsgesprächen, bei unseren Jahrestagungen, über die Medien und die frei zugänglichen ipb working papers.

Gemeinsam starten wir kurzfristige Forschungsprojekte wie die Befragung von Demonstrierenden (u.a. bei Pegida und den Protesten gegen TTIP), aber auch Projekte mit längerem Atem wie „Mapping #NoG20“, mit dem wir die Gewalteskalation beim Hamburger G20-Gipfel besser verstehen wollen. Wir sind dabei keinem Auftragsgeber verpflichtet, sondern folgen unseren wissenschaftlichen Interessen in öffentlicher Verantwortung.

Warum spenden?

Das ipb funktioniert anders als andere Einrichtungen im Wissenschaftsbetrieb. Ein Großteil der Arbeit leisten wir unbezahlt. Um die ehrenamtliche Arbeit zu koordinieren und falls möglich in bezahlte Arbeit zu überführen, brauchen wir eine kontinuierlich arbeitende Geschäftsführung. Bisher finanziert sich das Institut ganz überwiegend aus den Beiträgen seiner Mitglieder. Diese können die laufenden Kosten allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr decken.

Über die Spenden möchten wir die Finanzierung der Geschäftsstelle (ein Büroraum und ein Minijob) für dieses und das nächste Jahr sicherstellen. Dafür werden 7.500 Euro benötigt. Das Geld verschafft uns Luft, um andere Finanzierungsmodelle anzugehen, mit denen wir die Lücke dauerhaft schließen können.

Durch eine transparente Finanzierung bleiben wir glaubwürdig – für Protestakteure und die Zivilgesellschaft ebenso wie für die breite Öffentlichkeit und die wissenschaftliche Community.

Wie kann ich spenden?

Das ipb wird getragen vom Verein für Protest- und Bewegungsforschung e.V., über den Spenden von der Steuer absetzbar sind. Ganz besonders freuen wir uns über Daueraufträge um langfristig planen zu können. Schon ein paar Euro im Monat helfen uns dabei. Falls gewünscht, schicken wir Ihnen natürlich eine ausführliche Spendenquittung.

Um einen regelmäßigen Bankeinzug (Lastschriftmandat) einzurichten, schreiben Sie uns eine E-Mail mit ihren Kontodaten und den gewünschten Intervallen an info@protestinstitut.eu unter dem Betreff „Spenden für unabhängige Bewegungsforschung“. Dann ziehen wir die gewünschte Summe bequem von Ihrem Konto ein.

Um eine einmalige oder dauerhafte Spende per Überweisung zu tätigen, geben Sie als Verwendungszweck „Spende für unabhängige Bewegungsforschung“ an. Die Überweisung geht an:

Verein für Protest- und Bewegungsforschung e.V.
IBAN: DE90 4306 0967 1147 0403 00
BIC: GENODEM1GLS
Bank: GLS Gemeinschaftsbank

Alternativ zur Spende gibt es auch die Möglichkeit Mitglied oder Fördermitglied zu werden und damit die Arbeit des Instituts mitzugestalten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Juni: 29./30.06.: Multiplikator_innen Fortbildung Flucht & Migration, Berlin

Handreichung für Lehrkräfte

Liebe Lehrer*innen, liebe Aktivist*innen und liebe Interessent*innen,

hiermit möchten wir Sie herzlich einladen, an der Fortbildung zu Fluchtursachen und Migration im rassismuskritischen, afrikanischen Kontext teilzunehmen. Die Fortbildung wendet sich an Lehrkräfte, Pädagogen*innen und Personen, die sich im schulischen und außerschulischen Kontext mit der Auseinandersetzung und Vermittlung von Wissen zu Flucht und Migration beschäftigen.

Flucht und Migration sind diverser Natur und entspringen zumeist komplexen gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und historischen Zusammenhängen, die es aufzuschlüsseln gilt. Hierfür fehlt der öffentlichen Debatte und auch der bildungspolitischen Landschaft oftmals ein erweitertes Verständnis.

Die Fortbildung hat die Sensibilisierung der Durchführenden zum Ziel. Angeleitet wird die Schulung von Frau T. Vicky Germain, um einen wichtigen Beitrag zur Rassismusprävention zu leisten. Hierfür wird auch das von der Dozentin entworfene Unterrichtsmaterial Handreichung für Lehrkräfte: “Wir sind hier - was unsere koloniale Vergangenheit mit Flucht und Migration zu tun hat” (siehe oben) vorgestellt, welches idealerweise zukünftig von den Teilnehmenden angewandt werden soll.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Interesse hätten an der nachhaltigen Verankerung der Inhalte und Strategien zur Rassismusprävention und an der Auseinandersetzung mit unterrepräsentiertem Wissen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit mitzuwirken.

Information zur Multiplikator*innen Fortbildung:

Freitag, den 29.06.2018 ab 15 Uhr
Samstag, den 30.06.2018 ab 11 Uhr

Ort des Workshops: Engagement Global, PANGEAHAUS 1. Etage, Trautenaustr. 5, 10717 Berlin (U Bahnhof Güntzelstraße)

Der Workshop kostet 35 Euro für die zwei Tage (für die Verpflegung wird gesorgt).

Bei Interesse meldet Euch bitte per Mail: buero@africavenir.org oder unter der Nummer: 0176 63228341
Links zur Veranstaltung

Das Projekt wurde durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die Stiftung :do gefördert.

Zeitschrift: Heft 22 Sozial.Geschichte Online/Offline

Das neue Heft von Sozial.Geschichte Online/Offline ist erschienen. Es kann als PDF auf den Seiten von DuEPublico kostenlos heruntergeladen werden. Wie bereits das letzte Heft, wird auch Heft 22 wieder in einer Printausgabe erhältlich sein, die in Kürze erscheinen wird.

In diesem Heft findet Ihr unter anderem Forschungsbeiträge von Susanne Beer zur Abwehr des Antisemitismus im Kaiserreich und der Weimarer Republik, von Ahlrich Meyer und Insa Meinen über Jüdische Immigranten in der belgischen Ökonomie, 1918-1942 (Teil 1; Teil 2 wird in Heft 23 erscheinen) und von Andreas Peglau über Wilhelm Reich, Erich Fromm und die Extremismusforschung sowie, als Diskussionsbeitrag, den zweiten Teil von Karl Heinz Roth´s Auseinandersetzung mit dem Griechenlandhistoriker Heinz A. Richter: „Wohin der Zeitgeist weht“.

Heft 22 von Sozial.Geschichte Offline kann zum Preis von 10,00 Euro unter der Adresse Service@janus-projekte.de mit Angabe der Liefer- und Rechnungsadresse vorbestellt werden.

Mehr Infos auf dem Blog der Zeitschrift.

Zeitschrift APuZ: (Anti-)Feminismus

Inhalt

Der Begriff "Feminismus", zunächst synonym zu Frauenemanzipation verwendet, verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts von Frankreich aus im Zuge der Frauenbewegungen in Europa und auf andere Kontinente. Heute hat er seinen festen Platz in Politik, Forschung, Popkultur. Antifeminismus, also Widerstände gegen feministische Forderungen und Errungenschaften, gibt es, seit es den Feminismus gibt. In manch aktuellen Debatten scheinen die Fronten von Antifeminismus und Feminismus zu verwischen. Ist "antifeministisch" der richtige Begriff, wenn Frauenrechte strategisch und mit rassistischer Grundierung in Stellung gegen Migranten gebracht werden? Ist der heutige "Antigenderismus" eine Spielart des Antifeminismus oder etwas Anderes? Und wie lässt sich das Zusammenwirken antifeministischer und feministischer Momente im sogenannten Postfeminismus der Medienkultur erklären?

Herausgeber: bpb, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7817

Kostenfreie Bestellung.

Mehr Info bei der bpb.

Gedenktafel Kamal K.

Es gibt wieder eine Gedenktafel für Kamal K. und alle Opfer rechter Gewalt in Leipzig! Lange hat es gedauert, nach mehrmaligen Zerstörungen in den vergangnen Jahren, gibt es wieder eine Tafel.

Die Pressemitteilung von Rassismus tötet 2017: http://www.rassismus-toetet-leipzig.org/index.php/gedenktafel-fuer-kamal-k-gestohlen/

Publikation: "Illustrated (Hi)stories. Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg“

In neun Comics beschäftigen sich junge Zeichner*innen aus unterschiedlichen Ländern Europas mit Geschichten von und über Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg:

"Das Gedenken an den Ersten Weltkrieg in Deutschland und Europa ist nach wie vor sehr auf die europäische Perspektive beschränkt. Tatsächlich war der Krieg ein globaler: Millionen Soldaten aus kolonisierten Gebieten nahmen an den Kämpfen teil. Die Kolonialtruppen bildeten ein wesentliches Element der Kriegsführung bei fast allen Kriegsparteien. Als Soldaten "zweiter Klasse" erhielten sie allerdings deutlich weniger Sold sowie schlechtere Verpflegung und Ausrüstung. Zudem waren sie während des Krieges und danach rassistischen kolonialen Unterdrückungsmechanismen unterworfen, an deren Fortbestand auch der Kriegseinsatz wenig änderte. In der dominanten Erinnerungskultur wird das Schicksal der Kolonialsoldaten folglich fast vollständig ausgeblendet – auch deswegen, weil das, was sie erlebt haben, oft nur als "oral history" verfügbar war und von der westlichen Geschichtsschreibung nicht berücksichtigt wurde. Dieses Buch widmet sich der Geschichte der Kolonialsoldaten in neun Comics, die auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit Möglichkeiten historischer Überlieferung und dem Fortwirken kolonialer Bildproduktion leisten.“

Zur Bestellung hier lang: http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/267541/illustrated-histories

Zeitschrift iz3w: "Arbeitsrechte – Ein permanenter Kampf"

iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und Süd | Ausgabe 366 (Mai/Juni 2018)

Arbeitsrechte sind „harte“, da existenzielle Rechte: Wenn sie fehlen, geht es an die Substanz. Arbeitsrechte resultieren nicht automatisch aus guten Gewinnen der UnternehmerInnen. Vielmehr müssen sie dem Kapital und dem Staat in mühsamen Auseinandersetzungen abgetrotzt werden.

Es sind vor allem die reichen Länder dieser Welt, bei denen der Internationale Gewerkschaftsbund die Anerkennung wenigstens der grundlegenden Arbeitsrechte konstatiert. Deutlich schwieriger umzusetzen sind sie hingegen in den Ländern des Globalen Südens. Der Themenschwerpunkt fokussiert die Situation in Ländern wie Argentinien, Mexiko, Russland, Indien und Algerien und schildert die tagtäglichen Kämpfe der ArbeiterInnen. Wie steht es um vermeintlich basale Rechte wie das Streikrecht? In welchem Verhältnis steht der Staat zu unabhängigen Gewerkschaften? Und wer vertritt eigentlich die Anliegen der Menschen, die in keinem offiziellen Beschäftigungsverhältnis stehen, sprich im übergroßen informellen Sektor arbeiten?

Mehr bei der iz3w.

Buch: Daniel Bendix (2018): Global Development and Colonial Power. German Development Policy at Home and Abroad

Teil der Serie Kilombo: International Relations and Colonial Questions
Erschienen: März 2018
Verlag: Rowman and Littlefield
Preis(Hardcover/Ebook)/Umfang: ca.99€/30€ 208S.
ISBN: 9781786603494

Although Germany was one of the principal colonising nations in Africa and today is the world’s second largest aid donor, there is no literature on the postcolonial condition of contemporary German development policy.

This book explores German development endeavours by state institutions as well as NGOs, and provides evidence of development policy’s unacknowledged entanglement in colonial modes of thought and practice. It zooms in on concrete policies and practices in selected fields of intervention: development education and billboard advertising in Germany, and – taking Tanzania as a case in point – obstetric care and population control in the Global South. The analysis finds that disregarding colonial continuities means to perpetuate the inequalities and injustices that development policy claims to fight. This book argues that colonial power in global development needs to be understood as functioning through the transnational character of development policy at home and abroad.

Mehr Infos auf der Verlagsseite.

13.05. (Deadline): CfP: Tagung «Kollektive Gegenentwürfe – Formen politischer Artikulationen Jugendlicher als Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse», 7.11. – 8.11.2018, Zürich

Aktuelle Befunde zum Verhältnis von Jugend und Politik zeichnen oft besorgniserregende Bilder einer apolitischen und wenig interessierten Jugend. Wissenschaftlich wie auch medial werden Jugendliche und junge Erwachsene als politikverdrossen bezeichnet, was sich darin zeigt, dass ihr Vertrauen in Parteien und Regierungsinstitutionen schwindet und die Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen sinkt. Demgegenüber lässt sich die These formulieren, dass hier von einem sehr engen Politikverständnis ausgegangen wird, welches zum einen auf eine Teilhabe an institutionalisierten und etablierten (politischen) Strukturen fokussiert und zum anderen systemkonforme Einstellungen voraussetzt. Zudem verharrt der Fokus in diesen Beispielen oft auf individualisierenden Formen der Partizipation und politischen Artikulation.

Eine solche Rahmung wirft jedoch Fragen auf: Wie definiert und begründet sich eigentlich „das Politische“? Was bedeutet politische und gesellschaftliche Partizipation? Wer definiert diese und hat in dem Diskurs Deutungshoheit? Welche Möglichkeiten der kollektiven politischen (Selbst)Artikulation sehen Jugendliche?

Jugendliche und junge Erwachsene treten in unterschiedlichen Formen und Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens in Erscheinung und gestalten dieses in verschiedenster Weise mit. Damit aber die unterschiedlichen Formen der politischen Artikulation von Jugendlichen in den Fokus treten können, erfordert dies, den Begriff des Politischen wie auch den der politischen Partizipation breiter zu verstehen.

Selbstorganisierte Jugendliche, welche sich zusammenschliessen um etwas Eigenes zu erschaffen oder zu kreieren, kommen an unterschiedlichen Orten zum Vorschein. Möglichkeiten politischer Artikulation zeigen sich in Jugend(sub)kulturen, Jugendgruppen oder auch in nicht institutionellen Jugendorganisationen. Den verschiedenen Projekten gemein ist oft die Abgrenzung vom herkömmlichen, dem bereits vorhandenen (wie Strukturen oder Institutionen) oder von Erwachsenen. Sie können damit als eine Reaktion auf bestehende gesellschaftliche Verhältnisse und zugleich als eine Kritik derselben verstanden werden.

Wie Prozesse einer jugendlichen Selbstorganisation genau ablaufen und sich darin Möglichkeiten der kollektiven politischen und gesellschaftlichen Mitbestimmung zeigen, ist bislang ebenso wenig erforscht wie die Frage danach, welche (alternativen) kollektiven Formen politischer Artikulation sich bei Jugendlichen finden. Daher möchte die Tagung folgende Fragen ausloten und gemeinsam diskutieren:

  • Welche unterschiedlichen Möglichkeiten und Formen der kollektiven politischen und gesellschaftlichen Mitbestimmung ausserhalb institutionalisierter Strukturen gibt es?
  • Wie und wo werden Abgrenzungen zu bereits Bestehendem und etablierten Strukturen gezogen? Welche Arten von Gegenentwürfen werden ausformuliert?
  • Inwiefern können Gruppenbildung, Zusammenschlüsse und Selbstorganisation als Kritik und Antwort auf gesellschaftliche Verhältnisse verstanden werden?
  • Was bedeutet kollektives Handeln und Bewusstsein von selbstorganisierten Jugendlichen und wie zeigt sich dies in einer politischen Praxis?

Die Tagung findet am 7. und 8. November 2018 an der Universität Zürich statt. Sie bietet die Gelegenheit, empirisches Material und Überlegungen sowie auch theoretische Reflexionen und Analysen zu den genannten Fragen zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Wer sich dafür interessiert, mit einem Vortrag zur Tagung beizutragen, sendet bitte bis spätestens 13. Mai 2018 ein Abstract zum geplanten Beitrag (max. 1 Seite) an Selin Kilic (selin.kilic(at)ife.uzh.ch).

CfP (deadline: 01.06.): "Konsum und Verhalten in kapitalistischen und postmaterialistischen Gemeinschaften"

Soziologiemagazin Heft 2/2018

Hier geht's zum Call: https://soziologieblog.hypotheses.org/calls/aktueller-call4papers

Bei Fragen wendet euch an Mail: hendrik.erz@soziologiemagazin.de, Web: http://www.soziologiemagazin.de/, @facebook: http://www.facebook.com/soziologiemagazin, @twitter: http://twitter.com/sozmag

CfP Studiengang: MA Global Political Economy and Development, Kassel

In the master program in Global Political Economy and Development (GPED), students engage with the institutions, actors, structures and processes characterizing globalized capitalism and North-South relations. The program focuses on the global level, but also investigates regional and national settings in a comparative perspective. The curriculum is interdisciplinary in character, with lecturers stemming from political science, sociology and economics, and
based on a pluralist understanding of political economy and development processes, thus engaging with both mainstream and critical perspectives. It is international in scope (regarding the composition of the student body and the teaching staff) and offers a broad range of exchange programmes with universities across the globe. Its theoretical focus notwithstanding, the program also provides for practical experience as students are expected to complete a two-month internship at NGOs, international organizations, research centres etc.

Application deadline:
1 April (international students) and
15 June (students with a BA degree from Germany)

Program starting date: 1 October

Mehr Infos hier.

CfP: Demokratie und Zivilgesellschaft im ländlichen Raum

Wie hängen Strukturbedingungen, soziale Ungleichheit, und regionale Prägungen der politischen Kultur zusammen mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort, mit Diskriminierung, Vorurteilen, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus? Zahlreiche Demokratie- und Bildungsprojekte beschäftigen sich bundesweit mit „stadtfernen“ Regionen. Ein neues Bundesministerium widmet sich unter dem umkämpften Begriff „Heimat“ schwerpunktmäßig der Stärkung des ländlichen Raumes. Auch in der (inter)nationalen Forschung richtet sich das Interesse in unterschiedlichen Disziplinen auf den ländlichen Raum, den rural areas.

Das Schwerpunktheft „Demokratie und Zivilgesellschaft im ländlichen Raum“ der Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ (WsD) fasst regionale und globale Debatten, aktuelle Forschungsbeiträge und Erfahrungen der zivilgesellschaftlichen Praxis zusammen. Papereinsendungen sind herzlich willkommen!

Die Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) ist ein Instrument für den kontinuierlichen Transfer von Beobachtungen, Erfahrungen, Analysen und Befunden zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. Menschenfeindliche und demokratiegefährdende Phänomene (z. B. Rechtspopulismus, Diskriminierung, Hassaktivitäten) werden von unterschiedlichen Standpunkten beleuchtet. Sie richtet sich an zivilgesellschaftliche und politische Akteur_innen sowie Wissenschaftler_innen. Sie erscheint zweimal jährlich kostenfrei alsPrint- und Online-Version mit großer Reichweite. Perspektiven aus Praxis und Wissenschaft, welche sich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, Problemstellungen und Gefahren, aber auch mit Potenzialen, Möglichkeiten und vorhandenen Praxisbeispielen beschäftigen, werden zusammengetragen. Die Gewinnung und öffentliche Vermittlung von Wissen ist ein Beitrag zur Stärkung der demokratischen Kultur und der Zivilgesellschaft, denn „Wissen schafft Demokratie“.

Der komplette Call kann hier eingesehen werden.
Einreichungsfrist für Abstracts ist der 30.06.2018.

CfA: EEGA@future: Postgraduate-Grants

Deadline for submissions: 1 June 2018
Start of funding: starting from 1 October 2018
Funding period: 3 months

The ScienceCampus EEGA invites for applications by talented Postgraduate students who are intending to develop a PhD proposal in the field of research of the EEGA, i. e. Eastern European Studies, European Studies, Global and Area Studies, and the disciplines involved in the ScienceCampus. The EEGA will provide both financial as well as topical support to scholarship holders. The EEGA facilitates access to existing infrastructures at the member institutions of the EEGA. Scholarship holders get the opportunity to participate in existing PhD- and institutional colloquia and other events of participating institutes The ScienceCampus also offers additional training measures and services to the scholarship holders. They will get the chance to receive specific counselling from EEGA PostDocs, individual consultation with research area coordinators in the EEGA, training sessions organised by EEGA, and financial support of participation in existing courses at other universities or research institutions in Germany. Eligible for Postgraduate-Grants are MA students from Germany, foreign Postgraduate students who are currently situated in Germany and Postgraduate students from institutions in other countries that are related to the members of the EEGA through cooperation agreements. Main criterion for selection is the compatibility of the Postgraduate student’s research interest with the focus and aims of the EEGA. Eligible are Postgraduate students only. Generally, the submission of the MA thesis should not date back longer than 12 months. Applications should be related to the research focus of one or more research areas of the EEGA.

To support scholarship holders during the period of intense proposal writing, the EEGA awards individual scholarships of 750 Euros per month for 3 months of funding. The coaching programme starts on 1 October 2018 and ends on 31 December 2018. Extensions are not foreseen. By no later than 4 weeks in advance of the scholarship a formal scholarship agreement will be signed by the spokespersons of the ScienceCampus EEGA and the scholarship holder. Failure to submit the first draft of the PhD proposal will lead to the discontinuation of the scholarship. Repayments will be claimed.

Mehr Infos hier.

CfP: Feministische Geo-RundMail Nr. 76: "Anarcha-Feminismus"

Der Redaktionsschluss für die nächste Feministische Geo-RundMail Nr. 76 (Juli 2018) ist der 24.06.2018. Die nächste Ausgabe beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema Anarcha-Feminismus und Geographie.

In internationalen Debatten der Kritischen Geographie wurden in jüngerer Zeit vermehrt anarchistische Perspektiven stark gemacht. Auch im deutschsprachigen Kontext wurde die Debatte vor Kurzem aufgenommen. Anarchistisch-geographisch motivierte Beiträge zu verschiedenen Diskussionen gesellschaftlicher Missstände positionieren sich häufig in bestimmten Distanzverhältnissen zu marxistischen Haltungen. In diesem historischen, politischen und theoretischen Spannungsfeld wird oft übersehen, dass aus der anarchistischen Grundhaltung der Ablehnung von Herrschaftsstrukturen jeder Art idealerweise feministische Anliegen vollständig geteilt werden. Was die explizite Verschränkung von Anarchismus und Feminismus in Bezug auf konkrete praktische und theoretische Themen, gesellschaftliche Probleme und politischen Positionierungen bedeutet, wodurch sich eine explizit anarcha-feministische Haltung auszeichnet und wie durch sie bestehende feministische, als auch anarchistische Positionen verändert werden, wurde dabei sehr wenig diskutiert. In den geographischen Debatten zu Feminismus und Anarchismus fehlt eine dezidiert anarcha-feminstische Perspektive (fast) vollständig.

Die nächste Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail stellt daher mögliche Perspektiven und aktuelle Konfliktfelder anarcha-feministischer Haltungen für die Kritische Geographie vor. Es sollen verschiedene Beiträge versammelt werden, die das Verhältnis von Anarchismus und Feminismus in den Blick nehmen. Dies können zum Beispiel anarcha-feministische Blickwinkel auf soziale Geographien der Identität und Differenz, auf Affekte, Sexualität (z.B. Polyamorie) und Körperlichkeit (z.B. Ableismus), auf patriarchale Gesellschaftsstrukturen und -verhältnisse (z.B. Familialismus), auf Ökologie und Ausbeutung (z.B. Ökofeminismus), auf Kämpfe und Bewegungen (z.B. Black Anarchism / Feminism), auf Ideologien, Spiritualität (z.B. Wicca) und Religion, auf globale Transformationen in Politik und Wirtschaft (z.B. queere Ökonomien, Care-Ökonomien), auf Lehre und Forschungsmethodologien (z.B. aktivistische Ethnographien), auf Biographien von Feminist*innen und Anarchist*innen u.v.m. sein. Ebenfalls werben wir für feministische Kritiken des Anarchismus und andersrum.

Für die kommende Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail rufen wir deswegen zu Beiträgen auf, die mit uns gemeinsam anarcha-feministische Themenfelder durchque(e)ren und erkunden. Wir freuen uns auf Anregungen und Beiträge zu Personen, Themen, Bewegungen, Kämpfen, Problemen, Forschungsprojekten. Das Ziel dieser Feministischen Geo-RundMail ist die gemeinsame Exploration dieses Themenfelds durch die Identifikation von alten und neuen Fragestellungen, Forschungsthemen, Konzepten, Methodologien und Methoden, politischen Kämpfen und produktiven Irritationen traditioneller gesellschaftlicher Ordnungsvorstellungen.

Jeder Beitrag (z.B. Kurzbeitrag, Rezension, Essay, Kommentar sowie (Kurz)Vorstellung von Forschungsprojekten usw.) von etablierten Wissenschaftler*innen, Studierenden und Menschen innerhalb und außerhalb des Wissenschaftsbetriebs ist herzlich willkommen. Wir bitten um eine Absichtsbekundung bis Anfang Mai und die finale Einreichung bis zum 24.06.2018 an Eva Isselstein (eva.isselstein@stud.uni-frankfurt.de), Ferdinand Stenglein (f_sten08@uni-muenster.de) und Simon Runkel (simon.runkel@uni-heidelberg.de).

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Einträge in den Rubriken (außer "EnWi") auf Fremdinformationen basieren. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität dieser Informationen. Wir sind stets bemüht, ein möglichst vielseitiges Angebot an Informationen zu bieten. Der Newsletter kann jederzeit über die Homepage von EnWi e.V. abgemeldet werden (über die Startseite, rechte Spalte: Box "EnWi Newsletter").