März 2015

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Liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Montag und kurz vor Beginn der allmontaglichen Demoparade präsentierte das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) zum ersten Mal in Leipzig die Ausstellung „Versagen mit System. Geschichte und Wirken des Verfassungsschutzes.“ Die Ausstellung beleuchtet auf 20 Tafeln die Ursachen und Hintergründe der immer wiederkehrenden Skandale, Kompetenzüberschreitungen und Grundrechtsverletzungen des Verfassungsschutzes.
Vor ca. 30-40 Eröffnungsgästen schilderte Robert Andreasch von a.i.d.a. München e.V. (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle) eindrücklich seine Erfahrungen mit den „hoheitlichen Verrufserklärungen“ durch den Verfassungsschutz.
Wer auf diese Erfahrung und die Problematik des Verfassungsschutzes neugierig geworden ist, hat noch bis zum 13.03.2015 Zeit sich auf der Ausstellung zu informieren (nähere Infos im separaten Beitrag). Einen kurzen Radiobeitrag zur Ausstellung gibt es auf Detektor.fm.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Euch

Euer EnWi-Newsletterteam

EnWi e.V.
23.02.-13.03.: Ausstellung "Versagen mit System. Geschichte und Wirken des Verfassungsschutzes"
Leipzig
02.03.: Info-Veranstaltung: "Solidarität muss praktisch werden"
03.03.: Diskussion: "Abendland & Tellerrand. Erklärungsversuche zur *GIDA-Bewegung"
05.03.: Vortrag/Diskussion: "Antiziganismus und Schuldabwehr"
08.03.: Demonstration: "Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und Patriarchat!
11.03.: Diskussion: "Griechenland, die EZB und die neue notwendige Offensive der radikalen Linken"
12.03.: Buchvorstellung/Diskussion/Theaterperformance: "§ 218 - Zur Abtreibungsdebatte in Deutschland"
12.03.: Buchvorstellung/Diskussion: "Antirassismus: Perspektiven und Widerstände"
12.03.: Lesung/Diskussion: "Todschick: Edle labels, billige Mode? Unmenschlich produziert"
13.03. Vortrag & Diskussion: Leipzig liest: Vorurteile gegen Sinti & Roma in deutschen Medien
13.03.: Lesung/Diskussion: Zum 100. Jahrestag des Gedenkens an den Völkermord an den Armeniern: "Ein Klopfen an der Tür. Der abenteuerliche Weg des Simon C. aus Zara"
16.-29.03.: "Die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig"
Rest der Welt
01.04.(deadline): Anarchism and Techne, Berlin (12.06.)
11.03.: Seminar: "Umgang mit der DDR-Vergangenheit", Torgau
12.03.: Gespräch: "Klassismus & Rassismus", Berlin
13.-15.03.: Tagung: "Rassisten sind immer die Anderen. Über Verstrickung und Handlungsfähigkeit", Evangelische Akademie Berlin
14.03.: Konferenz: "Zwischen Zagen und Zorn - Ziviler Protest und soziale Bewegungen in Afrika", Berlin
20.-23.03.: Seminar: "'Fremde' in Deutschland", Döbeln und Roßwein
24.2.-18.4.: Ausstellungen & Vorträge: "Rohstoffe in Lateinamerika", Dresden
25./26.04.: Tagung: "Wut, Protest und Volkes Wille? Populismus, politische Kultur und Bildung", Kassel
Neuerscheinungen
Buch: Frank Eckardt/René Seyfarth/Franziska Werner (Hrsg.), LEIPZIG. Die neue Ordnung der unsichtbaren Stadt, 2015.
Zeitschrift: APuZ 7–9/2015: "Entwicklungszusammenarbeit"
CfPs und Stellenausschreibungen
23.03.: 8 Promotionsstipendien Interdisziplinäres Graduiertenkolleg Gender und Bildung, Hildesheim
30.03.: 3 Promotionsstipendien "Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa" (Bochum)
CfP: 15.04.: Powision "Ownership. Neue Formen des Besitzens"

23.02.-13.03.: Ausstellung "Versagen mit System. Geschichte und Wirken des Verfassungsschutzes"

Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) im Verein Engagierte Wissenschaft e.V.

Die Ausstellung ist in Leipzig an folgenden Orten zu sehen:

  • 23.02. – 27.02.2015 Universität Leipzig, Neues Augusteum (Augustusplatz 10)
  • 28.02. – 13.03.2015 Universität Leipzig, Hörsaalgebäude (Universitätsstraße 3)

Der Verfassungsschutz (VS) gilt als „Frühwarnsystem“ gegen die Bedrohungen der verfassungsmäßigen Ordnung in der Bundesrepublik. Seit der Gründung der VS-Ämter werden jedoch immer wieder Skandale, Kompetenzüberschreitungen und Grundrechtsverletzungen bekannt. Mit der Selbstenttarnung des Terrornetzwerkes Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ist deutlich geworden: Der VS hat als Frühwarnsystem versagt.

Affären mit VS-Beteiligung werden in den öffentlichen Debatten oft als Pannen behandelt und geraten schnell wieder in Vergessenheit. Eine Betrachtung über einzelne Fälle hinaus zeigt jedoch, dass sich bestimmte Muster wiederholen. Tatsächliche Bedrohungen für die Demokratie, etwa durch militante Neonazis, verfolgt die Behörde nur ungenügend. Gleichzeitig werden Gefahren überschätzt, z.B. wenn der VS es als seine Aufgabe betrachtet, linke Punkbands zu überwachen.

Die einseitige Fokussierung der Behörde auf die Beobachtung von „Verfassungsfeinden“ an den „äußeren Rändern“ der Gesellschaft folgt der Logik des Extremismusmodells – der fragwürdigen Arbeitsgrundlage des VS. Dies führt auch dazu, dass Alltagsrassismus und menschenfeindliche Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft für den VS keine Rolle spielen. Wer ihrer Ansicht nach als bedrohlich gilt und wer nicht, vermittelt die Behörde immer häufiger im Rahmen von Bildungsangeboten.

Im Kern bleibt der VS ein Geheimdienst und entzieht sich dadurch einer wirksamen, demokratischen Kontrolle. Unter diesen Umständen ist der nächste große VS-Skandal nur eine Frage der Zeit. Ein Blick zurück zeigt auf: Das Handeln des VS schadet der Demokratie mehr als es ihr nützt. Die Ausstellung beleuchtet auf 20 Tafeln in sechs thematischen Abschnitten die Ursachen und Hintergründe für dieses Versagen mit System.

Daten und Fakten
Entstehung des Verfassungsschutzes
Theorie und Praxis des Verfassungsschutzes
V-Leute und der NSU-Komplex
Der Geheimdienst in der politischen Bildung
Perspektiven: Wie weiter mit dem VS?

Die Homepage zur Ausstellung mit aktuellen Informationen und weiteren Stationen: vs-ausstellung.tumblr.com

Die Ausstellung wurde organisiert in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, dem FSR Politikwissenschaft und dem StudentInnenrat der Uni Leipzig.

02.03.: Info-Veranstaltung: "Solidarität muss praktisch werden"

20:00 Uhr, Leipzig, 157U (Waldstr. 9)

Info-Veranstaltung,Benefiz,Veranstaltung:
Vokü/Vortrag/Film

Support the Café Internationale!

Seit Mai 2014 führt eine lose Gruppe Studierender monatlich das Café
Internationale in den Räumlichkeiten der Domstraße 2 in Merseburg durch.
Bisher bieten wir Unterstützung in Form von Übersetzungen und Hilfe bei
Briefen, Begleitung zum Sozialamt oder zur Ausländerbehörde, Vermittlung
zu Beratungsstellen, AnwältInnen und anderen Projekten sowie Infomaterial
in mehreren Sprachen. Das gesamte Angebot ist dabei kostenlos und wird von
Ehrenamtlichen durchgeführt.
Wir wollen damit einen Raum schaffen, in dem sich die Refugees wohlfühlen
können und zu Solidarität aufrufen!
Um dieses Projekt aufrechtzuerhalten und noch weiter ausbauen zu können
freuen wir uns über euren Support!

Mitglieder des Cafés werden über das Projekt und die Situation von
Geflüchteten informieren. Außerdem wollen wir Sachspenden für die
Geflüchteten sammeln. Gebraucht werden vor allem Wintersachen für
Männer, Küchengeräte und -utensilien.

Mehr Infos hier.

03.03.: Diskussion: "Abendland & Tellerrand. Erklärungsversuche zur *GIDA-Bewegung"

19:00 Uhr, Leipzig, WERK II, Halle D (Kochstraße 132)

Diskussions-Veranstaltung: "Abendland & Tellerrand. Erklärungsversuche zur 'GIDA-Bewegung"

Diskussion mit Horst Kahrs (Institut für Gesellschaftsanalyse der
Rosa-Luxemburg-Stiftung) & Dr. Robert Feustel (Politikwissenschaftler).
Moderation: Juliane Nagel (MdL).

Seit Oktober 2014 schickt sich eine neu aufgetauchte Bewegung an, das
politische Klima in der Bundesrepublik weiter nach rechts zu verschieben.
Pegida und seine lokalen Ableger sind deutlich nationalistisch orientiert
und bedienen sich dabei der Agitation gegen Asylsuchende und Muslim*innen.
Auch wenn die „Ängste und Sorgen“ einzelner *gida-Anhänger*innen diffus
erscheinen, fungiert die Abgrenzung von „Fremden“, von der „Lügenpresse“
oder „denen da oben“ als einende Klammer.
Mit den *gida-Bewegungen tritt das chauvinistische und
ausgrenzungsorientierte Denken auf die Straße und in den politischen Raum,
dessen Existenz schon lange in zahlreichen sozialwissenschaftlichen
Studien nachgewiesen wurde.
In Sachsen, wo die *gida-Bewegungen ihren Ursprung und ihren „Hotspot“
haben, finden sich für die Entstehung der dumpfen Erhebungen optimale
Rahmenbedingungen. So ist es kaum verwunderlich, dass Pegida und seine
Spaltprodukte von der regierenden CDU nicht nur hofiert werden, sondern
bereits zum politischen Stichwortgeber in Sachen Asylpolitik und
Religionsfreiheit geworden sind.
Wie lassen sich Entstehung und Erstarken der *gida-Bewegungen erklären?
Wie verändern sich das politische Klima und die Politik dadurch? Vor
welche Herausforderungen stellt diese „konformistische Revolte“ uns als
linke Akteur*innen?

| Eine Veranstaltung von: linXXnet |
Weitere Infos unter: http://linxxnet.de

05.03.: Vortrag/Diskussion: "Antiziganismus und Schuldabwehr"

19:00 Uhr
Frauenkultur e.V.
Adresse: Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Telefon: 0341 2130030

Referentin: H. EITZEL

Veranstaltung im Rahmen von "women in science - empowerment now!" - in Kooperation des Referates für Gleichstellungs- und Lebensweisenpolitik des Stura's der Universität Leipzig und der Frauenkultur.

Mehr Infos hier.

08.03.: Demonstration: "Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und Patriarchat!

14:00 Uhr, Leipzig ( Clara-Zetkin-Denkmal (Johannapark))
überregionale Demonstration:

"Kämpfe vereinen!" Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und
Patriarchat!

Raus zum Frauen*kampftag in Leipzig

Schon seit über hundert Jahren gehen Frauen* zum Frauen*kampftag auf die
Straße, um die Vielfalt ihrer alltäglichen Kämpfe gegen globale und lokale
Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse sichtbar zu machen. Viele sind
nicht nur von einem Unterdrückungsmechanismus, sondern mehrfach betroffen.
Doch daraus folgt nicht, dass jede* von uns den Kampf in den verschiedenen
Feldern selber führen muss!

Gründe zum Rebellieren gibt es genug, gerade zum 8. März: Alltagssexismus,
Rassismus, Ausbeutung, Homophobie und die als natürlich angenommene
Geschlechterteilung in “Mann” und “Frau” sind nur ein paar Beispiele für
Unterdrückungsmechanismen, weswegen wir zum Frauen*kampftag auf die Straße
gehen. Doch es geht uns nicht nur darum Missstände anzuprangern. Wir
wollen eine Gesellschaft in der alle Menschen selbstbestimmt leben können.
Nur durch einen Ausbruch aus dem Kreis der eigenen Probleme und durch den
Austausch von Erfahrungen mit anderen Menschen ist ein gemeinsamer Kampf
gegen bestehende Verhältnisse möglich.

Für eine Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit!
Für die Überwindung von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat!
Für eine revolutionär-feministische Perspektive!

Feuer und Flamme dem Patriarchat!
Kampf dem Sexismus im Alltag und im Staat!

Am 8. März um 14 Uhr am Clara-Zetkin-Denkmal (Johannapark) Leipzig

langer Aufruf: http://8maerzleipzig.blogsport.eu/aufruf/

| Eine Veranstaltung von: Frauen*kampftag-Bündnis |
Weitere Infos unter: http://8maerzleipzig.blogsport.eu/

11.03.: Diskussion: "Griechenland, die EZB und die neue notwendige Offensive der radikalen Linken"

20:00 Uhr, Leipzig, Conne Island (Koburger Straße 3)
Diskussions-Veranstaltung:

"Griechenland, die EZB und die neue notwendige Offensive der radikalen Linken"

Ideologiekritik der deutschen Verhältnisse heißt, am 18. März in Frankfurt
auf die Straße gehen.

Mit dem Wahlsieg von Syriza ist in Europa ein ideologischer Riss
entstanden. Selten standen die Chancen für Kapitalismuskritik besser als
gerade eben jetzt. Durch den Wahlsieg der neuen griechischen Regierung ist
eine politische Alternative entstanden, anhand derer man auch hierzulande
verdeutlichen könnte, dass es etwas Besseres gibt als das neoliberale
Regime. Allein, dass überhaupt wieder in politischen Kategorien – und
nicht in denen des politischen Sachzwangs – diskutiert werden kann, ist
ein Fortschritt. Nutzen wir die Chance und vergrößern wir den Riss!

Dafür gilt es, die Widersprüchlichkeit kapitalistischer Herrschaft zu
verdeutlichen und zu zeigen, dass selbst eine linkskeynesianische Wende in
Europa nur eine geringfügig bessere Konkurrenzordnung im Rennen, Rackern,
Rasen bringen dürfte – und das gute Leben nur jenseits von Staat, Kapital
und Nation zu haben sein wird.

TOP B3RLIN ist eingeladen, darüber zu diskutieren, wie eine neue Offensive
der radikalen Linken aussehen kann und warum die feierliche Eröffnung der
EZB am 18. März eine wichtige Interventionsmöglichkeit für sie darstellt.

JOHN MALAMATINAS wird erläutern, was der Wahlsieg von Syriza für die
radikale Linke und die sozialen Kämpfe in Griechenland bedeutet und wieso
die Koalition mit der rechtspopulistischen ANEL keine Überraschung war.

| Eine Veranstaltung von: The Future Is Unwritten |
Weitere Infos unter: http://www.unwritten-future.org/

12.03.: Buchvorstellung/Diskussion: "Antirassismus: Perspektiven und Widerstände"

Gespräche mit Expert_innen und Aktivist_innen über Rassismen

17 Uhr
Frauenkultur e.V.
Adresse: Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Telefon: 0341 2130030

LESUNG UND DISKUSSION & BUCHVORSTELLUNG mit Herausgebenden und Autor*innen:
mit ZÜLFUKAR ÇETIN, SAVAS TAS, KORAY YILMAZ GÜNAY und AYSE GÜLEC

Zülfukar Çetin (hg.) und Savas Tas (hg.) stellen ihr o.g. Buch vor und führen mit Koray Yilmaz Günay ein Interview auf dem Podium. Anschließend spricht Ayse Güleç, die Autorin des Buches, über Bild- und Raumpolitik im NSU-Kontext. Abschließend gibt es eine Diskussion mit dem Publikum über Kontinuitäten des Rassismus und rassistischer Verhältnisse in Deutschland.
Eintritt: frei

Mehr Infos hier.

12.03.: Buchvorstellung/Diskussion/Theaterperformance: "§ 218 - Zur Abtreibungsdebatte in Deutschland"

19:00 Uhr
Frauenkultur e.V.
Adresse: Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Telefon: 0341 2130030

mit:
ULRIKE BUSCH/DAPHNE HAHN (Hg.): Abtreibung. Diskurse und Tendenzen, transcript verlag
KATJA KROLZIK-MATTHEI: § 218. Feministische Perspektiven auf die Abtreibungsdebatte in Deutschland, Unrast-Verlag
EIKE SANDERS/ULLI JENTSCH/FELIX HANSEN: »Deutschland treibt sich ab!« Organisierter "Lebensschutz" - Christlicher Fundamentalismus - Antifeminismus, Unrast-Verlag

Theaterperformance: ROBERT LÜDDECKE, Schauspieler, Leipzig
Moderation: Prof. Dr. HEINZ-JÜRGEN VOß, Merseburg / Hannover

144 Jahre nach Einführung des Abtreibungsparagraphen 218 in Deutschland und zwanzig Jahre nach der gesetzlichen Neuregelung zum Schwangerschaftsabbruch ist es still geworden um das Verbot einer Abtreibung - weder im wissenschaftlichen noch politischen oder öffentlichen Diskurs finden konstruktive Debatten zum Thema statt. Gleichzeitig drängen Anti-Abtreibungsorganisationen, christlicher Fundamentalismus und neurechter Antifeminismus in die Öffentlichkeit. Drei ganz aktuelle Publikationen zum Thema kritisieren das Schweigen, beziehen Position und klären auf.

An diesem Abend stellen Herausgeber_innen/Autor_innen ihre Bücher vor und kommen zur Diskussion zusammen. Zudem gibt es eine Theaterperformance zur Geschichte des
§ 218.

Eintritt: 5,- / 3,- Euro ermäßigt

Mehr Infos hier.

12.03.: Lesung/Diskussion: "Todschick: Edle labels, billige Mode? Unmenschlich produziert"

Lesung und Diskussion mit der Akivistin und Buchautorin
Gisela Burckhardt

Zum Buch:
Todschick. Edle Labels, billige Mode ? unmenschlich produziert
Mode und Moral ? warum teuer nicht gleich fair bedeutet

Termin:Donnerstag, 12. März 2015 um 19:00 Uhr
Ort: Weltladen in der Wiedebachpassage (Bornaische Straße 18, 04277
Leipzig)
Eintritt: frei

Wenn wir Markenmode kaufen, glauben wir, der höhere Preis sei durch eine
bessere Qualitätgerechtfertigt, auch bei den Produktionsbedingungen. Für
Edelmarken sterben keine Textilarbeiterinnen in Bangladesch. Das ist ein
verhängnisvoller Irrtum: Teure Modelabels lassen ihre Ware unter ebenso
schlechten Bedingungen wie die Billiganbieter fertigen. Gisela
Burckhardt hat vor Ort recherchiert und vergleicht die
Produktions-bedingungen bei den Lieferanten von Edelmarken wie zum
Beispiel Hugo Boss und Tommy Hilfiger mit jenen der Discounter wie H&M
und C&A. Sie liefert Beweise dafür, dass es ein fataler Irrglaube ist,
zu meinen, ein höherer Preis im Laden zöge automatisch bessere
Produktionsbedingungen nach sich. Ein Kapitel widmet sich außerdem dem
sogenannten ?Auditbusiness?: Viele Unternehmen bekennen sich zwar
inzwischen zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und haben
Zulieferer zu bestimmten Standards verpflichtet, doch was ein
Qualitätssiegel für die Unternehmen sein sollte, ist vor allem ein
Millionengeschäft für die Prüfgesellschaften, darunter auch der TÜV.
?Todschick? ist ein Buch über die Bekleidungsindustrie nach der ?Rana
Plaza?- Katastrophe in Bangladesch und über das dunkle Geheimnis edler
Modemarken. Anklage und Hoffnung zugleich, denn zwar können wir
Konsumenten die Unternehmen zu verantwortlichem Handeln auffordern, aber
auch der Staat muss entsprechende Rahmenbedingungen schaffen Gisela
Burckhardt, entwicklungspolitische Expertin und Vorstandsvorsitzende von
FEMNET, war viele Jahre im Auslandseinsatz in Nicaragua, Pakistan und
Äthiopien, unter anderem für das Entwicklungs-programm der UNO (UNDP)
und für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Seit
fast 15 Jahren setzt sie sich im Rahmen der Kampagne für Saubere
Kleidung (Clean Clothes Campaign) für die Verbesserung der
Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit ein.

Gisela Burckhardt: Todschick: Edle labels, billige Mode? unmenschlich
produziert
Paperback, 240 Seiten
ISBN: 978-3-453-60322-6 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen]
12,99 [D]

Veranstalter:
Eine Welt Verein
Heynverlag
Kampagne für Saubere Kleidung

13.03. Vortrag & Diskussion: Leipzig liest: Vorurteile gegen Sinti & Roma in deutschen Medien

Eine Veranstaltung von Amnesty International:
"Leipzig liest: Vorurteile gegen Sinti & Roma in deutschen Medien. Präsentation der Studienergebnisse zu Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation"

Wo? Haus ohne Barrieren (Friedrich-Ebertstr. 77)
Wann? 13. März 19Uhr
Wer? Amnesty International Stadtgruppe Leipzig und Markus End

Markus End belegt anhand seiner Studie, dass Antiziganismus in den deutschen Medien weit verbreitet ist. Durch subtile Mechanismen werden bestehende Stereotype reproduziert. Amensty International lädt zur Diskussion ein!

13.03.: Lesung/Diskussion: Zum 100. Jahrestag des Gedenkens an den Völkermord an den Armeniern: "Ein Klopfen an der Tür. Der abenteuerliche Weg des Simon C. aus Zara"

Zum 100. Jahrestag des Gedenkens an den Völkermord an den Armeniern
Eine Lesung mit
Krikor Ceyhan
»Ein Klopfen an der Tür. Der abenteuerliche Weg des Simon C. aus Zara«

Termin: Freitag, 13. März 2014 um 19:00 Uhr
Ort: Weltladen an der Thomaskirche (Burgstraße 1-5, 04109 Leipzig
Eintritt: frei

»Ein Klopfen an der Tür. Der abenteuerliche Weg des Simon C. aus
Zara« 2015 jährt sich zum 100. Mal der Völkermord an den Armeniern.
Nicht nur für unseren Autor und seine Familie, für Tausende von
Armeniern begann vor hundert Jahren ein unfassbarer Leidensweg in die
Wüsten Syriens. Der erste Weltkrieg tobte in Europa. Verzweifelt
kämpfte das Osmanische Reich einen Mehrfrontenkrieg und befand sich in
Auflösung. Nachdem Armenier an der Seite der Russischen Armee gegen
die Osmanen kämpften, ordnete die Regierung die ethnische Säuberungdes
Landes an: alle Armenier sollten aus dem Kernland deportiert werden.
Der armenische Bausoldat Simon, der Vater von Kirkor Ceyhan, und seine
Familie entgingen diesem Schicksal zunächst, indem sie zum Islam
konvertierten. Eines Tages klopfte es dennoch an der Tür. Man hatte
Simon denunziert, weil er flüchtige Armeniern bei sich versteckte, und
schickte ihn mit seiner Familie auf den Weg nach Deirez-Zor. Für Kirkor
wurde dieses Klopfen an der Tür zum Sinnbild für das Leiden der
türkischen Armenier."

Kirkor Ceyhan, geboren 1926 in Zara, schreibt in
einem Brief an eine befreundete armenisch-türkische Autorin: »Mein Leben
ist umrankt von unglaublichen Abenteuern. Hätte einanderer Adamssohn nur
ein einziges davon erlebt, hätte es ihm das Rückgrat gebrochen und er
wäre diesem Wahnsinn unrettbar zum Opfer gefallen. Ich aber beschreibe
die Ranken als Schmuck.« In diesem Sinne hat er aus den Erzählungen
seiner Familie einen halbdokumentarischen Roman geschaffen. Mit Empathie
und einer gehörigen Portion Galgenhumor erzählt Kirkor Ceyhan die
Abenteuer der Familie auf ihrem Leidensweg. Er wurde damit zum Vorbild
für eine ganze Generation türkisch-armenischer Schriftsteller bei der
Verarbeitung der lange verdrängten traumatischen Ereignisse. Kirkor
vermeidet nationalistische Zu-schrei- bungen und hält mit seinem Roman
ein Plädoyer für individuelle Verantwortung und Moral, gerade auch in
Zeiten des Krieges. Der Titel ist ab dem 15.12.2014 im Handel
erhältlich und wird im kommenden Jahr auf mehreren thematischen
Veranstaltungen vorgestellt werden.

»Ein Klopfen an der Tür. Der abenteuerliche Weg des Simon C. aus Zara«
Aus dem Türkischen von Michael R. Hess und Sebile Yap?c?
Mit einem Vorwort von M?g?rdiç Margosyan
und einem Nachwort von Karin Karaka?l? und Do?an Akanl?
Hardcover, 148 Seiten
ISBN 978-3-935597-81-4 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen]
gebundener Ladenpreis (D) 14,80 EUR

Veranstalter:
Eine Welt e.V. Leipzig
Dagyeli, J & D Verlag

Eine Welt e.V. Leipzig
Bornaische Str. 18, 04277 Leipzig
Tel.: 0341/3010143
info@einewelt-leipzig.de
www.einewelt-leipzig.de

16.-29.03.: "Die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig"

Leipzig wird sich daran zum zwölften Mal beteiligen.

Vereine, Schulen, Jugend- und Kultureinrichtungen, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften sowie weitere Organisationen und Institutionen sind wieder eingeladen, eigene Beiträge anzumelden und damit ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Gefragt sind Veranstaltungen unterschiedlicher Art, die Diskriminierung und Rassismus mit all ihren Facetten thematisieren. Alle Angebote im Rahmen der Aktionswochen werden in einem Programm zusammengestellt und veröffentlicht. Redaktionsschluss für das Programmheft ist der 20. Januar 2015.

Zum Formular für Veranstaltungsmeldungen hier.

Bitte melden Sie Ihre Veranstaltungen an:

Stadt Leipzig
Referat für Migration und Integration
04092 Leipzig
E-Mail: migration.integration@leipzig.de
Telefon: 0341 123-2694; 0341 123-2690

Interkultureller Rat unterstützt Veranstaltungen mit Roma, Flüchtlingen und Muslimen

Veranstaltungen mit den von Rassismus besonders betroffenen Minderheitengruppen der Roma, Flüchtlinge und Muslime im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015 will der Interkulturelle Rat in Deutschland e. V. besonders unterstützen. Dabei arbeitet er mit dem Zentralrat der Sinti und Roma, PRO ASYL, Jugendliche ohne Grenzen, dem Koordinierungsrat der Muslime und anderen Selbstorganisationen zusammen.

Im Rahmen des Projektes kann Veranstaltern eine finanzielle Unterstützung von in der Regel bis zu 300 Euro für Veranstaltungen (Referent_innen, Fahrtkosten, Räume etc.) angeboten werden. Ansprechpartnerin beim Interkulturellen Rat ist Yasmin Khurshid, E-Mail: yk@interkultureller-rat.de.

Weitere Informationen finden Sie hier.

25./26.04.: Tagung: "Wut, Protest und Volkes Wille? Populismus, politische Kultur und Bildung", Kassel

BERGIDA Demonstration (© Hermann Bredehorst)

Zu Tausenden treibt es die Menschen dieser Tage auf Mahnwachen, Abendspaziergänge, Kundgebungen und auch an die Wahlurnen, um ihrem Ärger über "entfremdete Politiker", "Asylanten" und "Lügenpresse" Luft zu machen. Rechtspopulistische Strömungen erfahren seit Jahren immensen Zulauf, insbesondere in Zeiten der Flüchtlingsdebatte mehren sich die Stimmen der "Asylkritiker". Doch auch abseits des Populismus von rechts bestehen auch in der politischen Mitte und im linken Spektrum populistische Tendenzen wie beispielsweise pauschalisierende Amerika- oder Kapitalismuskritik.

Mitunter wird Protest aber auch vorschnell als Populismus gebrandmarkt, wodurch die Gefahr besteht, dass zulässige Kritik und wichtige Einwände nicht wahrgenommen werden. Auf einer Konferenz will sich die bpb deshalb dem Thema widmen und klären, was Populismus bedeutet und welche Themen Populisten wie bedienen.

25.04.2016,09:30 bis 26.04.2016,15:30

Ort
Kassel

Für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der schulischen und außerschulischen Jugendbildung, der Erwachsenenbildung, von Fachträgern in den Themenfeldern Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, aus Vereinen und Verbänden sowie Akteure aus Initiativen und Bündnissen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Intoleranz, Politikerinnen und Politiker, Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Veranstalter
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, »Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg«, »Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen«, »Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern«, »Landeszentrale für politische Bildung Sachsen«, »Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt« »Landeszentrale für politische Bildung Berlin«

Anmeldung
Eine Anmeldung ist ab 04.01.2016 möglich, Anmeldeschluss ist der 05.04.2016.

Mehr Info bei bpb.

24.2.-18.4.: Ausstellungen & Vorträge: "Rohstoffe in Lateinamerika", Dresden

Rohstoffe für die Elektromobilität - Klimawende mit Nebenwirkungen

ein Veranstaltungszyklus vom 24.2.-18.4. 2015 in Dresden

www.infozentrum-dresden.de/weltweitsichten/elektromobilitaet
www.inkota.de/themen-kampagnen/ressourcengerechtigkeit

Autoverkehr belastet die Umwelt und gilt als Klimakiller. Motorisierte
Mobilität ist für rund 20 Prozent der deutschen CO2-Emissionen
verantwortlich. Als Antwort werden von Autoindustrie und Bundesregierung
Elektroautos als die Lösung schlechthin präsentiert. Das Ziel: Eine
Million Elektro- bzw. Hybridautos sollen bis 2020 auf Deutschlands
Straßen fahren. Das würde die CO2-Emissionen vermutlich senken. Aber ist
allein damit wirklich der Weg zu einer nachhaltigen Mobilität
eingeschlagen? Nebenwirkungen des Autoverkehrs sind nicht nur
CO2-Emissionen. Rohstoffe wie Eisen aus Brasilien, Kupfer aus Sambia,
Bauxit für Aluminium aus Indien werden in großen Mengen für die
Autoproduktion benötigt. Der Abbau erfolgt dort unter ökologisch und
sozial inakzeptablen Bedingungen. Hier machen auch Elektroautos keine
Ausnahme.

Ausstellungseröffnung mit Themengespräch:
Lithium oder Quinoa ? Landnutzung in Bolivien
24.2.2015, 20h, LadenCafé aha

Lithium oder Quinoa ? im Zentrum der Diskussion steht der Konflikt
zwischen dem westlichen Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien und dem
Anspruch der Nahrungsmittelsouveränität in Bolivien. Die beiden
Referenten Dr. Muruchi Poma und Oscar Choque von Ayni e.V. sprechen zu
aktuellen Entwicklungen des Lithiumabbaus in Bolivien und zu
Lösungsansätzen für den Landnutzungskonflikt. Oscar Choque wird zudem
die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Ausstellungen:
Reichtum geht, Armut bleibt | Lithium statt Quinoa
24.2.-18.4.2015, LadenCafé aha, Kreuzstr.7

Lithium ist zu einem der begehrtesten Rohstoffe weltweit geworden. Es
wird für Lithium-Ionen-Batterien in Elektroautos, aber auch für Handys
und Laptops
benötigt. Die Begehrlichkeiten auf große Lithiumvorkommen wie in
Bolivien werden größer. Doch der geplante Abbau von Lithium soll in
einer Region erfolgen, in der auch das beste Quinoa der Welt wächst.
Quinoa ist eine wertvolle Getreideart und zentrales Nahrungsmittel in
der Region.

Die Fotoausstellung "Quinoa statt Lithium" liefert ein visuelles
Plädoyer für den Schutz der Anbaugebiete von Quinoa. Dass der Abbau von
Rohstoffen nicht Reichtum, sondern oft hohe Folgekosten für die lokale
Bevölkerung und die Umwelt mit sich bringt, zeigt parallel die
Ausstellung ?Reichtum geht, Armut bleibt? der Kampagne Bergwerk Perú.

Alle weiteren Veranstaltungen zum Zyklus Rohstoffe für die
Elektromobilität finden sich hier
www.infozentrum-dresden.de/weltweitsichten/elektromobilitaet

11.03.: Seminar: "Umgang mit der DDR-Vergangenheit", Torgau

Torgau ist nicht nur als ein Zentrum der Reformation und Stadt der Renaissance bekannt, sondern auch als Standort für Straflager und erster Begegnungspunkt amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden.

Wir erkunden die Stadt an der Elbe, besuchen das Schloss Hartenfels, die dort befindliche Ausstellung „Spuren des Unrechts“ zur Geschichte Torgaus als Haftort im 20. Jahrhundert und die Gedenkstätte des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhofes, wo wir auf einen Zeitzeugen treffen.

Ort: Torgau
Uhrzeit: 8:00
Kosten: 29€ / FK: 14,50€
Veranstalter: Herbert-Wehner-Bildungswerk

Alle weiteren Informationen gibt es hier.

12.03.: Gespräch: "Klassismus & Rassismus", Berlin

Klassismus & Rassismus
Teil 1: Ein Gespräch zur Einführung

Do 12. März, 18–20 Uhr

Rassistische Diskriminierung aufgrund der (zugeschriebenen) ethnischen Herkunft und Diskriminierung aufgrund der (vermuteten) sozialen Herkunft liegen häufig nah beieinander. Zum Beispiel in der Rede über vermeintliche Armutszuwanderung, die Menschen einerseits fremd macht, andererseits auf ihre ökonomische Verwertbarkeit reduziert. Wie sehen die Beziehungen von Rassismus und Ausgrenzung aufgrund sozialer Herkunft aus? Inwiefern taugt der Begriff Klassismus, um Letztere zu benennen? Wie können wir Rassismus und Klassismus zusammen denken?

Mit: Çağrı Kahveci (Politikwissenschaftler, Alice Salomon Hochschule), Heike Weinbach (Professorin für Pädagogik, Hochschule Rhein-Waal, Kleve, »Klassismus. Eine Einführung«), Koray Yılmaz-Günay (Rosa-Luxemburg-Stiftung, ehem. Berater beim ADNB)
Moderation: Manuela Bauche (ABI

In Kooperation mit dem Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (ADNB)


Anmeldung erbeten bis 5. März unter anmeldung@august-bebel-institut.de
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August Bebel Institut

Müllerstr. 163
13353 Berlin
(S+U Wedding)

Die Abendveranstaltungen und viele der Tagesseminare in unserem Haus finden in rollstuhlgerechten Räumlichkeiten statt.

Tel. +49 (0)30 4692-121 / -122
Fax +49 (0)30 4692-124
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14.03.: Konferenz: "Zwischen Zagen und Zorn - Ziviler Protest und soziale Bewegungen in Afrika", Berlin

Save the Date: Zwischen Zagen und Zorn - Ziviler Protest und soziale Bewegungen in Afrika, Tageskonferenz

Ein Vierteljahrhundert nach ihrer nahezu vollständigen Globalisierung sind (neo)liberale Demokratie und Wirtschaft in eine tiefgreifende Krise geraten. Der Widerstand gegen die Zumutungen des globalisierten Kapitalismus wächst überall auf der Welt. Der sogenannte »Arabische Frühling« ist eines der jüngsten Beispiele des aufkeimenden Massenprotests. Auch wenn er sich mit dieser eruptiven Kraft nicht über den gesamten Kontinent ausgebreitet hat, so ist doch vielerorts ein Aufleben sozialer Kämpfe offensichtlich. Provoziert wird die Beteiligung vieler dadurch, dass die sich in »freien und fairen Wahlen« und in von den Eliten installierten »pluralistischen Einparteiensystemen « erschöpfende »liberale« Demokratie den Großteil der Menschen politisch verohnmächtigt hat.

Soziale Bewegungen in Afrika (wie auch in anderen Teilen der Welt) entstehen oft unerwartet heftig, vergehen jedoch häufig auf verblüffende Weise wieder, ohne dass sie für eine langfristig angelegte oppositionelle Gegenbewegung die Grundlage geschaffen hätten.

Auf der Konferenz soll diskutiert werden, wie sozialer Protest überhaupt – in Ländern Afrikas und Europas – organisiert und Akteur_innen mobilisiert werden können. Welches Veränderungspotenzial haben soziale und zivilgesellschaftliche Bewegungen, aber auch politische Parteien? Kann es ihnen gelingen, die gesellschaftliche Entwicklungslogik auf andere, zukunftsfähige Prinzipien umzustellen?

Mit: Ndongo Samba Sylla (RLS Westafrika), Tanja Kleibl (Dublin City University & KU Eichstätt-Ingolstadt) und Eboutié Justine Bationo (ODJ Burkina Faso).

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte
Robert-Havemann-Saal
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Eintritt frei

Teile der Veranstaltung finden auf Französisch statt. Übersetzung vorhanden!

Zur besseren Planung des Caterings während der Konferenz bitten wir um eine Anmeldung unter bohne@rosalux.de (Betreff: Konferenz 14.03.2015).

Weitere Infos und Programm hier.

13.-15.03.: Tagung: "Rassisten sind immer die Anderen. Über Verstrickung und Handlungsfähigkeit", Evangelische Akademie Berlin

Tagung: Rassisten sind immer die Anderen. Über Verstrickung und Handlungsfähigkeit.

Ev. Bildungsstätte auf Schwanenwerder Berlin

Rassismus wird vorwiegend als Problem anderer verstanden, die nicht zum ‚Wir‘ gehören. Anders als in den angelsächsischen Ländern und in Frankreich und auch anders als in der bundesdeutschen Wissenschaft, ist Rassismus in der Öffentlichkeit selten ein Gegenstand der Reflexion. Wenn überhaupt über Rassismus gesprochen wird, dann bezieht sich das kaum auf die Mitte der Gesellschaft. Meistens geht es dann um Rechtsextremismus, selten aber um Alltagsphänomene und Normalitäten in der Demokratie. Diese Vermeidung steht im Zusammenhang eines distanzierenden Umgangs mit der NS-Zeit. Was ideologische Ähnlichkeiten dazu aufweist, soll auf Abstand gehalten werden. Gerade im Zuge der erfolgten Aufarbeitung ist ein Selbstbild entstanden, das es kaum zulässt, Rassismus als Gegenwartsphänomen zu erkennen. Die Evangelischen Akademien sehen sich in einer besonderen Verantwortung für die Erinnerung an die NS-Verbrechen. Dazu gehört die Bearbeitung der Nachwirkungen, die sich gegenwärtig immer wieder dann zeigen, wenn abstammungsbezogene Selbstbilder festgeschrieben werden und national-kulturell-religiöse Zugehörigkeiten vereindeutigt werden.

Deshalb verstehen wir es als unsere Aufgabe, gegenwärtige Erfahrungen und ideologische Grundlagen von Rassismus in der Breite der Öffentlichkeit zu thematisieren, dafür Foren der Auseinandersetzung zur Verfügung zu stellen und konkrete Handlungsfelder zur Bearbeitung und Bekämpfung in den Blick zunehmen.

Für die Bildungspraxis stellen sich u. a. folgende Fragen: Wie kann rassismuskritische Bildung sinnvoll praktiziert werden? Welche inhaltlichen Voraussetzungen benötigen MultiplikatorInnen dafür? Welche Methoden sind erfolgreich? Welche Rolle spielen Kirche, Religionsunterricht und Theologie?

Die hohe Komplexität in der Beschreibung von Rassismus und seinen Ursachen ist zu beachten, um erstens dem Missverständnis, Rassismus sei ein einfaches Vorurteil vorzubeugen, sowie zweitens den Bezug zum Nationalsozialismus historisch zu sondieren und gegenwärtig einzuordnen. Für einen zeitgemäßen Umgang mit Rassismus ist zudem das Verhältnis zwischen individuell verantwortetem und strukturellem Rassismus zu thematisieren.

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Technische Universität Darmstadt

Dr. Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin

In Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, der Martin-Niemöller-Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin

Weitere Informationen: http://www.eaberlin.de/seminars/data/2015/kul/rassisten-sind-immer-die-anderen/

20.-23.03.: Seminar: "'Fremde' in Deutschland", Döbeln und Roßwein

"Fremde" in Deutschland

Umgang mit dem "anderen" gestern und heute

TERMINÄNDERUNG! (alt: 12.-15.03.) NEU: 20.-23.03.2015!!!!

Menschen sind weltweit auf der Flucht und suchen Asyl. Die Reaktionen der Aufnahmeländer sind teils geprägt von Unsicherheit bis hin zu Fremdenhass, ebenso die Reaktionen der Zivilgesellschaft wie die Bewegungen um "Pegida" zeigen. Dabei ist der Umgang mit dem "Fremden" auch in Ostdeutschland nicht neu, denken wir an die Ankunft von zwölf Millionen Flüchtlingen ab 1945 und die Anwesenheit von Millionen von Zwangsarbeiter/innen in den Kriegsjahren. An Hand von Vorträgen, Zeitzeugengesprächen und Stadtrundgängen werden die Reaktionen der Bevölkerung auf Zwangsarbeiter und Flüchtlinge 1945 hinterfragt. Es findet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Begriff der Volksgemeinschaft statt. In einem weiteren Teil erfolgt der Bezug zur Gegenwart: Die Herausforderungen von einzelnen Gemeinden bei der Aufnahme von Flüchtlingen heute werden dargestellt und in einem Workshop Argumente gegen fremdenfeindliche Parolen erarbeitet.

Eine Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Kooperation mit Geschichte konkret ErFahren, einem Projekt der Brücke/Most-Stiftung gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung

Teilnahmebeitrag: 139 € inkl. Ü/HP, Ermäßigung für Studierende und Geringverdienende auf Anfrage um bis zu 80 €

Ort: Döbeln und Roßwein

Uhrzeit: 10:00

Kontaktperson: Susanne Gärtner

Ausführliches Programm hier.

01.04.(deadline): Anarchism and Techne, Berlin (12.06.)

Workshop: Anarchism and Techne: Techniques and technologies of transformative practices

The initial assumption of this workshop is that the concept of technê can offer a constructive perspective on anarchist practice. The word technê has a broad meaning and can be found in a range of contexts. The Greek term technê can be translated as ‘craft’ or ‘art’. Philosophy’s opposition of technê, the domain of ‘craft’, to epistêmê, the domain of ‘knowledge’, is the basis for the modern opposition of ‘practice’ versus ‘theory’. Technê can be understood as the ‘craft of life’, as the ‘art of living’, as ‘a disposition for acting’, as the practice of the self and of a collective. Furthermore, we find technê in words such as ‘technique’, ‘technology’ and ‘technics’. Technê implies the use of tools, methods, strategy and tactics. It also carries the meaning of ability, skill, artistry and performance and is thus intimately related to practices. This interdisciplinary workshop aims to explore the broad meaning of technê in respect to anarchism and anarchist practices. Anarchism is concerned with a craft of collective life, with daily transformative practices and techniques towards creating a world without hierarchies and domination. Bearing this in mind we would like to investigate from a multiple of perspectives the intersections of technê and anarchism.

Contributors might consider but are not limited to:

  • Techniques of social transformation (These might include concrete collective practices: housing projects, squats, community supported agriculture, autonomous zones)
  • Anarchism and technology (problems, challenges, controversies, contradictions)
  • The influence of technology on transformative practices.
  • The role of media and especially media practices beyond the aspect of mobilization and organizing. Media and media practices as creative forces that enable new types of anarchist practice to emerge.
  • Can we talk about ‘anarchist technologies’ i.e. technologies that are specifically conducive to anarchist aims? Or can only specific application of technologies be called anarchist?
  • Anarchism and craft, art, performance
  • Anarchism and practices of the self, practices of a collective
  • What makes specific transformative practices anarchist?
  • How are transformative practices linked to transformative theory?

Papers should not exceed 15 minutes in length and should be held in English. This workshop aims to bring together scholars and activists from different research fields and backgrounds. Graduate students, postgraduates and post-doctoral researchers are particularly welcome.

Please send your proposals (of no more than 500 words) as well as a brief biographical note (100 words) to Iwona Janicka at iwona.janicka@cantab.net and Almut Woller at almutwoller@googlemail.com by 1 April 2015. Please write in the subject line: Anarchism and Techne_Abstract_Your Name. Notifications will be sent out by 14 April 2015. The workshop will take place on 12 June 2015 at the Technische Universität, Berlin. We’re looking forward to it.

Zeitschrift: APuZ 7–9/2015: "Entwicklungszusammenarbeit"

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 7–9/2015)

Entwicklungszusammenarbeit

2015 läuft die Frist zur Erreichung der »Millenniumsentwicklungsziele« aus. Der Konsultationsprozess für die »Post-2015-Agenda« läuft auf Hochtouren. Diese soll auch soziale, wirtschaftliche und vor allem ökologische Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung umfassen, um jene Probleme in Angriff zu nehmen, die nicht vor nationalen Grenzen haltmachen.

Mit diesem Anspruch nehmen die künftigen Sustainable Development Goals jenseits einer Unterscheidung nach »Entwicklungsstand« alle Staaten gleichermaßen in die Pflicht. Um die künftige Agenda verwirklichen zu können, werden internationale Kooperationsformen nötig sein, die über die klassischen Rezepte hinausgehen. Der Entwicklungszusammenarbeit steht in diesem Kontext eine Neuausrichtung bevor.

Die APuZ "Entwicklungszusammenarbeit" erscheint mit folgenden Beiträgen:

Anne-Sophie Friedel, Editorial
www.bpb.de/200360

Andreas Eckert, Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit
In der Geschichte der »Entwicklung« gibt es jahrzehntelange Erfahrungen zu analysieren. Dabei erweist sich die Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit nicht zuletzt als eine sich beständig wandelnder, häufig enttäuschter Erwartungen.
www.bpb.de/200361

Franziska Müller und Aram Ziai, Eurozentrismus in der Entwicklungszusammenarbeit
Das Problembewusstsein für Eurozentrismus in der Entwicklungszusammenarbeit wächst. Doch durch die Verflechtung von Experten-, Geber- und Normenhierarchie in ihren Strukturen ist es schwierig, ihn ganz zu vermeiden.
www.bpb.de/200363

Stephan Klingebiel, Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit
Angesichts veränderter globaler Herausforderungen bedarf es neuer Kooperationsansätze. Ist Entwicklungszusammenarbeit ein Auslaufmodell oder der Ausgangspunkt für die systematische Bearbeitung globaler Probleme?
www.bpb.de/200366

Joachim Betz, Umbruch in der Entwicklungsfinanzierung?
Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit kommt nur noch für einen kleinen Teil der Entwicklungsbemühungen ärmerer Länder auf. Die neue globale Agenda für nachhaltige Entwicklung setzt auf vielfältige Finanzierungsquellen.
www.bpb.de/200368

Siegmar Schmidt, Entwicklungszusammenarbeit als strategisches Feld deutscher Außenpolitik
Mit Entwicklungspolitik verfolgten die Bundesregierungen stets unterschiedliche Ziele. Strategische und wirtschaftliche Interessen drängten phasenweise Entwicklungsziele in den Hintergrund. Derzeit wächst die Bedeutung außen- und sicherheitspolitischer Aspekte.
www.bpb.de/200370

Theo Rauch, Zur Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Gelang es der Institutionenreform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit die Vielfalt wirkungsvoll zu bündeln oder wurde ihr eine Zwangsjacke verpasst? Trägt die effizientere Vergabepraxis zu einer wirksameren Entwicklungspolitik bei?
www.bpb.de/200372

Sebastian Steingaß, Der EU-Beitrag zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit
Indem die EU interne Maßnahmen zur Harmonisierung europäischer Entwicklungspolitiken auf internationaler Ebene vermittelt, beeinflusst sie die globale Agenda zur Steigerung der Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit.
www.bpb.de/200374

Thomas Pogge, Weltarmut und Menschenrechte
Trotz eines hohen globalen Durchschnittseinkommens leben nach wie vor sehr viele Menschen in extremer Armut. Dass es sich dabei um ein anhaltendes Unrecht handelt, das den Armen der Welt zugefügt wird, erkennen nur wenige.
www.bpb.de/200376

Das komplette Heft können Sie unter www.bpb.de/200379 bestellen und als PDF oder EPUB für E-Reader herunterladen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre APuZ-Redaktion

Bundeszentrale für politische Bildung
Redaktion "Aus Politik und Zeitgeschichte"
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99 515-0
Fax +49 (0)228 9910 515-585
www.bpb.de/apuz
www.bpb.de/apuz-aktuell
http://twitter.com/APuZ_bpb

Herausgeber: bpb, Seiten: 56, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7507

Buch: Frank Eckardt/René Seyfarth/Franziska Werner (Hrsg.), LEIPZIG. Die neue Ordnung der unsichtbaren Stadt, 2015.

Leipzig ist nach vielen Jahren der Schrumpfung heute die am schnellsten wachsende Stadt in Ostdeutschland. Als »Hypezig« erfuhr der neue Boom in den letzten Jahren massive mediale Aufmerksamkeit. Doch der städtische Wandel ist komplex und vielfältig. Ausgrenzungen und soziale Ungleichheiten sind Begleiterscheinungen dieser oftmals positiv wahrgenommenen Entwicklung. Das Buch Leipzig: Die neue urbane Ordnung der unsichtbaren Stadt gibt Einblicke in die soziale Ordnung von Leipzig, welche die Stadt in ihrer Widersprüchlichkeit beschreiben. »Unsichtbare« beziehungsweise unsichtbar gemachte Prozesse und soziale Gruppen stehen deshalb im Fokus. Die aufgenommenen Beiträge legen auf verschiedene Weise dar, wie in Leipzig hinter den schönen Fassaden an einer neuen Gesellschaftsordnung gebaut wird.
Das Buch versammelt einerseits Beiträge zu aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Wohnungsmarkt, Bildung und Kultur sowie zu lokalen Diskursen und dem überregional bekannt gewordenen Label »Hypezig«. Andererseits werden heterogene Lebenswelten von – zum Beispiel – Muslim_innen, Wohnungslosen, Flüchtlingen, Queers, Neonazis und älteren Menschen beleuchtet. Die dargestellten Mechanismen und Phänomene der neuen urbanen Ordnung sind zum einen spezifisch für die Situation in Leipzig, zum anderen lassen sich die aufgezeigten Veränderungen auch in vielen anderen Städten wiederfinden. Diese Buch versteht sich als Anregung und Diskussionsbeitrag, sich mit diesem Wandel auseinanderzusetzen.

ISBN 978-3-89771-577-6
Seiten: ca. 256
Ausstattung: softcover

ca. 18 EUR

Mehr Infos hier.

23.03.: 8 Promotionsstipendien Interdisziplinäres Graduiertenkolleg Gender und Bildung, Hildesheim

Beginn: 01.06.2015
Bewerbungsschluss: 23.03.2015

Im Rahmen des 2012 eingerichteten Interdisziplinären Graduiertenkollegs Gender und Bildung sind zum 01. Juni 2015 an der Stiftung Universität Hildesheim 8 Promotionsstipendien (bis zu 3 Jahre) zu vergeben.

Das Graduiertenkolleg widmet sich der Erforschung der komplexen Zusammenhänge zwischen Gender und Bildung. Es ist interdisziplinär ausgerichtet und fördert Projekte aus den Erziehungs- und Sozialwissenschaften, den Sprach-, Literatur-, und Kulturwissenschaften.

Der Bewerbung um ein Stipendium sind ein 10-seitiges Exposé, ein Lebenslauf und Motivationsschreiben beizufügen. Die Sprache des Graduiertenkollegs ist Deutsch.

Weitere Informationen gibt es hier.

30.03.: 3 Promotionsstipendien "Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa" (Bochum)

Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

Ausschreibung von 3 Promotionsstipendien in der Nachwuchsgruppe "Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und
Gewerkschaften in Europa"

Die Hans-Böckler-Stiftung vergibt 3 Promotionsstipendien im Rahmen der am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum angesiedelten Nachwuchsgruppe "transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa". Leiterin der Nachwuchsgruppe ist Prof. Dr. Sabrina Zajak.

Die Nachwuchsgruppe untersucht die Entstehung, interne Koordinationsmechanismen und Wirkungsweisen von transnationalen
Allianzen zwischen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Europa. Vorgesehene Themenschwerpunkte sind die Kooperationsbildung auf europäischen Sozialforen, Allianzen im Kontext europäischer Austeritätspolitik und die Mobilisierung gegen Freihandelsabkommen (Beispiel TTIP).
[...]

Bewerbungsvoraussetzung ist ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Hochschulstudium der Politikwissenschaften, Soziologie oder Geschichtswissenschaft sowie ein Promotionsprojekt im Themenbereich "Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa". Bewerberinnen und Bewerber müssen außerdem ein gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement nachweisen.
[...]
Das Stipendium beträgt 1050 EUR (+ 100EUR Forschungskostenpauschale) pro Monat.
Die Laufzeit beträgt 3 Jahre.
Die Frist zur Einreichung von Bewerbungen endet am 30.03.2014.
[...]
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an sabrina.zajak@rub.de.

CfP: 15.04.: Powision "Ownership. Neue Formen des Besitzens"

Das Magazin Powision ruft zu Beiträgen zu dem Themas "Ownership. Neue Formen des Besitzens" auf.

Aus dem Call:
2014 wurde in Deutschland das erste Kind aus einer legalen Embryonenspende geboren. In Deutschland gehören Kinder juristisch zu ihrer Geburtsmutter. Das ändert sich auch dann nicht, wenn das geborene Kind aus der Eizelle einer anderen Person entstanden ist, so gibt es in Deutschland nicht die Möglichkeit einer legalen Leihmutterschaft – während diese schon seit den 1980er Jahren in den USA Praxis ist. In der dem Thema umgebenen Debatte geht es letztlich um die Frage, wem eine Eizelle, ein Embryo oder ein Kind gehört und warum – anders gesagt: Es sind Fragen des Besitzes, des Eigentums und der Zugehörigkeit. [...]

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Magazins.
Redaktionsschluss: 15. Mai 2014

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