März 2018

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Liebe Leserinnen und Leser,

im März findet wieder die Buchmesse in Leipzig statt, in deren Rahmen sicherlich noch viele weitere interessante Veranstaltungen stattfinden, als im Newsletter aufgelistet. Besonders erwähnenswert sind die Demo und Veranstaltungen gegen die Präsenz rechter Verlage auf der Buchmesse.
Wer sich über Twitter und den #metoo Hashtag hinaus für sexuelle Selbstbestimmung für alle und Respekt gegenüber persönlichen Grenzen einsetzen möchte, kann dies beim feministischen Kampftag tun, der praktisch auf den ganzen Monat März ausgeweitet wurde.

Viel Vergnügen wünscht euch Euer,

EnWi Newsletter Team


03.3.-28.03. Feministischer Kampftag, ist jeden Tag

3.3.2018 Auftakt Demo in Leipzig

  • 14 Uhr am Clara-Zetkin-Denkmal, Leipzig

6.3. Workshop vom Frauen für Frauen e.V.

  • Psychische und emotionale Beziehungsgewalt in unseren alltäglichen Zusammenhängen

8.3.-10.3.2018 Querschnitt Feminismus

  • “Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten. Diese Befreiung kann nur eine kollektive sein.” (Simone de Beauvoir)
  • feministische Workshops, Vorträge und Vernetzung in Connewitz

11.3.2018 Demo in Chemnitz

  • „Solidarität mit den Gefangenen-Gewerkschafterinnen der JVA Chemnitz!“

14.3.2018 19:30 KIKI (Film) in der Nato
28.3. feminist punk show in connewitz

Ausführliche Infos zu den Veranstaltungen gibt es hier.

07.03.: Offenes Arbeitstreffen: "Clara & Louise. Drittes Leipziger Frauenfestival: Ohne uns kein Wir!"

17:00 - 18:30 Uhr

Am 29. Juni 2019 findet es statt. Und wir möchten schon jetzt gerne mit allen Interessierten ins Gespräch kommen, die Ideen oder ihre Unterstützung einbringen möchten. Benannt ist das Dritte Leipziger Frauen*Festival für alle Menschen nach Clara Schumann & Louise Otto-Peters. Der 200. Geburtstag der beiden engagierten Frauen bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte in Musik, Literatur, Politik, in Leidenschaft und konsequentem Handeln.

Kontakt
frauenkultur e.v. Leipzig
windscheidstr. 51 04277 Leipzig
fon & fax 0341 - 21 300 30

hallo@frauenkultur-leipzig.de

08.03. Vortrag von Friedrich Burschel: NSU: Blick in des Abgrund. Zum Prozess & den ungeklärten Fragen

Vortrag von Friedrich Burschel, Journalist, akkreditierter Korrespondent im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch (nsu-watch.info).

Der seit über vier Jahren laufende Prozess um den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) neigt sich dem Ende zu: die Beweisaufnahme ist abgeschlossen, die Plädoyers werden gehalten und ein Urteil wird vorraussichtlich Anfang diesen Sommers gesprochen werden.

Ist die Akte NSU damit geschlossen? Bei weitem nicht!

Beantwortet sind die allerwenigsten Fragen vom Beginn des Prozesses, geklärt kaum eine der zahllosen, haarsträubenden Ungereimtheiten, die die Diskussion bestimmen. Hinter dem Agieren des terroristischen NSU und seines wohl Hunderte Personen umfassenden Unterstützer*innen-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus‘ in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit kruden Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt.
Es ist weiterhin ungeklärt, welche nationalen Netzwerke mit dem und internationalen Verbindungen zum NSU nachweisbar sind.
Gesellschaftliche und politische Konsequenzen spielen im Alltag vor Gericht und in den (unterdessen dreizehn!) Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen so gut wie keine Rolle.

Friedrich Burschel zeigt in seinem Vortrag die Absurditäten und Vielzahl ungeklärter Fragen auf, die um das Netzwerk des NSU weiter im Raum stehen.
Es gilt sich dabei auch kritisch mit der Öffentlichkeit auseinander zu setzen, die vom mörderischen Agieren des NSU zu lange keine Notiz genommen und sich von den Medien, die die Polizeiversionen ungeprüft und auflagensteigernd
skandalisiert übernahmen, den Bären der kriminellen Machenschaften im „Ausländermilieu“ aufbinden
lassen haben.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion wird veranstaltet vom Ring politischer Jugend Sachsen e.V. in Kooperation mit der GRÜNEN JUGEND Sachsen.

Der Veranstaltungsort ist für Rollstuhlfahrer*innen barrierefrei.
Wenn weitere Unterstützung benötigt wird (Gebärdendolmetscher*in o.ä.) schreibt uns gerne eine Nachricht auf Facebook und wir kümmern uns drum!

Der Eintritt ist frei.

14.03. - 18.03. Veranstaltungen #verlagegegenrechts während der Leipziger Buchmesse

Auf der Leipziger Buchmesse werden wieder rechte Verlage vertreten sein.
Die Initiative #verlagegegenrechts bietet folgende Veranstaltungen an, um denen etwas entgegenzusetzen:

Die Veranstaltungen werden noch aktualisiert. Bitte auf der Homepage überprüfen.

Demonstration: Meinungsfreiheit nutzen, Rechten widersprechen!

Wir treten für die Teilhabe möglichst vieler Menschen an Literatur, Kultur und Bildung ein. Dabei spielt es keine Rolle, welche Herkunft, Sprache, sexuelle Identität und Orientierung oder Religion jemand hat. Wir wehren uns gegen die Ausgrenzung von Menschen aus diesen Gründen in jeder Form – politisch, sozial oder kulturell.
In krassem Gegensatz zu solch einer grundsätzlich offenen Haltung stehen rechte Medien und Initiativen, die seit Jahren auf der Leipziger Buchmesse präsent sind und wie das rechte Institut für Staatspolitik in Schnellroda im Umland ihren Sitz haben. Gerade dieses und Compact als Sprachrohr von PEGIDA und insbesondere des rechten Flügels der AfD stehen nicht für Freiheit – weder für die Freiheit der Menschen noch für die Freiheit der Worte. Ihre Nutzung der Meinungsfrehit ist strategisch: Rechte wollen die Meinungsfreiheit in Wirklichkeit für jene abschaffen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Rechte Medien hetzen gegen die Presse, verbreiten Verschwörungsmythen und treten offen rassistisch, frauenverachtend und homo- und transfeindlich auf. Ihre Positionen sind keine Diskussionsbeiträge, denn an einem Austausch sind sie nicht interessiert. Sie sind die Scharfmacher*innen, in deren Windschatten sich Gewalttäter*innen bewegen. Die Zunahme der Angriffe gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte in Deutschland sowie gegen Menschen, die optisch vermeintlich keine „Deutschen“ sind, ist ein Beleg dafür.
Im Zeitraum des größten Lesefestes und der zweitgrößten Buchmesse in Deutschland soll der Protest gegen rechte Positionen von der Messe in die Stadt getragen zu werden. Sich ihrem Erstarken zu widersetzen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb rufen wir alle Leipziger*innen, alle Messebesucher*innen und Austeller*innen auf, sich unserem Protest anzuschließen.

Ort: Augustusplatz 15, 04109 Leipzig (Am Mendebrunnen)
Zeit: Mittwoch, 14.3.2018 17.30 Uhr

Aufrufende

Verlage gegen Rechts
GEW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Prisma Leipzig
Leipzig nimmt Platz
Antifaschistische Herzigkeit
linXXnet
DIE LINKE. Leipzig

Veranstaltungen – „Die Gedanken sind bunt“

DONNERSTAG 15.3.18
In der Mitte der Gesellschaft? – LGBTIQ-Rechte im Fokus
15-16 Uhr, Forum Sachbuch, Halle 3

Spätestens seit dem politischen Erfolg der „Ehe für alle“-Kampagne behaupten viele, es gebe auf dem Gebiet Rechte für schwule, lesbische, bisexuelle, intersexuelle sowie queere Menschen und Transpersonen (kurz LGBTIQ-Rechte) keine Forderungen mehr und LGBT-Menschen seien ja endlich „in der Mitte in der Gesellschaft“ angekommen. Die harte Realität sieht da nach wie vor völlig anders aus.

Ob im Arbeitsleben oder auf der Straße, ob in linksliberalen oder rechtspopulistischen Kreisen, in Familien wie in den Medien – LGBTIQ-Menschen sind nach wie vor Diskriminierung und Benachteiligung ausgesetzt. Gesetze sowie eine aufgeschlossenere öffentliche Meinung vermögen da nur bedingt andere Realitäten zu schaffen. Durch den gewaltigen Rechts-Ruck und ein breites reaktionäres Rollback auf der lokalen wie globalen Bühne sehen sich viele mit altbekannten wie auch mit neuen Formen der Ungleichbehandlung konfrontiert. Sie kämpfen um Sichtbarkeit, um Anerkennung, um Respekt. Kurzum: um gleiche Rechte. Wie wir diese Interessen trotz der stärker werdenden populistischen Tendenzen im aktuellen politischen Diskurs in den Mittelpunkt rücken können – darüber wollen wir diskutieren.

Mit: Stephanie Kuhnen ist Journalistin, Autorin und Projektmanagerin und lebt seit 20 Jahren in Berlin. Politisch sozialisiert und aktiv zwischen Aids-Pandemie und autonomer Lesbenbewegung in den 80ern, in den 90ern zwischen Gay Liberation und sexpositivem Feminismus. Seit 2010 widmet sie sich dem Schreiben aus homosexueller und LSBT-Perspektive – unter anderem für L-MAG, Siegessäule, Queer.de. Der von ihr herausgegebene Sammelband Lesben raus! – Für mehr lesbische Sichtbarkeit erschien 2017 im Querverlag Berlin.

Johannes Kram ist Autor, Blogger und Marketingstratege. Sein Nollendorfblog („Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber“) erhielt 2016 eine Nominierung für den Grimme Online Award. Es ist eines der meistdiskutierten deutschen schwulen Blogs. Die „Charta der Vielfalt“ wählte ihn zum Themenbotschafter für den Bereich „Sexuelle Orientierung und Identität“. Sein Buch Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber … Die schrecklich nette Homophobie mitten in der Gesellschaft erschien Februar 2018.

Moderation: Steff Urgast ist Politikwissenschaftler_in, Redakteur_in und LGBT-Aktivist_in. Als Mitbegründer_in eines queer-feministischen Verlages, Chefredakteur_in des LGBT-Jugendmagazines „out!“ und Autor_in für u.a. die taz, Siegessäule und L-MAG ist es Steff ein politisches Anliegen, LGBT-Themen und gerade auch queer-feministische Sprachveränderungen medial präsent zu gestalten. Als langjährige Aktivist_in hat Steff zahlreiche Projekte begründet und begleitet, stets mit dem Ziel, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz für LGBT zu schaffen.
Buchhandel gegen Rechts – Strategien im Umgang mit einer neuen gesellschaftlichen Situation

16:15 Uhr im taz.studio in Halle 5, H 408

Gespräch mit Jörg Braunsdorf (Tucholsky-Buchhandlung) und Thomas Krüger (Bundeszentrale für politische Bildung)

Rechtsradikale Stimmen werden im Bundestag und in Landes- und Stadtparlamenten lauter, sie beherrschen viele Debatten im Fernsehen und tragen ihren Hass auf die Straße. Sie artikulieren ihr Gedankengut aber auch in auflagenstarken Zeitschriften und Büchern. Der Buchhandel muss sich verstärkt damit auseinandersetzen. Nicht nur die Buchmesse wird damit zunehmend zu einem Ort konflikthafter Auseinandersetzungen, betrachtet man beispielsweise Angriffe von rechts auf Buchläden in jüngerer Zeit.

Jörg Braunsdorf, Inhaber der Tucholsky-Buchhandlung in Berlin-Mitte, engagiert sich seit vielen Jahren durch die Verbreitung von Meinungsvielfalt für eine offene Gesellschaft. In seinem Kiez hat er aber auch in einem Nachbarschaftsverbund mit Kundgebungen, Plakaten, Demonstrationen und zahlreichen Veranstaltungen gegen Rechts protestiert. Von diesen Initiativen und den Rückmeldungen der Kund*innen darauf berichtet Jörg Braunsdorf wie auch von seinen Wünschen an Verlage und Institutionen wie der Buchmesse.

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, hat sich im Dezember im „Börsenblatt des deutschen Buchhandels“ zu der momentan häufig diskutierten Frage nach Meinungsfreiheit angesichts der Präsenz rechter Verlage auf der Messe und in der Medienlandschaft geäußert: „Es geht zu weit, eine ‚Aushöhlung der Meinungsfreiheit‘ zu konstatieren, wenn gegen antidemokratische Ausgrenzung, Geschichtsklitterung und ‚alternative Fakten‘ rote Linien gezogen werden.“ Er benennt die Standards, die beim Umgang mit rechten Kräften etabliert werden sollten, und geht der Frage nach, ob diese Standards in Ostdeutschland in besonderem Maße umkämpft sind.

Die Moderation des Gesprächs zwischen den beiden übernimmt die stellvertretende Chefredakteurin der taz, Barbara Junge.

FREITAG 16.3.18
Flucht und Migration – Wessen Krise?

10-11 Uhr, Forum Sachbuch, Halle 5

Diskussion über Fluchtursachen und was wirklich hinter der sogenannten „Flüchtlingskrise“ steckt.

Mit der Verschärfung der Lebensumstände durch Krieg und Umweltkatastrophen im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent wurden immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Über den Landweg oder die Mittelmeerroute begaben sie sich in Richtung Osteuropa und darüber hinaus, um der lebensfeindlichen Umgebung zu entfliehen. Seit 2015 wurde in vielen Medien deshalb von einer „Flüchtlingskrise“ gesprochen – in einigen Medien wurden entmenschlichende Begriffe wie „Flüchtlingswelle“ oder „Flut“ gebraucht, als stünden wir vor einer Naturkatastrophe, die nicht aufzuhalten wäre und unter der gleichermaßen alle leiden. In dieser Diskussionsveranstaltung soll den wahren Ursachen für Flucht und Vertreibung auf den Grund gegangen und aufgezeigt werden, dass diese keinesfalls „natürlich“ und damit unabänderlich wären. Gleichzeitig wir die Frage besprochen, ob es sich um eine wirkliche Krise handelt, bzw. wessen Krise es ist und was Lösungsansätze fernab von geschlossenen Grenzen wären, sondern einen Ausblick auf ein solidarisches gemeinsames Leben aller in Deutschland Lebenden geben. Nicht zuletzt wird die Rolle der Medien untersucht und wie mit der Begrifflichkeit der „Krise“ ein Drohszenario aufgebaut wurde, auf dessen Grundlage es AfD, Pegida und Co. gelang, Unsicherheiten in Teilen der Bevölkerung für ihre rechten Ideologien auszunutzen.

Mit Sascha Staničić, Simone Barrientos, Rick Reuther
Mit Geschichten die Welt verändern – Literarische Kulturarbeit

14 – 15 Uhr Forum Literatur ‚buch aktuell‘, Halle 3

Kann Literatur aus anderen Ländern Vorurteile abbauen? Ist sie der richtige Ort für Verständigung?

Übersetzungsförderung ist nur ein Bereich, dem sich die Litprom (Gesellschaft für Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Arabische Welt) verschrieben hat. Ziel ist es, Bücher aus Ländern in den deutschsprachigen Raum zu holen, die sonst kaum eine Chance auf dem Markt hätten, weil sie nicht dem gewinnversprechenden Mainstream entsprechen. Wie wichtig ist die Vermittlung dieser Literatur, wer ist ihr Publikum, und warum gibt es so viele blinde Flecken in der literarischen Landschaft? Gerwig Epkes spricht darüber mit Anita Djafari, Geschäftsführerin der Litprom e.V., Buchhändler Detlev Patz, Übersetzerin Gudrun Fenna Ingratubun und Verlegerin Selma Wels (binooki).
Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ,Identitären‘

ABENDVERANSTALTUNG 20 – 21 Uhr Interim, Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig

Über die Kommunikations- und Medienstrategien der ,Identitären‘ und anderer rechter Akteur_innen.

Ausgehend von einer Vorstellung des Sammelbands „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘“ soll über das Publikations- und Verlagswesen der ,Identitären‘ und anderer rechter Akteur_innen sowie deren Kommunikations- und Medienstrategien gesprochen werden. Außerdem wollen wir politische Gegenstrategien wie die Kampagne #verlagegegenrechts diskutieren.

Mit Judith Goetz und #verlagegegenrechts

SAMSTAG 17.3.18
Über Rechte schreiben – Zwischen Aufklärung und Sensation

11-12 Uhr, Forum Literatur, Halle 4

Skandale = Quote und Auflage. Doch wir brauchen dringend eine sachliche Auseinandersetzung.

Es liegt in der Verantwortung der Autor*innen, wie sich einem Thema genähert wird. Und gleichzeitig stehen sie unter enormem Druck, denn die Redaktionen fordern Skandalmeldungen für mehr Klicks und höhere Quoten, die Verlage brauchen auflagenstarke Titel. Griffig sollen die Meldungen sein, leicht eingängig, möglichst Aufreger. Soll das der richtige Weg sein, sich mit komplexen Themen wie dem Erstarken der Neuen Rechten auseinanderzusetzen? Wann ist eine Publikation über AfD, Pegida, Identitäre etc. Werbung für ebendiese, wann dient sie der Aufklärung? Können überhaupt die Menschen erreicht werden, die sich diesen Ideologien blind verschrieben haben?

Elisabeth Dietz spricht darüber mit Andreas Speit (Autor, Journalist), Sascha Lobo (Journalist, Kolumnist, Autor), Asal Dardan (Kulturwissenschaftlerin) und Liane Bednarz (Publizistin)
Meinungsfreiheit als Kampfbegriff

13-14 Uhr, Forum Literatur, Halle 5

Meinungsfreiheit ist oft Schutzbehauptung, wenn Kritik inhaltlich nicht mehr begegnet werden kann.

Immer wieder wird behauptet, in Deutschland würde die Meinungsfreiheit nicht mehr gelten, man dürfe vieles nicht mehr sagen. Wie ist es dazu gekommen, dass sich einige in ihrem Recht, sich frei zu äußern, derart eingeschränkt sehen, wenn es faktisch gar nicht der Fall ist? Gleichzeitig muss stärker ausgelotet werden, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit sind. Hetze und Beleidigungen sind keine Meinungen, aber die andauernden Tabuverletzungen vom rechten Rand scheinen mehr und mehr die Grenzen des Erträglichen zu verwässern und bislang „Unerhörtes“ alltäglich zu machen. Wie verträgt sich außerdem die künstlerische Freiheit mit der Meinungsfreiheit, wie weit darf Literatur gehen? Wie ist die historische Entwicklung des Begriffs?

Es diskutieren PEN-Präsidentin Regula Venske, Katja Böhne (Frankfurter Buchmesse), Steffen Ille (Kurt-Tucholsky-Gesellschaft) und Florian Kessler (Hanser) mit Moderatorin Anja Goerz.
Alles Antifmeminismus?

14-15 Uhr, Leseforum DIE UNABHÄNGIGEN (Halle 5, H309)

Antifeminismus als wichtiges Bindeglied rechter und reaktionärer Bündnisse

Antifeminismus begegnet uns täglich und rechte Kräfte nutzen das für ihre Kampagnen und Netzwerke. Reaktionäre und rechte Akteure vereinen sich in einer konservativen Vorstellung von Familie und versuchen alte Rollenmodelle und Geschlechterbilder aufrechtzuerhalten. Dafür greifen sie queere Lebensweisen und eine flexible Vorstellung von Geschlecht an und diffamieren feministische Forderungen. Was Antifeminismus bedeuten kann, wohin es führt und was wir ihm entgegensetzen können, wollen wir diskutieren.

Kirsten Achtelik ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin, freie Journalistin und Autorin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. feministische Theorien und Bewegungen, Schnittstellen mit anderen sozialen Bewegungen v.a. der Behindertenbewegung und Kritik der Gen- und Reproduktionstechnologien. Sie promoviert zum Verhältnis von feministischer, behindertenpolitischer und „Lebensschutz“-Bewegung an der HU Berlin.

Koschka Linkerhand studierte Germanistik und Philosophie und ringt darum, einen materialistischen Feminismus auf den Punkt zu bringen und auch in ihrer pädagogischen Praxis sowie in der schönen Literatur fruchtbar zu machen. Sie hält feministische Emanzipation für das glaubwürdigste aller Glücksversprechen, zumindest für Frauen und Lesben. Herausgeberin und Autorin bei Querverlag Berlin

Lea Schmid lebt irgendwo zwischen Bayern und Sachsen und beschäftigt sich als Sozialwissenschaftler_in schwerpunktmäßig mit dem Bereich Antifeminismus, Queerfeminismus und Bodypositivity. Sie hat das Buch Lookismus mitherausgegeben, erschienen bei Unrast Verlag.

Moderation: Lisa Mangold studierte Politikwissenschaft und Philosophie. Sie arbeitet für den Argument_Ariadne Verlag und hat die Initiative #verlagegegenrechts mitgegründet.
Tabletalk Europe. Demokratiestärkende Diskurse

15-16 Uhr, Forum Sachbuch, Halle 3

An einem Tisch mit der Aktivistin Lesley-Ann Brown (Dänemark)

Aus der Gesprächsreihe „An einem Tisch“ ist ein Netzwerk geworden, das Menschen zusammenbringt, die Erfahrungen mit Migration, Flucht und Exil gemacht haben. Die Aktivistin und Autorin Lesley-Ann Brown (Dänemark) spricht über ihr neues Buch „Decolonial Daugther. Letters from a Black Woman to her European Son“, das im Mai 2018 in den USA und in England bei Repeater Books erscheint. Lesley-Ann Brown ist Initiatorin des Women’s March Copenhagen und die Mitgründerin von „Say it Loud! Poetry Collective of Black and Eomen of Color Poets in Copenhagen. „An einem Tisch“ wurde 2014 von der Kulturwissenschaftlerin Asal Dardan, der Verlegerin Christiane Frohmann und der Autorin Michaela Müller gegründet. Im Oktober organisierten sie in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Stockholm den „Tabletalk Scandinavia“, bei auch dem Lesley-Ann Brown Gast war.
Keine Alternative in Ostdeutschland?

ABENDVERANSTALTUNG 19-21 Uhr, Cammerspiele

AfD, Pegida & Co. Was sind die Gründe für das Erstarken der Rechten und welche Alternativen gibt es?

Es gibt kaum eine Beschimpfung, denen die Bevölkerung auf dem ehemaligen Gebiet der DDR nicht ausgesetzt gewesen wäre. Trotzdem die Mauer seit mehr als einer Generation gefallen ist, wird die ostdeutsche Vergangenheit als Erklärungsmuster für das derzeitige Erstarken der Rechten herangezogen. Doch es geht weit darüber hinaus: Nicht nur die Herkunft aus einem der neuen Bundesländer scheint ein Garant für eine rechte Gesinnung zu sein, sondern auch ein vermeintlich zu geringes Bildungsniveau oder Armut. Das Märchen von der verlorenen und rechtsgesinnten Unterschicht treibt seit Langem sein Unwesen in der deutschen Medienlandschaft. Dabei trifft dieser Erklärungsansatz gerade die Leute, die am stärksten unter der Ungleichheit und Spaltung der Gesellschaft leiden. Gleichzeitig ist mit dem Aufgeben ganzer Landes- oder Bevölkerungsteile auch nicht denen geholfen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Ein Blick auf das Bundesgebiet zeigt, dass weder in der Vergangenheit, noch heute, rechte Gewalt ein rein ostdeutsches Problem ist, sondern vermehrt dort auftritt, wo eine prekäre soziale Situation und mangelnde politische Alternativen den Nährboden für rechte Ideen bilden. Bei dieser Veranstaltung diskutieren Menschen, die Erfahrungen mit dem Erstarken der Rechten gemacht haben, bzw. sich dagegen engagieren, über die Ursachen dafür und werfen einen Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart des Ostens der Republik. Eine Analyse, die über vereinfachende Erklärungsmuster hinausgeht, kann helfen, einen anderen Weg einzuschlagen und Antworten zu finden, die nicht nur für Ostdeutschland gültig sind.

Mit Sophie Sumburane, Steve Hollasky, Juliane Nagel, Manja Präkels, René Arnsburg

SONNTAG 18.3.18
Erinnern ohne Zeitzeug*innen? Herausforderungen an eine deutsche Gedenkkultur

10.30 – 11.30 Uhr Forum Politik & Medienbildung, Halle 2

Über die Bedeutung historischer Bildungsarbeit und Gedenken in Zeiten wachsenden Antisemitismus.

Die Journalistin Michaela Maria Müller spricht mit Sascha Feuchert (Professor für Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und Writers in Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums), Jutta Weduwen (Geschäftsführerin Aktion Sühnezeichen), Eva Leipprand (Bundesvorsitzende VS) und Sebastian Pirling (Heyne) über die Notwendigkeit des Erinnerns und die Angst vor dem Vergessen. In Zeiten, in denen es kaum noch Zeitzeug*innen gibt und Forderungen seitens der AfD laut werden, es möge doch bald mal Schluss sein mit dem ewigen „Schuldkult“. Die britische Autorin Pippa Goldschmidt, Enkelin deutsch-jüdischer NS-Flüchtlinge, hält zu Beginn einen Impulsvortrag über ihren Blick auf die deutsche Erinnerungskultur.

  1. metoo als Chance – Sexismus und sexualisierte Gewalt im Kulturbetrieb

12-13 Uhr Forum Sachbuch, Halle 5

Millionenfach wurde das Hashtag #metoo seit Oktober 2017 genutzt, um auf die hohe Anzahl von sexueller Gewalt und Belästigung weltweit hinzuweisen, aus Perspektive der Betroffenen. Das Hashtag wurde von der Aktivistin Tarana Burke vorgeschlagen und durch die Schauspielerin Alyssa Milano verbreitet. In den USA warfen eine große Menge an Frauen zahlreichen namentlich genannten Prominenten vor, sie belästigt und vergewaltigt zu haben. In Deutschland war #metoo eine Debatte ohne prominente Namen (Stand Januar 2018). Eine Beobachtung, die Carolin Würfel auf Zeit online formulierte, Namen einforderte und sich anschließend großen Anfeindungen ausgesetzt sah. Mit Carolin Würfel, Margarete Stokowski, Anne Roth, Christine Lehmann und anderen wird Tania Folaji über die Folgen und Chancen der #metoo-Debatte im deutschen Kulturbetrieb sprechen. Kann ein Hashtag eine feministische Bewegung anführen?

15.-18.03.: Veranstaltungsreihe: "Leipzig diskutiert"

FORUM POLITIK UND MEDIENBILDUNG AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE

Erstmals präsentiert die Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit der Leipziger Buchmesse im "Forum Politik- und Medienbildung" eine Veranstaltungsreihe zur politischen Bildung. Diskutiert wird über Bücher und (digitale) Medien.

Mehr Infos hier bei der bpb.

18.03. Hörspiel: Illegale Helfer

Ein Hörspiel von & mit Maxi Obexer im Rahmen von Leipzig liest.
Ort: Cineding
Zeit: 21Uhr

Sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft – Ärzte, Richter, Sozialarbeiter, Studenten. Aber was sie tun, bringt sie an den Rand der Illegalität. Und manchmal darüber hinaus. Nur weil sie eines tun: helfen.

Sie helfen Geflüchteten und Migranten ohne legalen Status. Sie retten sie vor der Abschiebung, bieten Schutz und Unterkunft. Oder sie bringen sie über die Grenze, wenn alle anderen Wege ausgeschöpft sind. Einige von ihnen sind dadurch schon mehrfach straffällig geworden, andere riskieren ihren Beruf und Status. Denn diese Hilfe steht oft im Widerspruch zur Rechtslage. „Illegale Helfer“ basiert auf den Erzählungen und Berichten von Menschen, die diese Risiken eingehen, weil sie nicht anders können. Und weil sie etwas anderes wollen – etwas anderes als eine Gesellschaft, in der menschliche Unterstützung eine Straftat werden kann.

Mehr Infos auf Facebook.

Von Maxi Obexer
Mitarbeit: Lars Studer
Regie: Martin Zylka
Redaktion: Isabel Platthaus
Produktion: WDR 2015

27.03. Film: Lesvos: The Beautiful Prison

Dokumentarfilm und Filmgespräch

Ort: Kinobar Prager Frühling
Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig
Zeit: 18Uhr
Wir zeigen den Dokumentarfilm "Lesvos: The Beautiful Prison". Anschließend gibt es Raum für Fragen und Diskussion.

Der Film porträtiert fünf Frauen und ihre Erfahrungen auf der Insel Lesvos, einem der Hauptorte, an dem Menschen auf ihrem Weg nach Europa stranden.
Xenia, die auf Lesvos aufwuchs, wegging und eigentlich zum Arbeiten zurückkam, um festzustellen, dass es schlichtweg unmöglich war, nicht zu helfen. Casey, Nora und Cris, die als Freiwillige kamen und sich in der Nachbarschaftshilfe und der direkten Unterstützung Geflüchteter engagierten. Und Alice, die fliehen musste und solange im Flüchtlingslager Moria untergebracht war, bis die untragbaren Zustände des Camps sie und ihr ungeborenes Kind zum Gehen zwangen.

Der Film zeigt die unglaubliche Ungerechtigkeit und Gewalt der europäischen Grenzpolitik, aber auch die Schönheit und Kraft menschlicher Begegnung. Die vielen Gesichter der Insel und ihrer Bewohner*innen zeigen den Versuch, sich Menschlichkeit, Würde, Unabhängigkeit und die eigene Freiheit zu bewahren.

Der Film wird auf Englisch mit englischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei.

28.03. Vortrag: Der EU Türkei Deal. Ein vergessenes Abkommen?

Vortrag mit Valeria Hänsel und Diskussion

Ort: Institut für Zukunft (IfZ)
An den Tierkliniken 38-40, 04103 Leipzig
Zeit: 19 Uhr
Die Veranstaltungsreihe Flucht und Migration präsentiert:
Vortrag und Diskussion "Der EU-Türkei-Deal. Ein vergessenes Abkommen?".

Das EU-Türkei-Abkommen wurde als entscheidender Durchbruch zur "Lösung der Flüchtlingskrise" gefeiert. "Ende gut, alles gut", erklärte Innenminister de Mazière. Seit dem 18. März 2016 erreichen tatsächlich deutlich weniger Menschen das europäische Festland. Aber zu welchem Preis?

Zwei Jahre nach Abschluss des Deals ist die Bilanz katastrophal: Menschen, die in Europa vor Krieg und Verfolgung Schutz suchen, werden auf offenem Meer von der türkischen Küstenwache attackiert und in einigen Fällen auch von griechischen in türkische Gewässer zurückgeschoben. Wer dennoch europäischen Boden erreicht, hat es keineswegs geschafft, sondern findet sich im "Freiluftgefängnis" der griechischen Inseln wieder.
Für viele von ihnen bleiben die Lager der griechischen Inseln der einzige Eindruck Europas, denn seit Einführung des EU-Türkeiabkommens werden auch Menschen mit legitimen Asylgründen von dort zurück in die Türkei gebracht. Auf die meisten Schutzsuchenden wartet in der Türkei weitere Inhaftierung und schließlich die Abschiebung in das Herkunftsland, da "temporärer Schutz" nur Syrer*innen zuteilwird. Viele Menschen mit guten Asylchancen brechen daher ihr Asylverfahren auf den griechischen Inseln ab und entscheiden sich für die sogenannte "freiwillige Rückkehr" in ihr Herkunftsland, auch wenn sie dort von Verfolgung bedroht sind.
Im Vortrag werden diese Entwicklungen auf den griechischen Inseln seit den Hotspot-Regelungen und dem EU-Türkei-Abkommen nachgezeichnet und es wird aufgezeigt, wie an den Grenzen Europas ein neuer Raum der Entrechtung entstanden ist.

Die Referentin Valeria Hänsel hat Philosopie und Friedens- und Konfliktforschung in Berlin und Marburg studiert. In den letzten zwei Jahren war sie auf der Balkanroute und vor allem auf der Insel Lesbos unterwegs. Ihre Masterarbeit verfasste sie über die Folgen des EU-Türkei Deals. Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion am "Labor für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung" in Göttingen.

Der Eintritt ist frei.

29.03. Film: Nice Lie & Sent to their Death

Dokumentarfilme und Filmgespräch

Ort: CINEDING
Karl-Heine-Str. 83, 04229 Leipzig
Zeit: 19 Uhr
Die Veranstaltungsreihe Flucht und Migration lädt ein:

Wir zeigen die zwei englischsprachigen Filme "Sent to their Death" und "Nice Lie", die die Situation Geflüchteter in Griechenland dokumentieren. Anschließend wird es ein Filmgespräch geben.

"Sent to their Death"
The Iranian human rights activists Arash and Amir Hampay were persecuted and tortured in their home countries. To save their lives they fled to Turkey and crossed to Europe in a rubber dinghy. But they were not welcomed. For months they had to live behind barbed wire in Moria Camp on the Greek island of Lesvos. Suddenly, Amir was arrested to be deported. But his brother Arash kept on fighting for his rights.

"Nice Lie"
Greece 2017/18. While the Greek economy is still recovering from the financial crisis, 60.000 refugees are trapped in the country. They describe their daily challenges in barbed wired camps on the Greek Islands or on the streets of Athens. People who came to Europe seeking safety and a decent life find that "those human rights are no more than a nice lie", as 19-year old Abtin from Iran concludes. So they fight for their rights on the streets, supported by solidarity initiatives and try to move on to central Europe – but many of them are deported back to Greece.

Der Eintritt ist frei. The entrance is free.

08.03. Vortrag und Diskussion mit SeaWatch und Solidarity at Sea

Geschichte und Kriminalisierung der Seenotrettung

Im Zuge unserer Veranstaltungsreihe Flucht und Migration dürfen wir Euch zu unserer zweiten Veranstaltung einladen.

Am 08.03.18 gibt es einen Vortrag zur Seenotrettung auf dem Mittelmeer und deren Kriminalisierung. Dazu begrüßen wir einen Referenten von SeaWatch und einen Referenten von Solidarity at Sea, zwei Organisationen, die Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten.

Denn die häufigste Todesursache von Menschen auf der Flucht ist das Ertrinken. Die Mittelmeerroute ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten, die es gibt. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) spricht allein 2017 von über 3.400 Menschen, die beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, ihr Leben ließen. Und die Dunkelziffer liegt noch höher.

Die eingeladenen Referenten werden über die Praxis der Seenotrettung sprechen und über ihre politische Kriminalisierung.

Der Vortrag wird auf deutsch sein. Der Eintritt ist frei.

Ort: Institut für Zukunft (IfZ)
An den Tierkliniken 38-40, 04103 Leipzig
Zeit: 19Uhr

08.03.: Podiumsdiskussion: "Ikone. Diktator. Jahrhundertverbrecher.", Berlin

18-20 Uhr

Ort
Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50 / Checkpoint Charlie (4. Stock)
10117 Berlin

Josef W. Stalin und seine Herrschaft (Stalinismus) prägten die Sowjetunion (SU) und die Welt. Was wurde aus der Auseinandersetzung mit den von ihm zu verantwortenden Verbrechen? Warum gilt er manchen heute noch als Ikone? Welche Rolle spielt der Diktator für die Nachfolgestaaten der SU?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Irina Scherbakowa, Memorial, Moskau
Prof. Dr. Tanja Penter, Universität Heidelberg
Prof. em. Dr. Helmut Altrichter, Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg
Prof. Dr. Mario Keßler, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen, Berlin

Mehr Infos bei der bpb.

Kostenloses E-Book: Fuchs, Christian: Nationalism 2.0

Fuchs, Christian: Nationalism 2.0. The Making of Brexit on Social Media
Das Buch gibt es auf der Verlagsseite.

Kostenlose E-Books der AKG-Reihe

Die AkG-Buchreihe im Volltext

Wissel, Jens / Wöhl, Stefanie (Hg.) (2008): Staatstheorie vor neuen Herausforderungen. Analyse und Kritik. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/staatstheorie-vor-neuen-herausforderungen-analyse-und-kritik

Demirović, Alex (Hg.) (2008): Kritik und Materialität. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/kritik-und-materialitaet

Hartmann, Eva / Kunze, Caren / Brand, Ulrich (Hg.) (2009): Globalisierung, Macht und Hegemonie. Perspektiven einer kritischen Internationalen Politischen Ökonomie. Münster: Westfälisches Dampfboot
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/globalisierung-macht-und-hegemonie

Demirovic, Alex / Christina Kaindl / Alfred Krovoza (Hg.) (2010): Das Subjekt – Zwischen Krise und Emanzipation. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/das-subjekt-zwischen-krise-und-emanzipation

Bruch, Michael / Schaffar, Wolfgang / Scheiffele, Peter (Hg.) (2011): Organisation und Kritik. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/organisation-und-kritik

Forschungsgruppe ›Staatsprojekt Europa‹ (Hg.) (2012): Die EU in der Krise: Zwischen autoritärem Etatismus und europäischem Frühling. Münster. Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/die-eu-der-krise-zwischen-autoritaerem-etatismus-und-europaeischem

Bruff, Ian / Ebenau, Mathias / May, Christian / Nölke, Andreas (Hg.). (2013): Vergleichende Kapitalismusforschung: Stand, Perspektiven, Kritik. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/vergleichende-kapitalismusforschung-stand-perspektiven-kritik

Demirović, Alex / Klauke, Sebastian / Schneider, Étienne (Hg.) (2015): Was ist der" Stand des Marxismus"? Soziale und epistemologische Bedingungen der kritischen Theorie heute. Münster: Westfälisches Dampfboot.
http://akg-online.org/veroeffentlichungen/akg-buchreihe/was-ist-der-stand-des-marxismus-soziale-und-epistemologische

25.03. (deadline) CfP: Feministische GeoRundMail: "Feministische Politische Geographie"

Für die nächste Ausgabe der Feministischen GeoRundMail rufen wir zu Beiträgen zu/über/aus/mit/... Feministischer Politischer Geographie auf.

Hier unser Call:

„Haben wir es geschafft, feministische Themen, Fragestellungen, Theorien und Methodologien in den Mainstream der [...] Subdisziplin der Politischen Geographie zu integrieren?“ fragte die 48. Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail 2011. Wir möchten, sieben Jahre später, an diese Frage anknüpfen, um gemeinsam zu diskutieren wie feministische politisch-geographische Forschung aktuell aussieht bzw. welche Themen und Fragestellungen sie adressiert.

Für die kommende Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail rufen wir deswegen zu Beiträgen auf, die sich in der Feministischen Politischen Geographie verorten bzw. diese mitgestalten wollen. Feministische Politische Geographien bereichern politisch-geographische Analysen unter anderem um Aspekte von Körperlichkeit, Intimität und Differenz (z.B. Geschlecht, Herkunft, Sexualität, Ability, Klasse, Religion usw.). Wir freuen uns über inhaltliche Beiträge zu aktuellen Forschungsprojekten und Vorstellungen bzw. Reflexionen von Lehrprojekten, die Konflikte um Territorium und Territorialität, Sicherheit, Geopolitik und Militarisierung, Staatlichkeit und Nationalismus, Formen der politischen Teilhabe und Regulierung, politische Widerständigkeiten oder Identitäten in den Blick nehmen.

Das Ziel dieser Feministischen Geo-RundMail ist die Skizzierung eines umfassenderen und vielfältigen Bildes der Feministischen Politischen Geographie durch die Sichtbarmachung von Fragestellungen, Gegenständen, Konzepten, Methodologien und Methoden, die Feministische Politische Geographien aktuell umtreiben.

Wir freuen uns über jeden Beitrag (z.B. Kurzbeitrag, Review, Essay, Kommentar sowie (Kurz)Vorstellung von Forschungsprojekten usw.) von etablierten Wissenschaftler*innen, Studierenden und Menschen innerhalb und außerhalb des Wissenschaftsbetriebs und bitten um Einreichung bis zum 25.03.2018 an Sarah Klosterkamp (s.klosterkamp@wwu.de) und Elisabeth Militz (elisabeth.militz@unisg.ch).

14.03. (deadline): Förderprogramm "Jahr der Demokratie" der Stadt Leipzig

Mit einem einstimmigen Ratsbeschluss am 1. Februar 2018 ist Leipzig in das Jahr der Demokratie gestartet. „Du. Wir. Leipzig“ – so lautet das Motto, unter dem nun jede und jeder Einzelne gefragt ist, sich einzubringen und unser demokratisches Miteinander vor Ort zu gestalten.

Ab sofort können sich Institutionen, Projektgruppen und engagierte Einzelpersonen mit ihrer Idee für die Stärkung unserer Demokratie vor Ort um eine Projektförderung bewerben. Ausschreibungsschluss ist der 14. März 2018

https://demokratie.leipzig.de/

PhD student in Sociology, Stockholm

Eine Ausschreibung für eine Promotion mit möglichen Themenbezug zu Revolutionen und sozialen Bewegungen.

Die Infos gibt es hier.


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