Dezember 2017

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Liebe Leserinnen und Leser,

der NSU-Prozess in München neigt sich langsam dem Ende entgegen. Dagegen kann die gesellschaftliche und politische Aufarbeitung des NSU Komplexes noch nicht als abgeschlossen gelten und hat in vieler Hinsicht noch gar nicht begonnen. Umso wichtiger ist es, existierende neonazistische Strukturen aufzuzeigen. Entsprechend empfehlen wir besonders zwei Newslettereinträge: Zum einen wird am 7. 12. in Leipzig die Publikation "Unter den Teppich gekehrt - Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen" vorgestellt. Zum anderen ruft die AG chronik.LE, welche neonazistische Aktivitäten und diskriminierende Ereignisse aus dem Raum Leipzig dokumentiert, zur Unterstützung auf, um ihre Arbeit im nächsten Jahr fortführen und die Ausgaben für eine juristische Auseinandersetzung stemmen zu können.

Außerdem möchten wir auf den Radiobeitrag der AG postkolonial zur kolonialen Spurensuche in Leipzig auf Radio Blau hinweisen, der online nachgehört werden kann.

Mit saisonalen Grüßen und bis zum nächsten Jahr verbleibt,

Euer EnWi-Newsletter Team

PS: EnWi glaubt an den Weichnachtsmann/-frau und freut sich über Jahresendgeschenke in Form von Spenden (für ChronikLE und alle anderen AGs)! ;)
Engagierte Wissenschaft e.V. IBAN: DE16 8306 5408 0004 0315 63 Bank: Deutsche Skatbank

EnWi e.V.
Publikation: Insa van den Berg: ">Und dann wollte ich raus<" mit EnWi-Kommentar
Radiobeitrag: "Koloniale Spuren in Leipzig - eine Spurensuche in fünf Teilen"
Unterstützung für das Dokumentationsprojekt chronik.LE
Leipzig
30.11.: Diskussion: "Unabhängige Polizei-Beschwerdestelle für Sachsen"
01.12.Vernissage: Ein muslimischer Mann - Kein muslimischer Mann?
02.12.: Workshop: "... wenn man den Kapitalismus schon nicht abschaffen kann..."
06.12.: Führung: "Raubkunst im Museum?"
06.12.: Infoveranstaltung: "All Computer Are Beschlagnahmt"
06.12.: Podiumsdiskussion: "Geschichte und Geschichtsphilosophie bei Karl Marx"
07.12. Vorstellung der Broschüre „Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen“
10.12.: Lese- und Diskussionskreis zu "Jenseits von Staat, Macht und Gewalt" von Abdullah Öcalan
13.12.: Film: "Das Kongo Tribunal"
14.12.: Film: "Unter Männern - Schwul in der DDR"
14.12.: Hot Spots:: der Stadtentwicklung: The Age of Less
14.12.: Lesung/Gespräch: „Ich kann nicht aus Hass schreiben...“
19.12.: "Offenes Antifa Treffen"
ab Januar 2018: Marx Abendschule
Rest der Welt
02.12.: Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD, Hannover
04.12. Workshop: Was tun bei rassistischer Diskriminierung? in Zwickau
04.12.: "Der z/weite Blick. Eine Ausstellung über Jugendkulturen und Diskriminierungen", Berlin
06.-10.12.: Seminar: "Intensivwoche Politische Bildung", Naunhof
15.12.: Workshop: "Connecting the dots: Die Zeitstrahlmethode", Berlin
Neuerscheinungen
Buch: Daniel Mullis, Krisenproteste in Athen und Frankfurt. Raumproduktionen der Politik zwischen Hegemonie und Moment
Buchprojekt Widerständige Theorie
Schulveranstaltung: "Globale Ungleichheiten und Rassismus in Deutschland"
Zeitschrift: APuZ 48/2017: "Stadt"
Zeitschrift: APuZ: "Darknet"
Zeitschrift: movements
CfPs und Stellenausschreibungen
02.01.2018 (deadline): Promotionskolleg "Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität"
CfP (deadline: 12.12.): Fachforum Soziale Arbeit, Empowerment & kollektive Organisierung
CfP (deadline: 15.12.): "Staat und Gesellschaft: Anarchistische Perspektiven in der spätmodernen Sozialtheorie"
CfP: "Labour, migration and brokers"
CfP: 5th International Conference of the Anarchist Studies Network: "Decolonisation"
CfP: Zeitschrift: movements 4 (2): Open Call

Unterstützung für das Dokumentationsprojekt chronik.LE

Seit 2008 dokumentieren wir als AG von Engagierte Wissenschaft auf unserer Website www.chronikLE.org neonazistische Aktivitäten und diskriminierende Ereignisse aus dem Raum Leipzig. Darüber hinaus veröffentlichen wir alle zwei Jahre die „Leipziger Zustände“. Die Broschüre beschäftigt sich über die einzelnen Vorfälle hinausgehend mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich Neonazismus, Rassismus und anderen menschenverachtenden Einstellungen. Mit vielfältigen Analysen tragen die "Leipziger Zustände" zu einer vertieften Auseinandersetzung mit diesen Themen bei. Die Veröffentlichung der nächsten Ausgabe ist für Ende 2018 geplant. Weiterhin wollen wir im nächsten Jahr eine Wanderausstellung zu Neonazismus und Diskriminierung entwickeln, welche hauptsächlich in Schulen gezeigt werden soll. Mit einer für den Landkreis Leipzig entwickelten ersten Version haben wir im zurückliegenden Jahr mit diesem Format bereits gute Erfahrungen gemacht.

All diese Dinge kosten viel Kraft, Zeit und Geld - besonders in der aktuellen politischen Situation. So mussten wir in diesem Jahr eine längere juristische Auseinandersetzung bewältigen. Es wurde zwar eine außergerichtliche Einigung erzielt, doch auch diese raubte uns neben einigen Nerven auch unnötig viel Geld. Solltet ihr oder Menschen aus eurem Umfeld uns unterstützen können und wollen, freuen wir uns daher zur Zeit besonders über eine Spende auf folgendes Konto:

Inhaber: Engagierte Wissenschaft e.V.
IBAN: DE16 8306 5408 0004 0315 63
Bank: Deutsche Skatbank
Betreff: Spende chronik.LE

Radiobeitrag: "Koloniale Spuren in Leipzig - eine Spurensuche in fünf Teilen"

In fünf Teilen begibt sich die AG Postkolonial auf Spurensuche kolonialer Orte in Leipzig, schließt einige Leerstelle(n) in der Stadtgeschichte und zeigt deren Nachwirkungen und Wirkungsweisen in der Gegenwart.

Teil 1: Postkoloniale Theorie - Postkoloniale Kritik
Teil 2: Rassismus
Teil 3: Erinnerungskulturen
Teil 4: Exotismus
Teil 5: Grassimuseum

Eine Kooperation der AG postkolonial im Engagierte Wissenschaft e.V. mit Radio Blau

Audio
14:15 min, 33 MB, mp3
mp3, 320 kbit/s, Stereo (44100 kHz)
Upload vom 24.11.2017 / 12:35

Zum Beitrag gibt es bereits bei freie-radios.net

Publikation: Insa van den Berg: ">Und dann wollte ich raus<" mit EnWi-Kommentar

Jüngst ist das Buch ">Und dann wollte ich raus< Extreme politische Szenen verlassen. Am Beispiel Sachsens" von Insa van den Berg erschienen.
Darin abgedruckt ist auch eine Einschätzung des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung zu Ausstiegsprogrammen und deren Risiken.
Weitere Informationen zu dem Buch finden sich hier und hier.

30.11.: Diskussion: "Unabhängige Polizei-Beschwerdestelle für Sachsen"

Veranstaltungsreihe - Black Box Polizei

| 18-21 Uhr | Alte Schlosserei, Kurt-Eisner-Str. 66 in 04275 Leipzig

Internationale Menschenrechtsorganisationen empfehlen Deutschland seit vielen Jahren die Einrichtung von unabhängigen Polizeibeschwerdestellen. Andere Länder machen es vor – in Dänemark, Großbritannien und anderswo existieren solche Stellen. In Deutschland geht die Entwicklung indes eher schleppend voran. In einigen Bundesländern sind seit kurzem Beschwerdestellen tätig, so auch in Sachsen. Diese seit 2016 arbeitende Beschwerdestelle ist dem Innenministerium unterstellt. Das Vertrauen in diese Einrichtung ist gering, denn die wenigsten Betroffenen wenden sich vertrauensvoll an eben jene Behörde, die Gegenstand ihrer Beschwerde ist. Der skandalöse Umgang mit Daten von Beschwerdeführenden in den letzten Monaten vermehrt dieses Misstrauen. Auch kritische Polizeibedienstete werden eher Abstand davon nehmen, sich bei ihrem obersten Dienstherrn zu beschweren. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Gemeinsam mit Elke Steven vom Komitee für Grundrechte und Demokratie in Köln sowie Thomas Müller, Integrationsbeauftragter der Polizei Bremen, und Ministerialrat Dirk Bölter, Leiter der Zentralen Beschwerdestelle der sächsischen Polizei, möchten wir über die Notwendigkeit tatsächlich unabhängiger Polizei-Beschwerdestellen in einem demokratischen Rechtsstaat sprechen. Während Ministerialrat Dirk Bölter in seinem Vortrag zum Beschwerdemanagement der Polizei im Freistaat Sachsen Einblicke in die Organisation, Arbeitsweise und Erfahrungen der Zentralen Beschwerdestelle der sächsischen Polizei ermöglicht, wird Elke Steven darüber hinaus die Arbeitsweise der sächsischen Institution aus zivilgesellschaftlicher Perspektive beleuchten und Erfahrungen aus Hamburg darstellen. Thomas Müller erläutert, warum die Ablehnung einer unabhängigen Beschwerdestelle durch viele Polizeibeamte und – beamtinnen nicht gerechtfertigt ist. Im Gegenteil, die Einrichtung einer ernsthaft unabhängigen Beschwerdestelle wäre auch für Polizeibedienstete von Vorteil.

Informationen zur Podiumsdiskussion:
Die Veranstaltung wird moderiert von Susanne Feustel, Kulturbüro Sachsen e.V.

01.12.Vernissage: Ein muslimischer Mann - Kein muslimischer Mann?

Welche Bilder habe ich, wenn ich mir einen muslimischen Mann vorstelle? Sehen ich einen hippen, einen feinen, einen alten, einen gut aussehenden Mann oder doch in erster Linie eher einen bärtigen mit Jelabiya? Was stelle ich mir vor, geht es um die Rolle des “muslimischen” Vaters in seiner Familie? Sehe ich einen glücklichen Menschen, der sein Herz an sein Kind verloren hat, oder den Tyrannen am Wohnzimmertisch?

Das voruteilsbeladene Bild vom muslimischen Mann ist Thema der Ausstellung des Modellprojektes "Vaterzeit im Ramadan?!". Es wird gezeigt, was sein kann und was ist und stellt die BesucherInnen vor die Herausforderung das eigene Bild zu hinterfragen.

Ausstellungseröffnung am 01.12.2017, 18 - 19:30 Uhr
Ort: Pöge Haus, Hedwigstraße 20, Leipzig

Programm:

  • Beitrag von Özcan Karadeniz, Geschäftsführer Verband Binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig
  • Musik von Humam Nabuti
  • Syrische Köstlichkeiten

Weitere Öffnungszeiten: 2.12., 8.12., 9.12., 14.12. und am 20.12. jeweils von 16 bis 19 Uhr

02.12.: Workshop: "... wenn man den Kapitalismus schon nicht abschaffen kann..."

Workshop der Projekträume in Leipzig zu Aufwertung, Verdrängung und Kiezkultur: Was geht uns das an?

handstand & moral
Merseburger Straße 88b
04177 Leipzig

02.12.2017, 11:00 - 18:00 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von handstand&moral, ORGANIZE! und stadt für alle - leipzig (sfa) und der RLS Sachsen
In der derzeitigen Phase des Kapitalismus werden natürlich auch Stadtraum, Wohnen und Kultur zu einer Ware. Dabei haben nicht nur große Investitionen mit Gewinnabsicht, sondern auch das Engagement freier Kulturschaffender Auswirkungen auf die sozialen Verhältnisse im Stadtteil. Denn auch alternative Lebens- und Protestformen, eigentlich Ausdruck kultureller Lebendigkeit, bedienen oft unabsichtlich neue Verwertungsstrategien und fördern die Trennung von Besitzenden und Habenichtsen. Uns als Gestaltende von Projekträumen und Initiativen ist das bewusst, es liegt ja so deutlich auf der Hand. Und doch: oft bleibt nur ein Schulterzucken, wenn Nachbar*innen Mieterhöhungen bekommen oder Immobilienhändler*innen mit alternativen Orten (also uns!), um zahlungskräftige Käufer*innen werben. Niemand will doch deswegen nichts mehr machen; kein Konzert weniger spielen oder Freiraum organisieren – aber wir könnten darüber sprechen. An diesem Workshoptag im Dezember soll genau das eine Rolle spielen; wer wir eigentlich sind und welche Funktion der Ort/Raum hat, den wir anbieten. Hier soll es die Möglichkeit geben zu reflektieren und zu kritisieren, was wir (noch) nicht umsetzen, um vielleicht Ideen einer anderen Praxis zu entwickeln.
Unser Akzent soll dabei zunächst mehr auf dem Prozess als auf einem Resultat liegen. Ihr seid eingeladen euch einzubringen, besonders mit all den unbequemem Fragen. Fragen z.B. wie:
Wie schaffen wir es der ausschließenden Stadtentwicklung etwas entgegenzusetzen, ohne mitzumachen oder gefundenes Fressen zu sein? / Wie groß ist der Einfluss alternativer Räume auf Verdrängung eigentlich wirklich? / –Wie wirken wir nach Außen, wen sprechen wir überhaupt an? Wie umgehen mit Geldnöten durch Miete oder Stress mit Ämtern? / Wie finanzieren wir eigentlich unsere Räume, ohne damit wieder Menschen auszuschließen?

Wir bitten um eine Rückmeldung/ Anmeldung unter: workshop@handstandundmoral.de
Es gibt für alle vegan/vegetarisches Essen.

06.12.: Infoveranstaltung: "All Computer Are Beschlagnahmt"

Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Conne Island

Im Zuge des Verbotes von Indymedia linksunten am 25. August 2017 fanden Razzien in vier Wohnungen und dem Autonomen Zentrum KTS in Freiburg statt. Dabei wurde die KTS verwüstet und sowohl dort als auch bei den Betroffenen Technik und Geld im Wert von mehreren zehntausend Euro beschlagnahmt. In dieser Veranstaltung wollen wir eine Einordnung des Verbots von Indymedia linksunten vornehmen, euch den Ablauf der Ereignisse schildern und über den aktuellen Stand der Klagen informieren. Zudem wollen wir auch über (un)solidarischen Umgang in der Szene und Unterstützungsmöglichkeiten reden.

Veranstalter*in: noimk2017 Bündnis

siehe auch: noimk2017.blogsport.eu/veranstaltungen

06.12.: Führung: "Raubkunst im Museum?"

Zeit: 18Uhr

Führung zur Provenienzforschung mit Birgit Brunk im Museum der Bildenden Künste

06.12.: Podiumsdiskussion: "Geschichte und Geschichtsphilosophie bei Karl Marx"

18:00 Uhr, Leipzig, Institut fuer Zukunft ( An den Tierkliniken 38, Kohlrabizirkus, 04103 Leipzig)

200 Jahre Marx: Klassische Kontroversen, aktuelle Debatten

Eine Podiumsdiskussion mit Peggy H. Breitenstein (Jena) und Robert Schnepf (Halle). Moderation: Ulrich Brieler (Leipzig).

Ankündigung:
Zweifelsohne spielen die historischen Betrachtungen im Marx'schen Werk nicht nur für die Analyse, sondern ebenso für die Formulierung der Kritik kapitalistischer Gesellschaften eine wichtige Rolle. Umstritten ist hingegen, wie die geschichtlichen Betrachtungen ihre kritische Wirkung entfalten: Kritisiert Marx seine Gegenwart aus der utopischen Vorwegnahme einer zukünftigen Gesellschaft? Vertritt Marx also eine substantielle Geschichtsphilosophie, bei der gesellschaftliche Entwicklungsstufen einander mit Notwendigkeit ablösen und an deren Ende die befreite Gesellschaft steht? Oder greift diese Interpretation zu weit und sollte seine Geschichtsphilosophie eher als methodisches Hilfsmittel zur nachträglichen Anordnung und Interpretation historischer Ereignisse betrachtet werden? Entlang einschlägiger Textstellen und unter Berücksichtigung der Veränderungen, die anhand von Vergleichen verschiedener seiner Schriften gesehen werden können, wollen wir dieser Kontroverse auf den Grund gehen.
Zum einen soll so die Relevanz historischer Analysen sowie geschichtsphilosophischer Darstellungen im Werk von Marx problematisiert und auf ihre Aktualität hin überprüft werden. Zum anderen werden wir danach fragen, welche Konsequenzen aus den verschiedenen Interpretationen für die handelnden Akteure gezogen werden können.
Eine Veranstaltung von www.marx-expedition.de. In Kooperation mit Kulturraum e.V. - KreV und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. Grafik von Lea Pauline Kolling.

Facebook hier: https://www.facebook.com/events/818239598348693/

Eine Veranstaltung von: MarxExpedition
Weitere Infos hier.

07.12. Vorstellung der Broschüre „Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen“

Das Kulturbüro Sachsen e.V. hat am 20.10.2017 die 50-seitige Broschüre „Unter den Teppich gekehrt. Das Unterstützungsnetzwerk des NSU in Sachsen“ veröffentlicht. In einer aufwendigen Recherchearbeit wurden die Dokumente der Untersuchungsausschüsse, des Gerichtsprozesses in München und zahlreicher Publikationen zum Thema intensiv ausgewertet. Das Ziel war es, die maßgeblichen Unterstützer*innen des NSU in Sachsen zu identifizieren und ihre Unterstützungsleistungen für die Rechtsterrorist*innen offenzulegen. In der Broschüre werden die Ergebnisse dieser Arbeit publiziert und verbreitet.
Die Broschüre wird am 07.12.2017 um 18.30 Uhr im Volkshaus in Leipzig vorgestellt.
Mehr Informationen gibt es hier.

10.12.: Lese- und Diskussionskreis zu "Jenseits von Staat, Macht und Gewalt" von Abdullah Öcalan

17:00 Uhr, Leipzig, Gieszer Lesecafé (Gieszerstrasse 16)

Am 10. Dezember wollen wir uns zum ersten Mal für den Lese- und Diskussionskreis zu „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ von Abdullah Öcalan treffen. Abdullah Öcalan ist einer der Mitbegründer der kurdischen Arbeiterpartei PKK und sitzt seit 1999 in Haft auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali. Dort hat er zahlreiche Schriften verfasst. Unter anderem eben das neueste Werk „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“, in dem der Paradigmenwechsel der PKK beschrieben wird. Die PKK hat sich von einer marxistisch-leninistischen, nationalen Befreiungsbewegung hin zu einer Bewegung entwickelt, in der Demokratie, Geschlechterbefreiung und Ökologie Grundmaßstäbe sind. Demokratie äußert sich in dem Aufbau von basisdemokratischen Rätestrukturen, in denen alle Ethnien und Religionen vertreten sind. Geschlechterbefreiung vor allem in autonomer Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Zu sehen ist diese Praxis in Rojava (jetzt nordsyrische Föderation), einem Gebiet im Norden Syriens, in dem 2012 die Revolution ausgerufen wurde und eben der Aufbau einer demokratischen, geschlechterbefreiten und ökologischen Gesellschaft beginnt. Wie das aussehen kann und was wir davon lernen können, werden wir uns im Lese- und Diskussionskreis erarbeiten.

Am 10. Dezember wollen wir uns erstmals treffen, um organisatorische Dinge zu klären: welche Kapitel wollen wir lesen, was wollen wir diskutieren, in welchem Turnus wollen wir uns treffen und wer braucht ein Buch? Am Ende werden wir noch ein wenig zusammen lesen.

Eine Veranstaltung von: internationalistische Jugend

13.12.: Film: "Das Kongo Tribunal"

20:00 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

BRD/Schweiz 2017, OmU, Dok, 105 min, Regie: Milo Rau

Mit Hilfe eines Tribunals vor Ort im Ostkongo und in Berlin werden die Gründe und Hintergründe für den seit bald 20 Jahren andauernden Krieg im Gebiet der Großen Seen beleuchtet. Dabei entsteht ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Tableau der neokolonialen Weltordnung.
'Das Kongo Tribunal' versammelte die zentralen Akteure und Analytiker des Kongokriegs in Bukavu – der Provinzhauptstadt der vom Krieg am direktesten betroffenen Provinz Süd-Kivu – und wenig später in Berlin, zu einem großen zivilen Volkstribunal, das als Reaktion auf die Passivität der Internationalen Gemeinschaft der jahrzehntelangen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte. Längst geht es nicht mehr um ethnische Gegensätze, sondern vor allem um die Kontrolle über Rohstoffe. Die Toten gehen in die Millionen, die Täter bleiben straffrei. Unter großem Zuspruch der regionalen Bevölkerung entstand ein einzigartiges künstlerisches Großereignis. Mehr als hundert Journalisten aus der ganzen Welt nahmen an den Tribunalen in Ostafrika und Europa Teil, um über das „größenwahnsinnigste Kunstprojekt unserer Zeit“ (Radio France Internationale – RFI) zu berichten.
Der Dokumentarfilm läßt die Ereignisse und Verhandlungstage dieses spektakulären Projektes auf der großen Leinwand lebendig werden. Im Vorfeld der Tribunale führten mehrere Recherchereisen und Drehphasen das Filmteam zu den zentralen Schauplätzen des Konflikts mitten im Bürgerkriegsgebiet. Wir lernen die Menschen und ihre Geschichten kennen: Opfer und Täter, Regierung und Opposition, Militärs und Rebellen, Menschenrechtsaktivisten, lokale Bergleute und Vertreter multinationaler Minenkonzerne. Der Film zeichnet mittels eindringlicher Untersuchungen ein unverschleiertes Porträt dieses gewaltigen Wirtschaftskriegs – seiner ökonomischen und politischen Ursachen genauso wie seines konkreten Gesichts vor Ort. Ein Film über einen Konflikt globalen Ausmaßes, in dem es nicht um Sieg oder Niederlage geht, sondern um die Frage, was uns der Reichtum der ersten Welt eigentlich wert ist und wie lange wir noch bereit sind, an diesem „gut gemeinten Genozid“ teilzunehmen.

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.
Weitere Infos hier.

14.12.: Lesung/Gespräch: „Ich kann nicht aus Hass schreiben...“

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

14.12.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Mit Norbert Mahron (Schriftsteller), Moderation: Michael Zock

„Ich kann nicht aus Hass schreiben...“ Eine Begegnung mit dem Leipziger Schriftsteller Norbert Marohn.

Mehr Infos bei der RLS Sachsen.

14.12.: Film: "Unter Männern - Schwul in der DDR"

19:30 Uhr, Leipzig, Cinémathèque in der naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig)

+ Gespräch über die homosexuelle Emanzipationsbewegung in der DDR

BRD 2012, deutsche OF, Dok, 94 min, Regie: Markus Stein, Ringo Rösener

Der RosaLinde e.V. lädt in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der Cinémathèque Leipzig zu einer Gedenkveranstaltung für den Bürgerrechtler und Schwulen-Aktivisten Eduard 'Eddi' Stapel ein.

Am 3. September 2017 verstarb mit Eduard 'Eddi' Stapel einer der wichtigsten Vorkämpfer für die Rechte von Lesben und Schwulen in der DDR und die treibende Kraft hinter der Gründung des gesamtdeutschen Lesben und Schwulenverbandes LSVD. 1982 war er Mitbegründer des Arbeitskreises Homosexualität der Evangelischen Studentengemeinde Leipzig und ab 1985 Angestellter für Schwulen-Arbeit bei der Evangelischen Stadtmission Magdeburg. Von Magdeburg aus gelang Eddi Stapel der Aufbau weiterer Gruppen. Am Ende der DDR gab es in 21 Städten Arbeitskreise. Es war eine republikweite Bewegung für Emanzipation und Bürgerrechte entstanden. Im Dokumentarfilm 'Unter Männern – Schwul in der DDR' begegnet Regisseur Ringo Rösener sechs schwulen Männern, die in der DDR lebten und die zum Teil erstmals offen über ihre Sexualität sprechen. Nach und nach lassen sie ihn an ihren eigenen persönlichen Geschichten teilhaben und sprechen von ihrem Leben in einem vermeintlich uniformen Staat. Zu diesen Geschichten gehört auch jene von Eddi Stapel.

Im Anschluss an die Dokumentation diskutieren Ringo Rösener (Regisseur des Films), Jörg Litwinschuh (Geschäftsführender Vorstand Bundesstiftung Magnus Hirschfeld), Barbara Wallbraun (freiberufliche Film- und Medienpädagogin) und Volker Beck (MdB a.D. und Gründungsmitglied des LSVD) (angefragt) über die homosexuelle Emanzipationsbewegung in der DDR und das Leben und Wirken von Eduard Stapel.

Moderation: Oliver Strotzer (SPDqueer Sachsen).

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V.
Weitere Infos hier.

14.12.: Hot Spots:: der Stadtentwicklung: The Age of Less

Zeit: 18.30 Uhr

Unsere Wohnstandards sind zu hinterfragen! Die durchschnittliche Wohnfläche hat sich in Deutschland in den letzten fünfzig Jahren nahezu verdoppelt. Die Baukosten sind explodiert. Als Kostentreiber werden der erhöhte Schallschutz, sehr hohe Anforderungen an die Wärmedämmung, den Brandschutz und die Barrierefreiheit genannt. Oder sind die hohen Standards nicht doch sinnvoll? Nicht nur für die Zukunft, sondern schon für die Gegenwart?

Referent: Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart; Fink+Jocher München)

Unter HOT SPOTS verstehen wir Orte und Themen, an denen sich öffentliche Debatte und fachspezifischer Diskurs zu (teilweise brisanten) Stadtentwicklungsaufgaben begegnen. Mit HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG soll in Form eines öffentlichen Podiums der Blick auf diese Brennpunkte und auf die Notwendigkeit eines vernetzten Denkens und Handelns gelenkt werden.

Das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig lädt, unterstützt durch die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL e.V.), die Schaubühne Lindenfels und die Stiftung Lebendige Stadt zu dieser Veranstaltungsreihe ein.

Mehr bei der Schaubühne Lindenfels.

19.12.: "Offenes Antifa Treffen"

Einlass: 19:00 Uhr, Conne Island

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

19.12. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

Mehr im Web [offenesantifatreffen.blogsport.eu hier].

ab Januar 2018: Marx Abendschule

Leider schon ausgebucht, aber es gibt eine Warteliste.

In Leipzig gibt es ab Januar 2018 eine Marx Abendschule. What?

Du wolltest schon immer Das Kapital von Karl Marx lesen und diskutieren? Du bist aber nie dazu gekommen, weil du neben Lohnarbeit, Kindererziehung oder anderen Verpflichtungen keine Zeit gefunden hast? Oder du tust dich schwer damit, komplexe Texte zu lesen, weil du nie die Gelegenheit hattest, zu lernen, wie du sie dir am besten aneignest?

Dann ist die Marx-Abendschule interessant für dich. Sie bietet einen Rahmen, um gemeinsam die Kritik der politischen Ökonomie von Marx zu besprechen. In wöchentlichen Sitzungen werden Abschnitte aus dem Kapital vorgestellt und diskutiert.

Die Abendschule zielt darauf, die nach wie vor männerdominierte Marx-Diskussion aufzubrechen. Die Teilnehmer_innenzahlen sind darum nach Geschlecht quotiert. Auch sonst legen wir wert auf eine angenehme und (pro)feministische Diskussionsatmosphäre.

Mehr unter:

https://facebook.com/kapitalviernull

oder bei twitter: @kapitalviernull"

02.12.: Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD, Hannover

Stoppt die AfD – Aufstehen gegen Rassismus – Unsere Alternative heißt Solidarität

Aufruf zu den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag in Hannover am 2. Dezember

Der 24. September 2017 markiert einen Einschnitt: Erstmalig seit Jahrzehnten sind Neonazis in den Bundestag eingezogen.

Die AfD hat sich in den letzten Jahren radikalisiert und sie scheint sich weiter zu radikalisieren. Der Nazi-Flügel gewinnt an Einfluss und kann ungehindert seine Provokationen vertreten.

Ausführliche Infos bei Aufstehen gegen Rassismus!

04.12. Workshop: Was tun bei rassistischer Diskriminierung? in Zwickau

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen bietet den ganztägigen Workshop "Was tun bei rassistischer Diskriminierung?" am 04.12.2017 Zwickau an. In den Workshops werden praxisorientiertes Wissen, konkrete Handlungsanleitungen sowie Umsetzungsstrategien vermittelt. Die Methoden orientieren sich an den Erfahrungen, welche die Teilnehmenden aus ihrem beruflichen Alltag mitbringen. Sie sind praxisnah und interaktiv. Leitfragen des Workshops sind:

  • Was ist rassistische Diskriminierung?
  • Wie sieht der rechtliche Diskriminierungsschutz aus?
  • Was kann bei rassistischer Diskriminierung getan werden? Welche rechtlichen und außergerichtlichen Handlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie äußert sich Diskriminierung in meinem Arbeits-/Tätigkeitsfeld?

Wann? 4.12.2017 von 09:30 bis 16:30 Uhr
Wo? Zwickau
Der genaue Workshoport wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
Mehr Informationen

Weiterer Termin: 13. Dezember 2017, 9:30-16:30 Uhr, in Leipzig
Mehr Infos gibt es hier.

04.12.: "Der z/weite Blick. Eine Ausstellung über Jugendkulturen und Diskriminierungen", Berlin

Das Archiv der Jugendkulturen und die Schwarzkopf-Stiftung laden interessierte Jugendliche und junge Erwachsene herzlich ein zur Ausstellungspreview mit anschließender Diskussion:

Der z/weite Blick. Eine Ausstellung über Jugendkulturen und Diskriminierungen
Preview der Wanderausstellung vom Archiv der Jugendkulturen
mit Gabriele Rohmann, Leiterin des Archivs, und weiteren Machern der Ausstellung
am Montag, dem 04. Dezember 2017, ab 17 Uhr,
in der Schwarzkopf-Stiftung, Sophienstraße 28/29, 10178 Berlin.

Jugendkulturen bieten jungen Menschen einen Raum zum Ausdruck von Zugehörigkeit. In ihnen werden Freundschaften geknüpft und Fähigkeiten geübt, die Menschen oft ein Leben lang prägen. Doch Jugendkulturen sind nicht frei von bewusster und unbewusster Diskriminierung. Jugendliche bemerken schnell, wenn der Ton in den Sozialen Medien verroht oder sich Einzelne oder Gruppen jugendkulturelle Elemente aneignen, um darüber Hass zu verbreiten. Junge Menschen können davon beeinflusst werden, sie können aber auch Gate Keeper ihrer Kulturen sein, die sich selbst gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagieren und dafür einstehen, dass alle Menschen in der Gesellschaft Respekt erfahren.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Vielfalt, aber auch die Ambivalenzen in Jugendkulturen und Mainstream kennenzulernen und den eigenen Blick auf Jugendkulturen zu weiten. Sie befasst sich mit einer großen Bandbreite aktueller Diskriminierungsphänomene in Jugendkulturen, Mainstream und Social Media: Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus, Exotismus, Antiziganismus, antimuslimischer Rassismus, Salafismus, Sexismus und Homo- und Transfeindlichkeit.

Ab 17:00 Uhr hat unser Publikum die Gelegenheit, eine Auswahl aus der Ausstellung zu besichtigen, um 18:00 Uhr wird Gabriele Rohmann, Leiterin des Archivs der Jugendkulturen, die Ausstellung vorstellen und mit uns zu den behandelten Themen diskutieren.

Über die Teilnahme interessierter Jugendlicher und junger Erwachsener freuen wir uns und bitten um Anmeldung bis zum 01. Dezember online<https://schwarzkopf-stiftung.de/events/der-zweite-blick-eine-ausstellung-ueber-jugendkulturen-und-diskriminierungen/> oder per E-Mail<mailto:anmeldung@schwarzkopf-stiftung.de>. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmt unser Publikum zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

06.-10.12.: Seminar: "Intensivwoche Politische Bildung", Naunhof

Freizeit- und Bildungszentrum «Grillensee» Naunhof
Ammelshainer Straße 1
04683 Naunhof

06.12.2017, 13:00 - 10.12.2017, 13:00 Uhr

Intensivwoche Politische Bildung – Grundlagen der politischen Bildungsarbeit

In politischen Organisationen, Bewegungen und Aktionskontexten übernehmen Menschen Bildungsaufgaben, um gemeinsam Ziele zu erreichen, handlungsfähiger zu werden und Wissen zu teilen. Um die Aufgaben gut zu bewerkstelligen, bedarf es keines Berufsbildes oder Studiums. Viele bringen Erfahrungen aus der Praxis mit, die je nach Bedarf meist autodidaktisch mit Methoden- und Gruppenkompetenzen angereichert werden. Die Intensivwoche bietet sowohl Teilnehmenden, die bereits (erste) Praxiserfahrungen haben, als auch solchen, die planen, künftig bildnerisch tätig zu werden, die Möglichkeit, eine Basis für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen anzulegen bzw. diese zu systematisieren und gezielt auszubauen.

Die Intensivwoche ist als Training angelegt, um einen möglichst hohen Grad an Praxisnähe im gemeinsamen Aneignungsprozess von Modellen, Techniken und Methoden zu erreichen. Die Teilnehmenden profitieren dabei untereinander von den unterschiedlichen Erfahrungsfeldern ihrer bisherigen Bildungsaktivitäten, die sie in das Training einbringen können.

Einige vertiefende Themen:
vom Ziel über Inhalt zur Methode (ZIM-Logik; Konzeptentwicklung für Bildungsangebote durch Lernzielorientierung und didaktische Reduktion)
Lernsettings und Methoden in der politischen Bildungsarbeit
Grundlagen der Kommunikation
Umgang mit Zeit in der Gestaltung von Lernprozessen
Präsentation und Visualisierung
Zielgruppenbestimmung und -erreichung

   

Zielgruppe:
Einsteiger_innen und Gelegenheits-Bildungsarbeiter_innen der politischen Erwachsenenbildung

Kosten:

100 € / 50 € ermäßigt (incl. Übernachtung im Doppelzimmer und Vollverpflegung; je nach Verfügbarkeit ist gegen einen Aufpreis eine Übernachtung im Einzelzimmer möglich) Die Fahrtkosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.

Als Ermäßigungsgründe gelten üblicher Weise der Status als Student_in, Schüler_in, Erwerbslosig-keit. Darüber hinaus wissen wir um prekäre Einkommenssituationen auch bei Freiberuflichkeit. Wir setzen auf eine solidarische Selbsteinschätzung! GENERELL GILT: Teilnahmebeiträge dürfen keine Barriere für die Teilnahme an politischen Bildungsveranstaltungen darstellen. Bitte bei uns melden, um bei Bedarf eine weitere Absenkung des Teilnahmebeitrags zu vereinbaren.

Mehr Info bei RLS Sachsen.

15.12.: Workshop: "Connecting the dots: Die Zeitstrahlmethode", Berlin

WS für Multiplikator*innen der machtkritisch-historischen Bildungsarbeit am 15. Dezember 2017 in Berlin-Kreuzberg

(Voranmeldung bis 01.12.2017 erforderlich)

Anlässlich der Veröffentlichung von unserer Publikation ‘Connecting the dots‘ am 1. Dezember 2017 und des dazugehörigen E-Learning Tools am 15. Dezember 2017, bieten wir einen Einführungsworkshop in die von glokal entwickelte Zeitstrahlmethode zu den Themen Entwicklung - Kolonialismus - Widerstand an.

Ausführliche Informationen zu Inhalt und Anmeldung gibt es bei glokal e. V.

Buchprojekt Widerständige Theorie

„Kritisches Hinterfragen" gehört heute so sehr zu unserem Selbstverständnis, dass es manchmal schon wie eine hohle Phrase klingt. Wir fragen daher an Intellektuelle der letzten 100 Jahre zurück: Was ist Kritik? Wozu brauchen wir Kritik? Was heißt „kritisch denken"? Unsere Autor*innen befragen lesend Texte von Hannah Arendt bis Michel Foucault, von Virginia Woolf bis Roland Barthes auf die Frage nach der Kritik hin und entfalten schreibend ein Spektrum widerständiger Theorie.

Ein Projekt der AG Kritische Wissenschaft

Das Buchprojekt kann auf Startnext unterstützt werden.

Zeitschrift: APuZ 48/2017: "Stadt"

In vielen Städten, nicht nur in Berlin und anderen Millionenmetropolen, stellt sich die neue Wohnungsfrage. Innenstadtlagen versprechen kurze Wege, gute Infrastruktur und ein ästhetisches Wohnumfeld. Doch diese urbanen Annehmlichkeiten kommen zunehmend nur mehr den Wohlhabenden zu, die nicht ganz so Zahlungskräftigen werden (weiter) an die Ränder gedrängt. Neben der Frage nach der sozialen Mischung bleibt Mobilität ein entscheidendes Thema für die Zukunft der Stadt. Angesichts von langen Staus, hohen Feinstaubwerten und unwirtlichen Stadtautobahnen ist der Abbau der Privilegien des automobilen Verkehrs zugunsten des Fußgänger-, Rad- und öffentlichen Nahverkehrs eine naheliegende Lösung.

Die APuZ "Stadt" erscheint heute mit folgenden Beiträgen:

Jens Wietschorke, So tickt Berlin? Städtische Eigenlogiken in der Diskussion

Dieter Schott, Kleine Geschichte der europäischen Stadt

Wolfgang Kaschuba, Die Stadt, ein großes Selfie? Urbanität zwischen Bühne und Beute - Essay

Felicitas Hillmann/Matthias Bernt/Laura Calbet i Elias, Von den Rändern der Stadt her denken.

Mathias Wilde/Thomas Klinger, Städte für Menschen. Transformationen urbaner Mobilität

Christoph Mäckler, Über die Ästhetik der Städte

Das komplette Heft können Sie unter www.bpb.de/260071 bestellen und als PDF oder EPUB für E-Reader herunterladen.

Zeitschrift: APuZ: "Darknet"

Spätestens nachdem im Juli 2016 ein 18-jähriger Schüler am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschoss, ist auch der deutschen Öffentlichkeit das Phänomen »Darknet« bekannt. Hier soll der Attentäter den Kauf der Tatwaffe angebahnt haben. In den Schlagzeilen erschien das Darknet entsprechend als »dunkle« Seite des Internets.

Die APuZ "Darknet" erscheint mit folgenden Beiträgen:

Stefan Mey, "Tor" in eine andere Welt? Begriffe, Technologien und Widersprüche des Darknets
Das Darknet gilt als Gegenentwurf zum World Wide Web und will eine vor Überwachung geschützte unzensierte Kommunikation ermöglichen. Wie zu erwarten, wird die gebotene Anonymität auf gesellschaftlich erwünschte wie ethisch unerwünschte Weise genutzt.
www.bpb.de/259135

Otto Hostettler, Hilflose Ermittler. Warum Kriminelle im Darknet wenig zu befürchten haben
Das Handelsvolumen auf den anonymen Marktplätzen im Darknet hat sich innerhalb der vergangenen Jahre vervielfacht. Die Anonymität bietet Kriminellen ungeahnte Möglichkeiten und stellt Ermittlungsbehörden vor größte Herausforderungen.
www.bpb.de/259137

Daniel Moßbrucker, Netz der Dissidenten. Die helle Seite im Darknet
Das Darknet bietet Rückzugsräume für Dissidenten und Journalisten. Die Technologie hilft, demokratische Strukturen zu stärken. Der Handel mit Spähsoftware sowie weitgreifende Überwachungsgesetze in vielen Ländern beschneiden diese Räume jedoch zunehmend.
www.bpb.de/259139

Matthias Schulze, Going Dark? Dilemma zwischen sicherer, privater Kommunikation und den Sicherheitsinteressen von Staaten
Im Zuge des Antiterrorkampfes wird immer wieder gefordert, Verschlüsselungstechnologien zu schwächen. Dabei haben sie einen großen Nutzen im Bereich der Cybersicherheit. Wenn sie geschwächt werden, erhöht man nicht die Sicherheit, sondern senkt sie.
www.bpb.de/259141

Friedemann Brenneis, Phänomen Bitcoin. Geld, Technologie und gesellschaftliches Ereignis
Vom verruchten Darknet-Geld zur gehypten Digitalwährung mit Milliardenwert: Der Bitcoin hat es innerhalb weniger Jahre weit gebracht. Doch liefert dieses mysteriöse Phänomen mehr Fragen als Antworten. Vor allem: Was ist das eigentlich - und warum ist es noch nicht gescheitert?
www.bpb.de/259143

Albrecht Beutelspacher, Eine kurze Geschichte der Kryptografie
Die ersten Verfahren der Kryptografie sind militärischen und politischen Ursprungs, und sie spielten sich zwischen Staaten ab. Heute ist Verschlüsselung aus unserem Alltag kaum wegzudenken und ermöglicht uns, die Vertraulichkeit von Kommunikation zu schützen.
www.bpb.de/259145

Meropi Tzanetakis, Drogenhandel im Darknet. Gesellschaftliche Auswirkungen von Kryptomärkten
Der Onlinehandel mit Drogen ist so alt wie das Internet selbst. Technologische Innnovationen wie neue Verschlüsselungsmethoden haben jedoch zu einem systematischen und weltweiten Vertrieb von verbotenen Substanzen und anderen Produkten im Web beigetragen.
www.bpb.de/259147

Das komplette Heft können Sie unter www.bpb.de/259149 bestellen und als PDF oder EPUB für E-Reader herunterladen.

Buch: Daniel Mullis, Krisenproteste in Athen und Frankfurt. Raumproduktionen der Politik zwischen Hegemonie und Moment

Dampfboot-Verlag

Einen Blick ins Buch gibt es hier:
http://www.academia.edu/35097406/2017_Krisenproteste_in_Athen_und_Frankfurt._Raumproduktionen_der_Politik_zwischen_Hegemonie_und_Moment._M%C3%BCnster_Westf%C3%A4lisches_Dampfboot

Teile der Blockupy-Analayse als Arbeitspapier:
http://www.uni-frankfurt.de/63375688/mullis_2016_Blockupy-in-Frankfurt-2012-2015_working-paper.pdf

Kurzbeschreibung
Die linken Kämpfe in Athen und Frankfurt am Main um die Regulierung der europäischen Schulden­krise stehen im Zentrum des Buches. Mullis zeichnet für Athen den viel­schichtigen Bewegungs­zyklus vom Dezember­aufstand 2008, über die Proteste gegen die Verein­barungen mit der Troika ab 2010 bis zur Wahl der ersten SYRIZA-Regierung im Januar 2015 nach und fokussiert in Frankfurt auf die Politiken des Blockupy-Bündnisses zwischen 2012 und 2015. Es sind gerade die Relation von politischer Praxis und deren Räumlich­keit sowie das Ineinander­greifen von eher sukzessiven Praxen der Politik mit beschleunigten politischen Momenten die viel­schichtig thematisiert werden. Entlang der empirischen Beispiele und angeleitet von einer theoretischen Reflexion wird ein Ansatz vor­geschlagen, um die politische Konstitution von Raum sowie die räum­liche Konstitution von Politik relational zu denken.

Mullis greift hierfür theoretisch einerseits auf die Neuen Philosophien des Politischen von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe sowie Jacques Rancière zurück und baut andererseits auf die Über­legungen zur Produktion des Raumes von Henri Lefebvre auf. Lefebvres Werk zu Stadt und Raum wird durch das Brennglas der Neuen Philosophien des Politischen betrachtet und an manchen Stellen neu interpretiert. Umgekehrt wird Lefebvres empathisches Verhältnis zur konkreten Praxis für die Philosophien des Politischen fruchtbar gemacht. Im Anschluss an Laclau und Mouffe wird Hegemonie und Rancière folgend Moment als zwei Modi der Politik eingeführt, um die Inter­aktion suk­zessiver, strategisch-verknüpfender und kleinteiliger Praxen mit Ereignissen des spontanen und eruptiven Aufbrechens zu verweben.

Zeitschrift: movements

Veröffentlichung der neuen Ausgabe von movements. Journal for Critical Migration and Border Regime Studies

movements volume 3, issue 2/2017 | Turkey's Changing Migration Regime and its Global and Regional Dynamics
http://movements-journal.org/
www.transcript-verlag.de/movements

Ausgabe 3 (2) widmet sich den aktuellen Entwicklungen des türkischen Migrations- und Grenzregimes im Verhältnis zu EUropäischen Migrationspolitiken. Die Beiträge analysieren den sogenannten EU-Türkei-Deal und seine Folgen für Politik und Gesellschaft der Türkei und ihrer Umgebung als auch die Lebensverhältnisse von Asylsuchenden und Migrant_innen in der Türkei. Die Zeitschrift ist sowohl in gedruckter Form beim transcript Verlag erhältlich als auch als kostenlose Open-Access-Version auf www.movements-journal.org.

Herausgeber_innen dieser Ausgabe: Ilker Ataç, Gerda Heck, Sabine Hess, Zeynep Kaşlı, Philipp Ratfisch, Cavidan Soykan, Bediz Yılmaz.
Beiträge von: Ilker Ataç, Feyzi Baban, Dawn Chatty, Cemile Gizem Dinçer, Fırat Genç, Mariana Gkliati, Duygu Gürsel, Gerda Heck, Rejane Herwig, Sabine Hess, Suzan Ilcan, Bernd Kasparek, Maren Kirchhoff, Johanna Neuhauser, Kim Rygiel, Elif Sarı, Helge Schwiertz, H. Pınar Şenoğuz, Cavidan Soykan, Eda Elif Tibet.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie online unter:
http://movements-journal.org/issues/05.turkey/

Die englischsprachige Einleitung finden Sie / findet ihr unter:
http://movements-journal.org/issues/05.turkey/01.atac,heck,hess,kasli,ratfisch,soykan,yilmaz--contested.borders.turkey.migration.regime.introduction.html

Facebook: https://www.facebook.com/movements.journal/

Schulveranstaltung: "Globale Ungleichheiten und Rassismus in Deutschland"

Hiermit möchten wir alle Lehrer*innen und Schüler*innen herzlich zu unserem Schulprogramm „Globale Ungleichheiten und Rassismus in Deutschland" einladen. Hierfür präsentieren wir die Videoarbeit von Jermain Raffington und wollen zusammen mit den Schüler*innen die Problematik von Rassismus in Deutschland im Kontext globaler Ungleichheiten beleuchten. Dies soll vor allem auch vor dem Hintergrund der seit dem 1. Januar 2015 von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung", betrachtet werden.

Rassismus ist ein allgewärtiges Thema, nicht nur in diversen Schlagzeilen, sondern auch im Alltag von Menschen die in Deutschland aufgewachsen sind, aber nicht dem vermeintlichen Erwartungsbild anderer entsprechen. Um diese Probleme zu verdeutlichen, zeigen wir ausgewählte Portraits von Deutschen und Afro-Deutschen, die von ihren Erfahrungen und Ansichten erzählen. In einer Gruppenarbeit und anschließender Diskussion, sollen die Schüler*innen dafür sensibilisiert werden was Rassismus im Alltag und der Gesellschaft bedeutet.

Wir freuen uns, Sie bei unserem Schulprogramm begrüßen zu dürfen!

Bei Interesse können Sie sich an buero@africavenir.org wenden.
Die Veranstaltung kann auch nach Absprache in Ihrer Schule stattfinden.

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Brot für die Welt und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

In Kooperation mit der Kaneza Foundation for Dialogue & Empowerment e.V.

02.01.2018 (deadline): Promotionskolleg "Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität"

8 Promotionsstipendien im Rahmen des Promotionskollegs »Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität« an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Im Rahmen des von der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) eingerichteten Promotionskollegs an der Eberhard Karls Universität Tübingen sind zum Juli 2018 acht Promotionsstipendien zu vergeben.
In dem von der Hans-Böckler-Stiftung an der Universität Tübingen eingerichteten Promotionskolleg werden die sich im Rechtspopulismus ausdrückenden, von dieser Seite aber auch vorangetriebenen exkludierenden Solidaritäten in verschiedenen Bereichen der Sozialpolitik (u.a. soziale Sicherungssysteme, öffentliche Infrastruktur, Migration und Arbeitsmärkte, Geschlecht und Familie) erforscht. Darüber hinaus wird der politische Widerstand gegen den Rechtspopulismus und die sich darin formierenden, der exkludierenden Solidarität widerstreitenden Solidaritäten untersucht. Vorgesehene Themenschwerpunkte des Kollegs sind:
1. Rechtspopulistische Sozialpolitik und Sozialstaatskritik,
2. Zeitgeschichte rechtspopulistischer und rechtsextremer Sozialpolitik,
3. Normative Argumentationsmuster rechtspopulistischer Sozialpolitik,
4. Exkludierende Solidarität in medialen Öffentlichkeiten,
5. Solidaritätsabhängigkeit staatlicher Sozialpolitik.
Nähere Informationen zum Konzept des Promotionskollegs finden Sie unter: www.promotionskolleg-rechtspopulismus.net.
Promovierende erhalten derzeit einer Förderung in Höhe von 1.450 € (umfasst 1.350 € Grundstipendium, 100 € Forschungskostenpauschale). Zusätzlich können bis zu 100 € Krankenkassenzuschuss und ggf. Familienzulagen gezahlt werden. Die Laufzeit der Stipendien beträgt max. drei Jahre. Für Stipendiat*innen stehen Arbeitsplätze an der Universität Tübingen zur Verfügung. Eine verbindliche Präsenz in Tübingen wird über die gesamte Zeit der Promotion erwartet.
Über die Promotionsstipendien wird nach den Auswahlkriterien der HBS entschieden (https://www.boeckler.de/promotion.htm). Bewerber*innen müssen einen überdurchschnittlichen Studienabschluss, der spätestens zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegen sollte, und ein gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement
nachweisen.
Die Bewerbungsunterlagen der HBS finden Sie unter: https://www.boeckler.de/92.htm.
Folgende Unterlagen sind für die erste Auswahlrunde bei der Universität Tübingen einzureichen: Motivationsschreiben, Bewerbungsbogen der Hans-Böckler-Stiftung, tabellarischer Lebenslauf, beglaubigtes Examenszeugnis, welches zur Promotion berechtigt; dazu eine dreiseitige Projektskizze (Forschungsfrage, Theoriebezüge, Methode, gegebenenfalls Feldzugang, Stand der Vorarbeiten und Einbindung in das Forschungsprogramm des Promotionskollegs). Die Literaturliste wird der Projektskizze angehängt. Ein Gutachten muss nicht eingereicht werden. Dies wird zu einem späteren Zeitpunkt durch die das Promotionskolleg leitenden Wissenschaftler*innen erstellt.
Bewerber*innen, die in die engere Auswahl kommen, haben ein Exposé (ca. 10 Seiten) bis zum 15. Februar 2018 vorzulegen.
Bitte senden Sie die Bewerbungsunterlagen und Ihre Projektskizze bis spätestens zum 2. Januar 2018 in elektronischer Form an: Prof. Matthias Möhring-Hesse (Email: promotionskolleg-rechtspopulismus@uni-tuebingen.de).

CfP: 5th International Conference of the Anarchist Studies Network: "Decolonisation"

Anarchist Studies Network // 5th International Conference // 12-14 September 2018 // Loughborough University, U.K.

Call for Papers and Panels

The fight against domination and destruction continues under heavy clouds. A global wave of resistance has once again been met with reaction, as elites turn to barefaced nationalism, racism and misogyny. For the world's majority, such oppression is neither surprising nor new, given the enduring legacy of colonialism and by-now-established forms of neo-colonial exploitation. Meanwhile, hegemonic discourses show a frustrating capacity to co-opt and neutralise: converting anti-capitalism into welfare-populism, ecological resistance into green consumption, and militant intersectionality into liberal identity politics. Anarchist literature and organising are not automatically immune to these problems; posing ideas and practices that are radically free from domination requires critical reflection on assumptions and truths, including one’s own. Despite challenges, anarchists have sustained and grown multiple sites of resistance as well as constructive projects, while boldly spearheading the confrontation with the far right. Confident that the tide will turn again, the flame remains kindled.

In these uncertain times, the elaboration of anarchist analysis bridging theory and practice, scholarly rigour and the insights of social movements, is as necessary as ever.

The 5th International Conference of the Anarchist Studies Network will be held at Loughborough University between 12-14 of September 2018. Proposals are welcome for individual papers, as well as for panels drawing together 3-4 papers around a common theme.

Please send abstracts of up to 250 words per paper to the address: asn.conference.5@mail.com

ASN conferences aim to breach new frontiers in anarchist scholarship, and encourage cross-pollination between disciplines. Contributions are invited from within and outside the official academic sphere, from any scholarly discipline(s), and on any topic relevant to the study and practice of anarchism as a vital approach to social transformation.

The central theme for this conference is DECOLONISATION, which we hope will inspire many of the presentations and panels. The purpose is twofold: to stimulate discussion of colonialism and racism as forms of oppression that anarchists oppose, but which continue to be felt in anarchist organising; and to welcome individuals, groups and communities who have not previously participated in ASN events. By recognising the legacy of non-western and anti-colonial thought and action in the anarchist tradition, we want to strengthen the ties between contemporary anarchists and decolonial theory and practice in the struggle against oppression, and to use the recognition of racist and Eurocentric practices and mind-frames to open up the event to marginalised groups.

We therefore particularly encourage submissions from the global south and from people of colour, as well as from women, trans and non-binary people, and people with disabilities. We strongly encourage panel organizers to overcome exclusion. For the central theme, we welcome presentations that are concerned with topics such as the following:

- Anarchist engagements with decolonial and race theory
- Anarchist geographies of decolonisation
- Anarchist movements in Africa, Asia, Latin America, the Pacific, etc.
- Anarchist resonances of non-western philosophies, religions and traditions
- Anti-nationalism and anti-fascism
- Decolonial critiques of anarchism
- Decolonial critiques of the state
- Histories of anarchist resistance to colonialism
- Intersections between race/colonisation and age, class, dis/ability, gender, sexuality, etc.
- Non-western anarcha-feminism, green anarchism, individualism, etc.
- Non-western and western modes of (anti-)representation and the movement between them

In addition, proposals are welcome on ANY TOPIC related to the study and practice of anarchism.

As well as submissions that bridge the gap between “academic” and other forms of knowledge, we also welcome proposals for workshops, art events/performances and experimental pieces, and are happy to discuss any ideas that you might have.

We welcome proposals for papers and panels in other languages, but please send an abstract in English as well. Translation will be self-organised during the conference on an ad-hoc, volunteer basis.

Loughborough University facilities are fully wheelchair accessible and induction loops are available. We are hoping to have some travel bursaries available for low- or unwaged participants, especially from the global south, as well as co-organised childcare arrangements. Although we cannot guarantee either of these at the present stage, please do get in touch with any specific access needs and we will do our best to meet them: asn.conference.5@mail.com

CfP: "Labour, migration and brokers"

Global Conference on Economic Geography
July 24­–28 2018, University of Cologne
Organisers: Huey Shy Chau, Jennifer Steiner, Karin Schwiter
(University of Zurich)

In many contexts around the world, the services of brokers play a decisive role in enabling labour migration. Even in spaces of relatively free movements, such as within Europe, labour brokers have been gaining importance. Our session examines this ‘middle space of labour migration’ (Lindquist, Xiang and Yeoh 2012).

The term broker here refers to a party that mediates between other parties, such as between employers and workers (ibid.). It encompasses various forms of brokers including temporary staffing agencies, agencies that hire migrant workers for specialised services (such as for live-in care), and informal brokers. Our session aims at exploring the role of labour brokering in relation to migration in a variety of contexts.

Papers may address (but are not limited to) the following questions:

· How is labour migration brokered in different geographical and regulatory contexts?

· In what ways do labour brokers shape working conditions of migrant workers?

· How do labour brokers influence the organisation of migrant workers’ movements and migrant workers’ agency?

· What are labour brokers’ roles in shifting constellations of migration control?

· In what ways do brokering services enable the emergence of specific transnational labour arrangements, migration channels and geographies?

· What are the institutional and regulatory contexts in which labour migration brokers emerge?

· In what ways do labour migration brokers shape (labour) markets?

· How can focuses on labour migration brokers contribute to understanding current processes of social transformation?

Please submit a 250-words abstract online through the conference website between November 15th 2017 and March 15th 2018: https://www.gceg2018.com/call-for-sessions-and-papers.html

For further inquiry feel free to contact us:
Huey Shy (hueyshy.chau@geo.uzh.ch)
Jennifer Steiner (jennifer.steiner@geo.uzh.ch)

References:
Lindquist, Johan, Biao Xiang, and Brenda S.A. Yeoh. 2012. ‘Opening the Black Box of Migration: Brokers, the Organization of Transnational Mobility and the Changing Political Economy in Asia’. Pacific Affairs 85 (1):7–19.

CfP (deadline: 12.12.): Fachforum Soziale Arbeit, Empowerment & kollektive Organisierung

SAVE THE DATE

Fachforum / Expert Forum
6-7 April 2018
Hochschule Düsseldorf, Germany

CALL FOR PAPERS

›Empowerment‹ ist ein vielfach beachtetes Konzept in zahlreichen Feldern der Sozialen Arbeit. Es zielt auf individueller, kollektiver und organisationaler Ebene auf Maßnahmen und Strategien ab, die den Grad der Selbstbestimmung und Autonomie im Leben von Menschen und Gemeinschaften erhöhen – insbesondere durch die selbstverantwortliche Vertretung der jeweiligen Interessen. ›Empowerment‹-Praxen und -Standpunkte haben auch in zahlreichen sozialen Bewegungen und kollektiven Ansätzen der Organisierung eine wichtige Rolle gespielt. Das Fachforum Soziale Arbeit, Empowerment & kollektive Organisierung zielt auf eine kritische Würdigung von Theorie und Praxis von ›Empowerment‹ und die Weiterentwicklung von theoretischen und praktischen Perspektiven jenseits einer neoliberalen Indienstnahme. Wir laden konzeptionell-theoretische Beiträge und empirische Analysen zu Ansätzen, Traditionslinien, Möglichkeiten, Grenzen und Ambivalenzen von ›Empowerment‹ in Kontexten Sozialer Arbeit sowie Ansätzen kollektiver Organisierung ein. Wir freuen uns über Empowerment-Projekte, die sich im Rahmen des Forums vorstellen möchten.

Bitte senden Sie Ihr abstract im Umfang von maximal 500 Worten sowie einen kurzen CV bis zum 15.12.2017 an folgende Adresse: empowerment-fachforum@hs-duesseldorf.de
Verfasser*innen angenommener Beiträge werden bis zum 05.01.2018 benachrichtigt.
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache (z.T. Simultanübersetzung) statt.

Organisator*innen: Sara Madjlessi-Roudi & Fabian Virchow

CfP (deadline: 15.12.): "Staat und Gesellschaft: Anarchistische Perspektiven in der spätmodernen Sozialtheorie"

GGS-Sektion "Kulturen des Politischen" und das Institut für Soziologie (Professur Kultursoziologie) der JLU Gießen

Workshop des Institutes für Soziologie und dem GGS der JLU Gießen

Am 19. Januar 2018 in Gießen / CfP bis 15.12.2017

Lässt sich eine anarchistische Gesellschaftstheorie der Spätmoderne denken und kann eine spätmoderne Staatstheorie plausibel ausformuliert werden?

In den letzten drei Dekaden sind auf den Staat und die Gesellschaft zahlreiche Grabreden und Nachrufe verfasst worden. Wie auch immer sich spätmoderne Kollektive zusammenfinden werden - dass es weder in Form der klassisch modernen Gesellschaft noch unter der Herrschaft eines souveränen (National)Staates geschehen würde, galt sozialwissenschaftlich lange als ausgemacht. Entgegen dieser Prophezeiung deuten zahlreiche politische und gesellschaftliche Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit allerdings auf eine spätmoderne Reorganisation des Staates sowie die Renaissance der Gesellschaft hin. Den abgebrochenen sozialtheoretischen Diskurs um die modernen Grundbegriffe Gesellschaft und Staat wieder aufzunehmen und im Rahmen einer spätmodernen Sozialtheorie neu zu verankern erscheint heute jedenfalls bei weitem nicht so antiquiert, wie es lange postuliert wurde. Mit unserem Workshop wollen wir den gesellschafts- und staatstheoretischen Diskurs in den Sozialwissenschaften somit wieder aufnehmen und dabei erörtern, inwieweit genuin anarchistische Denkansätze und Theorien einen Beitrag zu einem spätmodernen Verständnis von Staat und Gesellschaft leisten können.
Vor allem in politischen Kontexten und dem politischen Aktivismus erzeugen anarchistische Ideen in den letzten Jahren vielfältige Resonanzen. Dieser aktivistische und politische Aufschwung anarchistischer Ideen spiegelt sich bislang aber nur sehr verhalten in der sozialwissenschaftlichen Theorieproduktion. Wir gehen davon aus, dass anarchistische Perspektiven für die spätmodernen Gesellschaftstheorie ebenso wie für eine Staatstheorie der Spätmoderne produktive Anstöße ermöglichen und damit diesen weitgehend brachliegenden (sozialwissenschaftlichen) Diskurs beleben können. Dazu soll dieser Workshop einen Beitrag leisten.
Neben klassischen Vorträgen soll der Workshop auch Raum für offene Diskussionen mit Werkstattcharakter bieten, daher sind auch kürzere Diskussionsbeiträge ausdrücklich willkommen. Die Vorträge sollen inhaltlich gehaltvoll sein und nicht länger als 20 Minuten in Anspruch nehmen während die Diskussionsbeiträge explizit für erste (Vor)Überlegungen, theoretische Skizzen und kreative Einfälle gedacht sind, welche dann in einer gemeinsamen freien Diskussion erörtert werden können. Diese Beiträge sollten schriftlich nicht mehr als zwei bis drei Seiten umfassen und während des Workshops mit einem fünfminütigen Impulsreferat eine lebhafte Diskussion einleiten. Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen zu allen relevanten sozial-, staats-, kultur- und gesellschaftstheoretischen Themenfeldern sind erwünscht. Der Workshop ist ausdrücklich auch für studentische Beiträge geöffnet.

Abstracts zu diesen oder anderen einschlägigen und relevanten Themenfeldern sind mit der Angabe des gewünschten Formats (Vortrag oder Diskussionsbeitrag) bis zum 15. Dezember an Thomas.Linpinsel@sowi.uni-giessen.de & Silke.Braselmann@sowi.uni-giessen.de erbeten.

CfP: Zeitschrift: movements 4 (2): Open Call

Open Call for Papers für movements-Ausgabe 4 (2), die im Oktober 2018 veröffentlicht wird.

Vollständige Artikel können noch bis 1. Februar 2018 eingereicht werden.

Der Call ist auch online zu finden:
http://movements-journal.org/redaktion/cfp/cfp_4-2_open_call.html

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