Mai 2016

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Liebe Newsletter-Leser_innen,

alles neu macht der Mai? Vielleicht nicht ganz - aber einerseits hat der Mai an Veranstaltungen einiges zu bieten (s.u.), andererseits erprobt der Verein Engagierte Wissenschaft ein neues Austauschformat zur Frage, was das eigentlich sein kann, "Engagierte Wissenschaft". Seit neun Jahren gibt es den Verein, die Initiative noch länger. Wir wollen die vielen interessanten Menschen und Projekte im Umfeld von EnWi miteinander ins Gespräch bringen - dazu, worüber sie arbeiten, was das mit engagierter Wissenschaft zu tun hat, und welche Querverbindungen sich möglicherweise aufzeigen lassen. Wir bitten daher um freundliche Beachtung unserer Einladung zum Austausch "EnWie? Engagierte Wissenschaft und die Realität" in der Rubrik EnWi. Am 20. Mai, gekoppelt an die Mitgliederversammlung, geht es los; um Anmeldung wird gebeten.

Etwas neu machen will auch die Initiative "Druck-machen.org": eine demokratische Offensive "für ein anderes Sachsen". Wir möchten euch auf den Aufruf der Initiative aufmerksam machen und auf die dazugehörige Konferenz am 30. April. Hier gibt es die Möglichkeit, mitzudiskutieren und auf den Forderungskatalog Einfluss zu nehmen.

Es wünschen spannende Diskussionen, milde Temperaturen, entschlossene Kämpfe und einen ausgelassenen Tanz in den Mai:
der Vorstand und das Newsletterteam

...

EnWi e.V.
(Post)kolonialer Stadtplan in vier Sprachen!
EnWie? Einladung zu einem Austausch / 20. Mai 2016
Leipzig
30.04.: 7. GeorgSchwarzStraßenfest
30.04.: Konferenz "Druck-Machen.org - Für ein anderes Sachsen"
02.05. Demo: Solidarität für soziale Gerechtigkeit
12.05.: #HeForShe AKTIONSTAG: Von Stereo-Typen und anderen Männern. Braucht es Männer für die Gleichberechtigung?
12.05.: Diskussion/Vortrag: "Das Phänomen der Gewalt und die Linken ─ Eine aktuelle Bestandsaufnahme"
19.-25.05.: Festival: "Antirassistisches & inklusives Festival KOLLEKTIV 2016"
19.05.: Vortrag/Diskussion: "Alles, was Recht ist: Informationen für Regenbogenfamilien"
20.05.: Film: "Wer rettet wen?"
21./22.05.: Interkulturelles Festival: "Family Fever Festival und Queen Sixteen"
22.05.: Connewitzer Straßenfest
23.05.: Podiumsdiskussion: "Die Folgen des Freihandels"
24.05.: Vortrag/Diskussion: "Lesbische Identitäten und Sexualität in der DDR Literatur"
25.05.: Workshop: "Gewalt ist (k)eine Lösung - Linkes Theorie und Praxis Labor"
26.05.: Vortrag/Diskussion: "Ein neues Kapitel der Religionskritik: Theologie der Befreiung als Herausforderung auch für Linke"
28.05.: "Demonstration gegen TTIP, CETA und co - Für einen gerechten Welthandel!"
28.05.: "Stadtteilrundgang: Zwangsarbeiter_innen und Zwangsarbeit im Stadtteil Connewitz während des Zweiten Weltkrieges"
28.05.: Exkursion: " Besuch der Gedenkstätte Buchenwald"
31.05.: Vortrag/Diskussion: "Paradoxien des demokratischen Rechtsstaates"
Rest der Welt
20.04. - 13.07. Ringvorlesung: „Hamburg: Deutschlands Tor zur kolonialen Welt. Über den Umgang mit einem schwierigen Erbe“, Hamburg
01.05.: " Leipzig nach Plauen: Nazi-Aufmarsch verhindern – völkischen Mob in die Schranken weisen!", Plauen
02.-04.05.: Konferenz: "re:publica 2016 – Ten ist Net", Berlin
02.-04.05.: Konferenz: "re:publica", Berlin
03.05.: Diskussion/Vortrag: "Die Wismut im sowjetischen Atomkomplex - Uranbergbau in der SBZ/DDR", Chemnitz
04.-08.05.: Aktionsakademie: "Kreativen Protest lernen!", Minden
04.05.: Diskussion & Film: "Wole Soyinka & Manthia Diawara – WAHRHEIT", Berlin
08.-11.05.: Tagung: "Der Knoten im Netz. Museen als Ankerpunkte in der Region", Erfurt
09.-16.05.: Camp: "Lausitzer Klimacamp", Proschim
11.05.: Vortrag/Diskussion: "NEVER AGAIN! A Framework for Guarantees of Non-Recurrence", Berlin
12./13.05.: Tagung: "Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik", Weimar
13.-16.05.: Blockaden/Demo/Klimacamp: "Ende Gelände: Kohle stoppen in der Lausitz", bundesweit
18.05.: Vortrag/Diskussion: "Angst vor einer 'Islamisierung Europas'?", Chemnitz
21./22.05.: Seminar: "Wo kommt das Geld her? – Von Spenden, Sponsoring, Stiftungen und Förderprogrammen", Hannover
27.05-31.07.: Seminar/Workshop: "Wir beteiligen uns - Weiterbildungsreihe für Haupt- und Ehrenamtliche", Bad Herrenalb
30./31.05.: Tagung: "museums and the internet", Hamburg
31.05.: Vortrag/Diskussion: "Auch biologisch gibt es viele Geschlechter", Dresden
Neuerscheinungen
Ausgabe 141 der Zeitschrift: "PERIPHERIE. Politik-Ökonomie-Kultur"
Buch: „Die Bleibenden“
Lernen aus der Geschichte (LaG)-Magazin "EU-Asylpolitik und Menschenrechte – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit"
Neue Zeitung: "Daily Resistance"
Rundbrief Attac 01/2016: Flüchtende aufnehmen - Fluchtursachen beseitigen
Themenblätter: Alltäglicher Rassismus
Zeitschrift: Luxemburg "Hart an der Grenze"
CfPs und Stellenausschreibungen
15.05. (deadline) Doktorandenstellen: Minor cosmopolitanisms (Potsdam)
Ausschreibung Stiftung EVZ
Call for Contribution: Welcome2stay Gipfel in Leipzig
CfP für Jahrestagung Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung
CfP: Tagung: "Nachhaltigkeit im interdisziplinären Diskurs – Theorien, Modelle und Praktiken", Universität Jena
Deadline: 15.05.: Ausschreibung Wilhelm-Weischedel-Fonds 2016
Stellenausschreibung Projektassistent*in, ENS Dresden
Studiengang: MA in Activism at Maynooth

EnWie? Einladung zu einem Austausch / 20. Mai 2016

EnWie?

Engagierte Wissenschaft und die Realität

Einladung zu einem Austausch
am 20. Mai 2016, 16 – 19 Uhr
Dölitzer Str. 26, 04277 Leipzig

EnWi ist als Verein neun Jahre alt, als Initiative mindestens zwölf. Studierende und Absolvent_innen haben die Initiative und den Verein gegründet und getragen. Sie sind – wie in allen ehrenamtlichen Strukturen üblich und erwartbar – gekommen, mehr oder weniger lang geblieben, haben in dieser Zeit ihre Spuren hinterlassen, Neues angestoßen, Vorhandenes fortgeführt und weiter entwickelt, sind weitergegangen, fühlen sich mehr oder weniger verbunden und geben dieser Verbindung verschiedentlich Ausdruck. Regelmäßig stellt sich die Frage nach der Zukunft: kommen neue Leute hinzu? Professionalisieren sich die Strukturen? Geht alles auf kleinerer Flamme weiter? Alle diese Szenarien traten und treten ein, auf ihre Weise, immer wieder. Der Verein, die Initiative: sie bestehen länger, als ein Studium dauert, ein Projektvertrag oder die Höchstdauer aneinandergereihter befristeter Beschäftigungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Das heißt: bei EnWi aktiv zu sein passiert nicht nur ehrenamtlich, sondern zunehmend auch nebenberuflich.

„Engagierte Wissenschaft“: das zieht als Name und Programm Menschen an, die sich irgendwie wissenschaftlich verorten und irgendwie politisch. Die Ansprüche haben an ihr wissenschaftliches Tun und an ihr Engagement.

Der Name ist einer Rede von Pierre Bourdieu entlehnt, in der u.a. folgendes steht:

„Die meisten gebildeten Menschen, zumal im Bereich der Sozialwissenschaften, haben eine Dichotomie im Kopf, die mir verhängnisvoll erscheint: die Dichotomie von scholarship und commitment – die Unterscheidung zwischen denen, die sich der wissenschaftlichen Arbeit widmen, indem sie mit wissenschaftlichen Methoden für die Wissenschaft und für andere Wissenschaftler forschen, und denen, die sich engagieren und ihr Wissen nach außen tragen. Dieser Gegensatz ist künstlich.“ (Bourdieu 2001)

Der „Verein als Werkzeugkiste“ nahm sich also vor, diese Dichotomie zu überwinden. Wissenschaftlich generiertes Wissen zu nutzen – zum „Besseren“. Und gleichzeitig dieses wissenschaftlich generierte Wissen nicht zu privilegieren vor anderen Wissensformen.

Aber wie geht das: engagierte Wissenschaft?

  • Wofür engagiert sich welche Wissenschaft?
  • Wie verlaufen die Grenzen zwischen Engagement und Wissenschaft?
  • Auf welche Wissenschaft bezieht sich das Engagement?
  • Welche strategischen Umgänge gibt es damit: Ist EnWi ein i-Tüpfelchen im Lebenslauf, wo „gesellschaftspolitisches Engagement“ für die Stipendienbewerbung gefragt ist, die organisierte Vortragsreihe als Nachweis erworbener Schlüsselqualifikationen gilt oder ein in Eigenregie herausgebrachter Sammelband in die Publikationsliste wandert? Oder ist die Beteiligung an manchen AGs, die Unterzeichnung des einen oder anderen Aufrufs dann vielleicht doch zu „politisch“? Anders gefragt: wie verhält es sich mit dem Anspruch einer Engagierten Wissenschaft und verschiedenen „Währungen“ in verschiedenen sozialen Kontexten?
  • Wie verhält es sich mit den vereinsinternen Ansprüchen an „Hierarchiearmut“ und Antidiskriminierung, wenn der Verein – nach wie vor und nach verschiedenen Öffnungsversuchen – vor allem aus studierten Männern besteht?
  • In unseren Berufsleben: wie und wofür nutzen wir die erworbenen wissenschaftlichen Qualifikationen?
  • Beeinflusst die Haltung einer „engagierten Wissenschaft“ unsere Forschungsgegenstände, -zugänge und -methoden?
  • Beeinflusst diese Haltung die Gegenstände von und Zugänge zu Aktivismus, Intervention, Engagement?

Ziel der Runde, zu der wir euch hiermit einladen, ist es, diese manchmal getrennt scheinenden Welten miteinander ins Gespräch und vielleicht zusammenzubringen – die (mitunter berufliche) Realität mit dem Anspruch einer engagierten Wissenschaft, die Wissenschaft mit dem Engagement, die Themen miteinander.

Als Einstieg dient die Frage: Woran arbeitet ihr gerade? (Ob bei EnWi oder einem anderen Kontext, in eurem Job oder eurer Qualifikationsarbeit, in eurer Freizeit, oder oder oder...) Denn ein weiterer Gedanke der Engagierten Wissenschaft war: Möglichkeitsräume zu schaffen für Austausch, Kennenlernen anderer Ideen, das Spinnen und Umsetzen von Projektideen und Formen der Zusammenarbeit.

Wir wollen euch einladen zu einem Austausch darüber. Come as you are und schaut mal, wer noch so da ist. Eingeladen sind alle, die Mitglieder bei EnWi sind oder waren, die in einer AG aktiv sind oder waren, die in unserem Büro arbeiten, die unseren Newsletter lesen, die sich interessieren für „engagierte Wissenschaft“ oder die gerne mal wüssten, woran die anderen „bei EnWi“ gerade so arbeiten.

Und wie soll das aussehen?

  • Um in einen Austausch zu kommen, bitten wir alle, die möchten1, uns per E-Mail an vorstand@engagiertewissenschaft.de) bis zum 16. Mai 2016 1–2 Präsentationsfolien für die Kurzvorstellung dessen, woran ihr gerade arbeitet, zu schicken. Es gibt keine formalen Vorgaben – das kann ein metaphorisches Bild sein, ein paar Stichpunkte aus Deinem Forschungsprogramm, eine Frage, die Dich umtreibt, oder was auch immer Dir einfällt. Wir fügen die eingegangenen Präsentationen zu einer gemeinsamen Präsentation zusammen. In einer kurzen, an Pecha Kucha angelehnten Runde2 stellen wir einander vor, woran wir gerade arbeiten.
  • Es wird anschließend Raum geben, miteinander in den Austausch zu kommen.
  • Auch die Mitgliederversammlung von EnWi e.V. wird in diesem Rahmen stattfinden. Spontane Mitgliedschaften sind möglich.
  • Für das leibliche Wohl ist gesorgt oder anders gesagt: es gibt Snacks und Getränke.

Bitte meldet euch an bei vorstand@engagiertewissenschaft.de, wenn ihr dabei seid! Das ist wichtig für unsere Planung.3

A propos Planung, hier nochmal die Hard Facts:

Wann? Freitag, den 20. Mai 2016, 16 – 19 Uhr (auf Wunsch auch länger)
Wo? Dölitzer Str. 26, 04277 Leipzig (unweit vom EnWi-Büro)
Was noch? Die Räume sind leider nicht barrierefrei.

Wir freuen uns auf euch!

  • 1. (und alle EnWi-AGs, ob sie wollen oder nicht)
  • 2. aber keine Angst, die Vorgaben sind nicht so rigide! Wichtig ist uns: keine langen Fachvorträge, Vielfalt ist erwünscht.
  • 3. Ihr könnt auch spontan kommen. Ihr könnt auch kommen, ohne etwas zu präsentieren. Ihr könnt auch spontan entscheiden, doch (nicht) zu präsentieren.

(Post)kolonialer Stadtplan in vier Sprachen!

Die AG Postkolonial hat ihren Stadtplan zur Auseinandersetzung mit (post-)kolonialen Spuren in Leipzig um weitere Sprachversionen ergänzt. Ihr könnt ihn ab jetzt hier in Englisch, Türkisch, Arabisch und Deutsch als PDF downloaden und selbstverständlich gern weiter versenden!

Hier geht es zu den PDF-Dateien.

30.04.: Konferenz "Druck-Machen.org - Für ein anderes Sachsen"

Am 30. April 2016 findet die Konferenz „Druck machen“ in Leipzig statt. Die Forderungen aus der Konferenz werden anschließend im Rahmen von „Leipzig. Courage zeigen“ auf dem Markt öffentlich bekannt gemacht.

Zu Beginn der Konferenz wollen wir mit einem Inputreferat auf die Notwendigkeit unserer Initiative und einer demokratischen Offensive aufmerksam machen und diskutieren warum es notwendig ist, Druck zu machen. Die inhaltlichen Schwerpunkte aus dem Aufruf sollen im Rahmen der Konferenz in verschieden Workshops mit Expert_innen und Zivilgesellschaft diskutiert und als politische Forderungen abschließend festgeschrieben werden.

Zeitplan:
10 Uhr: Inputdiskussion

Johannes Kiess, Politikwissenschaftler, Rechtsextremismusforscher Universität Siegen
Moderation: Clara Hanfland und Johannes Richter, Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.

11:00 Uhr Erste Workshop-Phase

Workshop 1: Demokratisierung/politische Bildung
Demokratie muss erlernt werden. Politische Bildung muss praktiziert werden. Im Workshop sollen Ideen und Anstöße für einen Ausbau von Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten diskutiert werden und Ansätze und Handlungsoptionen für politische Bildung ausgelotet werden. Es sollen Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung entwickelt werden.
Moderation: Solvejg Höppner und Franz Hammer, Kulturbüro Sachsen e.V.

Workshop 2: Umsetzung, Öffentlichkeitsarbeit
Wie kann eine politische Strategie aussehen, um Sachsen langfristig demokratischer und weltoffener zu gestalten. Welche kommunikativen und öffentlichkeitswirksamen Instrumente gibt es, um die Idee eines anderen Sachsens zu verbreiten.
Moderation: Jürgen Kasek, Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/Die Grünen, Andreas Raabe, Chefredakteur Kreuzer

12:30 Uhr Pause
…und Gelegenheit zum Austausch

13:00 Uhr Zweite Workshop-Phase

Workshop 3: Bildung und Kultur
Wie können konkret Bildungs- und Kulturangebote gestaltet werden um zum einen Chancen einer Internationalisierung umzusetzen und zum anderen aktiv Demokratie und Zivilcourage zu fördern. Was sind politische Forderungen um dies umzusetzen. Der Workshop baut auf Workshop 1 auf.
Moderation: Dr. Tobias Peter, Politikwissenschaftler Universität Freiburg, Bildungsforscher, Angela Kobelt, Kulturkosmos Leipzig

Workshop 4: Internationalisierung, Aktionsplan Integration
Wie kann das Ankommen und Bleiben von Zufluchtsuchenden gelingen. Welche Ideen, Konzepte und langfristige Strukturen braucht es, um Internationalisierung und Inklusion voranzutreiben. Was sind die Chancen und Herausforderungen einer internationalen Gesellschaft.
Moderation: Daniela Kolbe, MdB SPD, Juliane Nagel, MdL, Die Linke

14:30 Uhr Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse

Moderation: Clara Hanfland und Johannes Richter, Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.

Die Konferenz findet im Polnischen Informationszentrum statt.
Mehr Infos und Anmeldung unter http://druck-machen.org/.

30.04.: 7. GeorgSchwarzStraßenfest

Am 30.04.2016 findet zum 7.Mal das GeorgSchwarzStraßenfest statt bei
dem sich u.a. auch zahlreiche Initiativen, Organisationen und Vereine
vorstellen werden. Am Tag darauf findet die traditionelle 1.Mai Kundgebung
der Gewerkschaften auf dem Marktplatz statt.

Mehr Info bei: https://de-de.facebook.com/GeorgSchwarzStrassenFest

02.05. Demo: Solidarität für soziale Gerechtigkeit

Das Aktjionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz ruft zur Demo am 2. Mai 2016 ab 18Uhr auf dem Augustusplatz auf:

Die Welt ist in Aufruhr. Die soziale Ungleichheit nimmt zu. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Und kaum etwas treibt die Menschen mehr um als die Sorge um die eigene soziale Sicherheit. Allein in Leipzig lebt fast jeder vierte Mensch unterhalb der Armutsgrenze. In kaum einem anderen europäischen Land sind die sozialen Schranken so undurchlässig wie in Deutschland. Die Klassengesellschaft ist nicht Vergangenheit sondern die Gegenwart.

Es muss eine ernsthafte Debatte um die Frage der sozialen Gesellschaft geführt werden. Deren momentaner Zustand hat zerstörerischen Charakter für das Zusammenleben. Eine im Anspruch solidarische Gemeinschaft wird so in konkurrierende Interessengruppen auseinander getrieben. Ein Beispiel ist die – nicht nur in Leipzig stattfindende – Verdrängung ökonomisch Schwacher in bestimmte Stadtteile. Im Ergebnis droht eine Ghettoisierung, die fatale Folgen für die Stadt als sozialen Raum hat.

Geleitet von einer Wachstumsideologie und dem Heilsversprechen des Kapitalismus hat Deutschland in den letzten Jahren seine Wirtschaft auf Kosten anderer Länder konsolidiert. Dank Agenda 2010 wurde Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zum Niedriglohnland verbunden mit einer extremen Ausweitung prekärer Arbeitsverhältnisse, welche die Einkommensungleichheit verschärften. Auch der eigentliche Begriff der Arbeit muss im Lichte der Forderung nach einer gerechten solidarischen Gesellschaft betrachtet werden. So wird in der Allgemeinheit der Begriff nur mit Lohnarbeit verbunden. Diese kapitalistische Verwertungslogik blendet jegliche nicht materiell entlohnten Tätigkeiten aus. Der Arbeitsbegriff ist eng mit der Vorstellung von gesellschaftlichem Wert verbunden und muss viel umfassender auf Tätigkeiten angewandt werden, die einen sozialen Zugewinn stiften.

Das Versprechen des Wohlstands beinhaltet auch die Vorstellung, dass materieller Wohlstand die Menschen gegen die Versuchungen des Totalitarismus immunisieren sollte. Wenn die Mechanismen für eine soziale Umverteilung einer Neoliberalisierung zum Opfer fallen, befördert das den Kampf aller gegen alle.

Die seit Jahren verbuchten Exportüberschüsse haben dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaft auf Kosten anderer Länder Einnahmen in Milliardenhöhe verbuchen konnte. Mehreinnahmen, die auch dem Staat zugute kommen und in dessen Folge Finanzminister Schäuble an seiner Obsession einer schwarzen Null festhalten kann.

Gleichzeitig herrscht ein erschreckendes Investitionsdefizit und die damit verbundenen Mängel bei Bildung, Wohnen und Infrastruktur, gerade auch in Sachsen. Im Zuge einer Neoliberalisierung werden diese Ressourcen künstlich verknappt. In sozialen Kämpfen, die nicht erst durch Pegida auf die Straße getragen wurden, werden „Schwache“ zu Gegnern von „noch Schwächeren“.

Auf dieser Grundlage entfaltet sich der apokalyptische Tenor der selbsternannten Abendlandretter. Bei uns Zuflucht suchende Menschen werden zu Volksfeinden erklärt. In einem plakativen Schema von Unten gegen Oben wird ein vermeintliches Kartell aus Medien, Politik und Wirtschaft in dieselbe Ecke gestellt.

Menschen sind Menschen. Wer sie in nützliche und unnütze, gar belastende, einteilt, redet der kapitalistischen Verwertungslogik das Wort. Statt allen Bedürftigen Unterstützung zu gewähren, wird Arbeitskraft abverlangt und Wertschöpfungsfähigkeit zur Bedingung. Die gesellschaftsbestimmenden Prinzipien des Kapitalismus haben nichts an ihrer Wirksamkeit verloren. Menschen werten Menschen ab, das beginnt mit der Reduzierung auf einen ökonomische Wert.

Wer eine gerechte Gesellschaft anstrebt, muss die Chancengleichheit für alle wollen. Es muss für gesellschaftliche Bedingungen gekämpft werden, die allen Menschen lebenswerte Teilhabe zusichert. Es muss dafür gesorgt werden, dass dem weiteren Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich begegnet wird. Dazu können eine Obergrenze des Einkommens oder die stärkere Besteuerung der wirtschaftlich Vermögenden beitragen.

Ein Gesellschaftssystem, dass zuverlässig den Besitzenden mehr Gestaltungsfreiheiten gewährt als den Besitzlosen, ohne für einen Ausgleich zu sorgen, trägt in sich den Keim des Zerfalls und befeuert die Abwertung und damit den Kampf aller gegen Alle.

Was wir brauchen, ist ein bedingungssloses Einkommen für Alle, um soziale und kulturelle Einbindung unabhängig von Status oder Herkunft zu gewähren.
Was wir brauchen, ist eine menschliche und gestärkte europäische Gemeinschaft mit verbindlichen Regeln gegen das Unwesen der Aktienmärkte..
Was wir brauchen, ist echte Chancengleichheit für wahrhaft soziale Gerechtigkeit. Das gibt allen die angestrebte Freiheit
Was wir brauchen, ist Solidarität.

Lasst uns kämpfen – Für eine gerechte, solidarische Gesellschaft

Wenn am 2. Mai abermals das völkische und mittlerweile offen neonazistische Bündnis LEGIDA aufmarschieren will, gilt es dem mit aller Deutlichkeit zu widersprechen. Ihre völkische Ideologie steht all dem entgegen, das wir erkämpfen möchten!

12.05.: Diskussion/Vortrag: "Das Phänomen der Gewalt und die Linken ─ Eine aktuelle Bestandsaufnahme"

Mit Dr. Monika Runge (Philosophin); Moderation: Klaus Kinner und Manfred Neuhaus

Donnerstag, 12.05.2016 | 18:00 Uhr

RLS Sachsen, Leipzig
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

JOUR FIXE ─ EIN UNGEWÖHNLICHER GESPRÄCHSKREIS

Gewalt gilt als eines der widersprüchlichsten gesellschaftlichen Phänomene. Wo beginnt sie und wodurch ist sie gekennzeichnet? Wann ist Gewaltgebrauch gerechtfertigt, wann ist er illegitim? Die frühere Landespolitikerin der Linken und langjährige Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (2000─2014) resümiert Ergebnisse der modernen Gewaltforschung und skizziert an Wendepunkten der Geschichte die ambivalente Rolle der Gewalt in Theorie und Praxis der Linken.

19.05.: Vortrag/Diskussion: "Alles, was Recht ist: Informationen für Regenbogenfamilien"

18:00 Uhr

Veranstaltung der QUEERKIDS LEIPZIG mit der Rechtsanwältin SABINE SEIDLER

Kinder zählen immer öfter zur Familienplanung lesbischer und schwuler Paare. Damit verbunden sind jedoch auch zahlreiche rechtliche Fragen. Welche Möglichkeiten gibt es zum Beispiel, einen Samenspender abzusichern? Welche Rechte haben Kinder auf Kenntnis ihres leiblichen Vaters? Welche Anforderungen werden im Zuge des Stiefkindadoptionsverfahrens gestellt? Welche Rechte hat der Co-Elternteil? Diese und weitere Fragen beantwortet die Leipziger Rechtsanwältin Sabine Seidler.
Eintritt: frei

Mehr Infos hier.

19.-25.05.: Festival: "Antirassistisches & inklusives Festival KOLLEKTIV 2016"

„Klima wandeln! - Social Climate Change!“ ist das Thema des diesjährigen KOLLEKTIV-Festivals

Vom 19. bis 25. Mai 2016 werden sich verschiedene studentische und externe Initiativen vernetzen, um sich gemeinsam mit dem aktuell vorherrschenden gesellschaftlichen Klima kritisch auseinanderzusetzen und neue Perspektiven des Zusammenlebens aufzuzeigen. Das KOLLEKTIV möchte dabei eine Plattform bieten, um einen Austausch zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und für gesellschaftliche Ungleichheiten zu sensibilisieren.

Die rassistische Stimmungsmache und hasserfüllte Atmosphäre gegen “alles” und jede, die anders ist als die gesellschaftliche Norm, zeigt sich heute eindringlich, auch in Sachsen. Das KOLLEKTIV-Festival steht hier für Respekt und Toleranz, für ein transkulturelles Miteinander und definiert sich klar als inklusive, antirassistische Veranstaltung. Sie tritt jeder Form von Intoleranz, rassistischer Ab- und Ausgrenzung, nationaler Vereinnahmung und Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Herkunft, Körper, Beeinträchtigung(en), sexueller Orientierung, Identität und Weltanschauung entgegen.

Das KOLLEKTIV verfolgt drei Ziele: Vernetzen, Sensibilisieren und Vorurteile abbauen.

In Anknüpfung an die traditionsreiche Internationale Studentische Woche soll das KOLLEKTIV-Festival Raum und Möglichkeiten geben sich auszutauschen und persönlich kennenzulernen. Denn nur gemeinsame Erfahrungen und Realitäten können Vorurteile, Ressentiments und verinnerlichte Bilder in den Köpfen und im alltäglichen Leben verändern. Niemand ist frei von Stereotypen und Zuweisungen. Auch nicht an der Universität. Das KOLLEKTIV möchte sich aktiv mit diesen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, Diskussionen ermöglichen und einen potenziellen gemeinsamen Umgang ausloten.

Das langfristige Ziel des Festivals ist die Bildung einer dauerhaften Plattform des Austausches für ein diskriminierungsfreieres Miteinander. Wir wollen auf eine barrierearme und inklusive Form der Veranstaltungen achten, und Sprachenvielfalt und ökologische Nachhaltigkeit während des Festivals praktisch leben. Die Interdisziplinarität der Akteure soll eine möglichst große Vielfalt an Perspektiven, Denkweisen und Methoden aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Tätigkeitsfeldern zusammenführen.

Für weitere Informationen schaut doch auf der Website des KOLLEKTIV vorbei.

20.05.: Film: "Wer rettet wen?"

20 Uhr, Im Rahmen des Kollektiv-Festivals an der Uni Leipzig
zeigt das globalisierungskritische Kino außerhalb des regulären Programms
nochmal den Film "Wer rettet wen?" (2015), Ort: Universität Leipzig,
Innenhof. Das reguläre globaLE Programm findet wieder im August bis November
statt.

www.globale-leipzig.de

22.05.: Connewitzer Straßenfest

Am 22.05.2016 findet wieder das Connewitzer Straßenfest statt an dem sich
auch viele Initiativen und Vereine mit Ständen beteiligen werden, u.a. auch
das Netzwerk Vorsicht Freihandel und attac.

Mehr Info hier.

21./22.05.: Interkulturelles Festival: "Family Fever Festival und Queen Sixteen"

INTERKULTURELLES FESTIVAL
Beim Family Fever Festival geht es um Breaking (Breakdance) und den interkulturellen Austausch von Tänzer*innen. Und beim Queen Sixteen stellen sich die 16 besten Tänzerinnen europaweit einer internationalen Jury aus den USA, Russland und Ungarn. Im Vorfeld des Festivals finden Workshops für Neueinsteiger*innen an verschiedenen Orten statt. bei Interesse bitte erfragen. Diese, und auch die weltweit anreisenden Teilnehmenden der Workshops am Samstag, können als Teilnehmer*innen bei den Family-Battles am Sonntag antreten.
Am 20. Mai gibt es ein Festival-Opening in der Distillery mit Warmup-Battles - DJ Jasty und Live-Drummer Ajvo aus Tschechien - plus Party mit DJ Defekt und DJ Conquista. Am Samstag folgen Workshops im Heizhaus; Vortrag und Chillen am Abend in der Frauenkultur. Der Höhepunkt des Festivals sind jedoch die Battles am Sonntag. Die Begeisterung am oder für Breaking zeigt sich an der generations-, geschlechts- und kulturraumübergreifenden Schnittmenge, in der die Vision eines "diskriminierungsfreien Raumes" Wirklichkeit werden kann.
Erst seit 2011 findet das internationale Battle "Queen Sweet16" statt. Es ist das einzige Breaking-Battle nur für Tänzerinnen / B-Girls. Die ersten drei "Queen16"s fanden in Kanada/Seattle statt, 2014 in den USA/Los Angeles und 2015 in Deutschland/Leipzig. In diesem Jahr treten 16 B-Girls u.a. aus Schweden, Niederlande, Frankreich, Russland, Polen, Tschechien, Spanien, Portugal, Schottland und Deutschland gegenein-ander an. Die jüngste 17-jährige Teilnehmerin, BGirl Fairytale, qualifizierte sich in Schweden; in Slowenien qualifizierte sich die Portugiesin BGirl Vanessa. Ein weiterer Vorausscheid findet noch im April in Italien statt.
Zu den Klängen von DJ Skillkid und DJ Jasty treten am Sonntag beim FamilyFever-Battle in 3 vs. 3 Battles jeweils ein/e Newcomer*in und zwei erwachsene Tänzer*innen in einem Team an, um sich mit anderen Teams zu messen.

Workshops || Ort: Heizhaus, Alte Salzstraße 63
Teilnahmegebühr je 5 Euro
Anmeldung unter family-fever@gmx.de
13:00 - 14:30 WORKOUT, CREATIVITY | BGirl Dora
14:30 - 16:00 FLOW, RHYTHM, POWER IN FOOTWORK | BBoy Sdido
16:00 - 17:30 toprocks | BGirl Nadia

Vortrag || Ort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur, Windscheidstraße 51
Eintritt: frei
19:00 WHAT'S YOUR STORY? .über die Erfahrungen von B-Girls | Frauen im Breakdance
Mit BGirl Movie One aus Spanien | BGirl Emma Ready aus Schottland ab 13:00 Uhr

Ort: Werk 2 Halle D, Kochstraße 132

Battles
13:00 Einlass | 14:00 Beginn
Queen 16 | Internationales 1 vs 1 BGirl-Battle

Family Fever
Vorrunde 1 vs 1 Kids Battle U18
Vorrunde 2 vs 2 Battle Ü18
Family 3 vs 3 Battle (2 Ü18 + 1 U18)
Die beiden Battles finden abwechselnd statt:

20:00 Sieger/innen-Ehrung
Judges BGIRL NADIA | Russland || BGIRL DORA | Ungarn || BBOY BUCKINGHAM | USA
Host LUDI ROCKOON || DJs JASTY | SKILLKID || Drummer AJVO aus Tschechien.

Unsere Internet Seite auf Facebook.
Informationen auch unter: family-fever@gmx.de

23.05.: Podiumsdiskussion: "Die Folgen des Freihandels"

19. Uhr: Podiumsdiskussion mit Ines Kuche (ver.di), Uwe Hicksch
(Naturfreunde), Jutta Wieland (BUND), Mike Nagler (attac)

Ort: Volkshaus
Leipzig, Erich-Schilling-Saal (5.Etage), Karl-Liebknecht-Straße 30.

Veranstaltet vom Netzwerk Vorsicht Freihandel.
www.vorsicht-freihandel.de

24.05.: Vortrag/Diskussion: "Lesbische Identitäten und Sexualität in der DDR Literatur"

18:00 Uhr

SINA MEISSGEIER, Leipzig

Lesbisches Leben fand in der DDR versteckt oder in der Opposition statt. Dennoch beschäftigten sich Autorinnen und Autoren mit Formen lesbischer Sexualität. In Prosatexten untersuchte Sina Meißgeier Darstellungen von Lesben und Motive weiblicher Homosexualität. In der Analyse verbindet sie traditionelle mit gendersensibler Erzähltheorie und Analysekategorien der Gender und Queer Studies. Sie zeigt einmal mehr die Bedeutung der DDR-Texte als Zeugnisse von Ästhetik und Erinnerung.

Veranstaltung in Koop. zwischen Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Stura's der Universität Leipzig und der Frauenkultur.

Eintritt: 3,00 | 1,50 Euro (ermäßigt)

Mehr Infos hier.

25.05.: Workshop: "Gewalt ist (k)eine Lösung - Linkes Theorie und Praxis Labor"

Mit drei linken Gruppen aus Leipzig

Mittwoch, 25.05.2016 | 19:00 Uhr

Interim, Leipzig
Demmeringstraße 34
04177 Leipzig

Rosa L im Westen

Noch einmal geht es bei Rosa L im Westen um das Thema Gewalt. Diesmal bieten wir 3 Gruppen aus Leipzig die Möglichkeit sowohl ihre politisch-praktischen Positionen darzustellen als auch bestimmte theoretische Gesichtspunkte hervorzuheben. Unser Labor folgt nicht den Regeln einer klassischen „frontalen“ Veranstaltung. Auf 3 kurze(!) Vorträge folgen drei Disskussionsplattformen zu den Themen „Ziviler Ungehorsam als linke Strategie“, „Strukturelle Gewalt legitimiert Gegengewalt“ und „Tolstoi, Gahndi und Co / Gewalloser Wiederstand reloaded?“

Wie läuft das Ganze ab?

Zunächst gibt es 3 nur 10 minütige Einführungen. Danach finden in drei Räumen drei Disskussionsplattformen statt: „Ziviler Ungehorsam als linke Strategie“, „Strukturelle Gewalt legitimiert Gegengewalt“ und „Tolstoi, Gahndi und Co / Gewalloser Wiederstand reloaded?“.

Querschnittsgesichtspunkte sind Sexismus- und Rassismuskritik. Diese Diskussionen sind rundenbasiert, dass heißt es besteht die Möglichkeit nach jeweils einer halben Stunde eine andere Runde zu wählen oder am selben Thema weiterzuarbeiten.
Kontakt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

26.05.: Vortrag/Diskussion: "Ein neues Kapitel der Religionskritik: Theologie der Befreiung als Herausforderung auch für Linke"

Mit Schwester Karoline Mayer (Chile), Prof. em. Dr. Franz Segbers (Theologe, Sozialethiker, Frankfurt), VertreterIn von Aktion Aufschrei, Jan von Aken (MdB DIE LINKE, angefragt), Axel Troost (MdB DIE LINKE, stellvertretender Parteivorsitzender, Leipzig); Moderation: Cornelia Hildebrandt (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Donnerstag, 26.05.2016 | 19:00 Uhr

Alte Nikolaischule, Aula, Leipzig
Nikolaikirchhof 2
04109 Leipzig

Gegen Armut und den Götzendienst der Wirtschaft, gegen Terror, Krieg und den Terror der Banken Im Rahmen des Katholikentages
Eine gemeinsame Veranstaltung der RLS und der RLS Sachsen
Podiumsdiskussion mit anschließendem Empfang

Die Krisen des finanzmarktgetriebenen, zunehmend autoritären Kapitalismus, die neuen und alten Kriege, die Gefahren durch Terror, Armut, Unterernährung, Umweltzerstörung und Klimakrisen treiben längst zur Krise der Zivilisation. Papst Franziskus beschreibt in seiner Enzyklika „ Laudatio Si“ diese Zerstörungskraft von Kriegen, von verschiedenen Formen von Gewalt und Misshandlung, von Vernachlässigung der Schwächsten in der Gesellschaft bis hin zu den Angriffen auf die Natur mit eindrucksvollen Worten. „Wenn die augenblickliche Tendenz anhält, könnte dieses Jahrhundert Zeuge nie dagewesener klimatischer Veränderungen und einer beispiellosen Zerstörung der Ökosysteme werden, mit schweren Folgen für uns alle“. Die Kirche habe deshalb nicht nur die Pflicht zu erinnern, die Natur zu hüten, sondern „sie muss vor allem den Menschen gegen seine Selbstzerstörung schützen“. Damit beschreibt der Papst die Dimensionen der Kämpfe des 21. Jahrhunderts, die für alle gelten und die deshalb gemeinsam geführt werden müssen: gegen Armut und soziale Spaltungen und Exklusionen aus der Gesellschaft, gegen eskalierende Kriege und dramatisches Flüchtlingselend und ebenso gegen Umweltkatastrophen. Mit Rosa Luxemburg halten wir die Zusammenarbeit von Christen und Linken erst recht heute für dringlich. Es geht um Gerechtigkeit und Frieden als höchstes Gut für alle Menschen. Es geht um konkrete Wege und Alternativen zum Kapitalismus. Denn: diese Wirtschaft tötet.

Es diskutieren

Gegen die Gewalt von Armut und sozialer Ausgrenzung - Schwester Karoline Mayer, -Chile
Gegen den Götzendienst der Wirtschaft - Prof. em. Dr. Franz Segbers, Theologe, Sozialethiker, Frankfurt
Gegen Terror und Krieg - VertreterIn von Aktion Aufschrei, Jan von Aken, MdB, DIE LINKE, Hamburg
Gegen den Terror der Banken - Axel Troost, MdB DIE LINKE stellvertretender Parteivorsitzender, Leipzig

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein kleiner Empfang der Rosa Luxemburg Stiftung mit Imbiss statt.

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

28.05.: "Demonstration gegen TTIP, CETA und co - Für einen gerechten Welthandel!"

12 Uhr, Netzwerk Vorsicht Freihandel

Ort: Leipzig, Naturkundemuseum (am Goerdelerring)

Informationen dazu auf der Seite www.vorsicht.freihandel.de

28.05.: Exkursion: " Besuch der Gedenkstätte Buchenwald"

Hauptbahnhof (Ostseite), Leipzig
Willy-Brandt-Platz 7
04109 Leipzig

Im April 2016 wird eine neugestaltete Dauerausstellung zur Geschichte des KZ im historischen Kammergebäude eröffnet.

In Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und dem BdA Leipzig

Die Bustickets (10 €/ermäßigt 5 €) können an folgenden Orten gekauft werden:
RLS Sachsen, Harkortstr. 10, 04107 Leipzig
Buchladen el libro, Bornaische Str. 3 D, 04277 Leipzig
Buchladen drift, Karl-Heine-Str. 83, 04229 Leipzig

Das Konzentrationslager Buchenwald wurde im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar errichtet und war eines der größten KZ auf deutschem Boden. Bis Kriegsende waren im KZ Buchenwald und seinen Außenlagern insgesamt 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt.

Seit 1958 befindet sich auf dem ehemaligen Lagergelände eine Gedenkstätte. Im April 2016 wird eine neugestaltete Dauerausstellung zur Geschichte des KZ im historischen Kammergebäude eröffnet. Diese Ausstellung soll „nicht nur eine über das KZ Buchenwald sein, sondern zugleich auch eine über die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus; eine Gesellschaft, die die Lager überwiegend akzeptierte, für gerechtfertigt und notwendig hielt und die schließlich [...] von Lagern beinahe flächendeckend durchsetzt war“, so Gedenkstättenleiter Dr. Volkhard Knigge zur Konzeption.

Wir laden alle Interessierten ein, gemeinsam die neue Dauerausstellung anzuschauen und zu diskutieren. Am Nachmittag wird Anne Friebel (Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig) außerdem über die Buchenwalder Außenlager in Leipzig und Umgebung referieren.

Die Bustickets (10 €/ermäßigt 5 €) können an folgenden Orten gekauft werden:
RLS Sachsen, Harkortstr. 10, 04107 Leipzig
Buchladen el libro, Bornaische Str. 3 D, 04277 Leipzig
Buchladen drift, Karl-Heine-Str. 83, 04229 Leipzig

Programm:
Abfahrt: 9.00 Uhr Ostseite Hauptbahnhof
11.00 Uhr Ankunft Gedenkstätte Buchwald
11.30 Uhr Rundgang durch die neue Ausstellung
13.30 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Input und Gespräch zu den Außenlagern des KZ Buchenwald in Leipzig (Gedenkstätte für Zwangsarbeit)
15.30 Uhr Rückfahrt
17.30 Uhr Ankunft in Leipzig

organisatorischer Hinweis: es wird keine Verpflegung gestellt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

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28.05.: "Stadtteilrundgang: Zwangsarbeiter_innen und Zwangsarbeit im Stadtteil Connewitz während des Zweiten Weltkrieges"

Samstag, 28. Mai 2016 l 11:00 Uhr

mit Florian Schäfer

Der Stadtteilrundgang stellt sechs ausgewählte Orte vor, an denen sich Lager und Arbeitsstellen von Zwangsarbeiter_innen während des Nationalsozialismus befanden.
Im Mittelpunkt der Betrachtung steht nicht nur die Erläuterung der funktionalen Aspekte der Lager, sondern auch der Alltag der Zwangsarbeiter_innen: Welche Arbeiten mussten sie verrichten und welchen alltäglichen Bedrohungen waren sie ausgesetzt? Wie wurden sie versorgt und welche Reaktionen von Seiten der deutschen Bevölkerung auf die Lager und die ausländischen Zwangsarbeiter_innen sind bekannt?

Treffpunkt im Innenhof des Werk 2 am Connewitzer Kreuz (Dauer ca. 1½ Stunden)

Tram 9, 10, 11, Bus 70, 89, 100, 107 Connewitz Kreuz

Mehr Info bei der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.

31.05.: Vortrag/Diskussion: "Paradoxien des demokratischen Rechtsstaates"

Mit PD Dr. Christian Schmidt, Moderation: PD Dr. Volker Caysa

Dienstag, 31.05.2016 | 18:00 Uhr

RLS Sachsen, Leipzig
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

REIHE: Philosophische Dienstagsgesellschaft

Lässt sich Freiheit institutionalisieren? Die Moderne hat eine merkwürdige Figur der Souveränität geschaffen. Moderne Souveränität ist eine kollektive Form der Selbstbestimmung, die zwischen der Regierung und den Einzelnen angesiedelt ist. Zwar ist sie noch nicht Institution, aber sie soll doch Quelle aller Staatsgewalt sein. Der Rechtsstaat ist die spezifische Ordnung, die dieser Souveränität Ausdruck verleihen, sie aber zugleich auch zügeln und kanalisieren soll. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob ein solcher Balanceakt gelingen kann oder einer der beiden Aspekte, Souveränität oder Rechtssicherheit, auf der Strecke bleiben muss.
Kontakt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

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12.05.: #HeForShe AKTIONSTAG: Von Stereo-Typen und anderen Männern. Braucht es Männer für die Gleichberechtigung?

ab 15:00 Uhr

Wir haben nur diese eine Welt - und sie braucht effiziente Strategien der wissenschaftlich-technischen wie auch gesellschaftlichen Entwicklung für bessere Lebensbedingungen für alle Menschen. Dazu bedarf es auch der intellektuellen und sozialen Kompetenzen aller Menschen, von Frauen* und Männern* gleichermaßen... gleichgestellt und gleichberechtigt.
Die UN-Women Kampagne #HeforShe ruft seit 2014 besonders Männer auf, sich als Agents of Change, Helden der Veränderung für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen. Männer können dabei ihre Solidarität mit Frauen zeigen und mit ihnen gemeinsam für Gleichstellung kämpfen. Aber was können Männer mit ihrem Engagement zur Geschlechtergleichstellung bewirken? Sind durch neu gestaltete Bedingungen gesellschaftliche Veränderungen zu beobachten? Wandeln bekennende Feministen die Wahrnehmung von Gendermainstreaming in der Gesellschaft?
Diese und weitere Fragen sollen am 12.05.2016 zum Auftakt der #HeforShe-Wochen in Leipzig mit Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur diskutiert werden. Die sich anschließende Aktionswoche findet vom 12. bis 25. Mai 2016 statt - und wird gemeinsam vom Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig und dem Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur veranstaltet. Unter dem Hashtag #HeForShe_LE werden in dieser Zeit Statements gesammelt werden.

15.00 - 17.00 Uhr
Ort: vor dem Augusteum | Augustusplatz
DIE FOTOAKTION: Werden auch Sie ein Agent of Change!
Und stehen damit ein für: . die Gleichstellung der Geschlechter als einer Frage der Gerechtigkeit für alle Menschen . Solidarität von Frauen und Männern und der Unterstützung beim Kampf um Gleichberechtigung . die Beendigung von Diskriminierung und Gewalt gengenüber Mädchen und Frauen.
Hier bekommen Sie die Möglichkeit, ein "Fotostatement" zu geben. Die Leipziger Dipl. Fotografin CHRISTIANE EISLER porträtiert Sie für die Kampagne. Viele Menschen haben #HeForShe schon mit ihrem Foto und einem Satz unterstützt, z.B. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, die Schauspieler*innen Matt Damon, Emma Watson und Antonio Banderas; Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der Präsident der USA Barack Obama und viele andere...

17.30 Uhr
Ort: Vortragsraum der Albertina | Beethovenstraße 6
PODIUM & DISKUSSION #HeForShe
Thematischer Input: ANDREA CORDES, Projektkoordinatorin von UN Women | Nationales Komitee Deutschland e.V. | Bonn
Es diskutieren verschiedene Gäste. Moderation: VOLLY TANNER, Schriftsteller, Moderator, Journalist, DJ und Sänger | Leipzig

20.04. - 13.07. Ringvorlesung: „Hamburg: Deutschlands Tor zur kolonialen Welt. Über den Umgang mit einem schwierigen Erbe“, Hamburg

Veranstaltungsort
Universität Hamburg, Von-Melle-Park 6 ("Philosophenturm"), HS Phil C
Veranstalter
Forschungsstelle "Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung", Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Historisches Seminar, Hamburg
20.04.2016 - 13.07.2016

Hamburg ist wie keine zweite deutsche Stadt mit der Geschichte des Kolonialismus verbunden. Deutschlands “Tor zur Welt” war ein Tor zu kolonialen Welt. Zu Recht ist die Hansestadt als die “Kolonialmetropole des Kaiserreiches” neben Berlin bezeichnet worden. Während in Berlin die politischen Entscheidungsträger des zwischen 1884 und 1918 existierenden deutschen Kolonialreiches ansässig waren, steht die Hansestadt für einen weit davor beginnenden und weit darüber hinausreichenden Austausch und Kontakt. Über lange Jahrhunderte (bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts) handelte man mit Kolonien, ehemaligen Kolonien oder Kolonialmächten, kaufte oder verkaufte Kolonialwaren (und auch Menschen).
Als erste deutsche, ja europäische Metropole widmet sich die Hansestadt aber seit 2014 auch offiziell der Aufarbeitung dieser Vergangenheit und richtete dazu die Forschungsstelle “Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung” ein. In der Ringvorlesung präsentiert die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ erste Ergebnisse ihrer Arbeit, erläutert exemplarische Erinnerungsorte und diskutiert Themen und Probleme der Auseinandersetzung mit dieser schwierigen Vergangenheit.
Die Vorlesung findet in Kooperation mit dem Verein für Hamburgische Geschichte statt. Die Vorlsesungensind öffentlich. Eintritt ist frei.
Die einzelnen Vorlesungen werden zeitnah im Internet als Video zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen hier.

Programm

20.4.2016
Prof. Dr. Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg):
"Von den 'Askari-Reliefs' zur Speicherstadt. Postkoloniale Erinnerung in Hamburg"
27.4.2016
Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin a.D.; Wiesbaden):
"'Anerkennung und Entschuldigung'. Die außenpolitische Dimension postkolonialer Erinnerung"
4.5.2016
Prof. Dr. Michael Zeuske (Universität zu Köln):
"Deutsche Sklavenhändler der Atlantic Slavery"
11.5.2016
Dr. Memory Biwa (University of Cape Town):
"Memorial Cartographies and Traveled Objects: Vestiges of colonial atrocities in a Namibian landscape"
25.5.2016
Prof. Dr. Dirk van Laak (Justus-Liebig-Universität Giessen):
"Der Hamburger Hafen in Welthandel und Globalisierung"
1.6.2016
Prof. Dr. Ulrich Mücke (Universität Hamburg):
"Liberaler Rassismus. Der Altonaer Kaufmann Heinrich Witt und die (post-)koloniale Welt des 19. Jahrhunderts"
8.6.2016
Kim Todzi (Universität Hamburg):
"Hamburg und die Gründung des deutschen Kolonialreichs unter Bismarck"
15.6.2016
Prof. Dr. Rainer Nicolaysen (Universität Hamburg):
"Vom Hamburger Kolonialinstitut zur Universität"
22.6.2016
Prof. Dr. Wolfgang Reinhard (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg):
"Europa oder China – wo liegt die Mitte der Welt? Ethnozentrische Borniertheit und ihre Überwindung"
[In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung]
29.6.2016
Tania Mancheno (Universität Hamburg):
"Das postkoloniale Erbe der Hafencity"
6.7.2016
Joshua Kwesi Aikins (Universität Bielefeld):
"Die Dekolonisierung des Stadtbildes: Straßennamen zwischen Kolonialnostalgie und Perspektivumkehr"
13.7.2016
Prof. Dr. Oswald Masebo (University of Dar es Salaam):
"Postcolonial Memory: A Shared Legacy: Tanzania-Germany"

01.05.: " Leipzig nach Plauen: Nazi-Aufmarsch verhindern – völkischen Mob in die Schranken weisen!", Plauen

Solidarität muss praktisch werden: Antifaschismus in der sächsischen
Provinz supporten!

Die vergleichbar kleine Stadt Plauen hat es geschafft, überregionale Relevanz zu erlangen. Plauen hat kein Nazi-Problem: Plauen ist ein Nazi-Problem. Und am 1. Mai droht derzeit der größte Naziaufmarsch in der BRD eben dort statt zu finden. Der III. Weg kann auf die Unterstützung eines überregionalen Nazi-Netzwerkes bauen und „Wir sind Deutschland“ wird sowohl von der etablierten Lokalpolitik, als auch von der Bevölkerung gedeckt – antifaschistische Störenfriede unerwünscht. Für lokale, emanzipatorische Strukturen ist der Kampf gegen derartige Akteure auf Dauer nicht ohne Unterstützung von außerhalb zu gewinnen. Diese Unterstützung muss notwendiger Weise langfristig gedacht sein. Dennoch ist es auch wichtig, zu bestimmten Events zu mobilisieren. Die Stadt Plauen muss als Ganzes zu spüren bekommen, dass völkischer Rassismus und Nazi-Aktivitäten unangenehme Konsequenzen haben: überregionale Antifa-Mobilisierungen, große Polizeiaufgebote, Verkehrsbeeinträchtigungen und negative Aufmerksamkeit in der regionalen Presse. Wenn Rassismus ohne negative Folgen für die Akteur*innen bleibt, so ist dies in letzter Konsequenz eine Motivation zum Weitermachen, zum Ausbau ihrer Aktivitäten. Am 1. Mai werden wir in Plauen alles unternehmen, um dem III. Weg den Aufmarsch zu vermiesen und wenn wir genug sind, die sächsichen Verhältnis etwas zum Tanzen zu bringen!

Leipzig fährt nach Plauen!
Nationalismus ist keine Alternative!
Nazi-Aufmarsch? No way!

Achtet auf Ankündigungen:

http://www.plauen0105.blogsport.eu/
https://www.unwritten-future.org/
https://antifakleinparis.noblogs.org/
https://nationalismusistkeinealternative.net/
Eine Veranstaltung von: Antifa Klein-Paris und the future is unwritten

02.-04.05.: Konferenz: "re:publica 2016 – Ten ist Net", Berlin

Die re:publica ist seit ihrem Start vor 10 Jahren von einem Blogger/-innentreffen zu einem der weltweit wichtigsten Festivals rund um digitale Gesellschaftsthemen geworden. Wo sich 2007 erstmal rund 700 Blogger/-innen trafen, waren 2015 bereits über 7000 Teilnehmer/-innen der digitalen Zivilgesellschaft dabei, die den 850 Redner/-innen aus über 60 Ländern in 500 Stunden Programm lauschten und sich aktiv beteiligten.

Weitere Informationen: https://re-publica.de

03.05.: Diskussion/Vortrag: "Die Wismut im sowjetischen Atomkomplex - Uranbergbau in der SBZ/DDR", Chemnitz

Mit Prof. Dr. Rudolf Boch (Historiker)

Dienstag, 03.05.2016 | 19:00 Uhr

DAStietz, Chemnitz
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

Wismut – hinter diesem harmlos klingenden Namen verbarg sich der weltweit größte Uranbergbaubetrieb.

Eine gemeinsame Veranstaltung der VHS Chemnitz und der RLS Sachsen

Wismut – hinter diesem harmlos klingenden Namen verbarg sich der weltweit größte Uranbergbaubetrieb. Auch wenn die USA, Kanada und die Sowjetunion im Kalten Krieg noch etwas mehr Uran förderten als die SBZ/DDR, gab es selbst in diesen Ländern keinen einzelnen Betrieb der die Dimensionen der Wismut erreichte. Erst nach der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 konnte der Schleier der Geheimhaltung allmählich gelüftet werden. Im Vortrag wird ein Forschungsprojekt an der Technischen Universität Chemnitz in den Jahren 2008 – 2011 vorgestellt, in welchem deutsche und russische Historiker sich jenen Themenfeldern widmeten, die bis dahin noch nicht oder nur in Ansätzen untersucht worden waren – u. a. dem Stellenwert des Unternehmens für die sowjetische Atomrüstung, dem Sicherheitsregime, dem Umgang mit den Strahlenrisiken oder den Versuchen zur Identitätsstiftung durch Kultur und Sport. Dazu wurden auch zuvor unzugängliche bzw. noch nicht genutzte Quellenbestände in russischen Archiven ausgewertet.

Rudolf Boch (geb. 1952) ist seit 1994 Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Technischen Universität Chemnitz. Zuvor unterrichtete er als Hochschulassistent bzw. Hochschuldozent an den Universitäten Bielefeld und Frankfurt a. M. 1993/94 war er Fellow am Europäischen Hochschulinstitut Florenz. Veröffentlichungen u. a.: Staat und Wirtschaft im 19. Jahrhundert, München 2004; (Hg.) Unternehmensgeschichte heute: Theorieangebote, Quellen, Forschungstrends, Leipzig 2005; Uranbergbau im Kalten Krieg. Die Wismut im sowjetischen Atomkomplex, Bd. 1: Studien; Bd. 2: Dokumente, Berlin 2011 (hg. mit Rainer Karlsch); Kriegswirtschaft und Arbeitseinsatz bei der Auto Union AG Chemnitz im Zweiten Weltkrieg, Stuttgart 2014 (zusammen mit Martin Kukowski).

02.-04.05.: Konferenz: "re:publica", Berlin

HOORAY! CELEBRATE WITH US THE TENTH EDITION OF EUROPE’S MOST EXCITING CONFERENCE ON INTERNET AND SOCIETY

More information: https://re-publica.de/

04.05.: Diskussion & Film: "Wole Soyinka & Manthia Diawara – WAHRHEIT", Berlin

Das universalistische Denken der westlichen Aufklärung und des Humanismus schafft kaum mehr die Grundlagen zur Lösung globaler Konfliktlagen. Dennoch ist ein »common ground« nötiger denn je. Wie lässt sich in einer Welt der Gleichzeitigkeiten und der differenten Perspektiven ein Standpunkt vertreten, ohne einem Denken absoluter Wahrheiten zu verfallen?

Die Négritude-Bewegung und Glissants Theorie der Relation dienen dem Filmtheoretiker Manthia Diawara und dem Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka als Ausgangspunkt, um Methoden des Behauptens und Techniken der Wahrheitsproduktion zu untersuchen.

Anschließend: Filmpremiere von
NÉGRITUDE – A Dialogue Between Senghor and Soyinka
R: Manthia Diawara, D/F/P 2015, 59 min, mehrsprachige OV mit deutschen und englischen Untertiteln

Aus Archivmaterial arrangiert Manthia Diawara einen fiktiven Dialog zwischen Wole Soyinka und Léopold Senghor, einem der Begründer des Konzepts der Négritude. Der Film fragt nach der aktuellen Relevanz des Konzepts, das mehr ist als die Dekolonisations- und Unabhängigkeitsbewegungen der 1950er- und 60er-Jahre. Darüber hinaus geht es um ein Verständnis der zeitgenössischen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen zu Nationalismus, religiöser Intoleranz, Multikulturalismus und xenophoben Migrationspolitik des Westens.

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart

Mehr Info bei Africavenir.

04.-08.05.: Aktionsakademie: "Kreativen Protest lernen!", Minden

Demokratie braucht Bewegung - Bewegung braucht Aktion
Aktionsakademie in der Weserstadt Minden

  • der jährliche Treffpunkt (fünf Tage im Mai/Juni) für sozial und ökologisch bewegte Menschen, um sich über kreativen Protest und politische Aktionen austauschen und voneinander zu lernen
  • eine Plattform zum Erlernen und Ausprobieren neuer Aktionsformen
  • ein Raum für neue Ideen, tolle Kontakte und anregende Gespräche
  • ein Rahmen aus informativen Vorträgen, Aktivismus, Party & Musik, super-vegan/vegetarischem Essen - und nicht zuletzt lernt Ihr viele, tolle gleichgesinnte Menschen kennen.

Wer macht bei der AktionsAkademie mit?

Alle, die es nicht nur bei politischen Diskussionen belassen wollen, sondern Lust und Mut haben, mit originellen und phantasievollen Aktionen auf die Straße zu gehen. Denn kreative Aktionen regen auch andere Menschen zum Nachdenken an – und sie machen Spaß.

Wozu braucht's die AktionsAkademie?

Noch niemand ist als Sambatrommler_in, Democlown oder Aktionskletterer_in vom Himmel gefallen. Deshalb braucht es Raum und Zeit, in denen Ihr diese Fähigkeiten erlernen und ausprobieren könnt. In der Akademie unterrichten Euch Aktivist_innen, Artist_innen und Künstler_innen, die ihr Metier beherrschen und langjährige Aktionserfahrung mitbringen.
Hier ein paar Klassiker aus unserer Workshop-Reihe:

politisches Straßentheater
Sambatrommeln (Rhythm of Resistance)
Aktions-Schnupperklettern
Demo-Clownerie
Adbusting und Kommunikationsguerilla
Aktionsplanung & -training
Aktionsfotografie
Banner-, Schilder- und Requisitenerstellung
Großpuppenbau
Rechtliche Fragen rund um Demos und Proteste.

Mehr Info bei Attac hier.

08.-11.05.: Tagung: "Der Knoten im Netz. Museen als Ankerpunkte in der Region", Erfurt

Jahrestagung des Deutschen Museumsbunds
8. bis 11. Mai 2016 im Kaisersaal, Erfurt
Anmeldung bis 1. Mai möglich

Museen haben vielfältige Funktionen und Aufgaben: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln, so ist es in den „Standards für Museen“ des Deutschen Museumsbunds wie den Ethischen Richtlinien für Museen von ICOM festgehalten. Doch das ist längst nicht alles: Museen sind Begegnungs- und Erlebnisorte, sie sind identitätsstiftend und gemeinschaftsbildend. Besonders in strukturschwächeren Gegenden findet in Museen soziales und gesellschaftliches Leben statt. Doch gerade in diesen Regionen, denen vielfach nur knappe Finanzmittel zur Verfügung stehen, ist es oft besonders schwierig, die selbstgewählten wie zugewiesenen Aufgaben zu bewältigen. Hier sind Ideenreichtum und neue Wege der Zusammenarbeit gefragt.

Die Rolle der Museen in den Regionen sowie Ziele und Strukturen von Kooperationen und Netzwerken bilden die beiden Pole dieser Tagung. In Vorträgen und Diskussionen soll beleuchtet werden, wie Museen mit ihrem Potential zur zukunftsfähigen Entwicklung der Regionen beitragen und mit welchen Maßnahmen die vorhandenen Mittel am effizientesten genutzt werden können. Kreativität und Kooperationsbereitschaft lassen dabei die vorgestellten Beispiele zur Inspiration für Museen jeder Art, Größe und in jeder Region werden.

Mit Beiträgen von Kenneth Anders, Hans-Jörg Czech, Cornelia Dümcke, Patrick Föhl, Uwe Meiners, Bettina Paust, Paul Spies, und vielen weiteren.

Mehr Info hier.

09.-16.05.: Camp: "Lausitzer Klimacamp", Proschim

Mit dem sechsten Lausitzcamp in Proschim soll wieder eine Plattform bieten, um lokalen Widerstand gegen neue Tagebaue mit der globalen Forderung nach Klimagerechtigkeit zu verbinden. Wir laden euch ein zu Workshops, Aktionen und Vernetzung.

Eine Veranstaltung von: Lausitzcamp
Weitere Infos unter: http://leklima.noblogs.org/
Kontakt: leklima@notraces.net

Vom 13. - 16.05. heißt es dann "Ende Gelände 2016! Kohle stoppen. Klima schützen." im Braunkohlerevier Lausitz. Mehr Infos hier.

11.05.: Vortrag/Diskussion: "NEVER AGAIN! A Framework for Guarantees of Non-Recurrence", Berlin

Veranstaltungsreihe "Transitional Justice"

Eine der zentralen Funktionen von Transitional Justice ist es, in der Zukunft massive Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Deshalb hat der von den Vereinten Nationen eingesetzte Sonderberichterstatter dem Menschenrechtsrat und der Generalversammlung 2015 Vorschläge vorgelegt, welche Elemente eine umfassende Strategie umfassen muss. Diese reichen von Reformen des Strafrechts und der Verfassung über die Reform des Gerichtssystems und des Sicherheitssektors bis hin zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine Mitgestaltung durch die Zivilgesellschaft.

Die Veranstaltungsreihe "Transitional Justice. Instrumente - Erfahrungen - Herausforderungen" ist eine Kooperation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Stiftung EVZ.

Koordination: Prof. Dr. Anja Mihr, Humboldt-Viadrina Center of Governance through Human Rights, Berlin

Datum und Uhrzeit

Mittwoch, 11. Mai 2016, 18 Uhr

Veranstaltungsort:

Deutsches Institut für Menschenrechte
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Tel.: (030) 25 93 59-0

Mehr Info und PDF zum Programm hier.

12./13.05.: Tagung: "Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik", Weimar

von 12.-13. Mai 2016 an der Bauhaus-Universität Weimar
eine Veranstaltung des Instituts für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, in Kooperation mit der Hermann-Henselmann-Stiftung, gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Im Anschluss an die globale Finanzkrise von 2008 sind Mieten und Wohnungspreise insbesondere in prosperierenden Metropolregionen, Großstädten und Universitätsstädten deutlich gestiegen. Für einkommensschwache Haushalte und zum Teil selbst für Mittelschichten wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu finden. Vor diesem Hintergrund analysiert die Konferenz "Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik" die Gründe für die Wiederkehr der Wohnungsfrage und fragt nach möglichen Strategien für eine nicht-profitorientierte Wohnraumversorgung und eine Realisierung bezahlbaren Wohnraums für alle. Explizit soll dabei ein interdisziplinärer Dialog ermöglicht werden der gestalterische ebenso wie gesellschaftliche Lösungsansätze in den Blick nimmt.

Das zweitägige Programm bringt Beiträge aus Architektur, Geographie, Politikwissenschaften, Soziologie und Stadtplanung zusammen, die in fünf Workshops zu den folgenden Themen diskutiert werden: Globalisierung, Europäisierung und nationale Wohnungspolitiken (1), Kommunale Strategien für bezahlbaren Wohnraum (2), Architektur, Stadt und bezahlbarer Wohnraum (3), Alternativen für einen nicht-profitorientierten Wohnungsbau (4) und soziale Kämpfe für ein 'Recht auf Wohnen' (5). Am Abend des 12. Mai lädt die Internationale Bauausstellung Thüringen alle Teilnehmer/innen der Konferenz vor Ort in Weimar zu einem IBA-Salon ein, der internationale Modellprojekte bezahlbaren Wohnungsbaus präsentiert.

Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler/Innen, Kommunalpolitiker/innen, Praktiker/Innen und Aktivist/Innen wohnungspolitischer Initiativen. Nähere Informationen über die Konferenz sowie ein detailliertes Programm findet sich ab Ende Januar auf unserer Konferenzhomepage. Die Anmeldung ist ebenfalls ab Ende Januar möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 35€ (regulär) sowie 20€ ermäßigt (Studierende, arbeitslos). Für alle Rückfragen und Hinweise wenden Sie sich bitte an Justin Kadi (justin.kadi@uni-weimar.de).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Beteiligung an unserer Konferenz.

Zum Programm und zur Anmeldung hier.

Prof. Dr. Barbara Schönig, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar
Katrin Lompscher, Vorstand Hermann-Henselmann Stiftung
Dr. Sebastian Schipper, Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt a.M
PhD, Justin Kadi, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

13.-16.05.: Blockaden/Demo/Klimacamp: "Ende Gelände: Kohle stoppen in der Lausitz", bundesweit

In der Pfingstwoche gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich gegen den weiteren Abbau von Braunkohle einzusetzen. Das Lausitzer Energie- und Klimacamp lädt zu einem reichhaltigen Workshop-Programm ein, hunderte von Aktivist_innen aus ganz Europa werden den Tagebau Welzow-Süd blockieren. Außerdem wird eine Anti-Kohle-Demonstration am 14. Mai von Welzow nach Proschim ziehen. Attac ruft zusammen mit Umweltverbänden und lokalen Initiativen dazu auf.

Infos zu den Aktionen vom 9. - 16. Mai hier.

Zur Übersicht der mehr als 50 Infoveranstaltungen u.a. in Berlin, Hamburg, Tübingen, Wien, Amsterdam, Stockholm hier.

18.05.: Vortrag/Diskussion: "Angst vor einer 'Islamisierung Europas'?", Chemnitz

Mit Florian Illerhaus (Religionswissenschaftler)

Mittwoch, 18.05.2016 | 18:00 Uhr

Bürgertreff der BIMM "Bei Heckerts", Chemnitz
Wilhelm-Firl-Straße 23
09122 Chemnitz

Rosa L. bei Heckerts

Ein Veranstaltung der RLS Sachsen mit dem BIMM e.V.

In der Veranstaltung "Angst vor einer 'Islamisierung' Europas?" spannt Florian Illerhaus, Religionswissenschaftler aus Leipzig, den Bogen von der Geschichte der Geschichte bis zu den verschiedenen Ausprägungen und dem politischen Missbrauch des Islam durch den "Islamischen Staat". Er setzt sich auch mit Klischees und Vorurteilen gegenüber dieser Religion auseinander, die all zu oft in Islamfeindlichkeit und Rassismus gipfeln.

21./22.05.: Seminar: "Wo kommt das Geld her? – Von Spenden, Sponsoring, Stiftungen und Förderprogrammen", Hannover

Die Stiftung Mitarbeit, die mit ihrer Arbeit die Demokratieentwicklung „von unten“ unterstützen möchte, vermittelt in diesem Seminar einen Einstieg in die Kunst des Fundraisings. Es greift insbesondere die Finanzierungsmöglichkeiten für kleine, junge und lokale Organisationen, Projekte und Initiativen auf. Das Seminar ist interaktiv und enthält viele Übungen und setzt auf eigene Entwicklungsprozesse. Es richtet sich ein Neueinsteiger-/innen im Bereich Fundraising.

Weitere Informationen [www.mitarbeit.de/1203.html?&tx_workshops%5Btx_workshops%5D=175&tx_workshops%5BbackPid%5D=1202&cHash=6de58ecd50d9bcac0e17f7f90dac9ea3 hier].

27.05-31.07.: Seminar/Workshop: "Wir beteiligen uns - Weiterbildungsreihe für Haupt- und Ehrenamtliche", Bad Herrenalb

Die Weiterbildung "Wir beteiligen uns." will ehrenamtlich Engagierte in ihrem Handeln stärken. Dafür werden sie in drei zentralen Bereichen qualifiziert: Projektmanagement, Entscheidungsfindung und Kommunikation.
Mehr Infos hier.

30./31.05.: Tagung: "museums and the internet", Hamburg

mai-tagung: museums and the internet

Organisiert vom LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit zusammen mit dem LVR- Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
30. bis 31. Mai 2016, Hamburg

Mehr Info hier.

31.05.: Vortrag/Diskussion: "Auch biologisch gibt es viele Geschlechter", Dresden

Mit Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg)

Dienstag, 31.05.2016 | 19:00 Uhr

Altes Wettbüro, Dresden
Antonstraße 8
01097 Dresden

Im Rahmen des CSD

Eine gemeinsame Veranstaltung des WIR e.V. und der RLS Sachsen

Biologisches Geschlecht erscheint vielen als „sicher“, als „natürlich“ im Sinne von vorgegeben und unabänderlich. Das ist es nicht. Auch bei den derzeitigen biologischen Konzepten über Geschlecht – genauso wie bei den historischen – handelt es sich um Theorien. Sie sind Resultat einer gesellschaftlichen Ordnung, die zwei Geschlechter unterscheidet – und die in der Bundesrepublik Deutschland noch immer nicht vor menschenrechtsverletzender Gewalt zurückschreckt, wenn es darum geht, eindeutig „weiblich“ oder „männlich“ herzustellen. Heinz-Jürgen Voß arbeitet heraus: Mit den aktuellen biologischen und medizinischen Theorien über Geschlecht sind besser viele Geschlechter erklärbar, als nur zwei oder drei.

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß ist Diplom-Biologe, promovierte 2010 zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts in Bremen. Seit Mai 2014 hält er eine Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg und leitet das Forschungsprojekt Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung, beides gefördert im Rahmen der BMBF-Förderlinie “Sexuelle Gewalt in pädagogischen Einrichtungen”.

Ausgabe 141 der Zeitschrift: "PERIPHERIE. Politik-Ökonomie-Kultur"

Ab diesem Jahr erscheint die Zeitschrift im Verlag Barbara Budrich. Sie kann ab sofort hier, über unsere Homepage oder unter der Email-Adresse info@zeitschrift-peripherie.de bestellt werden. Der neue Verlag bietet neben einem Abonnement der Print-Ausgabe für Einzelpersonen die Möglichkeit einer Kombination von Print- und Online-Abonnement. Institutionelle Abonnenten können sich für ein reines Online-Abonnement entscheiden. Neu eingeführt wurde ferner ein ermäßigtes Abonnement (Print oder Print + Online) für Studierende. Außerdem können einzelne Artikel erworben werden.

Unter dem Titel "Konfliktfeld Stadt" schreiben:

  • Erhard Berner: "Zur Wohnungsfrage" im 21. Jahrhundert: Marktversagen, hilflose Politik und die globale Ausbreitung von Slums
  • Paul Schweizer, Paula Larruscahim & Fabio Vieira: Pixação -- Differenz, Säuberungspolitiken und Widerstand in "Global City" São Paulo
  • Julia Haß: Frauenamateurfußball in Rio de Janeiro -- Umkämpfter Sport- und Stadtraum
  • Frank Müller & Markus-Michael Müller: Im- und Export von Aufstandsbekämpfung: Von Rio de Janeiro nach Port-au-Prince und zurück
  • Gregor Dobler: Umkämpfter Freiraum: Die Erfindung des Stätischen im Norden Namibias, 1950-1980

In den PERIPHERIE-Stichwörtern führen Anne Vogelpohl in das Recht auf Stadt sowie Anne Huffschmid in das Recht auf Urbanität ein. Ein umfangreicher Rezensionsteil rundet die Ausgabe ab.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, auf die aktuell laufende Werbekampagne des Verlags hinzuweisen: Von jedem bis zum 31.5.2016 neu abgeschlossenen Abonnement der PERIPHERIE spendet der Verlag 5 EUR an ein gemeinnütziges Projekt. Als Empfänger dieser Spenden wurden aus aktuellem Anlass zur Unterstützung der von Repressionen betroffenen Wissenschaftler*innen die Academics for Peace in der Türkei ausgewählt.

Ferner läuft zzt. seitens des Verlags eine Aktion zum einmonatigen kostenlosen Probelesen der PERIPHERIE. Hierfür muss lediglich bis zum 1.5.2016 das Anmeldeformular für die Probelese-Aktion hier ausgefüllt und an den Verlag geschickt werden. Der Zugang wird dann vom Verlag freigeschaltet - Benutzername und Passwort erhalten alle Interessierten automatisiert per E-Mail. Es entstehen keine Verpflichtungen oder Kosten durch die Anmeldung!

Zeitschrift: Luxemburg "Hart an der Grenze"

Die Zeitschrift der Rosa Luxemburg Stiftung "LuXemburg" beschäftigt sich unter dem Titel HART AN DER GRENZE mit dem Thema Flucht und Migration, dem europäischen Grenzregime und seinen autoritären Maßnahmen nach innen. Die Redaktion fragt nach den strategischen Herausforderungen für die Linke und diskutiert, wie sich die katastrophale Situation der Geflüchteten zum Ausgangpunkt eines popularen Projekts, eines Ringens um ein gutes Leben für alle machen lässt.

Außerdem dokumentiert sie die Debatten aus dem Umfeld der Konferenz „UmCare – Für neue Strategien in Gesundheit und Pflege“, wirft einen Blick auf die Situation der Linken im ehemaligen Jugoslawien und neue finanzialisierte Sozialpolitiken in Großbritannien.

Die Zeitschrift kann hier gelesen werden.

Themenblätter: Alltäglicher Rassismus

Rassismus findet sich überall: in unserer Sprache, in Bildern, im Verhalten von Menschen, in Institutionen, Gesetzen und Verordnungen - kurz: in unserem Alltag. Er ist auf den ersten Blick für viele unsichtbar, dazu subtil und hartnäckig. Rassismus zu identifizieren ist der erste Schritt, ihm begegnen zu können.

Ziel dieser Ausgabe der "Themenblätter im Unterricht" ist es, Rassismus im Alltag zu erkennen und ihm entgegenzutreten. Dafür ist es zunächst notwendig, Wissen über Vorkommen und Funktionsweisen von Rassismus zu vermitteln. Auch die eigene Perspektive und Position soll den SuS bewusst(er) werden. Zugleich können so Möglichkeiten erprobt werden, Rassismus in unserem Alltag sichtbar zu machen, um ihm zu begegnen. Schließlich gilt es, Sensibilität und ein waches Gewissen für die Einforderung und Durchsetzung der Gleichwertigkeit und gleichen Rechte aller zu fördern.

Das Themenblatt enthält einen Klassensatz von 31 doppelseitigen (identischen) Arbeitsblättern im Abreißblock sowie zwei Kopiervorlagen. Die umfangreichen Hinweise für Lehrkräfte bieten Hintergrundinformationen zu den Fragen, was Rassismus ist, wo und wie er auftritt und was bei der Behandlung dieses Themas im Unterricht zu beachten ist.

Autor: Günther Gugel, Seiten: 12, Erscheinungsdatum: April 2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5404, Verfügbarkeit: Lieferbar ab Mai 2016

http://www.bpb.de/224136

PDF-Datei hier.

Lernen aus der Geschichte (LaG)-Magazin "EU-Asylpolitik und Menschenrechte – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit"

Wie bereits im Februar angekündigt, stellt das Magazin das Thema Asylpolitik und Menschenrechte in den Mittelpunkt und knüpft thematisch an die Ausgabe „Bevölkerungstransfers und Zwangsmigration im Rahmen des Zweiten Weltkrieges" an. Nach den Wahlerfolgen der in weiten Teilen völkisch-rassistischen AfD ist es mehr als denn je erforderlich aufzuzeigen, dass die Problematiken, die mit Flucht nach Europa verbunden sind nicht durch die Flüchtenden entstehen. Die sogenannte Flüchtlingskrise ist keine durch Geflüchtete ausgelöste, sondern sie ist eine des europäischen und deutschen Selbstverständnisses und der Frage, ob Menschenrechte als universell betrachtet werden, oder ob sie nur für eine ausgewählte weiße Minderheit auf einem sicheren und wohlhabenden Kontinent gelten sollen, womit sie ad absurdum geführt würden. Auch wenn es sicherlich nicht ausreichend ist, das Thema von Flucht und Menschenrechten im Rahmen von Bildungsarbeit aufzugreifen, so ist dies doch eine grundlegende gesellschaftliche Notwendigkeit.

Wir freuen uns, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der diese und die vorhergehende Magazinausgabe gefördert hat, in der Behandlung seines Jahresthemas „Flucht und Vertreibung. Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ den aktuellen Aspekten von Flucht und Zwangsmigration einen gewichtigen Platz einräumt.

Ansgar Drücker spricht die Situation der deutschen und der europäischen Flüchtlingspolitik und momentane Herausforderungen für die politische Bildungsarbeit an. Er geht dabei davon aus, dass sich im Sinne von Inklusion nicht nur die Hinzukommenden verändern und öffnen müssen, sondern die gesamte Gesellschaft.

An den inklusiven Gedanken anknüpfend stellt Martin Lücke Lernmodule mit Interviews aus dem migration-audio-archiv vor, die auf dem Internetportal „Zwischentöne“ nutzbar sind. Der Autor zeigt für die Nutzung die didaktischen Herangehensweisen eingehend auf.

Iris Rajanayagam und Ahmed Awadalla stellen die Situation von LGBT*T+Q-Geflüchteten in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Die Fluchtgründe, aber auch die Situation von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen oder queeren Geflüchteten in Deutschland findet noch immer wenig Beachtung und stößt hierzulande sowohl auf verbreitete Ressentiments, als auch auf behördliche Ignoranz. Der Aufsatz erscheint in deutscher und in englischer Sprache.

Johannes Spohr hat sich vor Kurzem in Griechenland aufgehalten. Er analysiert den Zusammenhang zwischen der EU-Flüchtlingspolitik und der dramatischen Situation in Idomeini.

PDF-Datei hier.

Anne Lepper aus unserer Redaktion hat mit Michael Ruf, dem Initiator und Leiter des Theaterprojektes „Bühne für Menschenrechte“ ein Interview geführt über das Konzept des dokumentarischen Theaters und über die Möglichkeiten, die sich aus ihm für die Bildungsarbeit ergeben.

Das nächste LaG-Magazin erscheint am 20. April und thematisiert "Das Spannungsfeld zwischen geschichtspolitischen Initiativen und der historischen Bildungsarbeit über die Geschichte der DDR“.

Neue Zeitung: "Daily Resistance"

Eine Zeitung herauszugeben: Daily Resistance. Jetzt gibt es die erste Ausgabe. Sie wird gerade in Lagern in ganz Deutschland verteilt. Die Leute sind interessiert und reagieren positiv, bestellen immer weiter und wollen auch für die Zeitung schreiben.
Wir sind high und motiviert und wollen dringend an einer zweiten Ausgabe arbeiten: mit Euch!

Veröffentlicht Eure Texte und Statements
Wir suchen nach Autoren und Autorinnen, die mit 'Refugees' sprechen wollen – mit Menschen in Isolation, mit den Neuangekommenen, die in Lager weggebracht wurden.

Hinter Daily Resistance steht eine gemischte Gruppe von verschiedenen AutorInnen und AktivistInnen. Wir sind MigrantInnen und sogenannte Refugees und schreiben an Leute in der gleichen Situation sind wie wir. Wir möchten sie wissen lasssen, dass sie nicht alleine sind, dass es einen Kampf gibt dem sie sich anschließen können und dass sie nicht akzeptieren sollen, wie sie von diesem Staat behandelt werden.

Macht mit bei diesem Projekt: Tragt zu Daily Resistance bei mit Euren Texten und Statements!
Die nächste Deadline ist der 17. April: dailyresistance@oplatz.net

Das Ziel von Daily Resistance ist es die Entrechteten und Isolierten dazu zu animieren aktiv zu werden und sich gegen die ihnen gebotene Respektlosigkeit und Nichtachtung aufzubäumen. Wir wollen über folgendes informieren:
– Rechte und Forderungen
– Gesetzesänderungen
– der alltägliche Kampf aller anderen
– Demonstrationen und Veranstaltungen
– Erfahrungen und Rat
– Statements
– Mainstream Medien Berichterstattung
– politisch aktive Gruppen

Wir akzeptieren keine rassistischen, kapitalistsischen und sexistischen Texte.

Bisher wird Daily Resistance an Leute in Lagern in Magdeburg, Delmenhorst, Kiel, München, Erlangen, Erfurt, Darmstadt, Bremen, Hildesheim, Karlsruhe, … auch in Wien, Manchester, … verteilt.

Mit einer gedruckten Zeitung erreichen wir die Leute auf andere Art. Nicht nur sind wir unabhängig vom Internet, noch wichtiger: wir haben erfahren, dass das gedruckte Wort anders gelesen wird als ein digital veröffentlichtes. Vielleicht wird es mit der gleichen Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit gelesen mit der wir an der Zeitung gearbeitet haben? Was auch immer es ist – wir glauben, dass es funktioniert, wenn ihr mitmacht!

Schickt uns eure Texte (alle Sprachen)
Schreibt uns eure Fragen
Gebt uns Feedback
dailyresistance@oplatz.net

Kommt zu unserem Treffen
Jeden Sonntag, 18:00 – 20:30
im ITTS-Projektraum, Adalbertstr. 4, Berlin-Kreuzberg.
Geht die Treppen hoch auf die Galerie, geht nach rechts beim Cafe Kotti, luft die Galerie lang über die Straße, durch das Gittertor: im ersten Raum auf der linken Seite treffen wir uns immer.

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Mediagroup Oplatz
c/o ITTS Room
Adalbertstraße 4
10999 Berlin
list: dailyresistance@oplatz.net
admin: dailyresistance@systemli.org

dailyresistance.oplatz.net

Daily Resistance, issue #1: https://asylstrikeberlin.files.wordpress.com/2016/03/daily-resistance-feb16-druckvorlage.pdf

Rundbrief Attac 01/2016: Flüchtende aufnehmen - Fluchtursachen beseitigen

Mit aktuellen Infos zur Plattform "recht-auf-willkommen.de", der Arbeit der Attac-AG Globalisierung und Migration, einem Portrait der Flüchtlingshilfe in der Ägäis, Klimagipfel, CETA, Aktionsakademie 4.-8. Mai in Minden und der Krise in China.
Gegen Versandkosten erhältlich im Attac Webshop.

Buch: „Die Bleibenden“

»Die Bleibenden. Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern«

Heute reden alle in Deutschland über Flüchtlinge, fast niemand aber über ihre Kämpfe. Das Buch ist ein kleiner Versuch, dagegenzuhalten, die Geschichte dieser Kämpfe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und an ihre Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft zu erinnern. Mit 12 lesenswerten Porträts von Refugee-AktivistInnen sowie mit interessanten rückblickenden und aktuellen Einschätzungen.

Hier die Verlagsseite dazu, u.a. auch mit Veranstaltungshinweisen zum Buch:

http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=884.

15.05. (deadline) Doktorandenstellen: Minor cosmopolitanisms (Potsdam)

The Research Training Group Minor Cosmopolitanisms (Graduiertenkolleg GRK 2130), funded by the German Research Council (DFG) and conducted jointly by Universität Potsdam, Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, announces 12 Positions starting on October 1st 2016:

Academic Staff Member (m/f)
(PhD Researchers)
Requisition No.: 112/2016

for 26 hours of work per week (65 %). The salary is determined by the collective bargaining agreement for public employees in Germany (TV-L 13 Ost). These are temporary positions limited to a term of three years in accordance with Section 2 Para 1 of the Academic Fixed-Term Contract Law (WissZeitVG).

The Research Training Group (RTG) Minor Cosmopolitanisms wishes to establish new ways of studying and understanding the cosmopolitan project against and beyond its Eurocentric legacies. It attempts to overcome a divide that characterises cosmopolitan thought between ‘major’ sociological and philosophical readings of cosmopolitanism as either ‘actually existing’ or as a normative ideal. The RTG straddles both perspectives by investigating cosmopolitanisms as emerging in a transversal plurality of locally embedded representational and performative practices. The minor denotes a perspective crucially informed by post- and decolonial thought and builds on interpretations of cosmopolitan practice which have been variably qualified as “agonistic,” “black,” “creole, “decolonial,” “discrepant,” “indigenous,” “rooted,” “subaltern” or “vernacular.” They bring into being cosmopolitanisms in a ‘minor’ mode unforeseen by dominant scripts and creating new subject positions within dominant discourses and geopolitics.

Research projects will be clustered around five core thematic areas of training. These are minor cosmopolitan theory, justice, bodies, memory and indigeneity (see Research areas for a detailed description). For each thematic field, projects should deal with theoretical approaches, literature and other media of artistic production, and/or everyday practices in which minor cosmopolitanisms are acted out.

RTGs are established by universities to promote researchers in the early stages of their academic careers. Their key emphasis is on the qualification of doctoral researchers within the framework of a focused research programme and a structured training strategy.

The RTG locates Potsdam and Berlin at the crossroads of eight partner institutions on four different continents (Macquarie University Sydney, UNSW Sydney, Delhi University, EFLU Hyderabad, University of Pretoria, University of Cape Town, York University Toronto and Duke University, Durham). Successful applicants will receive an employment contract for the period of three years with one of the participating universities in the Potsdam/Berlin area and will be admitted as PhD students at the same university. They are encouraged to spend two semesters (9 months) at one of the partner institutions during the second year of their contract.

Candidates are invited to apply by proposing their own dissertation project within the thematic scope of the project. Applicants must have completed an M.A. degree or equivalent in one of the disciplines represented in the RTG (literary studies, cultural studies, cultural anthropology, sociology, history, Jewish studies) or in a related academic field (e.g., post- and decolonial studies, gender/queer studies, critical Europeanisation studies, border studies). A high level of proficiency in English is required. The project’s working language is English.

Candidates are expected to take up residence in the Potsdam/Berlin area and to take an active part in the activities of the Research Training Group.

The majority of working hours will be reserved for the successful completion of a PhD within a period of three years. The RTG strives for a balanced gender ratio in all occupational groups; therefore women are stronbgly encouraged to apply.. Applicants with disabilities will be given preference in case of equal qualification. The RTG specifically encourages applications by international candidates, especially from the global South.

Applications must be submitted by May 15th, 2016. Submission via the online application tool provided on the website is highly recommended. Please consult the website for information on the project and for details of the application process. For further inquiries contact the RTG’s coordination office.

In the case of submission by post applicants are required to include a self-addressed stamped envelope to facilitate the return of their documents.

Studiengang: MA in Activism at Maynooth

A masterclass in changing the world

Around the world today, movements and communities are making history – or trying to. Austerity is being challenged across Europe. Elsewhere massive popular movements are challenging the powerful: from Latin America and Hong Kong to Turkey and US cities. In Ireland, struggles around water charges, fracking, abortion rights and direct provision are shaking the old certainties that “there is no alternative” to neoliberalism, that being co-opted by state institutions is the only game in town, that communities are powerless, that we are condemned to an endless rerun of the same party politics.

The need for change is huge and the outcome is still all to play for. We see seemingly unstoppable movements squashed - and seemingly hopeless ideas winning against all the odds. Movements seem to come out of nowhere and shake the powers that be – but then it can be hard to see a way forward. What makes the difference, and how can our movements really change the world?

Are you

  • Active in political and social justice struggles?
  • Committed to community activism but frustrated by the co-option of the sector?
  • Fighting to preserve radical education in a seemingly cold environment?
  • Politically minded but don’t know how to turn that into an effective and radical practice?
  • Involved in NGO or trade union activism but feel constrained by structures?
  • Committed to a more equal and just society but unsure how to build on this commitment?
  • Interested in spending a year with experienced activists and community educators?

The Masters in Community Education, Equality and Social Activism (CEESA) at Maynooth responds to the crisis as we learn from each other’s struggles in dialogue between different movements, different communities and different generations. The course is not tied to any single movement and participants come from many different communities and countries. Some are experienced activists who want to go back to education; others are people who are just getting involved in movements. This lively mixture of ages, backgrounds, experiences and questions is an integral part of what makes the course so rewarding. Together we are building a diverse network of movement activists, radical educators and campaigners for equality and creating new alliances for change. See the video at http://tinyurl.com/ceesavideo

The course team are experienced practitioners and engaged researchers working on equality, radical education and movement struggles. The course combines political strategy, bottom-up organising methods and social analysis with a wide range of learning and research approaches. Its focus is on “useful” knowledge for change and encompasses a practical but radical look at the issues facing movements today. We don’t just learn within the classroom: we organise joint events with a huge range of community groups and social movements in Ireland as well as running events with international activists like Hilary Wainwright, John Holloway, Selma James, Ian Manborde, Jane McAlevey, Eurig Scandrett, Rhetta Moran, Firoze Manji, John Krinsky…

Often we are told we have to choose between our politics and “real life”. This Masters shows how to integrate the two with confidence, practicality, solidarity, emotional resilience, seeing the bigger picture, taking time out to reflect and supporting each other for the long haul. Participants re-engage with their own movements refreshed, with new ideas, thinking and networks, to set up new projects, to find work in movement organisations, to go on to further education - and bring back what they have learned to their own struggles.

Mehr Infos hier und [ttp://tinyurl.com/ceesaoutline hier].
Studiengebühren- und Stipendieninfos hier.

Deadline: June 30th 2016

CfP: Tagung: "Nachhaltigkeit im interdisziplinären Diskurs – Theorien, Modelle und Praktiken", Universität Jena

Promovierende, die zum Thema Nachhaltigkeit forschen, erhalten diesen Herbst die Gelegenheit, ihre Forschung vor einem interdisziplinären Publikum vorzustellen. Die Tagung „Nachhaltigkeit im interdisziplinären Diskurs – Theorien, Modelle und Praktiken“ findet vom 12. bis 13. Oktober 2016 statt.

Gesucht werden Beiträge, die wissenschaftstheoretische und ideengeschichtliche Voraussetzungen von Nachhaltigkeit thematisieren und solche, die aktuelle, innovative Forschungsprojekte und -ergebnisse zum Thema vorstellen. Einreichungen können folgende, aber auch weitere Themenbereiche behandeln und aus allen wissenschaftlichen Disziplinen stammen: Historische Voraussetzungen und Ideologien des Nachhaltigkeitsdiskurses, Nachhaltigkeit in Natur und Technik, Nachhaltige Theorien und Praktiken in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Die Beiträge können bis zum 31. Mai eingereicht werden.

Zum Call for Papers auf der Homepage http://www.nachhaltigkeit.uni-jena.de/.

Deadline: 15.05.: Ausschreibung Wilhelm-Weischedel-Fonds 2016

Editions- und Übersetzungsförderung / Frist: 15. Mai 2016

Die WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) vergibt jährlich den Wilhelm-Weischedel-Fonds. Der Fonds fördert wissenschaftliche Werke, die ohne Unterstützung nicht veröffentlicht werden könnten. Insgesamt werden 25.000 Euro vergeben; Einreichungsfrist ist in diesem Jahr bis zum 15. Mai 2016.

Vollständige Ausschreibung hier.

Zur Homepage hier.

CfP für Jahrestagung Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung

Die Jahrestagung zum Thema „Von Mythen zu Erkenntnissen? Gegenwart und Zukunft empirischer Forschung zur Kulturellen Bildung“ findet vom 25. bis 27. Oktober 2016 in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel statt. Auf der Tagung sollen der empirische Forschungsstand sowie vielversprechende Methoden in den Blick genommen werden, aber auch die theoretischen Verortungen von Forschungsprojekten und das Verhältnis von Theorie und Praxis diskutiert werden. Dafür können bis zum 4. Mai 2016 Abstracts an info@forschung-kulturelle-bildung.de eingereicht werden. Die Tagung wird veranstaltet vom Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung und dem Stiftungsverbund Rat für Kulturelle Bildung e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel e.V.

Mehr Info hier.

Stellenausschreibung Projektassistent*in, ENS Dresden

Das ENS sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n Projektassistent*in
für die Projekte "Mode und Menschenrechte" und "genialsozial".

Zeitumfang: 16 Stunden/Woche
Entgelt: TVÖD, Entgeltgruppe 9
Arbeitsort: Dresden
Bewerbungsfrist: 9. Mai 2016
Befristung: zunächst bis 31. Dezember 2016, Verlängerung möglich

Die Stelle steht grundsätzlich in Abhängigkeit von und unter dem Vorbehalt der Finanzierung der genannten Programme und der endgültigen Bewilligung durch die Geldgeber.

Ihre Aufgaben:
Unterstützung bei der Projektdurchführung
- z.B. Recherche von Tagungsräumlichkeiten
- Angebotseinholung
- Organisation der Tagungsbewirtung
- Koordination von Terminen
- Protokollieren von Planungstreffen

Projektverwaltung
- Dokumentation des Projektes
- Vorbereitung der Honorarverträge
- Vorbereitung der Teilnehmer*innen-Listen
- Projektdokumentation
- Prüfung von Belegen und Kostenstellenzuordnung
- Zuarbeiten für Projektmanager*in

Wir erwarten von Ihnen:
- Erfahrungen in der Projektverwaltung
- Berufs- oder Fachhochschulabschluss
- sicherer Umgang mit Office- und Verwaltungssoftware
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit

Erwünscht sind:
- Flexibilität im Umgang mit freier Software
- besonderes Interesse an gesellschaftspolitischen Themen

Wir bieten:
- ein gutes wertschätzendes und hochmotiviertes Team
- Mitarbeit an sinnstiftenden Projekten in einem inspirierenden zivilgesellschaftlichen Netzwerk

Wir freuen uns über jede Bewerbung und sichern ein diskriminierungsfreies Auswahlverfahren zu. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit Motivationsschreiben und aussagekräftigem Lebenslauf ? keine Zeugnisse ? bis zum 9. Mai 2016 per Post oder per E-Mail als eine einzige PDF-Datei an bewerbung@einewelt-sachsen.de. Für Rückfragen steht Ihnen Dorothea Trappe unter (03 51) 4 92 33 64 zur Verfügung.

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.
Kreuzstr. 7
01067 Dresden
Telefon (03 51) 4 92 33 64
www.einewelt-sachsen.de

Call for Contribution: Welcome2stay Gipfel in Leipzig

Welcome2stay Gipfel vom 10. bis 12. Juni 2016 in Leipzig

Call for Contribution – Aufruf zum Mitmachen

Im letzten Jahr ist etwas Unglaubliches geschehen: Hunderttausende Menschen überwanden auf eigene Faust zahlreiche Landesgrenzen und erreichten selbstorganisiert dieses Land. Als deutlich wurde, dass staatliche Stellen nicht angemessen handelten, um für die Neuangekommenen das Notwendige bereitzustellen, reagierten Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen Alteingesessene spontan und schufen gemeinsam mit den Geflüchteten Strukturen der Solidarität und der Verständigung, sie organisierten öffentlichen Feste und setzten gegen rechte Hetzer Zeichen. Jenseits der etablierten Institutionen entstand ein breiter und transnationaler Prozess, der auf eine zukünftige Gesellschaft verwies, in der sich Fragen nach gerechter Verteilung, Zugehörigkeit und sozialen Rechten neu formulierten.
Eine gegensätzliche Reaktion war ein sich verschärfender Rassismus, der die neue Situation – statt als gemeinsame Herausforderung – als einen Konkurrenzkampf um die Reste des zunehmend ungleich verteilten gesellschaftlichen Reichtums formulierte. Dieser Rassismus erfuhr eine breite mediale Öffentlichkeit. Er manifestierte sich in rechtsextremen Parteien und Aufmärschen, in Brandanschlägen und Übergriffen, aber auch in der Rückkehr der nationalen Grenzen, der Schaffung von menschenunwürdigen Lagern und einer beispiellosen Entrechtung von Geflüchteten in den undemokratisch zusammengeschusterten Asylpaketen. Vor dem Hintergrund dieses nationalistischen Getöses verloren die unzähligen solidarischen Projekte, Initiativen und gemeinsam errungenen Erfolge an Hör- und Sichtbarkeit. Der Gipfel in Leipzig will das ändern!
Er will die verstreute, aber hochgradig vernetzt und effizient arbeitende humanistische, kämpferische, unabhängige und solidarische Bewegung der Vielen wieder in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatten rücken und eine Stimme verleihen, die nicht ignoriert werden kann. Und er möchte dazu beitragen, den Schritt von der Willkommensbewegung zu einer Bleibekultur gemeinsam aus den Bedürfnissen der vielen Akteure zu entwickeln. Dafür laden wir alle Beteiligten ein aus den Kleiderbörsen und Suppenküchen, Refugee-Gruppen und Antira-Zusammenhängen, Hilfsprojekten und Initiativen, Ehrenämtler und Kreative, Aktivist_innen und Netzewerker_innen, Kämpfende und Unzufriedene, aber auch Aktive aus Institutionen, Verbänden, Organisationen, die sich eine gerechte Welt auf die Fahnen geschrieben haben. Wir laden sie ein, sich an dem Gipfel und auch an der Gestaltung des Gipfels und schon im Vorfeld zu beteiligen…“

Mehr dazu hier:
http://welcome2stay.org/de/aufruf-zum-mitmachen/

Ausschreibung Stiftung EVZ

AUSSCHREIBUNG von zwei Projekten zur Erarbeitung pädagogischer Materialien zur Verflechtung der Geschichte des Nationalsozialismus mit der Geschichte des Nahen Ostens

Bewerbungsfrist: 1. Juli 2016

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts bewegen die Themen Globalisierung und Migration verstärkt wissenschaftliche und pädagogische Diskussionen über einen zeitgemäßen Umgang mit Geschichte. Inzwischen liegen vielfältige Erkenntnisse zu transnationalen Fragestellungen vor: zur Globalgeschichte, aber auch zur Verflechtungs- oder Beziehungsgeschichte von sozialen und politischen Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert. Damit wird die Vorgeschichte unserer weltweit vernetzten Gegenwart sichtbar, werden nationalgeschichtliche Engführungen überwunden und neue Deutungen für die historisch-politische Bildung verfügbar. Unter aktiver Mitwirkung zivilgesellschaftlicher Akteure entstehen neue und partizipative Bildungsangebote, veränderte Narrative mit erweiterten Geschichtsbezügen und oftmals auch kritische Interventionen zu etablierten Perspektiven. Mit den jüngsten Fluchtbewegungen nach Europa und insbesondere nach Deutschland haben solche transnationalen Zugänge noch einmal verstärkt an Bedeutung gewonnen.

In diesen gesellschaftlichen Prozessen sieht die Stiftung EVZ wichtige Anregungen auch für die Bildungsarbeit zur Geschichte und Verarbeitung des Nationalsozialismus und für die weitere Entwicklung der Erinnerungskultur in Deutschland und Europa. Anknüpfend an die Ausschreibung eines verflechtungsgeschichtlichen pädagogischen Materials zum Thema Nationalsozialismus und Kolonialismus im Jahr 2015 möchte die Stiftung daher zwei weitere Projekte fördern, die wissenschaftliche Erkenntnisse in pädagogische Bildungsmaterialien übersetzen.

Verflechtungsgeschichtliche Perspektiven setzen voraus, dass größere historische Ausschnitte über die Jahre 1933 bis 1945 hinaus und ebenso größere Räume in den Blick genommen werden. So geht es zum einen um die Verflechtungen zwischen dem Deutschen und dem Osmanischen Reich bzw. der modernen Türkei, zum anderen um die verflochtene deutsch-jüdisch-arabische Geschichte des Nahen Ostens, jeweils in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zentrale Bezugspunkte für die Entfaltung verflechtungsgeschichtlicher Fragestellungen sollen dabei die Geschichte des Nationalsozialismus, die deutsch-jüdische Geschichte sowie Fragen nach der Entwicklung von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus sein.

Vor diesem Hintergrund schreibt die Stiftung die Förderung von zwei Projekten aus, die – wissenschaftlich begründet – pädagogische Materialien für die historisch-politische Bildung zu jeweils folgendem Thema erarbeiten:

1. Verflechtung der deutschen Geschichte mit der Geschichte des Osmanischen Reiches bzw. der modernen Türkei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
2. Verflechtung der deutschen Geschichte mit der Geschichte des arabisch-jüdischen Nahen Ostens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Für die Entwicklung dieser Materialien stehen jeweils bis zu 150.000 Euro zur Verfügung. Obwohl beide Themen eng miteinander zusammenhängen ist vorgesehen, zwei verschiedene Projekte zu fördern. Die Stiftung will damit unterschiedlichen Zugängen bei der Entfaltung verflechtungsgeschichtlicher Fragestellungen für die pädagogische Praxis Raum geben. Dabei wird gleichwohl die Bereitschaft beider für die Förderung ausgewählten Projekte vorausgesetzt, sich zu Beginn abzustimmen, um größere Überschneidungen zu vermeiden und wechselseitige Bezugspunkte oder auch Synergieeffekte zu identifizieren.
Die Materialien sollen in digitaler Form (Texte, Zeitleisten, Grafiken, Fotos, Karten, Videos u. ä.) erstellt werden und im Rahmen der hier ausgeschriebenen Förderung in Hinblick auf ihre Zielgruppenadäquatheit erprobt sein. Die für eine Verbreitung im Internet ggf. erforderlichen Rechte sind im Rahmen des Projektes einzuholen bzw. zu erwerben. Für die anschließende Verbreitung ist ggf. eine gesonderte kleine Anschlussförderung möglich, die nicht Teil dieser Ausschreibung ist.

Mehr Infos hier: http://www.stiftung-evz.de/start.html

Informationen und Kontakt

Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Leonore Martin
Lindenstr. 20–25
10969 Berlin
Tel.: 030-25 92 97-45

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