Januar 2016

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Liebe Leserinnen und Leser,

ein Jahr voller Veranstaltungen, Demos und Gegendemos geht zu Ende. Das neue Jahr steht schon mit vielen neuen Veranstaltungen vor der Tür. Demos gegen Legida finden gleich nächsten Montag wieder statt (siehe separaten Newslettereintrag). Nur eine Woche später jährt sich Legida zum ersten mal. Ob sich wieder so viele Gegendemonstranten wie am 12.01.2015 einfinden werden ist zwar fraglich, aber sicherlich werden wir Legida die Show stehlen. Vielen Dank an alle, die 2015 Gegendemos organisiert und daran teilgenommen haben! Wie lange antirassistische Kämpfe dauern können, zeigt auch die Demo am 7.01. in Dessau zum Gedenken an Oury Jallouhs Tod vor 11 Jahren.

Einen Guten Rutsch und ein engagiertes Jahr 2016 wünscht euch
Euer EnWi Newsletter Team

Leipzig
04.01. und 11.01.: Übersicht zu Anti-Legida-Demos
11.01. und 18.01. Öffentliche Ringvorlesung Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft
12.01. Der Untergrund – subkulturelle Wurzeln radikaler Theorie und Praxis ab 1900
14.01.: Vernissage: "Kopfchaos"
14.01.: Vortrag/Diskussion: "Soziale Revolte ohne Gewerkschaften – Die neue Klassenzusammensetzung in China"
19.01. Vortrag/Diskussion: "Der Umbruch 1989 – Revolution, Implosion oder Konterrevolution?"
20.01.: Vortrag/Diskussion: ""Linke Leute von Rechts?" Nationalrevolutionäre in der Bundesrepublik"
27.01.: Vortrag/Diskussion: "Warum die "aktuelle QUerfront" keine Querfront, sondern einfach nur rechts ist"
30.01. Eröffnungsveranstaltung: „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Leipzig
Rest der Welt
07.01.: Demonstration: "Das Feuerzeug – das Symbol der Lüge! Aufruf zur Gedenkdemonstration", Dessau
09.01.: Workshop: "Was fällt eigentlich unter das Versammlungsrecht?", Chemnitz
13.01.: Vortrag/Diskussion: "Futuring. Über die Zukunft reden", Dresden
22.-24.01.: Tagung: "Keine Diskussion!" – Demokratie und politischer Extremismus", Nürnberg
27./28.01.: Workshop: "Entwicklungspolitik to go. Welche Beiträge liefert die Entwicklungspolitik für eine nicht-rassistische Gesellschaft?", Dresden
28.01. Vortrag mit H. Rosa und E.O. Wright: What comes after capitalism? München
ab 24.02.: Seminar: "Globales Lernen: postkoloniale Perspektiven als Potenziale für die Praxis", München
Neuerscheinungen
Buch: Tanya Maria Golash-Boza: Deported. Policing Immigrants, Disposable Labor and Global Capitalism
CETA-Flyer
Plattform "Recht auf Willkommen"
Zeitschrift & Film von Afrique-Europe-Interact
Zeitschrift: iz3w: Refugees und Selbstermächtigung
Zeitschrift: PERIPHERIE: "Hilfe! Deutsche Entwicklungspolitik"
Zeitschrift: ZAG_70 "POSTKOLONIALE SPURENLESE"
CfPs und Stellenausschreibungen
05.01. (Deadline): "Berater_in für qualifizierte Antidiskriminierungsberatung"
20.01. (Deadline) 12 Doktorand_innenstellen: SFB 1199: „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“ (Leipzig)

04.01. und 11.01.: Übersicht zu Anti-Legida-Demos

Hier ist ein Überblick über Gegendemos zu Legida für die ersten beiden Montage des Jahres 2016. Genaue Routen und Zeiten führen wir hier nicht auf, da sich diese oft kurzfristig ändern. Details also bitte unter den Links nachschauen.

  • 04.01. Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz: Jahresauftakt 2016 gegen Legida
    • am 8. Januar 17Uhr: Pressekonferenz des Aktionsnetzwerkes im Werk II
  • 11.01. Leipzig nimmt Platz und NoLegida: 1 Jahr NoLegida. Wir lassen uns den Platz nicht nehmen
  • 11.01. Willkommen in Leipzig - eine weltoffene Stadt der Vielfalt: Lichterkette um den Ring: Leipzig bleibt helle. Mehr Infos hier und hier.

11.01. und 18.01. Öffentliche Ringvorlesung Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft

Ort: Hörsaal 6, Universitätsstraße 3
Zeit: Montags, 19 - 20:30Uhr

11.01.: Benjamin Winkler
Bericht aus der Arbeit an Sächsischen Schulen

18.01.: Fabian Virchow (Düsseldorf)
Rechtsextremismus in Deutschland: Trends und aktuelle Entwicklung

12.01. Der Untergrund – subkulturelle Wurzeln radikaler Theorie und Praxis ab 1900

12.01.16 Dienstag um 19:00 Uhr im linXXnet (Bornaische Str. 3d)

Reihe: Quatsche mit rot-brauner Soße?!

Wenn heutzutage von Rechtsradikalen Landkommunen gegründet werden, Linke gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern für den Weltfrieden und gegen TTIP demonstrieren oder Nazis eine vegane Kochshow auf youtube präsentieren, herrscht zuweilen Irritation. Dringen hier „Rechte“ in „Linke“ Lebenswelten ein oder steckt dahinter gar eine gezielte neue „Querfrontstrategie“? Warum gelingt es mitunter scheinbar mühelos eine Verbindung zwischen zwei eigentlich völlig gegensätzlichen politischen Welten herzustellen? Antworten auf solche Fragen kann ein Blick in die Vergangenheit liefern. Er führt zurück zu den Wurzeln einer Szene, welche mit heutigen Begriffen als „alternativ“, „subkulturell“, „underground“ oder einfach als Bohème bezeichnet werden kann, zu einer Gegenkultur gegen den gesellschaftlichen Mainstream, die sich in ihrer Ablehnung der modernen Gesellschaft einig war und nach neuen, revolutionären Wegen zur Befreiung des Menschen suchte. Sie vereinte Künstler*innen, Intellektuelle, Philosoph*innen, Dichter*innen, Schriftsteller*innen, christliche Sozialist*innen, ökologische Anarchist*innen, Rassist*innen, Antisemiten, Jüd*innen, Feminist*innen, Esoteriker*innen, Lebensreformer*innen und Pädagog*innen. Sie hinterließen ein Erbe, welches bis heute wirksam ist.
mit: Patrick Pritscha (Chemnitz), Kulturwissenschaftler und Historiker.

14.01.: Vernissage: "Kopfchaos"

Do., 14. 01. 16 um 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung
Anemone Kloos, Illustratorin, Leipzig

Magische, fantastische, etwas wunderliche und stets einzigartige Figuren zeichnen die Illustrationen von Anemone Kloos aus. Es sind Collagen aus Tusche, Tinte, frechem Stil und hohem Wiedererkennungswert. Mit Gespür für Farbe und Atmosphäre erweckt Anemone Kloos skurrile Märchengestalten und Held/innen aus der klassischen Literatur zum Leben. Lassen Sie sich verzaubern von einem bunten Potpourri aus charmanten, absonderlichen und ausdrucksvollen Wesen. Tauchen Sie ein, in eine bunt wirbelnde Welt voller Farbkleckse. In Anemone Kloos' grandios virtuosen Bildern ist alles möglich.
Die Illustrationen der Ausstellung "Kopfchaos" sind eine Hommage an das Zauberhafte und Merkwürdige in uns allen. Sie erzählen subtile Geschichten von vergangenen Zeiten und Einsamkeit, aber auch von purer Lebensfreude und dem Wunsch, die Welt zu entdecken.

Die Diplom Designerin und freiberufliche Illustratorin Anemone Kloos kreiert außergewöhnliche Illustrationen für besondere Produkte. Sie illustriert Bücher und zeichnet für Verlage, Magazine und Agenturen. Mit dem besonderen Blick für Details erweckt sie einzigartige Figuren zum Leben. Dabei müssen Naturgesetze und Logik mitunter zurücktreten. Mit filigranem Strich verbindet sie spielend surreale Geschichten mit atmosphärischen Bildern und schafft: Kopfchaos.

frauenkultur e.v. Leipzig
windscheidstr. 51 04277 Leipzig

14.01.: Vortrag/Diskussion: "Soziale Revolte ohne Gewerkschaften – Die neue Klassenzusammensetzung in China"

19:00 Uhr, Leipzig, Hörsaal 4 (Hörsaalgebäude (HSG) der Uni Leipzig, Universitätsstraße 3, Leipzig)

Diskussions-Veranstaltung: "MarxExpedition"

Ralf Ruckus: Soziale Revolte ohne Gewerkschaften – Die neue Klassenzusammensetzung in China

Die mit der rasanten Industrialisierung entstandene migrantische Arbeiter_innenklasse Chinas setzt das Regime der Kommunistischen Partei unter Druck. Die Arbeiter_innen wollen ein besseres Leben und unterstreichen ihre Ansprüche in den letzten Jahren zunehmend mit Streiks, Straßenblockaden und Riots. Ihre Störungsmacht ist im Zuge von Wanderung, Proletarisierung und Kampferfahrungen gewachsen. Ralf Ruckus schildert zunächst die wirtschaftlichen und politischen Hintergründe der Veränderungen in China. Im Anschluss geht er den Fragen nach, in welcher Weise sich die selbstorganisierten Kämpfe gegen die Repression von Staat und Kapital entfalten können, wie das Fehlen gewerkschaftlicher Vermittlung die Kämpfe begünstigt und ob sich nun auch Perspektiven einer grundlegenden sozialen Umwälzung eröffnen.

Weitere Infos hier.

19.01. Vortrag/Diskussion: "Der Umbruch 1989 – Revolution, Implosion oder Konterrevolution?"

19:00 Uhr, Leipzig, Hörsaal 4 (, Hörsaalgebäude (HSG) der Uni Leipzig)
Diskussions-Veranstaltung: "MarxExpedition"

Renate Hürtgen: Der Umbruch 1989 – Revolution, Implosion oder Konterrevolution?

Das offizielle Gedenken feiert den Mauerfall am 9. November 1989 und den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990, an dem die Geschichte zu sich selbst gekommen sein soll. Dagegen wendet sich zu Recht eine emanzipatorische Linke, und viele ehemalige DDR-Bürger haben längst begriffen, dass sie nicht in der besten aller Welten leben. Doch statt sich lediglich über die staatstragenden Jubiläumsfeiern zu empören, soll in dieser Veranstaltung eine historische Aufarbeitung dazu dienen, einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten.
Renate Hürtgen fragt, was das für ein Prozess war, der im Herbst 1989 in der DDR von „der Strasse“ ausgelöst wurde? War es eine Revolution oder eine Konterrevolution? Oder ist das SED-Regime von selbst in sich zusammengebrochen? Nach welchen Kriterien beurteilen wir dieses Ereignis, um ihm gerecht zu werden? War es letztlich ein historischer Fortschritt oder Rückschritt, der im Herbst 1989 in Gang gesetzt worden ist und der 1990 in der deutschen Einheit mündete?

Eine Veranstaltung von: MarxExpedition
Weitere Infos hier.

20.01.: Vortrag/Diskussion: ""Linke Leute von Rechts?" Nationalrevolutionäre in der Bundesrepublik"

19:00 Uhr, Leipzig, INTERIM (Demmeringstraße 32)

Diskussions-Veranstaltung: ""Linke Leute von Rechts?" Nationalrevolutionäre in der Bundesrepublik"
Veranstaltungsreihe "Quatsch mit rotbrauner Soße?!"

„‘68“ fand in der Bundesrepublik nicht nur links statt: Auch im rechtsextremen Lager, das mit der NPD gerade erst einen Kristallisationspunkt gefunden hatte, stellten junge Aktivisten die Werte ihrer politi schen Väter in Frage und agierten ihren Generationskonflikt stark inspiriert von ihren revoltierenden Altersgenossen aus. „Von der Linken lernen“ wollten die „Nationalrevolutionäre“, die in ih rem Eifer, eine wissenschaftlich unterfütterte und zeitgemäße, aber „rechte“ Revolutionstheorie zu erschaffen, auf vielen Ebenen nur schwer von ihren linken Rivalen zu unterscheiden waren. Mit diesen, so das Fernziel, wollte man sich für die Revolution gegen Kapitalismus, Kommunismus, Establishment, alte Linke und alte Rechte verbünden. Obwohl diese „linken Leute von Rechts“, so eine Eigenbezeichnung, nur eine Randerscheinung der po litisch unübersichtlichen ’70er Jahre waren, stellen sie mit der Verbindung von linkem Erscheinungsbild, Sprache, Aktionsformen und Selbstverständnis mit rechten Ideologiefragmenten ein gutes Bei spiel für die Probleme einer zu einfachen Definition von politischen Polen dar. Wie trennscharf Zuord nungen zu „links“ und „rechts“ eigentlich sein können, soll im Vortrag andiskutiert werden.
Eine Veranstaltung von: AG Antifa Leipzig
Weitere Infos hier.

27.01.: Vortrag/Diskussion: "Warum die "aktuelle QUerfront" keine Querfront, sondern einfach nur rechts ist"

19:00 Uhr, Leipzig, linXXnet (Bornaische Straße 3d)

Diskussions-Veranstaltung: "Warum die "aktuelle QUerfront" keine Querfront, sondern einfach nur rechts ist"
Veranstaltungsreihe "Quatsch mit rotbrauner Soße?!"

Querfront ist das neue zauberwort. Mit ihm können die angeblich überholten Begriffe und Konzepte „links“ und „rechts“, die „politische Gesäßbackengeographie“, überwunden werden. Der Frieden sei weder links noch rechts, behaupten seinen Verfechter. Doch Querfront ist kein politisches Akradadabra, sondern ein Zauberbesen. Es handelt sich um eine Strategie von rechts gegen links, um die eigene Basis und die Handlungsspielräume zu erweitern.

Eine Veranstaltung von: AG Antifa Leipzig
Weitere Infos hier.

30.01. Eröffnungsveranstaltung: „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Leipzig

Eröffnungsveranstaltung: „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Leipzig
30. Januar, 16 Uhr, Westwerk

Die Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ von Recherche international e.V. zeigt das Zusammenspiel zwischen Akteuren aller Kontinente im und die globalen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges.
Die Initiative „Geschichte vermitteln“ will mit dem Zeigen der Ausstellung in Leipzig auf die globalen Dimensionen des Zweiten Weltkriegs aufmerksam machen, die häufig keine Erwähnung in der Geschichtsschreibung finden. So kommen die Millionen Soldat_innen aus Afrika, Asien und Ozeanien, die im Zweiten Weltkrieg kämpften und die von den Alliierten in ihren Kolonien zwangsverpflichteten Hilfstruppen und Hilfsarbeiter_innen ebenso wie Nazikollaborateur_innen und Widerstandskämpfer_innen in der sogenannten Dritten Welt meist nur am Rande vor.

In einer Eröffnungsveranstaltung am 30. Januar wird die Initiative anhand von einführenden Redebeiträgen und multimedialen Beispielen die zentralen Inhalte und Themen der Ausstellung vorstellen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich mit den einzelnen Tafeln und Videostationen im Detail zu beschäftigen.

Die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ gastiert vom 30.01.-13.03.16 im Westwerk.
Öffnungszeiten: Do - So, 15 - 21 Uhr.
Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Vortragsprogramm und thematische Führungen.

Weitere Infos hier.

07.01.: Demonstration: "Das Feuerzeug – das Symbol der Lüge! Aufruf zur Gedenkdemonstration", Dessau

Das Feuerzeug – das Symbol der Lüge!

Aufruf zur Gedenkdemonstration in Dessau
am 07.01.2016 um 14 Uhr anlässlich des 11. Todestages von Oury Jalloh

Bei der Leibesvisitation von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam am Morgen des 07.01.2005 wurde kein Feuerzeug entdeckt. Bei der Tatortuntersuchung wurde ebenfalls kein Feuerzeug entdeckt. Dennoch haben die Ermittlungsbehörden gleich zu Beginn ihrer Untersuchungen festgeschrieben, dass Oury Jalloh das Feuer in der Zelle selbst entfacht hat.

Drei Tage (!) nach dem Feuerausbruch präsentierten die Behörden plötzlich ein Feuerzeug, mit dem Oury Jalloh sich angeblich selbst angezündet haben soll. Erst 2012, also 7 Jahre nach dem Feuertod, beschließt das Landgericht in Magdeburg, das Feuerzeug auf Anhaftungen aus der Zelle wie Kleidungsreste, Reste des Schaumstoffkerns oder Matratzenhülle hin zu untersuchen. Und was für eine Überraschung: Das von den Behörden als Tatwerkzeug präsentierte Feuerzeug wies keinerlei Material aus der Zelle auf, dafür aber eine Vielzahl tatortfremder Spuren!

Mehr Infos hier:
BREAK THE SILENCE. Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

09.01.: Workshop: "Was fällt eigentlich unter das Versammlungsrecht?", Chemnitz

Mit Tim Detzner (Politikwissenschaftler) Moderation: Mike Melzer
Samstag, 09.01.2016 | 10:00 Uhr

Rothaus e. V., Chemnitz
Lohstraße 2
09111 Chemnitz

Einführung in das Versammlungsrecht Was fällt eigentlich unter das Versammlungsrecht?

Was fällt eigentlich unter das Versammlungsrecht? Was muss als Demonstrationsteilnehme*in oder Anmelder*in einer Versammlung beachten? Was sind Rechte und Pflichten von Ordner*innen? Wie ist in Konfliktsituationen zu handeln?

Den Hintergrund des Workshops bilden das Versammlungsgesetz, das sächsische Polizeigesetz, Fachliteratur und Rechtsprechung aber auch politische Erfahrungen sowie Auseinandersetzungen mit Demonstrationen.

Die Teilnehmer*innenanzahl ist auf 10 begrenzt. Deshalb bitten wir um Anmeldung unter chemnitz@rosalux-sachsen.de.

RLS Sachsen

13.01.: Vortrag/Diskussion: "Futuring. Über die Zukunft reden", Dresden

Mit Prof. Dr. Rainer Rilling (Fellow der Rosa-Luxemburg- Stiftung)
Mittwoch, 13.01.2016 | 19:00 Uhr

"Wir AG", Dresden
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden

Reihe: Zukunft denken. Linke Perspektiven

Was verstehen wir unter „Zukunft“? Gibt es eine Zukunft oder mehrere? Wie gehen wir im Alltag mit Zukunft um? Hat sich das Zukunftsdenken geändert? Warum wird Zukunft immer wieder als Katastrophe gedacht und was haben „wild cards“ oder „schwarze Schwäne“ mit dem Ende des Kapitalismus zu tun? Was ist Zukunftspolitik und warum hat ausgerechnet George W. Bush sie verändert? Zwischenbilanz: Zukunft nicht als Wunderkammer, sondern als Kerngeschäft – der Linken?

Zur Reihe: Linke Bewegungen haben sich von jeher als Avantgarde des Fortschritts, als Vorhut auf dem Weg in Richtung einer besseren Zukunft verstanden. Aber was ist Zukunft? Und was wäre eine bessere Zukunft? Mit dem Ende des europäischen Staatsozialismus sind viele Hoffnungen und Zukunftstheorien zusammengebrochen und das Spektrum des linken Denkens über Zukunft ist noch zerrissener als in früheren Zeiten. Trotzdem handeln Menschen, haben also Vorstellungen über ihre Zukunft. Und jede linke Bewegung hat erklärt oder unerklärt eine Vorstellung von der Zukunft der Gesellschaft und der Transformationsprozesse, die in diese Zukunft führen.

Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin haben im April 2015 eine „Linke Woche der Zukunft“ mit vielen Dutzend Themen und Referent*innen und hunderten Teilnehmer*innen veranstaltet. Der Dresdner Arbeitskreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen hat eine Auswahl aus dieser Vielfalt an Themen getroffen und greift diese im 1. Halbjahr 2016 erneut auf und lädt monatlich zu einem Diskussionsabend ein. Linkes Denken geht über „DIE LINKE“ weit hinaus. Deshalb steht im Fokus nicht etwa deren Parteiprogramm, sondern die Zukunftsvorstellungen des unter dem Begriff „Mosaiklinke“ vereinten, aber sehr heterogenen Kräftekonglomerats, aus linken Bewegungen, Gewerkschaften und Parteien. Mit diesem „Semester der Zukunft“ wollen wir alle Menschen ansprechen, die sich über aktuelle Probleme hinaus für gesellschaftliche Perspektiven und Alternativen interessieren.

RLS Sachsen

22.-24.01.: Tagung: "Keine Diskussion!" – Demokratie und politischer Extremismus", Nürnberg

Demokratie? Extremismus? Vorurteile? Radikalisierung? Was hat das alles miteinander zu tun? Und was kann ich machen? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich eine Tagung für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich gesellschaftlich engagieren. Die Demokratie zeichnet sich durch Debatten und ein faires Ringen um die besten Lösungen aus. Wo es keine Diskussionen mehr gibt, ist es mit der Demokratie nicht weit her. Anhand von Vorträgen von Expertinnen und Experten, in Workshops und in Rollenspielen wollen wir diskutieren, demokratische Überzeugungen stärken sowie Möglichkeiten des Umgangs mit politischem Extremismus und abwertenden Haltungen erörtern. Für ein abwechslungsreiches Abendprogramm mit Poetry Slam und anschließender Party ist gesorgt. Die Kosten für An- und Abreise mit der Deutschen Bahn aus ganz Deutschland übernehmen wir.

Das Programm gibt es hier.

Ort
Hotel NH Nürnberg City Center
Bahnhofstr. 17-19
90402 Nürnberg – Deutschland
Tel +49 (0)911 99990

Für
Wir suchen junge Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Du bist zwischen 16 und 21 Jahre alt und zeigst gesellschaftliches Engagement in einem (Sport-)Verein, einem Verband, einer Partei, einer Initiative, einer Jugendgruppe, einer Schüler/-innenvertretung oder in einem anderen Rahmen? Dann melde Dich hier zur Teilnahme an!

Veranstalter
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Teilnahmegebühr: 20,00 Euro
Bitte melde Dich bis spätestens zum 10.01.2016 an.

Der Teilnahmebeitrag beinhaltet neben der Teilnahme am vollständigen Tagungsprogramm die Hin- und Rückfahrt mit der Deutschen Bahn aus ganz Deutschland (die bpb besorgt Dir nach der Teilnahmezusage das Ticket) sowie Unterbringung und Verpflegung im Hotel. Der Teilnahmebeitrag muss vor der Tagung bezahlt werden und kann nicht zurückerstattet werden.
Von Jugendlichen unter 18 Jahren müssen wir nach der Teilnahmezusage eine Einverständniserklärung der Eltern verlangen.

Anmeldung bei
sauerbrey | raabe
büro für kulturelle angelegenheiten
keinediskussion@sauerbrey-raabe.de

Mehr Infos bei bpb.

27./28.01.: Workshop: "Entwicklungspolitik to go. Welche Beiträge liefert die Entwicklungspolitik für eine nicht-rassistische Gesellschaft?", Dresden

Im Namen der Stiftung Nord-Süd-Brücken und des Entwicklungspolitischen Netzwerks Sachsen (ENS) möchten wir Sie ganz herzlich einladen zu dem Workshop „Welche Beiträge liefert die Entwicklungspolitik für eine nicht-rassistische Gesellschaft?“.

Dieser Praxisworkshop („Entwicklungspolitik to go“), der in der Tradition der früher von der Stiftung organisierten Regionalkonferenzen steht, möchte Engagierte aus entwicklungspolitischer und antirassistischer Zivilgesellschaft zusammenbringen, um sich über Berührungspunkte, Unterschiede, Lernfelder und Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Am Ende der Veranstaltung soll mit VertreterInnen von staatlichen Institutionen und
zivilgesellschaftlichen Verbänden über erste Schritte und Forderungen diskutiert werden.

Ort: Brücke/Most-Zentrum, Reinhold-Becker-Straße 5, 01277 Dresden

Wir würden uns sehr über Ihre aktive Teilnahme an dieser Veranstaltung freuen. Da wir nur begrenzte Kapazitäten haben, möchten wir Sie bitten,
sich verbindlich bis zum 13.01.2016 bei Antje Bernhard unter ed.nekceurb-deus-dron@ofni anzumelden.

mehr Infos: Einladung „Entwicklungspolitik to go“

28.01. Vortrag mit H. Rosa und E.O. Wright: What comes after capitalism? München

Does the capitalist mode of existence have a future? Is it eating away at its own foundations? What possibilities for future forms of living does it open up, and what possibilities does it rule out? And what would the criteria be for a life beyond capitalism that could be considered a “good life”?

Hartmut Rosa ist Professor für Soziologie an der Universität Jena.
Erik Olin Wright ist Professor für Soziologie an der University of Wisconsin-Madison.

Ort und Anmeldung Center for Advanced Studies (CAS), Seestraße 13, 80802 München
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Hinweis: Die Veranstaltung wird aufgezeichnet. Der Film wird auf den Webseiten des CAS und bei LMU on iTunes eingestellt.
Weitere Infos hier.

ab 24.02.: Seminar: "Globales Lernen: postkoloniale Perspektiven als Potenziale für die Praxis", München

Globales Lernen: postkoloniale Perspektiven als Potenziale für die Praxis

Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit postkolonialen Perspektiven auf Globales Lernen:
Wie können Bildungsangebote zum Globalen Lernen gestaltet sein, um diversitätssensible und rassismuskritische Lernsettings zu ermöglichen? Wie können postkoloniale Perspektiven und damit verbundene Fokusverschiebungen in Bezug auf Inhalte, Materialien im Unterricht, aber auch Gestaltung von Lernräumen berücksichtigt werden? Ausgehend von diesen Leitfragen erarbeiten wir, wie eine sinnvolle didaktische Praxis aussehen kann und loten Potenziale für die eigene pädagogische Praxis aus. Es gibt Raum für Input, (Selbst)Reflexion, Diskussion und kollegialen Austausch. Die Entwicklung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit ist ein weiterer wichtiger Baustein der Fortbildung.

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten, Multiliplikator_innen des Globalen Lernens
Eigenbetrag Interne: kostenfrei
Eigenbetrag Externe: 80,00 EUR
Ort: Pädagogisches Institut, Herrnstr. 19, 80539 München
Teilnehmende: 18
Referent_in: Nadine Golly, Timo Kiesel

Sachbearbeitung: Gabriele Worm
Tel.: (089) 233-32101
Email: gabriele.worm@muenchen.de

Termine: Mi, 24.02.16 von 09:00 bis 16:30 Uhr Raum: 303 Do, 25.02.16 von 09:00 bis 16:30 Uhr Raum: 303 Mi, 09.03.16 von 09:00 bis 16:30 Uhr Raum: U4 Do, 30.06.16 von 09:00 bis 16:30 Uhr Raum: U4
Bitte möglichst bald anmelden
Anmeldung bei http://www.pi-muenchen.de/index.php?id=141

Zeitschrift: PERIPHERIE: "Hilfe! Deutsche Entwicklungspolitik"

Soeben ist die Ausgabe 140 der "PERIPHERIE. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt" erschienen. Sie kann ab sofort beim Verlag (info@dampfboot-verlag.de), auf unserer Homepage (http://www.zeitschrift-peripherie.de/) oder unter der Email-Adresse info@zeitschrift-peripherie.de bestellt werden. Unter dem Titel "Hilfe! Deutsche Entwicklungspolitik" schreiben:

  • Josephine Brämer & Aram Ziai: "Die deutsche Entwicklungspolitik unter Niebel. Eine handlungslogische Analyse des FDP-geführten BMZ"
  • Christin Bernhold: "Deutsche Entwicklungspolitik und Staatsaufbau im Südsudan"
  • Daniel Bendix & Susanne Schultz: "Bevölkerungspolitik reloaded. Zwischen BMZ und Bayer"
  • Christa Wichterich: "Mikrokredite, Rendite und Geschlecht. Von zuverlässigen armen Frauen und finanzieller Inklusion".

Unter dem Titel "Ein Bündnis für nachhaltige Textilien -- Unternehmensverantwortung in der Bekleidungsindustrie" steuern Gisela Burckhardt & Hildegard Scheu einen provokanten Diskussionsbeitrag bei.

Im PERIPHERIE-Stichwort erläutert Franziska Müller die "Sustainable Development Goals (SDGs)".

Außerdem bietet die Ausgabe wieder einen umfangreichen Rezensionsteil. Abgerundet wird diese letzte Ausgabe des 35. Jahrgangs durch das Jahresregister.

Zeitschrift & Film von Afrique-Europe-Interact

Neue Zeitung und Film von Afrique-Europe-Interact

Das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact hat eine neue 4-seitige Zeitung veröffentlicht, die im Dezember 2015 der bundesweiten Ausgabe der tageszeitung “taz” sowie den Monatszeitungen analyse & kritik und Graswurzelrevolution beiliegt.

Die Zeitung kann bei Interesse gerne kostenlos unter nolagerbremen@yahoo.de bestellt werden, auch in größerer Zahl zum Weiterverteilen oder Auslegen.

Dieses Projekt wurde unterstützt von der Bewegungsstiftung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, der Stiftung Umverteilen und der Aktion Selbstbesteuerung. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
Themen sind der EU-Diskurs zu Fluchtursachen, Landkämpfe in Mali, Burkina Faso und Guinea und die aktuelle Situation von Geflüchteten in Deutschland.
Ein PDF findet sich hier.

Film zu Burkina Faso (Fluchtursachen):
Die Rede von "Fluchtursachen" ist in aller Munde, doch nur selten geht es um die Herkunftsländer von Migrant_innen und Geflüchteten selbst. Verwiesen sei um so mehr auf den von Hans-Georg Eberl und Moussa Ouédraogo erst jüngst veröffentlichten Film "Revolution mit bloßen Händen", der vom erfolgreichen Umsturz des Langzeitdiktators Blaise Compaoré vergangenes Jahr in Burkina Faso berichtet. Weitere Infos zum Film gibt es hier.

Zeitschrift: iz3w: Refugees und Selbstermächtigung

Refugees welcome! Mit diesen Worten setzte die flüchtlingssolidarische Bewegung ein Zeichen gegen das europäische Ausgrenzungssystem. Der politische Impuls der Bewegung geriet jedoch gegenüber der paternalistischen „Willkommenskultur“ zunehmend ins Hintertreffen. Geflüchtete und MigrantInnen werden heute trotz aller medialer Aufregung nur selten als eigenständig handelnde politische Subjekte wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, das „Refugees welcome“ zu re-politisieren. Dazu gehören vor allem Zuhören und Empathie zeigen für die Geflüchteten. Denn mit ihnen kommt das Scheitern der globalen Wirtschafts- und Ressourcenpolitik, des Postkolonialismus, der Nahostpolitik und der Migrationsregimes nach Europa zurück.
In unserem Themenschwerpunkt berichten Refugees, welche Ansätze der Selbstermächtigung sie verfolgen und welche Unterstützung sie sich wünschen.
Die Ausgabe zu Refugees wurde kurz nach dem Erscheinen im Morgenradio von Radio Dreyeckland vorgestellt. Hier ist der Beitrag mit Redakteur Christian Stock. Der südnordfunk – die monatliche Radio-Magazinsendung des iz3w – ergänzt den Themenschwerpunkt mit Podcasts rund um das Thema Refugees. Nachzuhören hier.
Zur Ausgabe geht es hier.

Plattform "Recht auf Willkommen"

Plattform wider Abschottung und Fremdenfeindlichkeit

Wir wollen mit dieser Plattform, die von zahlreichen Organisationen und Einzelpersonen unterstützt wird, gemeinsam in den Diskurs um die Behandlung der Flüchtlinge und der Fluchtursachen intervenieren.
Die Plattform wird von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Einzelpersonen mitgetragen, darunter der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Stephan Lessenich, Professor Rolf Rosenbrock, der Aachener-Friedenspreis-Träger Heiko Kaufmann, die Kabarettisten Volker Pispers, Urban Priol und Georg Schramm, die Sängerin Judith Holofernes, der Liedermacher Konstantin Wecker und die Herausgeberin des Missy Magazins, Margarita Tsomou. Zu den unterzeichnenden Organisationen gehören Oxfam Deutschland, Pax Christi, Fian Deutschland, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), das Forum Umwelt und Entwicklung, die Nationale Armutskonferenz, der Bayerische Flüchtlingsrat und viele weitere.Die gemeinsame Erklärung für ein "Recht auf Willkommen"

Flüchtlinge, die an Bahnhöfen stranden; eilig hochgezogene Stacheldrahtzäune an den Grenzen; extreme soziale Ungleichheit und steigende Gewalt – was hierzulande wie ein Ausnahmezustand erscheint, ist für einen Großteil der Weltbevölkerung längst bittere Normalität. Neu ist, dass Terror und andere Schrecken, denen Menschen im Süden zu entkommen versuchen, mehr und mehr auch mitten in Europa spürbar werden. Wir bekommen eine Ahnung davon, wie sehr die Welt bereits aus den Fugen geraten ist.
Die voranschreitende Zerstörung von Lebensbedingungen, der Hass und die Gewalt fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis einer globalen Politik, die bewusst ökonomische Interessen über die Interessen der Menschen stellt. Die dabei in Kauf genommene Ausgrenzung von großen Teilen der Weltbevölkerung zwingt Menschen zur Flucht und heizt die Gewalt an. Sowohl zwischen als auch innerhalb der Länder hat die soziale Ungleichheit dramatisch zugenommen - als Folge eines ungebremsten Freihandels zu Lasten der Armen, einer die Umwelt zerstörenden Wirtschaftspolitik, durch Rüstungsexporte in Krisengebiete und an diktatorische Regime.
Krisen erzeugen Angst; Angst, die sich rechtspopulistische Bewegungen wie Pegida und die AfD zunutze machen. Mit ihrer dumpfen Hetze gegen Flüchtlinge, Medien und gegen ein offenes Europa bedienen sie die Sehnsucht nach nationalen Lösungen, die angeblich Ordnung und Stabilität garantieren könnten. Doch in Krisen zeigt sich auch Solidarität: Getragen von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ist es Millionen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gelungen, ein authentisches Zeichen gegen Rassismus und Gewalt zu setzen.
Globalisierung darf keine Einbahnstraße sein. Globalisierung und Migration sind zwei Seiten einer Medaille. Wir sollten uns der Herausforderung stellen, dafür zu sorgen, dass aus der Begegnung mit fremden Kulturen auch die Chance auf die Herausbildung neuer weltgesellschaftlicher Verhältnisse erwächst. Dazu bedarf es der Vision einer anderen Gesellschaft, die allen Menschen an allen Orten der Welt Zugang zu adäquaten Lebensbedingungen sichert. Notwendig sind Alternativen zur herrschenden profit- und wachstumsorientierten Ökonomie ebenso wie die Sicherung öffentlicher Daseinsvorsorge hier und über alle Grenzen hinweg. Nur so wird dem doppelten Recht, dem Recht zu bleiben und dem Recht zu gehen, zum Durchbruch verholfen. Nur dort, wo ein würdevolles Leben möglich ist, wo niemand mehr aufgrund von Krieg und sozialer Entwurzelung zur Flucht gezwungen wird, ist auch das Recht auf Freizügigkeit vollkommen.
Wir setzen uns für eine starke Willkommenskultur ein und lehnen Lösungen ab, die auf nationale Ausgrenzung und eine gewalttätige Abschottung an den Grenzen Europas setzen.
Wir unterstützen das Recht von Menschen zu gehen - ohne Unterscheidung, ob sie vor Krieg, Umweltzerstörung oder Armut fliehen.
Wir fordern eine Stärkung des Asylrechts und seine Ergänzung durch ein Migrationsrecht, das sich an den Menschenrechten und nicht am wirtschaftlichen Nutzen orientiert.
Wir drängen auf eine Abkehr von der herrschenden Zerstörungsdynamik und engagieren uns für ein solidarisches Europa.
Wir sind viele.
Hier geht es zu der Webseite und hier könnt ihr den Aufruf unterzeichnen.

CETA-Flyer

CETA-Flyer
CETA steht für ein Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Kanada, das 2016 ratifiziert werden soll. Unser CETA-Flyer stellt exemplarisch besondere Gefahren dieses Abkommens dar und gibt Hinweise, wie wir CETA verhindern können.
Flyer, gegen Versandkosten erhältlich online unter http://shop.attac.de bestellbar, bei speziellen Wünschen auch telefonisch unter 069/900281-10 oder per E-Mail an info@attac.de.

Buch: Tanya Maria Golash-Boza: Deported. Policing Immigrants, Disposable Labor and Global Capitalism

Title: Deported. Policing Immigrants, Disposable Labor and Global Capitalism
Autor: Tanya Maria Golash-Boza
Erschienen: November 2015
Verlag: NY University Press
Umfang: 320S.
Preis: ca. 27€
ISBN: 9781479843978

The United States currently is deporting more people than ever before: 4 million people have been deported since 1997 –twice as many as all people deported prior to 1996. There is a disturbing pattern in the population deported: 97% of deportees are sent to Latin America or the Caribbean, and 88% are men, many of whom were originally detained through the U.S. criminal justice system. Weaving together hard-hitting critique and moving first-person testimonials, Deported tells the intimate stories of people caught in an immigration law enforcement dragnet that serves the aims of global capitalism.

Tanya Golash-Boza uses the stories of 147 of these deportees to explore the racialized and gendered dimensions of mass deportation in the United States, showing how this crisis is embedded in economic restructuring, neoliberal reforms, and the disproportionate criminalization of black and Latino men. In the United States, outsourcing creates service sector jobs and more of a need for the unskilled jobs that attract immigrants looking for new opportunities, but it also leads to deindustrialization, decline in urban communities, and, consequently, heavy policing. Many immigrants are exposed to the same racial profiling and policing as native-born blacks and Latinos. Unlike the native-born, though, when immigrants enter the criminal justice system, deportation is often their only way out. Ultimately, Golash-Boza argues that deportation has become a state strategy of social control, both in the United States and in the many countries that receive deportees.

Zeitschrift: ZAG_70 "POSTKOLONIALE SPURENLESE"

Liebe (zukünftige) Leser*innen,

///// Neu erschienen: ZAG_70 "POSTKOLONIALE SPURENLESE" /////

Die ZAG liest Spuren und dann auch noch postkoloniale? Was genau dieser anstrengend akademische Begriff und die ihm zugeordneten Hinterlassenschaften der deutschen Geschichte sein sollen, wird in der neuesten Ausgabe der ZAG erkundet.

Dabei handelt es sich um keine „Erkundung" wie sie die deutschen „Forscher", „Afrikareisenden" und „Anthropologen" zur Befriedigung ihrer sozialdarwinistischen, paternalistischen, rassistischen und exotistischen Bedürfnisse an den kolonialen „Objekten" in Afrika, im pazifischen Raum und in China vornahmen, sondern um eine möglichst breite Problematisierung dieser menschenfeindlichen Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreichs, deren Wurzeln bis heute tief in die aktuellen und verheerenden Rassismen unserer derzeitigen gesellschaftlichen Stimmungslage reichen.

Wir setzen uns dabei in der aktuellen Ausgabe vor allem mit dem Anliegen und den Projekten mehrerer engagierter, zivilgesellschaftlicher Gruppen und deren Ziel einer postkolonialen Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte und ihrer weitreichenden Folgen bis in unsere Gegenwart auseinander - eine Gegenwart, die in Zukunft eines nicht mehr sein soll: rassistisch!

///// Zur ZAG - antirassistische Zeitschrift /////

Die ZAG ist eine linke, antirassistische Zeitschrift, die von der Antirassistischen Initiative Berlin herausgegeben wird und seit 1991 erscheint. Die Redaktion begreift Rassismus nicht als individuelles Problem von ein paar fehlgeleiteten Jugendlichen, sondern als Unterdrückungs-instrument, das aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Entsprechend weit gefächert sind die Schwerpunktsetzungen zu Antirassismus in den jeweiligen Ausgaben der ZAG. Als antirassistische Zeitschrift thematisiert die ZAG Rassismus und Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Anliegen der ZAG ist es, eine antirassistische Gegenöffentlichkeit zu entwickeln, Hintergrundinformationen zu liefern, sowie Diskussionen im Themenbereich Antirassismus anzuregen und voranzutreiben. Außer im Schwerpunkt werden auch in der aktuellen Berichterstattung, im Debattenteil, sowie in Rezensionen und Kurzvorstellungen Ereignisse, Entwicklungen und Auseinandersetzungen unter antirassistischem Aspekt behandelt.

///// ihr möchtet die ZAG bestellen? /////

Ihr findet uns entweder über
http://www.zag-berlin.de/antirassismus/abo/abo.html
oder im ungewöhnlich gut sortiertem Buchhandel unter ISSN: 2192-6719.

///// ihr möchtet erst mal nur schmökern? /////

Entweder über http://www.zag-berlin.de/antirassismus/aktuell/inhalt.html
oder ältere Ausgaben über
http://www.zag-berlin.de/antirassismus/archiv/archiv.html

Auch Einzelhefte oder Archivhefte der ZAG können - soweit nicht
vergriffen - bestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Eure ZAG - antirassistische Zeitschrift

05.01. (Deadline): "Berater_in für qualifizierte Antidiskriminierungsberatung"

Sehr geehrter Damen und Herren, liebe Kolleg_innen, liebe Interessierte,

wir haben unsere Stellenausschreibungsfrist verlängert und suchen zum 01.02.2016 eine_n Berater_in für qualifizierte Antidiskriminierungsberatung für drei Jahre (30h/, TVÖD 9, befristet bis zum 31.12.2018).

Im Rahmen des Projektes "Beratung stärken - Rechte durchsetzen - Inklusion leben" ist die Stelle einer_eines Beraterin_Beraters zu besetzen. Der Schwerpunkt des Projektes ist die qualifizierte Antidiskriminierungsberatung für Menschen mit Behinderung. Dabei verfolgen wir einen merkmalsübergreifenden Ansatz, der sich am Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) orientiert und auch Mehrfachdiskriminierung und Merkmalsüberschneidungen berücksichtigt.

Da das ADB in seiner Mitarbeiter_innenstruktur möglichst unterschiedliche Lebenswelten und Erfahrungshintergründe repräsentieren möchte, fordern wir insbesondere Menschen mit Behinderung und/oder persönlichem bzw. familiärem Zugang zu Behinderung zu einer Bewerbung auf.

Faires Bewerbungsverfahren
Um Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit sicher zu stellen, verwenden wir ausschließlich ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Das heißt, wir beurteilen Ihre Qualifikaiton und fachliche Eignung zunächst ohne Ihre persönlichen Daten wie Namen, Geschlecht, Alter etc. zu kennen.

Wenn Sie Interesse an einer Bewerbung haben, bitten wir Sie, das nachfolgende Bewerbungsformular auszufüllen. Bitte senden Sie ausschließlich das ausgefüllte Bewerbungsformular per E-Mail bis zum 05.01.2016 an: sotiria.midelia@adb-sachsen.de

Die ausführliche Stellenausschreibung und das Bewerbungsformular finden Sie im Anhang oder können diese hier herunterladen.

Ansprechperson ist Frau Sotiria Midelia 0341 - 30 39 49 2, sotiria.midelia@adb-sachsen.de

Mit freundlichen Grüßen,
Sotiria Midelia

Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.

Kochstraße 14 ::: 04275 Leipzig
Tel: 0341 3039492 ::: Fax: 0341 3039971

www.adb-sachsen.de

20.01. (Deadline) 12 Doktorand_innenstellen: SFB 1199: „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“ (Leipzig)

Die Universität Leipzig, das Leibniz-Institut für Länderkunde und das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig suchen zum 1.3.2016
12 Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) (E 13 TV-L, 65%)
für den SFB 1199 „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“. Die aktuelle Förderperiode des SFB endet am 31.12.2019.

Wir erwarten Bewerbungen von Nachwuchswissenschaftler(innen) mit Abschluss in kultur-, sozial-, geschichtswissenschaftlichen Fächern bzw. der Geographie und mit der Bereitschaft zur Zusammenarbeit in einem Forschungsverbund für unten stehende Teilprojekte mit den aufgeführten speziellen Voraussetzungen. Für eine detaillierte Beschreibung der Teilprojekte sowie der Einstellungsvoraussetzungen und Aufgaben siehe www.research.uni-leipzig.de/sfb1199

A03 1 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Prof. Clart)
B03 3 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Prof. Hadler, Dr. Müller, Prof. Troebst)
B05 1 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Dr. Miggelbrink)
C01 2 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Prof. Wardenga)
C02 2 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Prof. Pisarz-Ramirez)
C04 1 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Dr. Sippel)
C05 2 x E 13 TV-L, 65% (Leitung: Prof. Lentz, Dr. Moser)

Bei den Projekten B05, C01 und C05 ist der Arbeitsort das Leibniz-Institut für Länderkunde, bei den Projekten A03, B03 und C02 die Universität Leipzig.

Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2016.

Der SFB verfolgt das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Bewerbungen von qualifizierten Frauen begrüßen wir daher besonders. Anerkannt schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (englisch oder deutsch) mit den üblichen Unterlagen in einer PDF-Datei von max. 20 S. an den Sprecher des SFB, Prof. Matthias Middell (sfb1199@uni-leipzig.de) oder per Post an:

SFB 1199, c/o Universität Leipzig, Centre for Area Studies
Thomaskirchhof 20, 04109 Leipzig.

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Einträge in den Rubriken (außer "EnWi") auf Fremdinformationen basieren. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität dieser Informationen. Wir sind stets bemüht, ein möglichst vielseitiges Angebot an Informationen zu bieten. Der Newsletter kann jederzeit über die Homepage von EnWi e.V. abgemeldet werden (über die Startseite, rechte Spalte: Box "EnWi Newsletter").