März 2017

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier gibt es einen voll gepackten Newsletter für den Monat März. Glücklicherweise haben mich die Hauswände daran erinnert, dass am 18.03. gegen Nazis demonstriert werden muss und ich nicht vergessen darf, euch die Demo an diesem Tag ans Herz zu legen.

viel Vergnügen wünscht euch wie immer euer

EnWi Newsletter-Team

Leipzig
01.03.: Täter sind doch die anderen: Sexismus & Rassismus
02./03.03.: Informationsveranstaltung: "Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten"
02.03.: Vortrag/Diskussion: "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern"
07.03./21.03. Sitzungen der AG Revolution(en) Analyse – Entwicklung – Kritik in der ADI
09.03.: Vortrag mit Podium: "Ein gespaltenes Land in einem un|einigen Königreich. England und der BREXIT"
10.03.-08.04. TOOLS FOR FOOLS Fotografie-Workshop: out of the box
11.03.: "Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit"
13.-26.03. Internationale Wochen gegen Rassismus Leipzig
13.03.: Film: "Darwins Alptraum"
14.03. Workshop: MyStory – Digitales Storytelling als Anregung zum gesellschaftlichen Dialog
18.03. Demo "Sachsen: Versagen durch Wollen"
18.03.: Stadtkarawane
21.03.: Lesung: "Im Feindbild vereint. Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact"
22.03.: Lesung: "Millionaires zu Besuch"
22.03.: Film&Gespräch: "Learning to milk a cow - Lernen eine Kuh zu melken"
23.03.: Diskussion: "Zivilcourage Sächsische Erlebnisse"
23.03.: Film & Diskussion: "Der heimliche Blick Wie die DDR sich selbst beobachtete"
23.03.: Gespräch mit Diskussion: " Sachlich diskutieren im Netz - geht das?"
23.03.: Lesung: "Hipster und andere destruktive Charaktere der Gegenwart"
24.03.: Lesung: "Urteile"
24.03.: Podiumsdiskussion: "Starterpaket für Sprachhelfer in der Flüchtlingsarbeit"
25.03. Lesung: Vom KZ zum Eigenheim. Bilder einer Mustersiedlung. / Brandgefährlich: Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht
25.03. Lesung: „Avi, bist du wach?“ (Leipzig liest)
25.03.: Lesung&Diskussion: "Beissreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten"
Rest der Welt
08.03.: Vortrag mit Podium: "Deutschland digital - Wie sieht unsere Antwort auf das Silicon Valley aus?", Dresden
13.03.: Peter Ullrich (Berlin) & Philipp Knopp (Dresden/Berlin): Betroffenen-Reaktionen auf polizeiliche Videoüberwachung bei linken und rechten Demonstrierenden
17.03. (deadline): summer school 'Media in Political Participation and Mobilization', Florenz
21.03.: Diskussion/Vortrag: " Literarische NSU aus Dresden - Ein Kleinverlag, die Identitären und die Wiederkehr der Konservativen Revolution", Dresden
23.03. Bewegungsgespräch: Zwischen Lebensentwurf und blanker Not. Informelles Wohnen in Berlin
24.-26.03.: Workshop: "Kann es denn rassistisch sein, wenn ich es nicht rassistisch meine?", Dresden
29.03.: Lesung mit Diskussion: "Zivilcourage", Delitzsch
Neuerscheinungen
Zeitschrift iz3w Nr. 359: "Rechtspopulismus"
CfPs und Stellenausschreibungen
12.03. (deadline): WiMi mit Schwerpunkt u.a. in Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft, Koblenz
17.03. (deadline): 2 Promotionsstellen für Brückenprojekt: Gegen Oben, Gegen Andere: Quellen von Demokratiekritik, Immigrationskritik und Rechtspopulismus, Berlin
CfP: Protesting Images
Schulungsangebote: "Flucht und Asyl"

18.03. Demo "Sachsen: Versagen durch Wollen"

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz ruft zur Demo am 18.03. auf den Wilhelm-Leuschner-Platz.
Am selben Tag will die Partei 'Die Rechte' eine Nazi-Demo im Leipziger Süden veranstalten.

Den Aufrauf und aktuelle Infos gibt es hier.

14.03. Workshop: MyStory – Digitales Storytelling als Anregung zum gesellschaftlichen Dialog

Migranten in den Medien – häufig sehen, hören und lesen wir über Zuwanderung, in Statistiken und Schlagzeilen, die Ängste vor anderen Kulturen oder Religionen schüren. Gerade in Zeiten von wachsenden Vorurteilen und populistischen Botschaften werden kreative Methoden zum Anregen eines gesellschaftlichen Dialoges und zum Aufbau gegenseitigen Verständnisses immer wichtiger. Wer sind die Menschen hinter Statistiken zu Flüchtlingszahlen?

Digitales Storytelling ist eine Methode, die persönliche Ansätze und digitale Mittel zusammenbringt, um den Menschen ein Gesicht zu geben und so den Dialog innerhalb der Gesellschaft zu fördern.

Wie Einwanderer selbst und Organisationen, die Migranten vertreten, digitales Storytelling am Besten nutzen, ohne großen technischen Aufwand, das zeigen wir Ihnen in unserer Veranstaltung im Rahmen des Europa für Bürgerinnen und Bürger-Projekts MyStory.
Datum: 14.03.2017, 9.15 bis 17 Uhr
Ort: Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, 04155 Leipzig
Weitere Informationen und Programm hier.

10.03.-08.04. TOOLS FOR FOOLS Fotografie-Workshop: out of the box

Wo? krudebude, Stannebeinplatz 13

Gemeinsam mit den Fotografen Rafael und Frieder und vielen eingeladenen Aktivist*innen und Künstler*innen könnt ihr eure angefangenen Fotoprojekte und privaten Fotos aus den Schubladen und von den Festplatten befreien. Wir wollen aus dem mitgebrachten Material mit euch eine Form erarbeiten in der eure Themen in der Öffentlichkeit gezeigt werden sollen. Auf jeden Fall machen wir eine gemeinsame Ausstellung in der krudebude - mit Büchern, Webseiten, Plakaten oder einfach Prints. Wir freuen uns schon sehr auf euch und eure Bilder und den Dialog in der Gruppe.

Wir wollen darauf achten dass Menschen deren Bilder und Sichtweisen sonst selten eine Plattform haben, bevorzugt teilnehmen können. Mögliche Sprachbarrieren und damit zusammenhängende Diskriminierungen wollen wir durch eine durchgängige Verdolmetschung abbauen. Außerdem ist es uns egal wie lange ihr schon fotografiert oder wie technisch ausgereift eure Bilder sind. Da wir eine kleine vertraute Gruppe sein wollen meldet euch bitte bis zum 6. März unter www.sharing-unofficial-pictures.net verbindlich an.

Es gibt keine Teilnahmegebühr, denn wir bemühen uns die Kosten für Ausstellungsproduktion, Referent*innen, Verdolmetschung und Honorare über Fördermittel zu decken. Einen Teil wollen wir auch durch ein Crowdfunding finanzieren, deswegen freuen wir uns über Spenden der Teilnehmer*innen und der Crowd. :)

1. Woche (10.-14. März): Kennenlernen, Austausch, Einblicke in die Arbeitsweise verschiedenster Aktivist*innen und Künstler*innen
2. Woche (17.-21. März): Input und Austausch zu Bildauswahl, Thema und Konzept der eigenen Arbeiten
3. Woche (24.-28. März): Produktion einer gemeinsamen Ausstellung und evtl- Web- & Printpublikationen
4. Woche (01.-08. April): Ergebnisausstellung
In der Workshopphase (10.-28. März) jeweils Fr 17-21 Uhr, Sa&So 12-21 Uhr mit Mittagspause, Mo&Di 17-21 Uhr, Mi&Do frei.

Mehr Infos in mehr Sprachen und verbindliche Anmeldung bis 6. März [www.sharing-unofficial-pictures.net hier]!!

01.03.: Täter sind doch die anderen: Sexismus & Rassismus

Ort: Galerie KUB, Kantstr. 18
Zeit: 19Uhr

Vortrag und Diskussion mit Anna Schiff

Sowohl bei den gesellschaftlichen Debatten über die Ereignisse der Silvesternacht in Köln als auch bei den Debatten um ein »Burka-Verbot« lässt sich ein Rassismus ausmachen, der sich einer feministischen Sprechweise bedient und von einer bestimmten Spielart des Feminismus unterstützt wird, in dem rassistisch argumentiert wird. Mit den Debatten um so genannte “Antänzer“ in Clubs und Diskotheken oder der Debatte um das Statement des Conne Island zu sich häufenden Konflikten bei Parties ist das Thema auch in Leipzig angekommen.

Es gilt es genau hinzusehen und zu prüfen, welche gesamtgesellschaftlichen Erzählungen und Erklärungsangebote in diesen Debatten dominieren, zu fragen, warum sie so gut funktionieren und ihnen anderes Wissen entgegenzustellen.

Anna Schiff hat für die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Broschüre »Ist doch ein Kompliment. Behauptungen und Fakten zu Sexismus« verfasst, in der sie sich auch mit dem gesellschaftlichen Umgang der Ereignisse der Silvesternacht in Köln auseinandersetzt.

In ihrem Vortrag wird sie deutlich machen, dass Feminismus eben nicht gleich Feminismus ist und aufzeigen, dass „die Rechte der Frauen“, immer dann von bestimmten Kreisen verteidigt werden, wenn es gilt, das Eigene gegen das Fremde abzugrenzen.

02./03.03.: Informationsveranstaltung: "Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten"

Veranstaltungsort:
Bibliotheca Albertina
Beethovenstraße 6
04107 Leipzig

Gemeinsam statt einsam – In der Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten können Sie sich bis Sonnenaufgang ungestört Ihrer Hausarbeit widmen und sich mit anderen austauschen. Ab 20 Uhr stehen Ihnen in der Albertina das Team des Academic Lab | Wissenschaftslabor und die Universitätsbibliothek Leipzig mit Workshops, Beratungen und Vorträgen zur Seite.

Das Programm finden Sie unter uni-l.de/lndah

Mehr Info hier.

Leitung:
Prorektor Professor Dr. Thomas Hofsäss

02.03.: Vortrag/Diskussion: "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern"

19:00 Uhr
Vortrag von Dr. Robert Sommer

1941 befahl der Reichsführer-SS und Herr über die NS-Konzentrationslager, Heinrich Himmler, die Errichtung von Bordellen für KZ-Häftlinge. Der Grund dafür waren die ökonomischen Interessen der SS. Die KZ waren nicht nur Orte des Terrors und des Massenmordes, sondern auch Stätten der Zwangsarbeit. Die SS hatte ein gewaltiges Wirtschaftsimperium aufgebaut, das Himmler und seiner SS die finanzielle Unabhängigkeit sichern sollte. Zwangsarbeit war das Rückgrat dieser Wirtschaft.

Bis zum Ende des Krieges öffnete die SS in insgesamt zehn KZ Bordelle für Häftlinge: in Mauthausen, Gusen, Flossenbürg, Auschwitz-Stammlager, Buchenwald, Auschwitz-Monowitz, Dachau, Neuengamme, Sachsenhausen und Mittelbau-Dora.

Dr. Robert Sommer ist freier Wissenschaftler, Autor, Ausstellungsmacher und Guide. Seine 2009 erschienene Dissertation mit dem Titel "Das KZ-Bordell. Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern" ist eine Gesamtdarstellung der Thematik Bordelle in NS-Konzentrationslagern. Robert Sommer ist freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und arbeitet für das Hampshire College (Amherst, Massachusetts/USA).

Conne Island, Koburger Straße 3 (Leipzig-Connewitz)
Bus 70 (Koburger Brücke), Tram 9, 10, 11 (Connewitz Kreuz)

Mehr Info hier.

09.03.: Vortrag mit Podium: "Ein gespaltenes Land in einem un|einigen Königreich. England und der BREXIT"

Das un|einige Königreich.

09.03.2017 19:00–21:00 Uhr

Ort: Leipzig, Volkshochschule, Löhrstraße 3-7, 04105 Leipzig, Deutschland, Aula

Betrachtet man das Ergebnis des Referendums, kann man gravierende Unterschiede im Abstimmungsverhalten der Engländer entdecken. Zwischen jung & alt, zwischen städtischen & ländlichen Regionen, sowie innerhalb der etablierten Parteien. Auch die Nationen stimmten unterschiedlich ab. Kann überhaupt von einem britischen Votum gesprochen werden? Und wie kann diese innere Spaltung überwunden werden?

Gäste

Prof. Dr. Gerhard Dannemann, Großbritannien-Zentrum der Humboldt Universität Berlin

Prof. Dr. Thomas Kühn, Technische Universität Dresden

Zielgruppe

Schüler Studenten Mittler politischer Bildung Lehrer / Pädagogen Journalisten / Medien Interessenverbände / Mitwirkungsgremien Fachpublikum

Veranstalter

Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung (SLpB), Referat 2
Informationen: Sabine Kirst, SLpB
0351 85318-20, sabine.kirst@slpb.smk.sachsen.de

Anmeldeschluss

08.03.2017

Anmeldung hier.

07.03./21.03. Sitzungen der AG Revolution(en) Analyse – Entwicklung – Kritik in der ADI

Die AG Weltpolitik, Weltökonomie, Imperialismus war die am längsten bestehende Lerngruppe in der ADI. Sie entstand aus dem Bedürfnis heraus sich gemeinsam einen größeren Überblick über weltpolitische und -ökonomische Fragen der jüngeren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verschaffen.

Allerdings mussten wir im Dezember 2016 vom Initiator der AG Abschied nehmen, weshalb die AG zum Stillstand kam. Mit einer neuen Ausrichtung auf thematischer und organisatorischer Ebene soll es jetzt pünktlich zum frischen Jahr einen Neustart geben.
Das Thema

Bisher war das Themenspektrum sehr weit gefasst – unter große Worte passen viele Themen. Zuletzt hatte die AG begonnen sich revolutionären Entwicklungen zu widmen, wobei die starke Offenheit manchmal zu Ratlosigkeit im weiteren Vorgehen führte und an Struktur verlor.

Dennoch setzte sich ein Interesse am Thema fest und der Wunsch danach, dieses weiter zu fokussieren. Ausgehend von der Frage, was als Revolution betrachtet und beschrieben werden kann, was sie kennzeichnet, welchen Blick wir auf sie werfen und welche Erkenntnisse wir aus der Betrachtung von revolutionären Entwicklungen ziehen können, wollen wir uns gezielt verschiedenen internationalen Themen annähern und diese diskutieren.

Infos zur Organisation gibt es hier.

11.03.: "Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit"

14:00 Uhr

Sowjetische Kriegsgefangene bei der Zwangs-Landarbeit in Leipzig-Wahren 1944-45 (GfZL, Familie Lecomte)

In Leipzig-Schönefeld hatte die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG), einer der größten Rüstungsproduzenten und Profiteure des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems, ihren Hauptsitz. Hier mussten ca. 16.000 Menschen, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, Panzerfäuste, Munition und andere Rüstungsgüter herstellen.

Seit 2001 existiert auf dem Gelände in der Permoserstr. (heute Umweltforschungszentrum) eine Gedenkstätte mit einer Dauerausstellung zur Erinnerung an die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen.

Der Rundgang beginnt mit einer Einführung in das Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus, mit Fokus auf Leipzig und Umgebung. Es wird ein Überblick geboten über die Firmengeschichte und die NS-Verbrechen der HASAG, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter_innen sowie über den Umgang mit NS-Zwangsarbeit nach 1945. Darüber hinaus haben einige Rundgänge wechselnde thematische Schwerpunkte. Nach einem kurzen Geländerundgang zu Spuren der HASAG gibt es noch Zeit für die Ausstellung und Gespräche.

Treffpunkt an der Gedenkstätte für Zwangsarbeit (Dauer ca. 1½ Stunden)

Permoser Str. 15 (Leipzig-Schönefeld), auf dem Gelände des heutigen Umweltforschungszentrums
Tram 3 (Permoser/Torgauer Str. Wissenschaftspark)

Mehr Info hier.

13.-26.03. Internationale Wochen gegen Rassismus Leipzig

Vom 13. bis 26. März 2017 finden bundesweit wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Leipzig wird sich wie in den vergangenen Jahren daran mit einem eigenen Programm beteiligen.

Das Programm steht noch nicht on-line. Mehr Infos wahrscheinlich zu gegebener Zeit hier.

13.03.: Film: "Darwins Alptraum"

19 Uhr

Eintritt frei

(OmU)
Spielfilm, Fr / Bel / Aut 2004, 107 Min, Regie: Hubert Sauper

Die Dokumentation „Darwins Alptraum“ (Orig. Titel: Darwin's Nightmare) vom Hubert Sauper skizziert die Fischindustrie in Tansania: Der Fisch steht als eine Metapher für die Ungerechtigkeit der Welt. In einer dortigen Fischfabrik werden Viktoriabarsche filetiert und für den europäischen Markt vorbereitet; die EU überwacht dabei die Einhaltung ihrer Produktionsstandards. Die Flugzeuge, die den Fisch nach Europa bringen, fliegen aber nicht leer nach Tansania: Neben anderen Importprodukten transportieren sie häufig auch Waffen und Kriegsmaterial, die unter anderem in afrikanischen Bürgerkriegsländern landen.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

18.03.: Stadtkarawane

“Hereinspaziert”

Die Stadt Karawane ist eine Expedition zu dem was Leipzig tatsächlich ausmacht – den Leipzigern. Lasst euch davon überraschen, wer euch die Tür öffnet.

Unser Ziel ist es euch Begegnungen zu ermöglichen, die im Alltag so nie stattfinden würden. Über gesellschaftliche Grenzen hinweg bekommt Ihr eine Idee von der kulturellen Vielfalt Leipzigs – und vielleicht ein paar neue Impulse für den Heimweg.

Entwickelt wurde das Projekt 2010 von einem Freundeskreis von StudentInnen, die ein ähnliches Projekt in den Niederlanden kennen gelernt hatten und die Idee in Leipzig auf unkommerzieler Basis verwirklichen wollten. Seit Anfgang 2011 finden regelmäßig und mit großem Zuspruch von TeilnehmerInnen und GastgeberInnen Stadt Karawanen statt.
Die Stadt Karawanen werden seit Oktober 2014 durch den gemeinnützigen Verein Autodidaktische Initiative organisiert, der damit den alten Verein in der Betreuung und Weiterentwicklung des Projekts ablöst. Zudem wurde durch den neuen Träger eine dauerhafte Grundlage für die Organisationen der Stadt Karawanen geschaffen. Ein weiteres Anliegen war es, die Idee von gemeinschaftlich organisierter Bildung und das Aufeinandertreffen von verschiedenen Menschen während der Stadt Karawanen und darüber hinaus miteinander zu verschränken.
Wir freuen uns auf dieses Experiment und hoffen, dass sich beide Projekte gegenseitig inspirieren.

Zur Anmeldung hier.

21.03.: Lesung: "Im Feindbild vereint. Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact"

Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Lesung mit den Autoren Kevin Culina und Jonas Fedders.

„Mein Name ist Jürgen Elsässer und meine Zielgruppe ist das Volk!“ – mit diesen Worten beginnt Jürgen Elsässer viele seiner Reden; egal, ob bei den Aufmärschen der völkisch-rassistischen Pegida-Bewegung, den verschwörungsideologischen Montagsmahnwachen oder den antifeministischen Protesten der „Besorgten Eltern“. Auch in seinem Magazin „Compact“ wird die Vereinigung verschiedener politischer Spektren praktiziert: Durch positive Bezüge auf rassistische Publizisten und die Neue Rechte auf der einen sowie auf Teile der Linkspartei und als „links“ geltende Proteste wie die Montagsmahnwachen auf der anderen Seite arbeitet das Magazin auf eine „Querfront“ hin. Konstitutiv für Inhalte der Zeitschrift ist der Glaube an eine alles umfassende Weltverschwörung. Bei einer genaueren Analyse zeigt sich, dass in einer Vielzahl der Artikel antisemitische Denk- und Argumentationsmuster aufgerufen und reproduziert werden. Der Antisemitismus fungiert in gewisser Hinsicht als „kleinster gemeinsamer Nenner“ gegensätzlicher politischer Strategien. Mit einer stetig wachsenden Auflage, engen politischen Kontakten und einem großen publizistischen Netzwerk nimmt die Compact die wohl größte Rolle unter den sogenannten „alternativen Medien“ ein. Aus den reaktionären Protesten der vergangenen Jahren schlug die Compact politisch und ökonomisch Kapital.

In ihrem Vortrag werden die Autoren des frisch erschienenen Buches „Im Feindbild vereint. Zur Relevanz des Antisemitismus in der Querfront-Zeitschrift Compact“ ausgehend von einer Übersicht über historische Querfront-Bewegungen eine inhaltliche und politische Einordnung der Zeitschrift vornehmen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf ihren verschwörungsideologischen und antisemitischen Kern gelegt. Darüber hinaus sollen die Kontakte in die AfD, Pegida und friedensbewegte Proteste eingeordnet und ein Umgang mit dem zunehmenden Einfluss des Querfront-Magazins diskutiert werden.

Für mehr Informationen zum Buch siehe auch: https://www.edition-assemblage.de/im-feindbild-vereint/

Die Lesung findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2017 statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Conne Islands und der Antifa Klein-Paris (AKP).

22.03.: Lesung: "Millionaires zu Besuch"

Einlass: 19:00 Uhr im Conne Island

Comic-Lesung mit den besten Typinnen und Typen des Millionaires Club (TM) + Friends

–Paula Bulling:
Autorin von »Im Land der Frühaufsteher« (Avant-Verlag, L’Agrume (FR), The Finnish Comics society (FIN))
liest 2 Geschichten aus »Cuttings«, mit Musik und Sounds von Joen Szmidt

–James Turek:
James Turek, author of Motel-ShangriLa (Avant-Verlag), reads new work‘

–Anna Haifisch:
Autorin von »Von Spatz« (Rotopol, Misma (FR)) und »The Artist« (Reprodukt, Breakdown Press (UK), Misma (FR) und »The Artist – Der Schnabelprinz« (Reprodukt))
liest aus beiden »The Artist«-Bänden

–Max Baitinger:
Autor von »Heimdall« und »Röhner« (beide Rotopol)
liest aus seinem neuen Buch »Birgit«, erscheint April bei reprodukt

–Gina Wynbrandt:
Autorin von »Someone Please Have Sex With Me« (2dcloud (US), bereits in vielen Übersetzungen erschienen) liest aus gleichnamigem Buch

siehe auch: paulabulling.net, shuttlebase.tumblr.com/ , hai-life.com, maxbaitinger.com, ginawynbrandt.com

22.03.: Film&Gespräch: "Learning to milk a cow - Lernen eine Kuh zu melken"

20:00 Uhr
Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Juli Saragosa
Raja als "Ostarbeiterin" im Deutschen Reich (J. Saragosa)

Mit 19 wurde Raja, die Großmutter der Filmemacherin, aus der sowjetischen Ukraine nach Deutschland verschleppt, um während des Nationalsozialismus auf einem bayerischen Bauernhof zu arbeiten. Glück und Durchhaltekraft ermöglichten ihr den Holodomor (Hungertod) in ihrem Herkunftsland und die Zwangsarbeit in Deutschland zu überleben.

Der Film verwebt Geschichten aus Rajas Alltag – wie sie lernte eine Kuh zu melken und sich verliebte – mit Reflektionen von drei Generationen über Politik, Wünsche, Gefühle von Nicht-Verortung und Verlust. Durch Elemente von hand-entwickeltem Schwarz-Weiss-Film, Farbfilm, Fotos und offiziellen Dokumenten entsteht eine Montage aus unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch zeichnet der Film ein tiefes und persönliches Porträt, begleitet von Erinnerungslücken, Fehl_Übersetzungen, Angst und Traumata.

Juli Saragosa, Kanada/Deutschland 2016; Englisch/Ukrainisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln

Eintritt 6€ (ermäßigt 5€)

Kino Cineding
Karl-Heine-Straße 83 (Leipzig-Plagwitz)
Tram 3, Bus 74 (Felsenkeller), 14 (Karl-Heine/Merseburger Straße)

Mehr Info hier.

23.03.: Lesung: "Hipster und andere destruktive Charaktere der Gegenwart"

Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr im Conne Island

Lesung mit den Herausgebern Chris Wilpert und Robert Zwarg.

Als das deutsche Feuilleton vor einigen Jahren den »Hipster« entdeckte, schien es, als hätten sich alle Entwicklungstendenzen und Charakteristika der Gegenwart in einem einzigen Sozialtypus verdichtet. Niemand wollte ein Hipster sein, doch alle wussten ihn zu erkennen: Ausstaffiert mit den typischen modischen Accessoires, omnipräsent in der virtuellen Welt von tumblr und Facebook, gefürchtet und gehasst in den Szeneklubs und -vierteln, wurde der Hipster zum bevorzugten Objekt von Analyse und Spott. Der Hipster galt als der destruktive Charakter par excellence. Inzwischen haben sich Phänomen und Diskurs weitgehend entkoppelt. Das Erscheinungsbild des Hipsters ist ins Allgemeinwissen übergegangen, der Spott über ihn so unmittelbar abrufbar wie er zugleich leidenschaftslos geworden ist. Bloß für sich genommen wäre der Hipster keine Druckerschwärze mehr wert. Wozu er sich als überraschend beharrliches Symptom jedoch eignet, ist als Ausgangspunkt einer kritischen Analyse jener Ideologien und kulturellen Verwerfungen, die ihn beständig hervorbringen und weit über ihn hinaus wirksam sind. Die anhaltende Auflösung vormaliger Analyse- und Ordnungskategorien wie Klasse, Geschlecht und Geschichte sowie die Umbrüche im Bereich der Öffentlichkeit, der Kultur und der Wissensproduktion manifestieren sich auch in anderen, neuen Sozialtypen. Sie alle verweisen dabei auf miteinander korrelierende Entwicklungen des »neuen Geist des Kapitalismus«: Veränderung der Arbeitsverhältnisse, die Erosion der Bürgertums, die Verschiebung geschlechtlicher Identitäten, die Krise der Kunst oder der politischen Urteilskraft.

Für mehr Informationen zum Buch siehe auch: https://www.ventil-verlag.de/titel/1732/hipster-und-andere-destruktive-charaktere-der-gegenwart

Die Lesung findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2017 statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Conne Islands und dem Ventil Verlag.

23.03.: Film & Diskussion: "Der heimliche Blick Wie die DDR sich selbst beobachtete"

18:00 Uhr

Ort
Leipzig, Altes Rathaus, Am Markt, Leipzig, Deutschland, Grüner Salon im Obergeschoss

Der Regisseur und Filmemacher Thomas Eichberg zeigt in seinem Dokumentarfilm Aufnahmen, die die DDR selbst in Auftrag gegeben hatte. Es handelt sich dabei um Schlaglichter in den grauen, stupiden Alltag von Menschen, die nicht gefördert wurden und die bisweilen nicht mehr weiter wussten. Diese Fotoaufnahmen durften seinerzeit niemals gezeigt werden - verständlich, denn was da zu sehen war, durfte ja nicht wahr sein.

Veranstalter
SLpB, Referat 2

Kooperationspartner
Hieronymos-Lotter-Gesellschaft Leipzig

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich. Soweit erforderlich finden Sie alternative Anmeldemöglichkeiten im Abschnitt „Informationen“.

Mehr Info hier.

23.03.: Diskussion: "Zivilcourage Sächsische Erlebnisse"

13:30–14:00 Uhr

Ort
Leipzig, Buchmesse, Bildungsforum, Neue Messe, Halle 2, Forum Kinder-Jugend-Bildung, Leipzig, Deutschland
Halle 2, Meile der politischen Bildung

Im Bildungsforum der Buchmesse stellen wir das Lesebuch "Zivilcourage" vor, das als Eigenpublikation der Landeszentrale aus Beiträgen sächsischer Bürger entstanden ist. Mit dabei sind ein Autor und der Illustrator des Buches.

Veranstalter
SLpB, Referat 2

Über eine eventuelle Uhrzeitänderung informieren Sie sich bitte auf der Internetseite der Leipziger Buchmesse unter "Leipzig liest".

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich.

Mehr Info hier.

23.03.: Gespräch mit Diskussion: " Sachlich diskutieren im Netz - geht das?"

12:30–13:00 Uhr

Leipzig, Buchmesse, Bildungsforum, Neue Messe, Halle 2, Forum Kinder-Jugend-Bildung, Leipzig, Deutschland

Viele Bürger beteiligen sich nicht mehr an politischen Diskussionen im Netz, weil sie Beschimpfungen, Beleidigungen und unsachliche Debatten fürchten. Für unsere Demokratie sind solche Entwicklungen nachteilig, denn Demokratie lebt von der offenen Auseinandersetzung über strittige Themen und vom Streit um die bessere Lösung. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung hat daher mit www.lasst-uns-streiten.de eine eigene Plattform für den moderierten Online-Dialog geschaffen, um den Bürgerinnen und Bürgern einen geschützten Raum für sachliche Auseinandersetzungen zu kontroversen Themen zu bieten.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Plattform vorgestellt und und über die Diskussionskultur im Netz debattiert. Zu Gast ist Nina Schröter von der Agentur Zebralog, die die Diskussionsplattform für die Landeszentrale entwickelt hat.

Veranstalter
SLpB, Referat 1
Dr. Annette Rehfeld-Staudt, SLpB
0351 85318-46, annette.rehfeld-staudt@slpb.smk.sachsen.de

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich.

Mehr Info hier.

24.03.: Podiumsdiskussion: "Starterpaket für Sprachhelfer in der Flüchtlingsarbeit"

Veranstaltung im Bildungsforum der Buchmesse Leipzig

14:00–14:30 Uhr

Ort: Leipzig, Buchmesse, Bildungsforum. Neue Messe, Halle 2, Forum Kinder-Jugend-Bildung, Leipzig, Deutschland

Starterpaket für ehrenamtliche Sprachhelfer in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge und Asylsuchende.

Das Paket besteht aus einer Handreichung mit Informationen und Anleitungen für die ehrenamtlichen Sprachhelfer sowie einem umfangreichen Unterrichtsmaterial in Form von Bildtafeln.

Interview zwischen Katharina Haas und den Autoren Siglinde Eichert und N.N.

Veranstalter
SLpB - Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich. Mehr Info hier.

24.03.: Lesung: "Urteile"

Einlass: 19:00 Uhr im Conne Island

Ein dokumentarisches Theaterstück über die Opfer des NSU.
Mit Texten über alltäglichen und strukturellen Rassismus.

Lesung mit den Autoren Deniz Utlu und Massimo Perinelli sowie den Herausgeberinnen Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi.

Den NSU-Morden folgten eine rassistische mediale Auseinandersetzung und einseitige, diskriminierende Ermittlungsarbeiten. Das Theaterstück ›Urteile‹ von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi, setzt diesem Rassismus die Perspektive der Hinterbliebenen entgegen. Erstmals wurde der Theatertext im Oktober 2016 in einem Buch veröffentlicht, ergänzt durch zahlreiche Artikel, die unterschiedliche Dimensionen struktureller Rassismen und diskriminierender Routinen beleuchten: Wie ist die Gesellschaft beschaffen, in der die NSU-Morde möglich waren? Welche Rolle spielen die Medien, der Verfassungsschutz, die Politik im anschließenden Umgang? Und in welcher Form erlangen die Hinterbliebenen Gehör für ihre eigene Stimme im gesellschaftlichen Diskurs?

Eine gemeinsame Veranstaltung des Conne Islands und dem Unrast Verlag.

Mehr Info hier.

25.03.: Lesung&Diskussion: "Beissreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten"

Einlass: 19:00 Uhr im Conne Island

Lesung und Diskussion mit Patsy L'Amour laLove, Koschka Linkerhand und Freddy Schindler.
Moderation: Irene Eidinger (Jungle World)

Queer steht für eine selbstbewusst perverse Entgegnung auf den heterosexuellen Wahnsinn und der Feindseligkeit gegen das Anderssein. Queerer Aktivismus wurde in Zeiten von AIDS als Selbstbehauptung verstanden: Die Perversen und Unangepassten – Schwule, Lesben und Transmenschen – kümmerten sich umeinander und kämpften gemeinsam. Die Queer Theory der 1990er Jahre griff ihre Kritik mit emanzipatorischer Zielsetzung wissenschaftlich auf.
Queer hat in den vergangenen Jahren eine bedeutsame Veränderung erfahren. Queerer Aktivismus operiert häufig mit Konzepten wie „Critical Whiteness“, „Homonormativität“ und „kulturelle Aneignung“. Ein Kampfbegriff lautet „Privilegien“ und wittert hinter jedem gesellschaftlichen Fortschritt den Verrat emanzipatorischer Ideale. Oft erweckt dieser Aktivismus den Anschein einer dogmatischen Polit-Sekte. Das Ziel ist nicht selten die Zerstörung des sozialen Lebens der Angegriffenen.

Der vorgestellt Sammelband „Beißreflexe“ erscheint im März 2016 im Querverlag.

siehe auch: jungle-world.com

25.03. Lesung: Vom KZ zum Eigenheim. Bilder einer Mustersiedlung. / Brandgefährlich: Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht

Termin: 25.3.2017, 18-20 Uhr
Ort: Galerie für zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9-11, 04107 Leipzig

Nachdem auch in den USA mit rassistischen Kampagnen erfolgreich ein Wahlkampf gewonnen werden konnte, stehen nun auch in Europa 2017 entscheidente Wahlen an. Höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme: Was treibt die Mitte der Gesellschaft, was den Rechtsextremismus in Deutschland an? In zwei Büchern wird diesen Fragen nachgegangen. Ihr Gegenstand: Der Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim vor zwei Jahren in Tröglitz. Selten ist die Gewaltbereitschaft so often zu Tage getreten, selten die Sprachlosigkeit des Staats auf diese Bedrohung so sichtbar gewesen. Er war einer der ersten von mehr als Hundert Anschlägen, die noch folgen sollten. Die Autoren versuchen die Radikalisierung und Polarisierung zu fassen, die die Gesellschaft prägt. Ihre ungewönlichen Perspektiven garantieren dabei neue Einblicke in die Dynamiken der Gegenwart.

Auf dem Podium werden Markus Nierth, ehemaliger Bürgermeister von Tröglitz, und Oliver Decker, Leiter der Leipziger "Mitte"-Studien, sowie die beiden bildenden Künstler Falk Haberkorn und Frank Berger diskutieren.

Oliver Decker, Frank Berger, Falk Haberkorn. Vom KZ zum Eigenheim. Bilder einer Mustersiedlung. Zu Klampen Verlag, Springe 2016

Markus Nierth, Juliane Streich: Brandgefährlich: Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht – Erfahrungen eines zurückgetretenen Ortsbürgermeisters, Ch. Links Verlag, Berlin 2016

25.03. Lesung: „Avi, bist du wach?“ (Leipzig liest)

Im Rahmen von „westwärts – leipzig.liest.im.leipziger.westen“ stellt Saskia Thieme in der adi ihren Roman „Avi, bist du wach?“ vor:

Eine Liebesgeschichte, die keine ist: Ein Roman über Projektion und Vergangenheits’bewältigung‘

Ida ist Anfang Dreißig, erfolgreiche Geschichtsdidaktikerin in einem Verlag und hangelt sich privat seit Jahren von den unterschiedlichsten Beziehungskonzepten in die nächsten. Sie ist glücklich damit, findet ihre Geborgenheit bei ihrer Mitbewohnerin und genießt die Freiheit. Nichts scheint zu fehlen. Bis sie Avi trifft.

Der junge Israeli entspricht genau ihren Vorstellungen und sie verliebt sich Hals über Kopf. Doch Avi weigert sich stets in ihre Welt einzutauchen. Er vermeidet das Zusammentreffen mit ihren Freunden und hat kein Interesse daran, ihre Familie kennenzulernen. Wenn sie bei ihm ist, scheint alles wundervoll. Nachts weckt sie ihn oft, weil ihr Dinge einfallen, die sie mit ihm besprechen möchte. Auf diese Weise bleiben die meisten Nächte schlaflos und es entspinnen sich immer engere emotionale Welten zwischen den beiden, die nicht selten von lauten Diskussionen begleitet werden, aber nie nach außen treten. Sie schmieden Pläne und reisen über die Hohen Feiertage zu Avis Familie nach Haifa, wo Ida durch Zufall viel über ihre Familie herausfindet. Und bald auch über sich selbst…

Saskia Thieme:
geb. 1987 in Naumburg/Saale; im World Wide Web als sazzue bekannt. Lebt und liebt in Leipzig. Promoviert dort in der Literaturwissenschaft zur deutsch-jüdischen Exilliteratur. Studierte in Jena Geschichte, Pädagogik und Germanistik und arbeitete dann eine Zeit lang als Volontärin in Haifa, wo sie Frauenrechtsprojekte unterstützte und ihr Herz verlor. Schreibt primär Lyrik und kurze Prosa. Vergöttert Else Lasker-Schüler und Arnold Zweig.

08.03.: Vortrag mit Podium: "Deutschland digital - Wie sieht unsere Antwort auf das Silicon Valley aus?", Dresden

17:00 Uhr

Ort
Dresden, SLpB
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Schützenhofstraße 36, 01129 Dresden, Deutschland
Großer Veranstaltungssaal

In Zeiten von Digitalisierung und Vernetzung scheint alles, was den Fortschritt prägt, aus den USA zu kommen: Internetriesen und Start-ups von der amerikanischen Westküste haben es auf das Herz der deutschen Wirtschaft abgesehen, so der Eindruck bei vielen Beobachtern. Erfindergeist, Ingenieurskunst, Industrie, Bildung, sozialer Friede, all das, worauf die deutsche Wirtschaft zu Recht stolz ist, scheint durch die Einflüsse aus dem Silicon Valley bedroht oder zumindest in Frage gestellt zu sein.

Doch noch ist nichts verloren, das sagt zumindest der Leiter des Wirtschaftsressorts der Süddeutschen Zeitung, Dr. Marc Beise in seinem Buch "Deutschland digital. Unsere Antwort auf das Silicon Valley". Bei der digitalen Fabrik, beim vernetzten Auto, bei Robotern, Sensoren oder künstlicher Intelligenz wird Deutschland sogar selbst zum Angreifer, so die These des Wirtschaftsexperten.

Diskutieren Sie mit uns über die Frage, wo Deutschland und speziell Sachsen auf dem Weg ins deutsche Silicon Valley steht und was sich in unserem Land ändern muss.

Das Buch "Deutschland digital. Unsere Antwort auf das Silicon Valley" ist bei der Veranstaltung kostenlos erhältlich und kann vom Autor signiert werden.

Veranstalter
Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung (SLpB), Referat 1
Dr. Annette Rehfeld-Staudt, SLpB
0351 85318-46, annette.rehfeld-staudt@slpb.smk.sachsen.de

Um Anmeldung wird gebeten bis 01.03.2017.

Kooperationspartner: IHK Dresden

€ 5,00

Deutschland_digital_einladung080317.pdf (141 Ki)

Anmeldung hier.

13.03.: Peter Ullrich (Berlin) & Philipp Knopp (Dresden/Berlin): Betroffenen-Reaktionen auf polizeiliche Videoüberwachung bei linken und rechten Demonstrierenden

Veranstaltung des Kolloquiums "Politik von Unten" in Berlin.

Mehr Infos hier.

17.03. (deadline): summer school 'Media in Political Participation and Mobilization', Florenz

The Institute of Humanities and Social Sciences at the Scuola Normale Superiore invites applications for the upcoming Summer School on Media in Political Participation and Mobilization which will be held in Florence (Italy) in June 2017, from Monday 26th to Friday 30th included.

The Summer School will explore the complex relationship between media and diverse instances of political participation and mobilization. More in particular, the lectures during the Summer School will revolve around three main themes on which literature flourished in the past few years, providing new perspectives on the relationship between media and political
participation/mobilizations: (1) media cultures; (2) media materialities; and (3) media practices.

Participants (up to 15) will be given the possibility to present their ongoing research and project activities during afternoon sessions. Other participants and speakers will provide feedback and suggestions. Participants will also have the possibility to schedule a meeting with the Summer School invited lecturers to discuss more in details their work and
receive targeted advices.

Keynote Lectures will be given by prof. Donatella della Porta (Scuola Normale Superiore) and Nick Couldry (London School of Economics).

Practical details and a lengthier description of the three main themes can be found [http://cosmos.sns.it/all-events/summer-school-on-media- in-political-participation-and-mobilization/ here]. For further information, contact the Summer School Organizing Committee at media_summerschool@sns.it

How to apply: Applications consisting of a cover letter in which they explain how the Summer School would be beneficial for their research, a 500-word abstract of their proposed paper, and an updated curriculum vitae should be sent via email to media_summerschool@sns.it not later than 17 March 2017.

Acceptance Notifications: the Summer School Organizing Committee will inform applicants on the result of the evaluation process as soon as possible and no later than 07 April 2017.

Enrollment: Selected applicants shall confirm their participation and pay the enrollment fee within 15 days, after which places may be offered to applicants on the reserve list.

21.03.: Diskussion/Vortrag: " Literarische NSU aus Dresden - Ein Kleinverlag, die Identitären und die Wiederkehr der Konservativen Revolution", Dresden

Mit Volkmar Wölk (Publizist)
Dienstag, 21.03.2017 | 18:00 Uhr

"Wir AG", Dresden
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden

REIHE JUNGE ROSA
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Was bedeutet es, wenn ein Verlag als erstes Werk ausgerechnet den Roman "Die Unzulänglichen" des französischen Schriftstellers von Rang Pierre Drieu La Rochelle veröffentlicht, der in Deutschland vor 50 Jahren letztmals publiziert wurde? Wenn in der Folge die gesamte extreme Rechte jubelt? Wenn der betreffende Jungverleger führender Burschenschafter und einer der Köpfe hinter der Gruppierung "einprozent.de" ist? Volkmar Wölk stellt die These auf, dass wir gegenwärtig eine Renaissance des Denkens der antidemokratischen "Konservativen Revolution" in ganz Europa erleben. Erstmals greifen dabei junge Aktivisten der extremen Rechten in Deutschland auf Denkansätze aus ganz Europa zurück, die für ihre Zwecke brauchbar erscheinen. Genutzt werden vor allem Strategien und Ideologien, die besonders in Frankreich schon seit Jahrzehnten entwickelt wurden. Mit gehöriger Verspätung haben sie nunmehr auch ihre deutschen Kameraden entdeckt und es wird deutlich, dass es sich nicht um irgendwelchen "Populismus" handelt, sondern um Faschismus in seiner Reinform.

Mehr Info hier.

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

E-Mail: info@rosalux-sachsen.de

23.03. Bewegungsgespräch: Zwischen Lebensentwurf und blanker Not. Informelles Wohnen in Berlin

Ort: Taz-cafe, Rudi-Dutschke-Strasse 23, Berlin-Kreuzberg, Eintritt frei
Zeit: Donnerstag 23. März 2017, 19 Uhr

Lange Jahre war informelles Wohnen in Berlin Ausdruck alternativer Lebensentwürfe und relativer Autonomie. Heute formen sich in Innenstadt und Peripherie immer öfter informelle Zeltsiedlungen von Obdachlosen, die Ausdruck von Wohnungsnot, Armut und einer breiten Krise der Daseinsfürsorge sind. Welche Antworten haben soziale Bewegungen auf diese Herausforderung und welche Rolle spielen die Erfahrungen autonomer informeller Wohnformen in dieser politischen Praxis?

Es diskutieren:

  • Lisa Vollmer, Stadtforscherin (Bauhaus-Universität Weimar) und Aktivistin
  • Micha, Koordinator im alternativen Teepeeland-Wohnprojekt
  • Niko Rollman, Sachbuchautor und Aktivist der Free Cuvry Initiative
  • Karin Baumert, Stadtsoziologin und politische Aktivistin u.a. beim Bündnis Zwangsräumung verhindern

Moderation: Fabian Frenzel, Bewegungsforscher und Autor

Die Bewegungsgespräche werden organisiert vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung, dem Forschungsjournal soziale Bewegungen und der Tageszeitung taz.

24.-26.03.: Workshop: "Kann es denn rassistisch sein, wenn ich es nicht rassistisch meine?", Dresden

Mit Manjiri Palicha (Trainerin für Deutsch als Fremdsprache, Projektkoordinatorin bei With WINGS and ROOTS und Expertin in Intercultural Education (M.A.), Schwerpunkt Identität, Zugehörigkeit und Migration) André Vollrath (weiß positioniert, Trainer für Social Justice und Diversity mit dem Schwerpunkt Rassismus/„Critical Whiteness“, Schauspiel und Regie in den freien Performancekollektiven „Fräulein Bernd“ und „meet MIMOSA“)

Freitag, 24.03.2017 17:00 Uhr bis Sonntag, 26.03.2017 14:00 Uhr

"Wir AG", Dresden
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden

Praxisworkshop: Rassismus erkennen und rassistische Strukturen transformieren im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Eine gemeinsame Veranstaltung des WIR e.V., des Europabüro Dr. Cornelia Ernst, der RLS und der RLS Sachsen

Freitag: 17.00-20.00 Uhr, Sonnabend: 10.00-17.00 Uhr, Sonntag: 10.00-14.00 Uhr

Wenn in Deutschland von Rassismus die Rede ist, scheinen viele Menschen sofort zu wissen, was gemeint ist: Rassismus ist eine aggressive Tat Einzelner oder von Gruppen am rechten Rand der Gesellschaft. Viele Diskussionen der letzten Jahre um Rassismus in deutschen Theatern, Rassismus in Kinderbüchern, Rassismus von „ganz normalen Bürgern“ gegenüber geflüchteten Menschen stoßen u.a. deshalb häufig auf viel Widerstand, weil genau von diesem Verständnis von Rassismus ausgegangen wird. Es herrscht ein großes Unwissen über die Kulturgeschichte rassistischer Wahrnehmungsmuster und ihres Einflusses auf die Gegenwart. Rassismus wird deshalb häufig nicht erkannt, er ist zu sehr Teil der Normalität: Dass Deutsche weiß sein müssen, um „wirklich“ deutsch zu sein, scheint, um nur ein Beispiel zu nennen, „irgendwie selbstverständlich“.

Der Praxisworkshop richtet sich an (politisch aktive) Menschen, die sich als Angehörige der weißen Dominanzgesellschaft die Frage stellen, wann sie eigentlich selber - ohne dies zu wollen - in rassistische Gedanken- und Handlungsmuster verstrickt sind und/oder von strukturellem Rassismus (zum Beispiel in Institutionen) profitieren und wie sinnvolle Schritte im Handeln gegen Rassismus aussehen könnten. Das Seminar ist auch offen für Menschen, die in Deutschland Rassismuserfahrungen machen und diese Erfahrungen besser erkennen und einordnen sowie selbstbewusster mit ihnen umgehen wollen. Generell sind Menschen angesprochen, die sich erstmalig bewusst im Rahmen eines Seminars mit Rassismus in seiner Alltäglichkeit und Normalität auseinandersetzen wollen oder die in dieser Auseinandersetzung eher am Anfang stehen.

Wir arbeiten mit einer Vielfalt von Methoden (u.a. Biografiearbeit, Input zur Geschichte rassistischer Wahrnehmungsmuster, Medienanalysen, Achtsamkeitsübungen), die neben dem intellektuellen Verstehen auch emotionale, körperbezogene Entwicklungsprozesse anstoßen. Wir möchten so der Tatsache gerecht werden, dass die Auseinandersetzung mit Rassismus nicht beim Verstehen aufhört, sondern von vielen Emotionen begleitet wird, die sie fördern aber auch hemmen können.

Kosten:

50 Euro/30 Euro ermäßigt/15 Euro ermöglichend (Nach solidarischer Selbsteinschätzung: Am Geld wird die Teilnahme nicht scheitern; wer weniger hat, zahlt weniger.)
Während des Seminars ist eine Versorgung mit Getränken, Obst und Gebäck vorgesehen, die Mittagsversorgung ist selbst zu organisieren. Ggf. anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten können nicht übernommen werden.
Anmeldung: dresden@rosalux-sachsen.de
Information & Kontakt: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Büro Dresden, Tel. 0351-8040302, E-Mail: dresden@rosalux-sachsen.de

Mehr Info hier.

Kontakt
RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

29.03.: Lesung mit Diskussion: "Zivilcourage", Delitzsch

Delitzscher Kamingespräch

19:00 Uhr

Ort: Delitzsch, Schloss Delitzsch, Schloßstraße 31, Delitzsch, Deutschland

Im Januar 2017 erschien ein Lesebuch mit dem Titel "Nachdenken über Zivilcourage" als Eigenpublikation der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Es entstand aus Beiträgen eines Schreibwettbewerbs und zeigt, wie schwierig und wie vielfältig dieses Thema ist. An diesem Abend soll - teilweise von Autoren des Bandes - aus dem Buch gelesen und darüber diskutiert werden.
Veranstaltungsart

Veranstalter
SLpB, Referat 2

Wir bitten um Anmeldung bei Frau Hill, Email Marion.hill@lpb.smk.sachsen.de oder Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Schützenhofstraße 36, 01129 Dresden

Kooperationspartner
Stadt Delitzsch

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich.

Mehr Info hier.

Zeitschrift iz3w Nr. 359: "Rechtspopulismus"

Rebellion der autoritären Charaktere

Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Überlegungen der Kritischen Theorie zum „autoritären Charakter“ sind daher hochaktuell. Sie treffen recht genau, was geschieht, wenn beispielsweise Präsident Duterte in den Philippinen für seine demonstrativ zur Schau gestellte Verachtung von Menschenrechten gefeiert wird.

Das besonders Unheimliche am Rechtspopulismus ist, dass die Zustimmung zu ihm nicht erzwungen wird, sondern freiwillig erfolgt. Seine AnhängerInnen werden nicht einfach mittels gewiefter Demagogie ‚verführt’, sondern sie verlangen selbstbewusst nach all den Diskriminierungen, die von RechtspopulistInnen an der Macht zu Regierungspolitik gemacht werden. So kommt es zur Faschisierung ganzer Gesellschaften und zu militantem Antifeminismus.

In unserem Themenschwerpunkt fragen wir, was der Kampfbegriff Rechtspopulismus taugt, welche Verschwörungstheorien ihm zugrunde liegen und wie sich rechtspopulistische Strömungen in verschiedenen Ländern voneinander unterscheiden.

Inhaltsübersicht hier.

12.03. (deadline): WiMi mit Schwerpunkt u.a. in Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft, Koblenz

Das Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) im Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Kob­lenz sucht zur Unterstützung der Institutsmitarbeiter/-innen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet bis zum 31.12.2018, eine/-n qualifizierte/-n Wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in (Teilzeit 0,75, Eingruppierung je nach Qualifikation
Entgeltgruppe E 10 bis E 13 TV-L)

Im Zentrum der Arbeit des Instituts stehen Forschungsprojekte, wissenschaftliche Weiterbildungen und Fachtagungen zu sozialen und pädagogischen Handlungs- und Aufgabenfeldern. Schwerpunkte sind dabei die Themen

  • Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft
  • Soziale Ungleichheit und Gesundheit
  • Kindheit und Jugend
  • Demografischer Wandel sowie
  • Transnationale Dimensionen Sozialer Arbeit

Zu den Aufgaben gehören (je nach persönlicher Qualifikation):

  • Akquise von Forschungsprojekten und Erstellen von Forschungsanträgen
  • Mitarbeit in Forschungsprojekten und Weiterbildungsmaßnahmen des Instituts
  • Selbstständige Konzeption und Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen und wissenschaftlichen Fachtagungen
  • Recherche, Publikationen und Präsentationen zu den Schwerpunkten des Instituts
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung der Institutsleitung

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Bachelor- oder Master-Studium in Sozialwissenschaften, Sozialer Arbeit oder Kindheitswissenschaften
  • Erfahrungen in der Akquise von Forschungsprojekten (von Vorteil)
  • Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen
  • Softwarekenntnisse (Office)
  • Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe
  • Zuverlässigkeit und Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten

Die Hochschule Koblenz gilt als vorbildliche Wissenschaftseinrichtung, die in ihrer Organisation für Chancen­gleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie eintritt. Die Hochschule fördert Frauen in Wissenschaft und Forschung. Bewerbungen von qualifizierten Wissenschaftlerinnen sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen bis zum 12.03.2017 an den Leiter des Instituts für Forschung und Weiterbildung (IFW), Herrn Prof. Dr. Martin Schmid, Fachbereich Sozialwissen­schaften der Hochschule Koblenz, Konrad- Zuse-Str. 1, 56075 Koblenz.

17.03. (deadline): 2 Promotionsstellen für Brückenprojekt: Gegen Oben, Gegen Andere: Quellen von Demokratiekritik, Immigrationskritik und Rechtspopulismus, Berlin

Die Abteilungen Migration, Integration, Transnationalisierung (Direktor: Prof. Dr. Ruud Koopmans) und Demokratie und Demokratisierung (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Merkel) des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) suchen

2 wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen (zur Promotion) mit 65% der regelmäßigen Arbeitszeit (derzeit 25,35 Wochenstunden) zum 1. Mai 2017, vorerst befristet bis zum 31.12.2019 mit der Möglichkeit der Verlängerung bis zum 30. April 2020 bei Bewilligung der Mittel.

Die Stellen sind im Projekt „Gegen Oben, Gegen Andere: Quellen von Demokratiekritik, Immigrationskritik und Rechtspopulismus“ (Kurztitel: DIR) angesiedelt. Das DIR-Projekt wird von Dr. Heiko Giebler (Politikwissenschaftler) und Dr. Susanne Veit (Sozialpsychologin) geleitet und soll sowohl zwischen Disziplinen (v. a. Politikwissenschaft, Soziologie und Sozialpsychologie) als auch zwischen den beiden Abteilungen „Migration, Integration, Transnationalisierung“ und „Demokratie und Demokratisierung“ eine Brücke bilden. Von erfolgreichen Bewerber/-innen wird erwartet, dass sie im Rahmen des Projektes promovieren. Falls angestrebt, unterstützt das WZB die Bewerbung für eine der Berliner Graduiertenschulen.

Vor dem Hintergrund des derzeitigen Erfolges rechtspopulistischer Bewegungen und Parteien in vielen westlichen Demokratien erforscht DIR, ob und warum rechtspopulistische Einstellungen mit einer kritischen Haltung gegenüber Demokratie und der Ablehnung von Zuwanderung assoziiert sind. Zentrales Ziel ist die Entwicklung und empirische Überprüfung eines Prozessmodells der Einstellungsentwicklung und -änderung sowie die Untersuchung der gemeinsamen Quellen von Demokratie- und Immigrationskritik. Detaillierte Hinweise zur Forschungsagenda des Projekts finden sich unter folgendem Link: www.wzb.eu/de/forschung/bereichsuebergreifende-forschung/gegen-oben-gegen-andere.

Aufgaben

Die beiden Doktorand/-innen sollen eigenständig im Rahmen des Projekts forschen. Zu ihren Aufgaben zählen die Aufarbeitung relevanter Literatur aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, die Erhebung und Analyse empirischer Daten, das Verfassen einer projektbezogenen Dissertation sowie die Mitarbeit an Veröffentlichungen der Studienergebnisse. Um eine Brücke zwischen den Disziplinen und auch den beteiligten Abteilungen des WZBs schlagen zu können, wird eine enge Kooperation sowohl innerhalb des Projekts als auch mit den beiden involvierten Abteilungen vorausgesetzt.

Ausführlichere Infos auf dieser Seite.

CfP: Protesting Images

View. Theories and Practices of Visual Culture, issue 17: Protesting Images

Managing editors: Magda Szcześniak, Katarzyna Bojarska

“The articulation of protest […] indicates finding a language for protest, the vocalization, the verbalization or the visualization of political protest. However, this combination of concepts also designates the structure or internal organization of protest movements,” wrote Hito Steyerl in 2002. Fifteen years later, due amongst others to the emergence of the Internet as a political tool and the growing importance of self-produced images, the dynamics of protest – its articulation and structure – has most probably changed.
In the 17th issue of “View,” we seek to examine the visual culture of protest movements – both contemporary and historical – asking about the complex, equivocal and changing relations between images and acts of resistance towards oppressive dominant cultures and those in power. Marked with a suitable hashtag, photographs of protesters, bird’s-eye (or maybe rather drone) views of street demonstrations, images of issues around which communities congregate, as well as banners, placards, and all other symbols with which people identify – all these images have the power to mobilize the public, as well as provide a way of participating. However, along with the rise of popularity of new visual genres, such as protest selfies, a familiar critique of images resurfaces. Authors of protest selfies are described as narcissistic and sharing images is often seen as a substitute for real and authentic involvement, a superficial and short-lived way of showing support. Of course, other questions should be posed. How does a protesting mutltitude, community, crowd create politically efficacious images? What sort of visual mechanisms are employed by those in power to undermine the opposition? Can artistic and post-artistic practices still provide inspiration in times of grassroots visual activism? Do protest images possess agency and what kind of rhetorical mechanisms do they employ? What is the relation between bodily acts of resistance and their visual documentations?

We invite articles answering these and other questions about the relations of images and visual practices to historical and contemporary protest movements.
Deadline for articles: April 30, 2017. We encourage authors to consult their article topics with the managing editor.
For author guidelines see here.

Schulungsangebote: "Flucht und Asyl"

Schulungsangebote

Die Projektstelle Reto des Sächsischen Flüchtlingsrat bietet interessante Schulungen und Vorträge zu den Themen Flucht und Asyl an. Ob allgemeine Informationen zum nationalen Asylverfahren, Grundlagen der Flüchtlingssozialarbeit, globale Fluchtursachen und deren Folgen oder die europäische Asylpolitik, kontaktieren Sie uns bei Interesse einfach unter: pr@sfrev.de oder telefonisch unter: +49(0)351– 33 22 52 35.

Mehr Info hier.

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