Juli 2016

Druckeroptimierte VersionAls Email sendenPDF Version

Liebe Leserinnen und Leser,

so langsam stellt sich die Sommermüdigkeit in unserem Newsletterteam ein und das Sommerloch kündigt sich auch an. Dennoch haben wir einige Veranstaltungen und ähnliches für euch zusammengestellt. Mit sommerlichem Gemüt wünschen wir euch kurz und knapp viel Vergnügen bei der Lektüre!

Euer Newsletterteam

EnWi e.V.
09.07.: Austausch "EnWie? - Engagierte Wissenschaft und die Realität"
Publikation des FKR: "Von »besorgten Bürgern« zu Widerstandskämpfern? – Pegida und die neue Rechte" in "Die enthemmte Mitte"
Leipzig
01.07./ 04.07.: Infoabend zu No Legida und Demo Re/Public Reclaim the Streets
03.07.: 15. Multikulturelles Sommerfest - "Humans welcome!"
08.07. - 16.07. Christopher Street Day in Leipzig
12.07.: Film: Beziehungsweise. Kurzfilme jenseits der Heteronormativität von Jan Soldat
15.07.: Auststellungseröffnung und Comic-Lesung "Ach, so ist das?!"
23.07. Global Space Odyssey
Rest der Welt
02.07.: Protest gegen den Quds-Marsch, Berlin
04.-10.09.: Bildungsreise: "Geschichte und Gegenwart (Ex)Jugoslawiens – Kontinuitäten und Brüche der jugoslawischen Linken."
05.07. Podiumsdiskussion „Die Aktualität des Sozialismus“ mit Axel Honneth, Christoph Menke, Gesine Schwan und Sahra Wagenknecht, Berlin
22.-24.07.: "Internationales Vernetzungstreffen ŘEAM", CZ
25.07. (Anmeldeschluß): Gender Studies meets Diskursforschung meets Gender Studies, Paderborn
Neuerscheinungen
Zeitschrift: Interface 8/1 Mai 2016
CfPs und Stellenausschreibungen
03.07.: CfP feministische studien
10.07. (deadline): Berater_in mit Migrationsgeschichte/ Rassismuserfahrung
15.08. (deadline): CfP: Imagining the Peoples of Europe: political discourses across the political spectrum
21.07.: Post-Doc mit dem fachlichen Schwerpunkt „Gender und Diversity in MINT-Beschäftigungsfeldern“
Bundesfreiwilligendienst (BFD) Flucht und Asyl

09.07.: Austausch "EnWie? - Engagierte Wissenschaft und die Realität"

Liebe EnWi-Interessierte,
zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung im Mai haben wir uns über unser Engagement im Allgemeinen und in EnWi im besonderen ausgetauscht. Dieser Austausch soll am 09.07. um 15Uhr fortgesetzt werden.
Wenn ihr gerne daran teilnehmen möchtet und Infos zum Wo und Wie braucht, dann wendet euch bitte an unseren Vorstand (vorstand ät engagiertewissenschaft.de).

Im Mai Newsletter hatten wir den Austausch so angekündigt:
EnWi ist als Verein neun Jahre alt, als Initiative mindestens zwölf. Studierende und Absolvent_innen haben die Initiative und den Verein gegründet und getragen. Sie sind – wie in allen ehrenamtlichen Strukturen üblich und erwartbar – gekommen, mehr oder weniger lang geblieben, haben in dieser Zeit ihre Spuren hinterlassen, Neues angestoßen, Vorhandenes fortgeführt und weiter entwickelt, sind weitergegangen, fühlen sich mehr oder weniger verbunden und geben dieser Verbindung verschiedentlich Ausdruck. Regelmäßig stellt sich die Frage nach der Zukunft: kommen neue Leute hinzu? Professionalisieren sich die Strukturen? Geht alles auf kleinerer Flamme weiter? Alle diese Szenarien traten und treten ein, auf ihre Weise, immer wieder. Der Verein, die Initiative: sie bestehen länger, als ein Studium dauert, ein Projektvertrag oder die Höchstdauer aneinandergereihter befristeter Beschäftigungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Das heißt: bei EnWi aktiv zu sein passiert nicht nur ehrenamtlich, sondern zunehmend auch nebenberuflich.

„Engagierte Wissenschaft“: das zieht als Name und Programm Menschen an, die sich irgendwie wissenschaftlich verorten und irgendwie politisch. Die Ansprüche haben an ihr wissenschaftliches Tun und an ihr Engagement.

Der Name ist einer Rede von Pierre Bourdieu entlehnt, in der u.a. folgendes steht:

„Die meisten gebildeten Menschen, zumal im Bereich der Sozialwissenschaften, haben eine Dichotomie im Kopf, die mir verhängnisvoll erscheint: die Dichotomie von scholarship und commitment – die Unterscheidung zwischen denen, die sich der wissenschaftlichen Arbeit widmen, indem sie mit wissenschaftlichen Methoden für die Wissenschaft und für andere Wissenschaftler forschen, und denen, die sich engagieren und ihr Wissen nach außen tragen. Dieser Gegensatz ist künstlich.“ (Bourdieu 2001)

Der „Verein als Werkzeugkiste“ nahm sich also vor, diese Dichotomie zu überwinden. Wissenschaftlich generiertes Wissen zu nutzen – zum „Besseren“. Und gleichzeitig dieses wissenschaftlich generierte Wissen nicht zu privilegieren vor anderen Wissensformen.

Aber wie geht das: engagierte Wissenschaft?

  • Wofür engagiert sich welche Wissenschaft?
  • Wie verlaufen die Grenzen zwischen Engagement und Wissenschaft?
  • Auf welche Wissenschaft bezieht sich das Engagement?
  • Welche strategischen Umgänge gibt es damit: Ist EnWi ein i-Tüpfelchen im Lebenslauf, wo „gesellschaftspolitisches Engagement“ für die Stipendienbewerbung gefragt ist, die organisierte Vortragsreihe als Nachweis erworbener Schlüsselqualifikationen gilt oder ein in Eigenregie herausgebrachter Sammelband in die Publikationsliste wandert? Oder ist die Beteiligung an manchen AGs, die Unterzeichnung des einen oder anderen Aufrufs dann vielleicht doch zu „politisch“? Anders gefragt: wie verhält es sich mit dem Anspruch einer Engagierten Wissenschaft und verschiedenen „Währungen“ in verschiedenen sozialen Kontexten?
  • Wie verhält es sich mit den vereinsinternen Ansprüchen an „Hierarchiearmut“ und Antidiskriminierung, wenn der Verein – nach wie vor und nach verschiedenen Öffnungsversuchen – vor allem aus studierten Männern besteht?
  • In unseren Berufsleben: wie und wofür nutzen wir die erworbenen wissenschaftlichen Qualifikationen?
  • Beeinflusst die Haltung einer „engagierten Wissenschaft“ unsere Forschungsgegenstände, -zugänge und -methoden?
  • Beeinflusst diese Haltung die Gegenstände von und Zugänge zu Aktivismus, Intervention, Engagement?

Ziel der Runde, zu der wir euch hiermit einladen, ist es, diese manchmal getrennt scheinenden Welten miteinander ins Gespräch und vielleicht zusammenzubringen – die (mitunter berufliche) Realität mit dem Anspruch einer engagierten Wissenschaft, die Wissenschaft mit dem Engagement, die Themen miteinander.

Als Einstieg dient die Frage: Woran arbeitet ihr gerade? (Ob bei EnWi oder einem anderen Kontext, in eurem Job oder eurer Qualifikationsarbeit, in eurer Freizeit, oder oder oder...) Denn ein weiterer Gedanke der Engagierten Wissenschaft war: Möglichkeitsräume zu schaffen für Austausch, Kennenlernen anderer Ideen, das Spinnen und Umsetzen von Projektideen und Formen der Zusammenarbeit.

Wir wollen euch einladen zu einem Austausch darüber. Come as you are und schaut mal, wer noch so da ist. Eingeladen sind alle, die Mitglieder bei EnWi sind oder waren, die in einer AG aktiv sind oder waren, die in unserem Büro arbeiten, die unseren Newsletter lesen, die sich interessieren für „engagierte Wissenschaft“ oder die gerne mal wüssten, woran die anderen „bei EnWi“ gerade so arbeiten.

Publikation des FKR: "Von »besorgten Bürgern« zu Widerstandskämpfern? – Pegida und die neue Rechte" in "Die enthemmte Mitte"

Am 15. Juni 2016 ist die neue “Mitte Studie” der Universität Leipzig erschienen:
Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler (2016): Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland, Psychosozial-Verlag: Gießen.

In dem Band finden sich neben den aktuellen Ergebnissen zur rechten Einstellungsmustern in der deutschen Bevölkerung auch fünf Beiträge zum Stand der Zivilgesellschaft, darunter ein Artikel des FKR: “Von »besorgten Bürgern« zu Widerstandskämpfern? – Pegida und die neue Rechte” von Thorsten Mense, Frank Schubert und Gregor Wiedemann.

Die Ergebnisse der Leipziger Studie sind kostenlos erhältlich als PDF bei den fördernden Stiftungen Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Otto-Brenner-Stiftung. Die Artikel zum Stand der Zivilgesellschaft sind im gedruckten Buch für 19,90 EUR erhältlich.

01.07./ 04.07.: Infoabend zu No Legida und Demo Re/Public Reclaim the Streets

Infoabend // No Legida // Infos zu kommenden Montag // im Black Label

Was, wie, wann, wo:
Kneipenabend, Teil 5 – re/public – rearrange the public
Wir laden euch hiermit zum offenen Kneipenabend Teil 5 ein. Leipzig nimmt Platz informiert wo und wann ihr gegen Legida und andere Menschenfeinde demonstrieren könnt und möchte sich mit euch beratschlagen, welche Strategien es gibt.

Ab 19 Uhr sind wir für euch vor Ort, in der Wolfgang-Heinze-Straße, im Black Label, um mit euch gemeinsam über dies und das und jenes zu sprechen und dabei, das ein oder andere Kaltgetränke zu vernichten.

Weitere Infos zur Veranstaltung:

In der Zwischenzeit haben die ersten heißen Sonnenstrahlen ihr übriges getan und scheinbar bei den „Besorgten“, die letzten Gehirnzellen durchschmoren lassen. Denn am Montag, den 04.07., will auf der einen Seite LEGIDA demonstrieren und Thügida/ Wir lieben Sachsen will dagegen demonstrieren. Ein Wettstreit unter Faschisten.

Man könnte das zum Anlass nehmen die Liegestühle rauszuholen und sich daneben setzen und zuschauen wie sich die vermeintliche Bewegung weiter zerlegt, getreu dem Motto jede/r/m nur ein Kreuz und eine Bewegung. Könnte man, sollte man aber nicht, denn dass würde heißen zu akzeptieren, dass Hass und Hetze immer wieder auf die Straße getragen werden. Dies wiederum ein schwer ertragbarer Zustand auch wenn wir immer noch auf die versprochene Million Besorgter warten, die uns vollmundig im Frühjahr 2015 angekündigt wurden. Wir rechnen am 04.07. mit mindestens Drölfzig wenn nicht sogar eine Viertelmellone Entitäten-mindestens, jawohl ja.

Stattdessen gilt es mit vielfältigen Aktionen immer und selbstverständlich den öffentlichen Raum sich anzueignen und dort Zeichen gegen menschenverachtenden Hass zu setzen.
Was haben wir noch im Programm?
Richtig, die Aufarbeitung der ein oder anderen rechtlichen Auseinandersetzung steht noch auf dem Programm.

Das wären im Einzelnen:

  • der 07.09. und die kleine Sitzblockade am Bahnhof wo nunmehr auch die ersten Menschen ihre Bußgeldbescheide bekommen haben
  • der 18.11. AfD. Dort liegt uns nun das Video vom Tag in Leipzig vor und die Frage, wie man damit umgeht oder besser nicht?
  • Vernetzung mit anderen Betroffenen

Mit der Person, die sich laut Verfassungsschutz als Anwalt von NO LEGIDA ausgibt.

Weiterhin die Klassiker auf der Karte:
Kreative Aktionen, wie mach ichs möglich und wo geht was?, anhand von Kartenmaterial die besten Wege durch die Stadt erkunden- Geocahing für Profis und solche, die es werden wollen Kleingruppentaktik aber effektiv, dazu eingeflogen unser Eskalationsbeauftragter und Vernetzung für Anfänger und Fortgeschrittene.

Für den Kurs effektiv argumentieren und das lautstark wollten wir den isländischen Kommentator gewinnen, der aber leider beruflich noch in Frankreich gebunden ist.
Letztlich möchten wir euch einen Rahmen bieten, den ihr selber füllen könnt. Menschen treffen, austauschen, Strategien diskutieren oder manchmal einfach nur in einer sympathischen Runde das Wochenende mit einem zünftigen Schnaps einläuten.

Weil wir Rücksicht nehmen auf Sportfanatiker wird es aber der entsprechenden Uhrzeit auch die Möglichkeit nehmen mit absolut angenehmen Menschen, Sport zu goutieren. Wobei wir wetten, dass der ein oder andere Profiamateuer auch vor Ort ist.
Kommt vorbei, bringt Freund_innen mit, nehmt Platz, hebt ein paar Gläschen mit uns und lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir uns das Demonstrationsgeschehen am 04.07. vorstellen.

Die Infos kommen von der Facebookseite der Veranstaltung.

Den Aufruf zur Demo "Re/Public Reclaim the Streets" gibt es auf platznehmen.de.

03.07.: 15. Multikulturelles Sommerfest - "Humans welcome!"

Am 03.07.2016 findet in der Kulturfabrik Leipzig, Kochstr. 132, von 14:00 bis 22:00 Uhr das 15. Multikulturelle Sommerfest der Gesellschaft für Völkerverständigung statt.

Der Gedanke des Treffens ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Lebensweisen zusammen zu bringen, die Vielfalt zu feiern sowie Ideenaustausch und Gemeinschaft zu fördern. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Thematik Migration und Flucht, mit dem Ziel, insbesondere Menschen mit Fluchterfahrung eine Bühne zu geben.

Verschiedene Perspektiven, Meinungen, Erfahrungen, Fragen, künstlerische und kulturelle Ausdrucksweisen, die in Leipzig zuhause sind, sollen einen Platz finden.

Freut euch auf Theater, Musik, Tanz, Workshops, Essen und vieles mehr...

EINTRITT FREI!

Mehr Infos auf der Seite des Veranstalters, der Gesellschaft für Völkerverständigung.

08.07. - 16.07. Christopher Street Day in Leipzig

Der Christopher Street Day (CSD) Leipzig findet vom 08.07. – 16.07.2016 statt.
Demo & Straßenfest bilden dabei am 16.07.2016 den Abschluss der vielfältigen CSD-Veranstaltungswoche.

Der Themenschwerpunkt liegt auf dem Umgang von Religionen mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität.

Die Botschafterin ist dieses Jahr die Thomaspfarrerin Britta Taddiken.

Die Forderungen findest du hier.

Hier geht’s zu den Veranstaltungen der CSD-Programmwoche.

12.07.: Film: Beziehungsweise. Kurzfilme jenseits der Heteronormativität von Jan Soldat

Ort: Cinémathèque in der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46
Zeit: 19:30 Uhr
BRD 2012-2015, OmeU, Dok, 85 min, Regie: Jan Soldat

Fünf Kurzfilme, die intime Einblicke geben in (männliche) Sexualitäten, Lebens- und Beziehungsentwürfe abseits heteronormativer Normen.

BDSM, Sexualität im Alter, Age-Play und Beziehungsformen abseits des Mainstreams – die Themen verheißen zunächst Skandal, Tabubruch und vermeintlich aufklärerische Moralität. Diese Erwartungen erfüllen die meisterhaften Kurzdokumentarfilme jedoch nicht. Stattdessen gelingen Regisseur Jan Soldat sensible und respektvolle Einblicke in vielfältige Lebenswirklichkeiten und (vor allem männliche) Sexualitäten jenseits des heteronormativen Mainstreams – ohne die übliche Pathologisierung und fernab der bekannten ästhetischen Signaturen queerer Lebensentwürfe.
BEZIEHUNGSWEISE zeigt gewöhnliche Menschen, wie sie sind: frei in der Unfreiheit, unromantisch und trotzdem voller Liebe.

Beziehungsweise (BRD 2013, 5 min)
Menschen und ihre Beziehungen. Zu anderen, zu ihren Wohnungen, zu sich selbst.

Die 6. Jahreszeit (BRD 2015, 37 min)
Arwed, 48, ist Landwirt in der 3. Generation. Nach einer sehr stressigen Erntezeit hat sein Partner Dennis ein ganz besonderes Geschenk für ihn: eine Woche Wellness-Urlaub. Im Gefängnis. Filmische Beobachtung einer zärtlichen Beziehung, die ihre Erfüllung im Wechselspiel von Macht, Kontrolle und Hingabe sucht.

Wielandstr. 30, 3. OG links (BRD 2012, 2 min)
Jörg, 70, und Karsten, 28, zeigen sich, ihre Liebe und ihre Wohnung.

Ein Wochenende in Deutschland (BRD 2013, 25 min),
Manfred und Jürgen, beide Mitte 70, verbringen einen gemeinsamen Samstag. Sonnen, Gartenarbeit und Streitereien stehen auf dem Programm. Am Sonntag leistet ihnen ihr alter Freund Rosie bei ihrer BDSM-Session Gesellschaft. Ein ganz normales Wochenende irgendwo in Deutschland.

Coming of Age (BRD 2015, 14 min)
Der geplante Vater-Kind-Nachmittag verwandelt sich in ein Gespräch über männliche Vorbilder - bis die Rollen wieder wechseln.

FSK 18.

Anschließend Gespräch mit Regisseur Jan Soldat.

15.07.: Auststellungseröffnung und Comic-Lesung "Ach, so ist das?!"

"Ach, so ist das?!"
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG & COMIC-LESUNG
Biografische Comicreportagen von LGBTI
MARTINA SCHRADI, Nürnberg
Ort: frauenkultur e.v. Leipzig, windscheidstr. 51 04277 Leipzig
Zeit: 20:30 Uhr

Unter dem Motto "Ach, so ist das?!" sammelt Comiczeichnerin Schradi wahre Geschichten über Lebensweisen und Erfahrungen von LGBTI* - Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten, Transgender und Intersexuellen - und zeichnet daraus biografische Comicreportagen. In der Ausstellung werden etwa 20 Geschichten gezeigt. Sie sind witzig, überraschend, traurig oder sehr ernst - und eines haben sie alle gemeinsam: Sie regen zum Nachdenken an, was es für Hürden und Absurditäten im Alltag und im Zusammenleben mit Anderen gibt, wenn Menschen eine sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität haben, die nicht der Mehrheit entspricht.

Allen Freund*innen der guten Unterhaltung bietet Schradi eine multimediale Lesung der Comics mit Soundmachines, Spielorgeln und Beamer. Sie werden sehen: Homosexualität im Comic geht ernst und witzig - beides gleichzeitig, wenn die "lesbischen" Mamas ihre Familie vorstellen und der Metzger Ralph zur Gay Oriental Nacht aufbricht...

23.07. Global Space Odyssey

Aufruf zu einem respektvollen, solidarischen und fairem Umgang in unserer Gesellschaft!

Erneut rufen wir auf zu einer Demonstration der besonderen Art! Die Global Space Odyssey war schon immer vielfältig, bunt und laut! Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, öffentlich zu äußern, warum eine pluralistische Gesellschaft so wichtig ist. Wenn die Demo also am 23.07.2016 wieder durch die Stadt zieht, dann zelebrieren wir einen Tag voller Freude mit den Menschen zusammen, die sich ebenfalls für eine bunte, weltoffene und tolerante Gesellschaft einsetzen.

Vieles läuft in unseren Augen schief durch die Abschottungspolitik des "freien" Europas. In Sach(s)en aufkeimender Rassismus und der wiederkehrenden Gefahr zum Nationalismus und aus Abstiegsangst motivierter Fremdenfeindlichkeit blicken wir aber vor allem auch besorgt auf Sachsen. Der Gedanke an eine Nationalität, die zwangsweise Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Lebenseinstellung ausschließt und nicht an der Gesellschaft teilhaben lässt, setzt sich zunehmend institutionell und in den Köpfen der Menschen fest. Die GSO will dieses Jahr zeigen, dass es viele gibt,die anderer Meinung sind. Dazu zählt nicht nur das Team der GSO, sondern die ganzen Crews, die einen Wagen gestalten und alle, die unserem Aufruf - GSO-getreu vielfältig, bunt und laut - folgen!

Vielfältig: Das ist die Szene, die sich seit Jahren immens entwickelt, die ohne diverse globale Einflüsse so nicht existieren und bestehen könnte. Das ist jeder Mensch, der diese Szene unterstützt, ganz egal ob das durch aktive Mitarbeit geschieht oder durch tanzende Füße zum Ausdruck gebracht wird.

Bunt: Das sind die Menschen. Wir bestehen aus verschiedenen kulturellen Einflüssen, verschiedenen Familien und verschiedenen Orten der Erde. Bunt sind wir aber auch durch unsere Ideen, Denkansätze und unterschiedlichen Lebensweisen.
Wir als GSO suchen den Diskurs zwischen den Fronten – entgegen dem Schwarz-/Weiß-Denken – für Wege des Miteinander, wollen Denkansätze geben und treten nationalistischem Gedankengut entgegen. Wir wollen Menschen zusammenbringen zum Tanzen und glücklich sein, aber auch für den Austausch von Ideen und Handlungsmöglichkeiten sorgen und den Demo-Ausklang als Plattform dafür nutzen.

Den kompletten Aufruf gibt es hier und die Demoroute hier.

02.07.: Protest gegen den Quds-Marsch, Berlin

Sa 2.7. 12:30 Uhr, Kurfürstendamm/Joachimsthaler Str., Berlin

Demonstration gegen den antisemitischen und homophoben Quds-Marsch in Berlin. Mehr Infos dazu auf dem Mobilisierungsblog der Demo.

05.07. Podiumsdiskussion „Die Aktualität des Sozialismus“ mit Axel Honneth, Christoph Menke, Gesine Schwan und Sahra Wagenknecht, Berlin

Zeit: 05.07.2016, 18.00-20.00 Uhr
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Audimax, Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig,
Einlass ab 17.45 Uhr
Kontakt: workshops.sozialphilosophie@hu-berlin.de

Gehört das Projekt des Sozialismus zurück auf die Agenda einer progressiven linken Politik? In seinem neuen Buch "Die Idee des Sozialismus" bejaht Axel Honneth diese Frage. Soziale Freiheit, so Honneths These, ist „die eigentliche Idee des Sozialismus“. Mit seiner Neubestimmung der normativen und gesellschaftstheoretischen Grundlagen einer genuin demokratischen sozialistischen Politik eröffnet Honneth so die Vision einer sozialistischen Transformation des Gesellschaft auf dem Wege demokratischer Experimente.
Auf dem Podium wollen wir den politischen Gehalt dieser Thesen – und genereller: die Zukunft eines sozialistischen Projekts – mit VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft diskutieren. Axel Honneth wird seine Thesen in einem kurzen Vortrag vorstellen, gefolgt von Kommentaren von Christoph Menke, Gesine Schwan und Sahra Wagenknecht und einer öffentlichen Diskussion. Die Veranstaltung wird organisiert von Rahel Jaeggi und Lukas Kübler, Lehrstuhl für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie der HU Berlin. Gefördert wird die Veranstaltung freundlicherweise von der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und dem Suhrkamp Verlag.

Axel Honneth ist Professor an der Columbia University, New York City, Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt/M. und Senior Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/M. Zu seinen umfangreichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Sozialphilosophie, der politischen Philosophie und der Gesellschaftstheorie gehören u. a. Das Recht der Freiheit 2011), Pathologien der Vernunft: Tradition und Gegenwart der Kritischen Theorie (2007) und Kampf um Anerkennung (1992, erw. Neaufl. 2003). 2015 wurde er mit dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet.
Christoph Menke ist Professor für praktische Philosophie mit Schwerpunkt politische Philosophie und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und im akademischen Jahr 2015/16 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze auf dem Gebiet der Rechtsphilosophie, der politischen Philosophie und der Ästhetik veröffentlicht, u. a. Kritik der
Rechte (2015), Die Kraft der Kunst (2013) und Spiegelungen der Gleichheit (2000).
Gesine Schwan war von 1999 bis 2008 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/O., davor von 1977 an Professorin für politische Theorie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2014 ist sie Präsidentin der von ihr mitgegründeten Humboldt-Viadrina Governance Platform Berlin. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere war sie auch politisch tätig,
u. a. als Mitglied der Grundwertekommission der SPD und kandidierte 2004 und 2009 auf Vorschlag der SPD für das Amt der Bundespräsidentin. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und wurde für ihr politisches Engagement mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Sahra Wagenknecht ist seit 2009 Mitglied des deutschen Bundestages und dort seit 2015 Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Von 2004 bis 2009 war sie Mitglied des Europaparlaments. Als promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und politische Publizistin ist sie Autorin zahlreicher Bücher zur Ökonomie des Finanzkapitalismus, u. a. zuletzt Reichtum ohne Gier (2016) und Freiheit
statt Kapitalismus (akt. Neuaufl. 2012).

22.-24.07.: "Internationales Vernetzungstreffen ŘEAM", CZ

ŘEAM – steht für ein transkulturelles Angebot für Mitarbeitende und Mitwirkende internationaler gemeinnütziger Einrichtungen und Initiativen. Es ist ein Teambuildingangebot, das Kreativität, Spontanität, Begeisterungsfähigkeit, Überzeugungskraft, Sportlichkeit und vieles mehr vereint und erfordert.

Unterstützt von der Brücke/Most-Stiftung.
Jetzt anmelden bei: Lenka Holiková per Mail: lenkahol@volny.cz

Ort: Kulturní centrum Řehlovice, CZ
Datum: 22. - 24. Juli
Teilnahmebeitrag: 30 Euro

25.07. (Anmeldeschluß): Gender Studies meets Diskursforschung meets Gender Studies, Paderborn

Tagung
DN18 Gender Studies meets Diskursforschung meets Gender Studies: Verschränkungen, Berührungspunkte, Spannungsverhältnisse und Fragen ihrer Begegnungen
08.09.2016-09.09.2016
Universität Paderborn

Das Tagungsprogramm ist nun auf der Webseite verfügbar. Die Tagungsanmeldung ist eröffnet bis zum 25.07.2016.

Wie lässt sich das Verhältnis von Diskursforschung und Gender Studies beschreiben? Welche Perspektiven eröffnen sich die beiden Wissenschaftsfelder gegenseitig und was können sie voneinander lernen? Wo sind sie bereits stark miteinander verwoben und welche Potenziale aber auch Spannungen zeigen diese Verschränkungen? Welche Berührungspunkte werden im Verhältnis beider Wissenschaftsfelder oder vom Blick des einen Wissenschaftsfeldes auf das andere gesehen? Diese Fragen rund um das Aufeinandertreffen von Diskursforschung und Gender Studies stehen im Zentrum der 18. DiskursNetz-Tagung. Ziel ist, sowohl die Ansätze der Gender-Diskurs-Forschung zu präsentieren als auch spezifische Aspekte wie Method(ologi)en, Rezeptionsgeschichte und unterschiedliche disziplinäre Entwicklungen mit Blick auf deren Beitrag für Diskursforschung und Gender Studies ins Licht zu rücken. Wir laden all jene ein, die sich in dem einen und/oder anderen Wissenschaftsfeld sowie in Grenzbereichen bewegen oder aus der Perspektive anderer wissenschaftstheoretischer Positionen einen Beitrag zum Verhältnis von Diskursforschung und Gender Studies leisten möchten. Uns interessiert ein produktiver Austausch über Diskurs und Gender.

Kontaktperson: Prof. Dr. Antje Langer
Email: antje.langer@uni-paderborn.de

04.-10.09.: Bildungsreise: "Geschichte und Gegenwart (Ex)Jugoslawiens – Kontinuitäten und Brüche der jugoslawischen Linken."

Sonntag, 04.09.2016 bis Samstag, 10.09.2016 | ganztägig

Bildungsreise nach Belgrad und Sarajevo, vom 04. bis 10. September 2016

Jugoslawien gehört heute der Geschichte an. Das Land, das sich im Zweiten Weltkrieg durch die jugoslawischen Partisanen selbst befreite, schlug in Zeiten des Kalten Krieges den »Dritten Weg« ein. Damit hatte es ein eigenes Sozialismusmodell entwickelt, welches sich von der Sowjetunion abgrenzte. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks kam es zu blutigen Auseinandersetzungen. Infolgedessen zerfiel Jugoslawien. Heute ist die Bevölkerung in den Nachfolgeländern von Privatisierungswellen, hoher Arbeitslosigkeit und Armut betroffen.

Auf der Reise wollen wir uns mit der Geschichte und Gegenwart (ex) Jugoslawiens befassen. In Belgrad und Sarajevo fragen wir nach: Wie wird an den Zweiten Weltkrieg und an das sozialistische Jugoslawien heute erinnert? Welche Erinnerungskämpfe werden derzeit geführt? Gibt es soziale Bewegungen in der Region und welche Themen beschäftigen sie? Diese und viele weitere Fragen wollen wir auf einer Exkursion durch das ehemalige Jugoslawien diskutieren. Hierfür sprechen wir mit Sozialwissenschaftler_innen, Historiker_innen und politischen Aktivist_innen, wir besuchen Initiativen und Projekte und werden auf Rundgängen und Besichtigungen die Städte erkunden.
Einige unserer Programmpunkte in Stichworten:

• Stadtführung durch Sarajevo - Wie funktioniert das Zusammenleben im multikulturellen Sarajevo damals und heute?
• Treffen mit Mitgliedern des Zentrums für interaktive Bildung und gesellschaftliche Aktion (CODA)
• Besuch des historischen Museums von Bosnia und Herzegowina
• Stadtführung in Belgrad mit dem Historiker Milan Radanović zum Thema NS-Besatzungsregime und antifaschistischer Widerstand in Belgrad
• Besichtigung eines Wandbildes zum Thema 70. Jahre Befreiung in Belgrad mit den Künstlerinnen Miloš Miletić und Mirjana Radovanović
• Besichtigung des Belgrad City-Museum
• Gespräch über die jugoslawischen Spanienkämpfer und ihre Rolle im Partisanenkampf mit dem Vorsitzenden des Verbandes der Spanienkämpfer Milo Petrović
• Besichtigung und Führung Jüdisches Museum
• Besuch des Sozialen Zentrum Oktobar und Gespräch mit linken AktivistInnen zur politischen Situation in Serbien
• Gespräch und Diskussion über Tendenzen des Geschichtsrevisionismus in Serbien mit der Historikerin Olga Manojlović-Pintar
• u.v.m.

Kosten

Der Teilnahmebeitrag beträgt 450 Euro für ein Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag 550 Euro). Er umfasst die Seminarkosten, die Unterbringung (6 Übernachtungen im Hotel), Eintrittsgelder und den Transport vor Ort (Bustransfer von Sarajevo nach Belgrad).
An- und Abreise

Die An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Sarajevo bzw. Belgrad) ist selbst zu organisieren. Anreise zum 04. September (Sonntag) nach Sarajevo, Abreise am 10. September (Samstag) ab Belgrad.

Hinweis: Da Flugverbindungen Deutschland-Sarajevo nur bedingt zur Verfügung stehen und zudem kostenintensiv sind, empfehlen wir für die Anreise einen Flug nach Belgrad zu buchen und von Belgrad auf dem Landweg nach Sarajevo zu reisen. Für den Anreisetag (04.09) bieten wir hierfür einen Bustransfer vom Flughafen Belgrad (ab 14:30) nach Sarajevo an (Aufpreis 40 Euro / Fahrtzeit: 7h). Für Rückfragen zur An- und Abreise stehen wir gerne zur Verfügung!
Hotelunterkunft

Die Teilnehmer_innen kommen vom 4. bis 6. September im Hotel Hecco Sarajevo (2 Nächte) und vom 6. bis 10. September im Hotel Royal Belgrad (4 Nächte) unter.
Anmeldung

Die Anmeldung zur Reise erfolgt schriftlich über unser Anmeldeformular.

Kontakt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen. In Kooperation mit dem Regionalbüro Belgrad der Rosa Luxemburg Stiftung.

Zeitschrift: Interface 8/1 Mai 2016

Interface - A journal for and about social movements

Ein Open-Access Journal mit Beiträgen von Akademiker_innen und Aktivist_innen:
Inhalt
Editorial
Open issue by Kasim Tirmizey, Anna Szolucha
Call for papers volume 9 issue 1

General articles

Bjarke Skærlund Risager and Mikkel Thorup,
Protesting the neoliberal university: the Danish student movement “A different university”

Anastasia Christou,
Feminism, crises and affect: women in academia contemplating publics and performativities

Shelley K. White and Amy Finnegan,
Organizing in abeyance: examining the single-payer healthcare movement in the era of Affordable Care Act implementation

Bryan Evans and Carlo Fanelli,
A survey of the Living Wage movement in Canada: prospects and challenges

Karen Tejada,
Activists and philanthropists: understanding the political habitus of Salvadorans in the D.C. Metro area

Laurence L. Delina and Mark Diesendorf,
Strengthening the climate action movement: strategies from contemporary social action campaigns

Suresh Babu,
The evolving texture of environmentalism and submergence of justice: a critical note on the Narmada Valley protest in India

Amanda Machin,
Hunger power: the embodied protest of the political hunger strike

Tomás Mac Sheoin,
The world according to social movement journals: a preliminary mapping

Reviews

  • Ana Cecilia Dinerstein, 2014, The Politics of Autonomy in Latin America: The Art of Organizing Hope. Reviewed by Ryan A. Knight
  • Colin Barker, Laurence Cox, John Krinsky, and Alf Gunvald Nilsen (Eds.), 2014, Marxism and Social Movements. Reviewed by Christina Heatherton
  • Anne Alexander & Mostafa Bassiouny, 2014, Bread, Freedom, Social Justice: Workers and the Egyptian Revolution. Reviewed by Stephen M. Strenges
  • James S. Ormrod, 2014, Fantasy and Social Movements. Reviewed by Andrew Kettler
  • Michelle D. Bonner, 2014, Policing protest in Argentina and Chile. Reviewed by Tomás MacSheoin
  • Arthur Manuel and Grand Chief Ronald M. Derrickson, 2015, Unsettling Canada: A National Wake-Up Call. Reviewed by Maja Curcic
  • Óscar García Agustín, 2015, Sociology of Discourse: From institutions to social change. Reviewed by Alexandra Ana

A call for papers for volume 9 issue 1 (May 2017) on social movement auto/biographies is now open, deadline November 1st 2016.

We can review and publish articles in Afrikaans, Arabic, Bosnian/Croatian/Serbian, Catalan, Czech, Danish, Dutch, English, French, German, Hebrew, Italian, Maltese, Norwegian, Polish, Portuguese, Russian, Slovak, Spanish, Swedish and Zulu. The website has the full CFP and details on how to submit articles for this issue here.

Das Journal kann auf dieser Webseite eingesehen werden.

03.07.: CfP feministische studien

Call for Contributions: feministische studien (Heft 1/2017): Gesellschaftskritik in Frauenbewegungen und (queer)feministischen Öffentlichkeiten, Gastherausgeberinnen: Elisabeth Klaus, Tanja Thomas und Susanne Kinnebrock

Den Call als pdf-Datei gibt es hier.

Feministische Interventionen in gesellschaftliche Transformationsprozesse, ein von feministischer Gesellschaftskritik geschärfter Blick auf „soziale, kulturelle, politische Verhältnisse und Entwicklungen und die Analyse gesellschaftlicher Ungleichheit, aber auch die Kritik an Kapitalismus, Neoliberalismus sowie Patriarchalismus und Heteronormatitvität sind unverzichtbar im Kampf um mehr Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit“ (Wischermann 2013: 188).

In der Vergangenheit und bis heute setzen sich Frauenclubs, Frauenvereine, Frauenbewegungen, lesbisch-feministische Bewegungen und queere Bündnisse weltweit für Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit ein: Lokal, überregional und transnational kämpfen sie gegen mangelnde Achtung und unzureichende Förderung sowie für den Schutz der Rechte von Menschen aller Geschlechter. Sie protestieren gegen Ungleichheit zwischen Männern* und Frauen* und für die Teilhabe an der Macht und an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen etwa der Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Friedenssicherung. In diesen Kämpfen haben sich Frauenbewegungen wie (queer-)feministische Öffentlichkeiten zugleich neue symbolische wie materielle Räume angeeignet und diese ausgestaltet, Grenzen des Sichtbaren und Sagbaren verändert und eigene kulturelle Ausdrucksformen gefunden. Damit einher ging eine Kritik an rationalistischen Vorstellungen von Politik und an objektivistischen Vorstellungen von Wissen.

Die Frauenbewegungsforschung hat gezeigt, dass Medien in feministischen Gegenöffentlichkeiten eine zentrale Rolle spielen. Vom Flugblatt bis zu Twitter wurden und werden Medien für die wirkmächtige Thematisierung ihrer Forderungen genutzt, sie werden als Instrumente zur öffentlichen Skandalisierung und Visualisierung eingesetzt; Ungerechtigkeiten und Exklusionen werden somit sichtbar gemacht und Teilhabe an der hegemonialen Öffentlichkeit eingefordert. Mediale und kulturelle Produktionen wie Bewegungszeitschriften, Zines und Blogs waren und sind aber auch für feministische Selbstverständigungsprozesse, die Herausbildung einer eigenen Bewegungskultur und feministischer Netzwerke bedeutsam. Sie befördern feministisches Bewusstsein, wecken die Lust am gemeinsamen Lernen auch in Kontroverse und ermöglichen die ermächtigende Erfahrung der kollektiven Durchsetzung von Forderungen. Damit liefern feministische Öffentlichkeiten zugleich Anstöße für die Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten ihrer Akteur*innen – Gesellschaftsveränderung war und ist stets mit Prozessen der Selbstveränderung verbunden. Die Formen des Zugangs und der produktive Gebrauch von Medien haben einen Anteil an der Verfestigung alter oder der Begründung neuer Machtverhältnisse und Hierarchien auch innerhalb feministischer Bewegungen, die von vielfältigen Kontroversen und Debatten begleitet waren und sind.

Feministische Öffentlichkeiten haben stets das Spektrum an medialen Kommunikationsmöglichkeiten für die Vernetzung über lokale Räume und nationalstaatliche Grenzsetzungen hinweg ausgenutzt und verbreiten heute etwa die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal via YouTube und anderen Social Media Anwendungen. Zweifellos haben sich Kommunikationsforen und -formen von Frauenbewegungen und(queer-)feministischen Bewegungen vervielfältigt, doch bleibt die Frage, inwiefern damit auch eine Stärkung ihrer Positionen einhergeht.

Stets wurden und werden feministische Bewegungen in hegemonialen Öffentlichkeiten und Medien reflektiert und repräsentiert, oft auf eine Weise, die ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken und Sanktionen gegen ihre Akteur*innen legitimieren. In den Medien werden Widerstände artikuliert und Akteur*innen bedroht und diffamiert. Antifeministische Netzwerke, die sich derzeit im Internet besonders vehement artikulieren, sind dabei kein ganz neues Phänomen, sondern ebenso historisch wirkmächtig gewesen, und wurden und werden auch von Frauen* mitgetragen. Dazu kommt, dass auch unabhängig von organisierten antifeministischen Bündnissen in hegemonialen Öffentlichkeiten Grenzen errichtet werden, zwischen „guten“ und „schlechten“ feministischen Positionierungen, zwischen Akteur*innen, die in den traditionellen Medien zu Wort kommen und solchen, die keine Stimme haben. Forderungen feministischer Bewegungen konnten so von ihrem gesellschaftskritischen Impetus abgespalten und für Modernisierungen im neoliberalen Kapitalismus genutzt werden. Das gilt etwa für die in den 1970er Jahren geforderte Neugestaltung von Produktions- und Reproduktionsbereich, die zwar den Eintritt von Frauen in das Arbeitsleben forciert, aber die gesellschaftliche Geringschätzung von häuslicher Pflegeleistung und Reproduktionsarbeit nicht verändert hat. Das gilt auch für die öffentliche Thematisierung von sexueller Gewalt, die heute für rassistische Positionen missbraucht wird. Das wirft die Frage nach den Strategien und Möglichkeiten auf, sich gegen Enteignungen, Spaltungen und Antifeminismus zur Wehr zu setzen. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie einer Re-Artikulation feministischer Bewegungen und dem Verlust eines kollektiven Gedächtnisses über feministische Gesellschaftskritik begegnet werden kann.

Mit diesem Call wollen wir Autor*innen einladen, die Frauenbewegungen bzw. (queer-)feministische Bewegungen untersuchen und Fragen stellen nach

  • der Bedeutung von Medien für die Strategien, Artikulations- und Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen historischen Phasen,
  • dem Stellenwert von kulturellen und medialen Produktionen, von Performativität und Affektivität für Bewegungskulturen und Bewegungsöffentlichkeiten sowie deren Akteur*innen,
  • den Veränderungen für die Formierung und Entfaltung von feministischen Bewegungen, die mit digitalen Medien einhergehen,
  • der historischen und aktuellen Bedeutung des Mediengebrauchs und den diesen innewohnenden Ambivalenzen,
  • nach konkreten Praktiken des Mediengebrauchs auf den unterschiedlichen Ebenen feministischer Öffentlichkeit,
  • dem translokalen (transnationalen) Vernetzungspotential mittels Medien, das womöglich zugleich Machtverhältnisse zu irritieren wie zu stabilisieren vermag,
  • den Potentialen von Medien, aber auch ihren Grenzen für individuelle und kollektive Erfahrungen und für die Entwicklung eines feministischen Bewusstseins,
  • den Möglichkeiten der Verhandlung von Erinnerungen und der Konstituierung feministischer Bewegungsgedächtnisse,
  • der medialen Repräsentationen und dessen Relevanz für Handlungsfähigkeit,
  • dem Charakter, den Formen und Ursachen antifeministischer Bewegungen, ihrer Bedeutung für die Einschränkung feministischer

Öffentlichkeiten und den Möglichkeiten, diesen wirkmächtig zu begegnen.

Die Zeitschrift feministische studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Nr. 1/2016 wird 6 bis 8 Beiträge zu diesem Schwerpunkt enthalten, und zwar Aufsätze (bis 40.000 Zeichen) und Diskussionsbeiträge (bis 25.000 Zeichen), die nach einem peer-review-Verfahren ausgewählt werden. Erwünscht sind auch Tagungsberichte sowie Rezensionen oder Sammelrezensionen zu Veröffentlichungen, die sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, mit dem Schwerpunkt dieses Heftes beschäftigen.

Wir laden Sie herzlich ein, bis zum 03.07.2016 ein Abstract von bis zu 2.500 Zeichen bei den Herausgeberinnen des Schwerpunktheftes, Prof. Dr. Elisabeth Klaus (Universität Salzburg), Prof. Dr. Tanja Thomas (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Universität Augsburg) einzureichen. Einreichung: manuskripte@feministische-studien.de

10.07. (deadline): Berater_in mit Migrationsgeschichte/ Rassismuserfahrung

im Rahmen des Projektes "Antidiskriminierungsberatung in Sachsen" suchen wir ab dem 15.08.2016 eine Berater_in mit Migrationsgeschichte/ Rassismuserfahrung (39 h/ Woche, TVöD 9). Schwerpunkte der Arbeit sind die Beratung und Unterstützung von Menschen mit Flucht-/ Migrationserfahrung und People of Colour, die von Diskriminierung betroffen sind, sowie die Mitarbeit beim Aufbau eines mobilen sachsenweiten Beratungsangebotes.

Da das ADB in seiner Mitarbeiter_innenstruktur möglichst vielfältige Erfahrungshintergründe repräsentieren möchte, suchen wir für die Besetzung der Stelle ein_e Mitarbeiter_in mit Rassismuserfahrung oder / und Migrationsgeschichte. Männer* werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Faires Bewerbungsverfahren
Um Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit sicher zu stellen, verwenden wir ausschließlich ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Das heißt, wir beurteilen Ihre Qualifikation und fachliche Eignung zunächst ohne Ihre persönlichen Daten wie Namen, Geschlecht, Alter etc. zu kennen.

Wenn Sie Interesse an einer Bewerbung haben, bitten wir Sie, das nachfolgende Bewerbungsformular auszufüllen. Bitte senden Sie ausschließlich das ausgefüllte Bewerbungsformular per E-Mail bis zum 10.07.2016 an: sotiria.midelia@adb-sachsen.de

Die ausführliche Stellenausschreibung und das Bewerbungsformular können Sie hier herunterladen.

Ansprechperson ist Sotiria Midelia 0341 - 30 39 49 2, sotiria.midelia@adb-sachsen.de

15.08. (deadline): CfP: Imagining the Peoples of Europe: political discourses across the political spectrum

Call for papers
publication project
Imagining the Peoples of Europe: political discourses across the political spectrum
31.12.2017

The landscape of political ideologies in Europe is in a time of rapid change. Established political parties and ways of doing politics are being challenged by a multitude of new movements and players that claim to articulate the will of the people. However, these actors come in many shapes. The anti-Islamic and anti-immigration discourses of Pegida (Germany) or Geert Wilders (Netherlands) have little in common with the populisms of Syriza, Podemos or Nuit Debout. Many critical discourse studies have focused on racist or right-wing modes of populism. Left-wing articulations of the will of the people have received less attention, even though projects such as Podemos actively embrace the signifier ‘populism’. All of these movements can be called populist in the sense that they claim to translate the will of the people while opposing this will antagonistically to the political agenda and will of an elite.

Comparative discourse studies of populist projects across the ideological spectrum are rare. Left-wing populist projects have received less attention and are not always analysed under this header. The signifier populism seems to be connoted differently by political actors in the South and in the North-East of Europe. Whereas radical left-wing actors in the South frequently equate populism and democracy, left-wing thinkers in the North of Europe generally take the opposite stance. This is reflected in the fact that most critical discourse studies have focused on right-wing manifestations of populism. Because of radically different connotations of populism, it is unlikely that a consensus about the term will be reached. Nevertheless, because of the shared formal structure of these ideologies, a comparative perspective is warranted.

In the edited volume Imagining the peoples of Europe, we will collect discourse studies that focus on the way ‘the people’ is labelled, addressed, conceptualised, and interpellated in different ideological projects across European regions and nation-states. This common focus on ‘the people’ - e.g. de mensen (Dutch); das Volk or die Menschen (German); el pueblo or la gente (Spanish); les gens or le peuple (French) allows for a cross-European comparative perspective. Put differently, we seek to collect papers focusing on the way notions of ‘the people’ are articulated with other concepts and identities. For instance, what are the characteristics of the people imagined? And how are its friends, allies, adversaries and opponents constructed across a range of multimodal media formats and discursive tropes? And what does this tell us about the dynamics of democratic and/or populist politics?

We welcome contributions from all perspectives in the transdisciplinary field of discourse studies, ranging from linguistic pragmatics and multimodal discourse analysis, over critical ethnography, critical discourse analysis and discourse historical analysis to poststructuralist discourse theory, and anything in between or beyond. We welcome both qualitative and quantitative research projects. The main criterium for selection will be the topical focus of the contribution.

Please submit your abstracts here before August 15th, 2016. Abstracts should be no longer than 550 words. In order to submit your abstracts, you will need to log in with discourseanalysis.net.

Once logged in, you can submit your abstracts here. Please make sure to describe:

Your research problem and/or the general topic of your paper
Your discourse analytical and theoretical perspective(s)
The type of data you will analyse in your paper
The general methodological, theoretical or societal issues you want to address
The overall argument you would like to make

The selection of abstracts will be made by September,1st 2016 and you will receive a letter of acceptance or rejection in the week thereafter. Authors of accepted abstracts will then be offered a letter of commitment in which they will be asked to declare that they will deliver the full text of their paper on January 31st, 2017.

The book will be published with an international publisher and will be edited by Jan Zienkowski and Ruth Breeze.

Contact person: Jan Zienkowski
email: jzienkowski@unav.es

Bundesfreiwilligendienst (BFD) Flucht und Asyl

Bundesfreiwilligendienst (BFD) Flucht und Asyl
Die LKJ Sachsen e.V. sucht Einsatzstellen für den BFD Flucht und Asyl.

Die Landesvereinigung Kulturelle Kinder– und Jugendbildung (LKJ) Sachsen e.V. bietet seit diesem Jahr jungen Erwachsenen sachsenweit die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst (BFD) Flucht und Asyl in Einrichtungen der Jugend-, Kultur- und Bildungsarbeit zu absolvieren.
Die LKJ Sachsen e.V. ist der Dach- und Fachverband für die kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Sachsen und Träger für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Kultur, den Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung und seit 2016 auch für den BFD Flucht und Asyl.
Der BFD Flucht und Asyl richtet sich an einheimische junge Menschen, die sich im Bereich „Arbeit mit Geflüchteten“ engagieren möchten und an junge asylsuchende Menschen mit Fluchterfahrung, Asylbewerbende und Migranten, die eine Aufgabe suchen, ihre Deutschkenntnisse verbessern und gern in einer Jugend- oder Kultureinrichtung mitarbeiten wollen.
Ein Freiwilligendienst widmet sich der Bildung und bietet jungen Menschen die Möglichkeit sich zu engagieren, sich auszuprobieren, weiterzubilden, Netzwerke zu spinnen und speziell für Asylsuchende die deutsche Sprache zu lernen und anzuwendenden.
Der Freiwilligendienst kann 6 bis 12 Monate dauern und jederzeit begonnen werden.

Die LKJ Sachsen e.V. sucht dafür Einrichtungen, die Einsatzstelle im BFD Flucht und Asyl werden wollen. Dabei sind Einrichtungen angesprochen, die Hilfen bzw. kulturelle Projekte für Menschen mit Fluchterfahrung anbieten oder diese gern in ihre Arbeit integrieren wollen.
Einrichtungen bzw. Einsatzstellen, die bereits mit einer interessierten Person in Kontakt stehen und für und mit dieser Person im Rahmen des BFD Flucht und Asyl einen Freiwilligenplatz schaffen möchten, können dies gern tun.
Dabei müssen Personen, die sich für einen Freiwilligendienst bewerben bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
Voraussetzungen/ Status des/der Bewerber/in, wenn es sich nicht um einheimische Jugendliche handelt:

  • Der Antrag auf Asyl wurde positiv beschieden.
  • Der Antrag auf Asyl wurde gestellt und es besteht eine Aussicht auf einen sicheren und rechtmäßigen Aufenthalt. Das heißt:
    • Die asylberechtigte Person hat eine gute Bleibeperspektive (das betrifft gegenwärtig Personen aus Eritrea, Irak, Iran, Syrien).
    • Die Asylantrag stellende Person kommt NICHT aus einem so genannten sicheren Herkunftsstaat (Anlage 2 zu §29a Asylgesetz).

Bei Personen, die aus einem sicheren Herkunftsland nach §29a Asylgesetz stammen, wird vermutet, dass ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt nicht zu erwarten ist.

  • Der/die Asylbewerbende muss bereits mindestens drei Monate in Deutschland leben.
  • Es muss eine asylberechtigte Person (Drittstaatenangehörige oder Staatenlose Person) mit internationalem Schutz (Richtlinie 2011/95/EU) sein. So z.B. Personen mit subsidiärem Schutz nach Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011. Gründe für eine Schutzbedürftigkeit sind z.B. drohende Todesstrafe oder Folter im Herkunftsland.

Flyer für Interessierte finden Sie in Persisch und Arabisch und zum Download hier.

21.07.: Post-Doc mit dem fachlichen Schwerpunkt „Gender und Diversity in MINT-Beschäftigungsfeldern“

Bezeichnung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in als Postdoc
Stellenumfang: 75 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit
Besetzbar: Ab 28.06.2016, befristet für 36 Monate
Vergütung: Entgeltgruppe 13 (TV-L Berliner Hochschulen)
Organisationseinheit: Fachbereich Wirtschafts­wissen­schaften
Standort/Arbeitsort: Campus Schöneberg

Bewerbungsfrist: 21.07.2016

Mit der Postdoc - Beschäftigungsposition soll einerseits eine Qualifizierung – in Form einer Habilitation oder habilitationsadäquate Leistung – mit dem fachlichen Schwerpunkt „Gender und Diversity in MINT-Beschäftigungsfeldern“ ermöglicht werden. Andererseits soll in der Postdoc-Phase die Professionalisierung für das berufliche Ziel einer FH-Professur für eine/n Nachwuchsforscher/in der Wirtschafts­wissen­schaften einschließlich der dafür notwendigen Lehr- und Forschungserfahrungen ebenfalls in dem oben genannten Fachgebiet erreicht werden.

Im Rahmen der Postdoc- Beschäftigungsposition geht es darum, die Forschung über Diversität und Diversifizierungsprozesse theoretisch wie empirisch-praktisch voranzutreiben und so einen Beitrag zu einer Theorie der Diversität im MINT-Bereich zu leisten.

Die Beschäftigungsposition dient der Implementierung von Genderaspekten in Forschung und Lehre an der HWR Berlin. Ein besonderer Fokus liegt auf der strukturellen und organisationalen Ebene. In diesem Rahmen soll auch die HWR Berlin in enger Zusammenarbeit mit dem Harriet Taylor Mill-Institut bei der Implementierung eines forschungsorientierten und -basierten Diversity-Konzepts im MINT-Kontext beraten werden, um das aktuelle und praxisorientierte Forschungsthema „Fachkräftesicherung und –entwicklung unter Diversity- und Gender-Aspekten“ insgesamt voranzubringen.

Die Ergebnisse des Projektes sollen durch Publikationen und Fachbeiträgen auf externen Tagungen und internen Workshops vertreten werden, um einen entsprechenden Wissenstransfer zu leisten.
Anforderungen

Erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder Äquivalent) und eine Promotion im Bereich der Diversity/ Geschlechterforschung insbesondere im MINT-Bereich. Die Promotion sollte nicht länger als 3 Jahre zurückliegen. Gute bis sehr gute EDV- und Englisch-Kenntnisse sowie ausgeprägte kommunikative und konzeptionelle Fähigkeiten und Teamorientierung werden vorausgesetzt

Die Bewerbung von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund ist ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.
Bitte richten Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen, unter Angabe der Kennzahl, an:
Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin
-Pers 7-
Badensche Straße 52
10825 Berlin

Mehr Infos hier.

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Einträge in den Rubriken (außer "EnWi") auf Fremdinformationen basieren. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität dieser Informationen. Wir sind stets bemüht, ein möglichst vielseitiges Angebot an Informationen zu bieten. Der Newsletter kann jederzeit über die Homepage von EnWi e.V. abgemeldet werden (über die Startseite, rechte Spalte: Box "EnWi Newsletter").