April 2015

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Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Monat, um genau zu sein am 16. April, startet eine neue Veranstaltungsreihe unseres Vereins, welche einzelne Mitglieder seit dem letzten Jahr vorbereitet haben. Sie trägt den fulminanten Titel ABSOLUTE GEGENWART und wird im Zeitraum von April bis Juli sowohl in Leipzig als auch in Berlin stattfinden. Für das Projekt kooperiert die EnWi-AG mit dem Kulturraum e.V. (KRe.V.), einem Teil des neuen Leipziger Clubraums Institut für Zukunft IFZ, und dem Berliner Club ://about blank, wo die Veranstaltungen stattfinden werden.

ABSOLUTE GEGENWART soll versuchsweise ein Name sein für eine Situation, in der zum Beispiel kritische Diskussionen von Phänomenen der Beschleunigung neben Feststellungen kultureller und politischer Stagnation und Erstarrung stehen, in der sich Gefühle von Rastlosigkeit und Erschöpfung überkreuzen. Eine Zeit, in der die Gedanken an Zukünftiges keinen Antriebsmotor für gesellschaftliche Imaginationskraft mehr darstellen, sondern sich der Zukunftsbezug vielmehr in Formen der Mahnung, Vorsorge und Askese ausdrückt und substanzielle Veränderungen zunehmend undenkbar werden. In diesem Zustand vermehren sich auch Krisendiskurse und Verfallsgeschichten, welche die von ihnen beschriebene und kritisierte Ausweglosigkeit zugleich auf eigentümliche Weise stabilisieren.
Zusammen mit internationalen Gästen wollen wir gesellschaftliche Symptome dieser ABSOLUTEN GEGENWART in Bereichen wie Politik, Arbeit, psychische Gesundheit, aber auch Popkultur und Gegenwartskunst analysieren, um nach neuen Artikulations- und Verhaltensweisen zu suchen.

Wir beginnen am 16. April mit dem Vortrag „Nowhere Fast“ von Mark Fisher aus London, im Anschluss feiern wir am Abend die Eröffnung mit Musik von Thomas Meinecke und Onetake. Es folgen im zweiwöchentlichen Rhythmus weitere Veranstaltungen, so zum Beispiel bereits am 29. April der zweite Termin mit Michael Hirsch aus München. Zeitlich leicht versetzt beginnen im Mai die Veranstaltungen in Berlin.

Den ausführlichen Ankündigungstext und das gesamte Programm kann man auf der Homepage zum Projekt nachlesen: www.absolute-gegenwart.de.

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Euch
Euer EnWi-Newsletterteam

EnWi e.V.
16.04.: Vortrag/Diskussion: Mark Fisher "Nowhere Fast" + Party im Anschluss mit Thomas Meinecke
29.04.: Vortrag/Diskussion: "Mythos des Immergleichen oder Erneuerung des Fortschrittsbegriffs?"
Leipzig
07.04. Beginn Ringvorlesung: In guter Gesellschaft
09.04.: Vortrag/Diskussion: "Wenn Wegschauen tötet. Zum NSU-Komplex"
11.04.: Führung: "Das Gesicht der Leipziger Rüstungsproduktion war weiblich“. Das Frauen-KZ der HASAG in Leipzig"
11.04.: Seminar: "Gesellschaftstheorie: Analyse politischer Kommunikation"
11.04.: Theater-Kurs: "StorieInMigrazione - MigrationsGeschichten"
12.04. Film/Gespräch: "Enjoy the Music - Die Pianistin Edith Kraus"
12.04.: Exkursion: "70 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald"
13.04.: Vorlesungsbeginn Ausbildung in der Asylverfahrensberatung
14.04.: Gespräch: "Begegnungen schaffen"
17.04.: Theater-Workshop: "'NUR' zu wissen reicht nicht. Oder anders: Jahrtausendlang mitgemeint. (M)ein Blick auf Leipzig"
18.04.: "Begegnungscafé in der Unterkunft für Asylsuchende"
18.04.: Film/Musik/Vortrag: "The Lady in Number 6: Music saved my Life"
18.04.: Konferenz: "Verfolgt – Bejubelt – Vergessen. Zum Leben und Werk von Bruno Apitz"
18.04.: Lesung: "Friedrich Dürrenmatt – Der Verdacht"
23.04.: Film/Diskussion: "Fremd"
23.04.: Lesung/Diskussion: "Weil ein #Aufschrei nicht reicht"
25.04.: Konferenz: "Welcher Kapitalismus, welche Krise? Finanzmarktkapitalismus in der Diskussion"
Rest der Welt
01.04.: Netzwerktreffen: "Globalize Me! Netzwerktreffen zum Globalen Lernen in der außerschulischen Jugendarbeit", Dresden
10.-18.04.: Aktionswoche: "Stoppt die Einführung des neuen Asylunrechtsgesetzes!", Halle
15.04.: Vortrag/Diskussion: "Das Kapital und die Verteilung im 21. Jahrhundert. Hat Piketty Recht?", Dresden
18.-23.05. (Anmeldung bis 30.04.): Deutsch-tschechisches Seminar: "Obdachlosigkeit in Dresden", Dreden
23.04.: Diskussion: "Education for all in Africa - But in Whose Languages?", Berlin
24.04. (Anmeldung): Tagung: „Opa war in Ordnung!“ Erinnerungspolitik der extremen Rechten vom 07.-08.5., Köln
27./28.04.: Fachtagung: "Erinnern lernen. Lernen durch Erinnern", Berlin
29.04.: Seminar/Diskussion: "Writing the History of the Armenian Genocide", Berlin
Neuerscheinungen
Buch: Magdalena Marsovszky: "Verfolger und Verfolgte, Antiziganismus in Ungarn"
Zeitschrift: APuZ 10/2015: "Unten"
CfPs und Stellenausschreibungen
Ausschreibung des OST-PASSAGE-THEATERs für Autorinnen und Autoren: "Leipzig - Die utopische Kommune"
CfP: 20. Promotionsvorträge: "Arbeit. Zwischen Leidenschaft und Leidensdruck"
CfP: Zeitschrift: ZAG 69/2015: "Polizei. Staat. Rassismus"

16.04.: Vortrag/Diskussion: Mark Fisher "Nowhere Fast" + Party im Anschluss mit Thomas Meinecke

Am 16. April 2015 um 20 Uhr starten wir mit unserer neuen Veranstaltungsreihe ABSOLUTE GEGENWART im Institut für Zukunft Leipzig. Die opening lecture der Reihe mit dem Titel “Nowhere Fast” hält MARK FISHER aus London. Danach feiern wir ab 22 Uhr bis spät zu DJ Sets von THOMAS MEINECKE und ONETAKE unsere Eröffnung.

“The music critic Simon Reynolds has pointed out that, in the current moment, everyday life has sped up, but culture has slowed down. This talk will examine this seeming paradox. On the one hand, we are subject to an inundation of stimuli - a blitzing of the nervous system, producing a permanent sense of anxiety, inability to settle, digital twitch. On the other hand, cultural production seems to be increasingly sterile and stagnant, locked into an apparently interminable pattern on unacknowledged and unconscious repetition. This is only a paradox at first glance. Actually, there is a relation between the two: the overloading of the social brain means that there is no time in which the new can emerge. Is there a way out of this condition of going nowhere fast?”

(Vortrag in englischer Sprache.)

MARK FISHER ist Autor von Capitalist Realism. Is There No Alternative? (2009, dt. 2013) und Ghost Of My Life. Writings on Depression, Hauntology and Lost Futures (2014). Seine Texte erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen wie The Wire, Frieze, The Guardian und Film Quaterly. Er ist Lecturer im Bereich Visual Cultures am Goldsmiths College, University of London. Außerdem hat er in Zusammenarbeit mit Justin Barton zwei gefeierte Audio-Essays produziert: londonunderlondon (2005) und On Vanishing Land (2013).

Nach dem Vortrag findet ab 22 Uhr mit THOMAS MEINECKE und ONETAKE die Welcome Present Party zur Eröffnung unserer Reihe im Institut für Zukunft statt!

Weitere Informationen auf den Seiten der AG Ästhetische Theorie und unter www.absolute-gegenwart.de.

29.04.: Vortrag/Diskussion: "Mythos des Immergleichen oder Erneuerung des Fortschrittsbegriffs?"

Am 29. April 2015 um 20 Uhr findet der zweite Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe ABSOLUTE GEGENWART im Institut für Zukunft Leipzig statt.

Michael Hirsch: Mythos des Immergleichen oder Erneuerung des Fortschrittsbegriffs?

"Die gegenwärtige Gesellschaft hat zunehmend dystopische Züge. Der Begriff des Fortschritts scheint verschwunden aus unserem Bewusstsein. Bis in die Semantik staatlicher Krisenpolitik hinein erscheint die gesellschaftliche Entwicklung als alternativlos - wie eine absolute Gegenwart, welche für die Zukunft nur die Fortsetzung des Immergleichen oder Selbstzerstörung denken kann. Dem entsprechen die Techniken einer Regierung mit der Furcht: eine Rückbildung der Gesellschaft in entzivilisierte Formen (Postdemokratie, Prekarität, Verwilderung der Arbeit, Sozialdarwinismus).
Diese Konstellation gilt es zu analysieren, ohne der unübersehbaren kulturpessimistischen Versuchung zu erliegen. Die gesellschaftliche Entwicklung verstehe ich als einen mythischen Bann. Er ist Ausdruck eines vorläufig gescheiterten Emanzipationsprojekts: das Projekt des Neoliberalismus ist eines der Stillstellung gesellschaftspolitischer Weichenstellungen. Progressive Intellektuelle und Aktivisten sind mit einer scheinbar unentrinnbaren Vereinnahmung emanzipatorischer Bewegungen durch den neoliberalen Kapitalismus und seinen Staat konfrontiert. Die gesellschaftliche Entwicklung erscheint uns wie ein Bann. Wie Adorno aber sagt: Er ist nur ein Bann."

MICHAEL HIRSCH studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg und Paris (u.a. bei Jacques Derrida und Alain Badiou), er lehrte und promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es folgten verschiedene Lehrtätigkeiten u.a. in Hamburg, München, Stuttgart und Prag. 2014 habilitierte er sich im Fach Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen mit der Schrift "Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft". Hirsch lebt als freier Autor und Dozent in München.

Veranstaltungsort: Institut für Zukunft, An den Tierkliniken 38-40, 04103 Leipzig
Weitere Informationen auf den Seiten der AG Ästhetische Theorie und unter www.absolute-gegenwart.de.

07.04. Beginn Ringvorlesung: In guter Gesellschaft

Der Fachschaftsrat der Soziologie organisiert im SoSe 2015 eine Ringvorlesungsreihe zur Praxisrelevanz der Soziologie.

Soziologie - eine Wissenschaft für sich!? Wohl kaum! Denn Soziologie hat viele ungeahnte Berührungspunkte mit ihr fremden Wissenschaften, die in der Vorlesungsreihe thematisiert werden sollen. Unter dem Motto „In guter Gesellschaft“ wird ein Fokus auf soziologische Forschung u.a. im Zusammenhang mit Umwelt, Medizin, Religion & Kunst gelegt. Dabei werden vor allem aktuelle Themen wie Organtransplantation, Grenzpolitik aber auch Nachhaltigkeit angesprochen.

Die Veranstaltung findet jeweils 19Uhr im HS 5 am Campus Augustplatz statt.
Veranstaltungen im April:
07.04.15
„Freihandel aus soziologischer Perspektive am Beispiel TTIP“
Dipl.-Soz. Nikolaus Weihe Martin-Luther-Universität Halle

21.04.15
„Wertungsprozesse und Preisbildung im medialisierten Kunstfeld der Gegenwart“
Prof. Dr. Nina Zahner Universität Leipzig

Weitere Veranstaltungen und Infos hier.

09.04.: Vortrag/Diskussion: "Wenn Wegschauen tötet. Zum NSU-Komplex"

Mit Katharina König, MdL Thüringen (Jena)

20:00 Uhr

cineding, Leipzig
Karl-Heine-Straße 83
04229 Leipzig

Rassismus/Neonazismus

Sie will eine Situation in Ostdeutschland aufzeigen, in welcher Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe politisch sozialisiert wurden ...

Übergriffe auf bspw. das Jugendzentrum JG-Stadtmitte, aber v.a. antifaschistisch engagierte Menschen durch die Thüringer Naziszene erlebte sie teils persönlich mit.

Seit 2009 sitzt sie für die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und ist Mitglied im dortigen Untersuchungsausschuss zum „Nationalsozialistischen Untergrund“. Seit mehreren Monaten versucht der Untersuchungsausschuss sich der Atmosphäre der 90iger Jahre anzunähern und das Versagen der Zuständigen aufzuklären. Der vorläufige Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausgusses zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt. Der Ausschuss setzt seine Arbeit im Jahr 2015 fort.

Katharina König wird nicht nur über die 13 Jahre des „Nationalsozialistischen Untergrund“ und die bisherigen Ergebnisse der Aufklärung reden. Sie will eine Situation in Ostdeutschland aufzeigen, in welcher Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe politisch sozialisiert wurden und rechte Netzwerke entstehen konnten, aus denen diese Mordserie resultiert. Sie wird das gesellschaftspolitische Versagen und die Konsequenzen darstellen.

Mehr Info hier.

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

11.04.: Theater-Kurs: "StorieInMigrazione - MigrationsGeschichten"

14:30 - 18:30 Uhr

Ein Kurs zu Transkulturalität und Identität mit angewandten Theatermethoden.
Ziel des Kurses ist das Neu-Entdecken und Teilen der eigenen Geschichte und Erfahrungen zum Thema Transkulturalität und Migration. Das Theater dient dabei als Werkzeug und kreative Sprache für Schauspieler*innen und Nicht-Schauspieler*innen. StorieInMigrazione bietet einen Raum für Austausch und Fragen, in dem das Theater als Dialogmittel kennengelernt wird und alle Teilnehmenden einen Lernraum erleben, sich selbst als Protagonist*innen ihrer eigenen Geschichte zu erfahren.

Kurssprache ist Italienisch - mit einer schrittweisen Einführung in die deutsche Sprache, um den Einstieg in diese neue Sprachrealität zu erleichtern.

Folgetermine: 23./24. Mai 2015

Teilnahmegebühr: 35,- Euro // 30,- Euro für Mitglieder von Italiani a Lipsia

Eine Kooperation zwischen Italiani a Lipsia e.V., Theater RoteRübe und der Frauenkultur

Kontakt
frauenkultur e.v. Leipzig
windscheidstr. 51 04277 Leipzig
fon & fax 0341 - 21 300 30

hallo@frauenkultur-leipzig.de

11.04.: Führung: "Das Gesicht der Leipziger Rüstungsproduktion war weiblich“. Das Frauen-KZ der HASAG in Leipzig"

Immer am 2. Samstag im Monat finden öffentliche Führungen durch die Gedenkstätte für Zwangsarbeit und über das ehemalige HASAG-Gelände statt. Die nächsten Termine sind:

jeweils um 14:00 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE GEDENKSTÄTTE FÜR ZWANGSARBEIT

In Leipzig-Schönefeld hatte die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG), einer der größten Rüstungsproduzenten und Profiteure des nationalsozialistischen Zwangsarbeitssystems, ihren Hauptsitz. Hier mussten ca. 16.000 Menschen, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, Panzerfäuste, Munition und andere Rüstungsgüter herstellen.

Seit 2001 existiert auf dem Gelände in der Permoserstr. (heute Umweltforschungszentrum) eine Gedenkstätte mit einer Dauerausstellung zur Erinnerung an die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen.

Der Rundgang beginnt mit einer Einführung in das Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus, mit Fokus auf Leipzig und Umgebung. Es wird ein Überblick geboten über die Firmengeschichte und die NS-Verbrechen der HASAG, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter_innen sowie über den Umgang mit NS-Zwangsarbeit nach 1945. Darüber hinaus haben einige Rundgänge wechselnde thematische Schwerpunkte. Nach einem kurzen Geländerundgang zu Spuren der HASAG gibt es noch Zeit für die Ausstellung und Gespräche.

Treffpunkt an der Gedenkstätte für Zwangsarbeit (Dauer ca. 1½ Stunden)

Permoser Str. 15 (Leipzig-Schönefeld), auf dem Gelände des heutigen Umweltforschungszentrums
Tram 3 (Permoser/Torgauer Str. Wissenschaftspark)

Weitere Infos hier.

11.04.: Seminar: "Gesellschaftstheorie: Analyse politischer Kommunikation"

Mit Prof. Dr. Peter Porsch und Dr. Ruth Geier

10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

RLS Sachsen, Leipzig
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Gesellschaftstheorie
Analyse politischer Kommunikation
Ständiges Seminar

Als Analysegegenstand habe wir uns für diese Veranstaltung die aktuelle Auseinandersetzung des Westens mit Russland gewählt.

Muss man im Kampf um die Ukraine Partei ergreifen oder steht die Friedenssicherung als Selbstzweck im Vordergrund? Gibt es „Falken“ und „Tauben“. Haben die Konzepte der Nachkriegszeit („Nie wieder Krieg“, „jedem Deutschen soll die Hand verdorren, der noch einmal eine Waffe angreift“) und der Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts („make love no war“, „petting statt pershing“, „stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“) ausgedient? Welche Art von Konfrontation mit Russland baut sich mit der Betonung „westlicher Werte“ auf (inhaltlich, historisch, geopolitisch, strategisch ...). Besteht die Spannung zwischen Demokratien und einem autoritären Regime? Wer ist Putin - ein neuer Zar oder Stalin oder Hitler, ein übermotivierter Macho, ein Teufel ...? Muss man Putin und Russland verstehen? Reicht es aus, von „prorussischen Separatisten“ zu sprechen? Haben die USA ihre Hände für ein regime-change in Russland im Spiel? Ein neuer „Kalter Krieg“?

Oder gilt einfach Jean Jaures Bemerkung, „der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“?

Alle diese Fragen werden in der politischen Auseinandersetzung aufgeworfen. Mit einschlägigen Texten und Bildern wird Politik gemacht, werden Interessen artikuliert, vertreten und versucht durchzusetzen. Von 8.929 journalistischen Beiträgen zur Problematik waren in Deutschland 1050 neutral und 7.838 negativ wertend gegenüber Russland - berechtigt oder propagandistisch?

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info@rosalux-sachsen.de

12.04. Film/Gespräch: "Enjoy the Music - Die Pianistin Edith Kraus"

18:00 Uhr, Leipzig, Ariowitsch-Haus (Hinrichsenstr. 14, 04105 Leipzig)

Die Berlinerin Edith Kraus stand als Meisterschülerin von Arthur Schnabel
am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Pianistin, als die
Nationalsozialisten sie 1942 zusammen mit ihrer Familie in das Ghetto
Theresienstadt deportierten. Während ihre Angehörigen in Auschwitz
ermordet wurden, überlebte Kraus den Zweiten Weltkrieg. Sie wanderte nach
Israel aus und wurde zur gefeierten Pianistin. Im hohen Alter erzählt sie
rückblickend von ihrem Leben, ihrer Liebe zur Musik, ihrem Weg zurück auf
die Bühnen der Welt und ihrer Rückkehr nach Deutschland.

Im Anschluss Filmgespräch mit den RegisseurInnen Marita Barthel-Rösing und
Wilhelm Rösing. Moderation: Kristin Wolter

Eintritt auf Spendenbasis

Ein Kooperationsprojekt des Cinémathèque Leipzig e.V. und des Kultur- und
Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus e.V.

Weitere Infos unter: http://www.cinematheque-leipzig.de

12.04.: Exkursion: "70 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald"

Mit Vertreter_innen der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Dr. Lars Förster, Historiker (TU Dresden)

08:00 Uhr

Erinnerungspolitik/Antifaschismus

70 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald
Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden...

Treffpunkt: Ostseite Hauptbahnhof, Leipzig

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, VVN/BdA Leipzig, der Initiative Geschichte vermitteln und der RLS Sachsen

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es bestand zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt.

Neben dem Hauptlager gab es eine Vielzahl von Außenlagern. Vertreter_innen der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig setzen sich in einem Kurzreferat mit den Verbindungen zwischen Buchenwald und Leipzig auseinander.

Einer, der das Lager überlebte und seine Erlebnisse literarisch in dem Roman “Nackt unter Wölfen” bearbeitet, war der in Leipzig geborene Bruno Apitz. Neben seinem literarischen Werk schuf Bruno Apitz jedoch auch Holzplastiken und Schnitzereien, die weitgehend unbekannt sind. Dr. Lars Förster gibt in einem Rundgang Einblicke in das Leben und Werk von Bruno Apitz.

Um 14.00 Uhr besteht die Möglichkeit an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos teilzunehmen.

Ablauf:

8.00 Uhr Abfahrt in Leipzig, Hauptbahnhof Ostseite

gegen 10.00 Uhr Ankunft an der Gedenkstätte Buchenwald

gegen 10.30 Uhr Rundgang zu Bruno Apitz auf dem Gelände der Gedenkstätte mit Dr. Lars Förster

gegen 12.00 Uhr Kurzreferat von Vertreter_innen der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig zu den Außenlagern des KZ Buchenwald in Leipzig und Umgebung

14.00 Uhr Möglichkeit der Teilnahme an der Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos

gegen 17.00 Uhr Rückfahrt nach Leipzig

gegen 19.00 Uhr Ankunft in Leipzig, Hauptbahnhof Ostseite

Hinweise: Die Bustickets (10 € Teilnahmegebühr, 5 € ermäßigt) können an folgenden Orten gekauft werden:

RLS Sachsen Geschäftsstelle, Harkortstraße 10, 04107 Leipzig
Buchladen el libro, Bornaische Straße 3D, 04277 Leipzig
Buchladen drift, Karl-Heine-Straße 83, 04229 Leipzig
Bibliothek des VVN/BdA im Erich-Zeigner Haus, Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig

Organisatorischer Hinweis: Bitte selbst ausreichend Verpflegung mitnehmen!

Weitere Infos hier.

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

13.04.: Vorlesungsbeginn Ausbildung in der Asylverfahrensberatung

Ein Angebot der Refugee Law Clinic in Leipzig:
Wer gern mit uns zusammen Asylsuchende beraten will, kann sich ab SoSe 2015 für die Asylverfahrensberatung ausbilden lassen!

Die Vorlesung "Asyl- und Aufenthaltsrecht: Rechtliche Grundlagen der Flüchtlingsberatung" wird ab 13.4. immer montags 17-19 Uhr im Raum 4.33, Burgstr. 21 stattfinden.

Eine Einschreibung ist nicht erforderlich.
Jurastudierende können sich die Vorlesung für die Schwerpunktbereiche 1, 2 und 4 anrechnen lassen.
Andere Studierende können eine Abschlussklausur schreiben, die die Anrechnung in vielen BA und MA-Studiengängen ermöglicht (5 ECTS, workload 150 h; bitte vorab selbst mit eigenem Prüfungsamt klären).
Es werden insb. für Nicht-Jurastudierende außerdem vorlesungsbegleitende Tutorien angeboten.

Weitere Infos gibt es hier oder auf der Facebook-Seite der Refugee Law Clinic.

14.04.: Gespräch: "Begegnungen schaffen"

Zeit: 14.04. | 18.30 Uhr
Ort: Geyserhaus (Gräfestraße 25)

Statt über sie zu reden, haben wir Geflüchtete, die in Leipzig und Umgebung wohnen eingeladen, die von ihrer aktuellen Situation und auch von Problemen im Asylsystem berichten werden. Vorab wird mit einem Überblick über das deutsche Asylrecht in die Veranstaltung eingeführt. Im Anschluss wird es Zeit und Raum geben um Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Auf gute Nachbarschaft!“ ist eine Veranstaltungsreihe, die von Anfang März bis Ende Juni zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Asyl und Flucht im Nordosten Leipzigs ausrichtet. Ziel ist es Barrieren abzubauen und Begegnungen mit Asylsuchenden aus den zwei neuen Unterkünften in der Zschortauer und der Riesaer Straße zu fördern. Teil der Reihe sind sowohl informative Abende mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen als auch Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten.

Weitere Veranstaltungen hier.

17.04.: Theater-Workshop: "'NUR' zu wissen reicht nicht. Oder anders: Jahrtausendlang mitgemeint. (M)ein Blick auf Leipzig"

16:00 - 20:00 Uhr

WORKSHOP zu einem besonderen Theaterprojekt:

  • offen für alle_all genders are welcome!

Leipzig - die Stadt der Helden.
...Oder gab und gibt es auch Held_innen? Wer erzählt hier welche Geschichte(n)?
Was ist seit der 1000-jährigen Ersterwähnung Leipzigs alles geschehen?
Wer waren die (un-)sichtbaren Akteur_innen? Und wie reflektiert dies auf mein Leben in Leipzig?

Diesen und vielen weiteren Fragen möchte sich der Workshop auf performative Weise annähern und im künstlerischen Sinne untersuchen wie mensch heute in Leipzig lebt und was dies mit "Geschichte" zu tun hat.
Der Workshop ist der Auftakt zu dem Theaterprojekt: "NUR zu wissen reicht nicht. Oder anders: Jahrtausendlang mitgemeint."- welches anlässlich der 1000-jährigen Ersterwähnung Leipzigs in Zusammenarbeit von Frauenkultur und dem Theaterkollektiv Manuel Bäumlisberger entsteht.

Das Theaterprojekt beschäftigt sich mit dem Komplex "Theater und Geschichte" sowie der Frage, wie man_frau_mensch sichtbar wird im historischen Kontext aber auch im alltäglichen Sinne. Wir möchten gemeinsam die Sichtbarkeit(en) und Unsichtbarkeit(en) Leipzigs befragen. Zentral dabei ist die Frage nach der künstlerischen Praxis, wie Sichtbarkeit von z.B. Identitäten, Lebensweisen und Momenten, erzeugt werden kann.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Wir beginnen mit einem theoretischen Einstieg in die Thematik "Theater und Geschichte" um im Anschluss daran historische Materialien wie beispielsweise Briefe, Bücher, Gedichte, Fotos, u.v.m. auszuwerten und kritisch zu befragen. Im zweiten Teil des Workshops soll eine künstlerische Umsetzung der erarbeiteten Materialien erfolgen und der Versuch gewagt werden, Sichtbarkeit z.B. im öffentlichen Raum zu erlangen. Ziel dabei ist es, auszuprobieren wie mensch Geschichte(n) theatral und performativ umsetzen kann.
Der Workshop ist für alle Menschen ab 16 Jahren und es besteht für niemanden ein (Spiel-)Zwang. Jede_r Teilnehmer_in wird gebeten etwas mitzubringen was sie mit Leipzig verbindet. Über die Einsendung von Materialien wie Briefe, historische Dokumente, Gedichte, Fotos u.v.m. würden wir uns auch sehr freuen!

Teilnahme: frei

Kontakt
frauenkultur e.v. Leipzig
windscheidstr. 51 04277 Leipzig
fon & fax 0341 - 21 300 30

hallo@frauenkultur-leipzig.de

18.04.: "Begegnungscafé in der Unterkunft für Asylsuchende"

BEGEGNUNGSCAFÉ

Zeit: 18.04., 23.05., 20.06. | 14.00 – 17.00 Uhr

Ort: Zschortauer Str.44

Bei Kaffee und Kuchen kommt man miteinander ins Gespräch – über dich, über mich, über die Welt, in der wir leben. Wir möchten mit Begegnungscafés in der Unterkunft für Asylsuchende in der Zschortauer Straße die Möglichkeit geben, dass sich Menschen, die miteinander und nebeneinander leben in gemütlicher Atmosphäre kennenlernen können. Herzliche Einladung an alle, die Lust auf neue Gesichter und Geschichten haben, ihre Nachbarinnen und Nachbarn kennenlernen wollen, einen spannenden internationalen Nachmittag verbringen oder einfach bei einer Tasse Kaffee oder Tee ein wenig plaudern möchten.

„Auf gute Nachbarschaft!“ ist eine Veranstaltungsreihe, die von Anfang März bis Ende Juni zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Asyl und Flucht im Nordosten Leipzigs ausrichtet. Ziel ist es Barrieren abzubauen und Begegnungen mit Asylsuchenden aus den zwei neuen Unterkünften in der Zschortauer und der Riesaer Straße zu fördern. Teil der Reihe sind sowohl informative Abende mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen als auch Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten.

Weitere Veranstaltungen hier.

18.04.: Lesung: "Friedrich Dürrenmatt – Der Verdacht"

Lesung mit Malte Cordes

Samstag, 18. April 2015, 19:00 Uhr
im Pöge-Haus, Hedwigstraße 20

Friedrich Dürrenmatt – Der Verdacht

Das Zeitschriftenbild des SS-Lagerarztes Nehle aus Stutthof lässt Kommissär Bärlach keine Ruhe, seit sein Freund und behandelnder Arzt Dr. Hungertobel darin seinen Studienkollegen Dr. Emmenberger zu erkennen glaubt, der heute in Zürich die Klinik Sonnenstein leitet. Hat Emmenberger die schrecklichen Taten in Stutthof begangen?

Die Neuauflage dieser bereits im Anton Hannes erfolgreichen Lesungssreihe richtet mit großen und kleinen literarischen Meisterwerken überraschend aktuelle Schlaglichter auf die Gegenwart. Pointiert vorgetragen von Malte Cordes wird die einstige Pflichtlektüre der klassischen Romanciers zum spannenden (Vor)Lesevergnügen.

Mehr Infos hier.

18.04.: Film/Musik/Vortrag: "The Lady in Number 6: Music saved my Life"

18:00 Uhr, Leipzig, Ariowitsch-Haus (Hinrichsenstr. 14, 04105 Leipzig)

Die im März 2014 verstorbene Alice Herz-Sommer hat 107 Jahre lang Klavier
gespielt. Ihr Talent wurde bereits im Kleinkindalter entdeckt, später war
sie eine gefeierte Pianistin der Zwischenkriegszeit. 1943 wurde die
gebürtige Pragerin von den Nationalsozialisten nach Theresienstadt
deportiert und musste dort – für Propagandazwecke – Klavierkonzerte geben.
Gemeinsam mit ihrem Sohn überlebte sie das KZ und emigrierte später nach
Israel.

THE LADY IN NUMBER 6 wurde 2014 als bester Kurzdokumentarfilm mit einem
Oscar ausgezeichnet.

Mit einer musikalischen Einleitung durch Svetlana Kapitanova am Klavier
und einem einführenden Vortrag von Steffen Held, Historiker (Leipzig).
Eintritt auf Spendenbasis.

Ein Kooperationsprojekt des Cinémathèque Leipzig e.V. und des Kultur- und
Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus e.V.

| Eine Veranstaltung von: Cinémathèque Leipzig e.V. |
Weitere Infos unter: http://www.cinematheque-leipzig.de

18.04.: Konferenz: "Verfolgt – Bejubelt – Vergessen. Zum Leben und Werk von Bruno Apitz"

Mit Michael Faber, Bürgermeister für Kultur der Stadt Leipzig, mit Vorträgen von Denise Görlach, Germanistin und Editionswissenschaftlerin (Heidelberg); Prof. Dr. William Niven, Historiker (Nottingham Trent University), Susanne Hantke, Herausgeberin der kommentierten Neuauflage von “Nackt unter Wölfen” (Berlin); Dr. Lars Förster, Historiker (Technische Universität Dresden), Andreas Debski, Journalist und Marlis Apitz, Witwe von Bruno Apitz (Berlin); Moderation: Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Historiker (Technische Universität Chemnitz)

11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ratsplenarsaal, Leipzig
Neues Rathaus
04109 Leipzig

In Kooperation mit der Stadt Leipzig

Der in Leipzig geborene Schriftsteller und Kommunist Bruno Apitz (1900-1979) erlangte mit seinem Werk „Nackt unter Wölfen“ (1958) weltweite Anerkennung – er war der erste und vielleicht weitstrahlenste Weltbestseller der DDR-Literatur überhaupt. Nach dem Ende der DDR geriet Apitz fast sofort in Vergessenheit. Das Symposium möchte Bruno Apitz’ Leben und Werk in einem differenzierten Licht zeigen sowie eine öffentliche Diskussion anregen, ob dieser Autor im wiedervereinigten Deutschland nicht doch einen Platz im gesellschaftlichen Erinnern verdient. Da sich neben dem 115. Geburtstag von Bruno Apitz im April 2015 die Befreiung des KZ Buchenwald zum 70. Mal jährt und eine Neuverfilmung des Apitz-Bestsellers „Nackt unter Wölfen“ im Fernsehen zu sehen sein wird, möchte wir die Gelegenheit nutzen, den Autor wieder stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Zum Programm hier.

Teilnahmebeitrag: 10 €, ermäßigt 5 € (inklusive Mittagsimbiss)

Um eine Anmeldung unter info@rosalux-sachsen.de oder 0341-9608531 wird gebeten.
Kontakt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info@rosalux-sachsen.de

23.04.: Film/Diskussion: "Fremd"

FILM „FREMD“ INKL. DISKUSSION MIT REGISSEURIN

Zeit: 23.04. | 19.00 Uhr

Ort: Gemeindehaus Mockau (Kieler Straße 51)

Der Dokumentaefilm „Fremd“ von Miriam Faßbender begleitet in sensiblen Bildern junge Männer auf ihrer Flucht Richtung Europa. Im Zentrum des Films steht Mohamed aus Mali, der sich zur Flucht entschließt, um seine Familie finanziell unterstützen zu können. Wenn er könnte, dann würde er am liebsten in Mali bleiben. Der Film macht deutlich, was es heißt auf der Flucht zu sein. Im Anschluss ist Raum für Diskussion und Fragen an die Regisseurin.

"Auf Gute Nachbarschaft"

Weitere Infos hier.

23.04.: Lesung/Diskussion: "Weil ein #Aufschrei nicht reicht"

19:00 Uhr
Für einen Feminismus von heute. Das modernste Plädoyer gegen Diskriminierung.

LESUNG & DISKUSSION
mit: ANNE WIZOREK

Mit ihrem Twitter-Hashtag löste Anne Wizorek einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem.
Erfrischend unakademisch macht Anne Wizorek deutlich, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden - im Großen wie im Kleinen.

ANNE WIZOREK, geb. 1981, Protagonistin eines modernen Feminismus: netzaktiv, international und direkt. Sie ist Initiatorin des Hashtags #aufschrei, unter dem vor allem in Deutschland eine Debatte zum Thema Alltagssexismus angestoßen wurde und der als erster Hashtag den Grimme Online Award erhielt.
www.annewizorek.de

Eintritt: 4,- / 2,- Euro (ermäßigt) Kontakt
frauenkultur e.v. Leipzig
windscheidstr. 51 04277 Leipzig
fon & fax 0341 - 21 300 30

hallo@frauenkultur-leipzig.de

25.04.: Konferenz: "Welcher Kapitalismus, welche Krise? Finanzmarktkapitalismus in der Diskussion"

Mit Stefanie Götze (Leipzig), Joachim Bischoff (Hamburg), Judith Dellheim (Berlin), Jürgen Leibiger (Dresden), Günther Sandleben, Wolfgang Krumbein (Göttingen), Michael Wendl (München), Dieter Janke (Leipzig)

10:00 Uhr

RLS Sachsen, Leipzig
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Kapitalistische Krisen

Unter linksorientierten Sozialwissenschaftlern wird seit geraumer Zeit ein Disput über eine angemessene Charakterisierung des gegenwärtigen Kapitalismus und seiner Entwicklungsperspektiven geführt. In welchem Kapitalismus leben wir? Finanz- oder Finanzmarktkapitalismus (FKM)? Staatsmonopolistischer Kapitalismus? Neoliberaler Kapitalismus? Post-Fordismus? Sind das überhaupt sich gegenseitig ausschließende Charakterisierungen? War die jüngste Weltwirtschaftskrise Schlusspunkt des bisherigen und Auftakt eines neuen Akkumulationsregimes oder gar einer neuen, womöglich der allerletzten Entwicklungsphase des Kapitalismus, wie manche meinen? Was war oder ist das überhaupt für eine Krise? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Verhältnis von Finanzsphäre und sogenannter „Realsphäre“? Die Antworten auf diese Fragen sind auch deshalb so wichtig, weil strategisch bedeutsame politische Entscheidungen des linken Spektrums damit verbunden sind. Das Kolloquium soll Gelegenheit geben, einen Meinungsaustausch mit wichtigen Autoren dieses Disputs zu führen.

Auführliches Programm hier.

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info[at]rosalux-sachsen.de

01.04.: Netzwerktreffen: "Globalize Me! Netzwerktreffen zum Globalen Lernen in der außerschulischen Jugendarbeit", Dresden

Globalize Me!
Netzwerktreffen zum Globalen Lernen in der außerschulischen Jugendarbeit

01. April 2015 13.30 – 16.00 Uhr
im ÖIZ Dresden, Kreuzstraße 7

arche noVa konnte im Rahmen des Projektes „Globalize Me“ seit Anfang 2014 in
acht sächsischen Jugendclubs Erfahrungen sammeln, welche Inhalte und
Methoden sich für die offene Arbeit eignen und wo Ansatzpunkte für globale
Bezüge zu finden sind. Aus den gesammelten Erfahrungen entstand ein
Methodenkoffer für den Einsatz in Jugendeinrichtungen, der bei uns
ausgeliehen werden kann.

Beim Treffen will ich Euch unsere Erkenntnisse über die besonderen
pädagogischen Anforderungen für Globales Lernen in der offenen Arbeit
präsentieren. Auch soll es einen Austausch geben, welche Ansätze Ihr für
verschiedene Felder der außerschulischen Jugendarbeit verfolgt und wie wir
uns gegenseitig unterstützen können.

Schließlich können wir noch einen Blick in den Methodenkoffer werfen und
einiges praktisch ausprobieren.

Fahrtkosten können erstattet werden.

Bitte meldet Euch bei mir an: <mailto:claudia.holbe@arche-nova.org>
claudia.holbe@arche-nova.org / 0351-48198422

Claudia Holbe

Leitung Bildungsprogramme &
Stellvertretende Geschäftsführerin
Head of Education Programs and
Deputy Executive Director

arche noVa — Initiative für Menschen in Not e.V.

Weißeritzstraße 3
01067 Dresden | Germany

Phone:+49 351 | 48 19 84 — 22
Fax:+49 351 | 48 19 84 — 70
E-Mail:claudia.holbe@arche-nova.org
<http://www.arche-nova.org/>

10.-18.04.: Aktionswoche: "Stoppt die Einführung des neuen Asylunrechtsgesetzes!", Halle

Am 19. September 2014 wurde mit dem Gesetz zur Neubestimmung der Balkanstaaten (Serbien, Bosnien-Herzigowina, Mazedonien) als sogenannte „sichere Herkunftsländer“ ein weiterer Schritt zur Entrechtung von Geflüchteten getan.

Die Große Koalition brachte Anfang diesen Jahres den Entwurf der neuen Asylgesetzgebung vor. Damit ist der Weg geebnet für eine weitere Gesetzesverschärfung und somit eine Ausweitung von repressiven Maßnahmen gegen Geflüchtete und Asylsuchende. Am 3. Dezember 2014 wurde das Gesetz bereits vom Kabinett verabschiedet. Im März 2015 findet die erste Lesung im Bundestag statt. Im Juni 2015 soll es dann in Kraft treten. Es ist das alte Spiel: Zuckerbrot und Peitsche! Es gibt ein paar Zugeständnisse für Menschen mit Duldungsstatus und gleichzeitig sollen Abschiebehaft, Einreise-und Aufenthaltsverbot sowie Ausweisungen zur gängigen Praxis werden.

Was verändert sich?

Besonders erschreckend ist die starke Ausweitung der Abschiebehaft. So heißt es z.B. in dem Gesetzesentwurf, dass Geflüchtete in Abschiebehaft genommen werden können, wenn sie Identitätspapiere wie Ausweise vernichtet, „eindeutig unstimmige oder falsche Angaben gemacht“ oder zu ihrer „unerlaubten Einreise erhebliche Geldbeträge für einen Schleuser aufgewandt“ haben. Dabei reicht die Zahlung von 3.000 Euro als Hinweis auf eine unerlaubte Einschleusung aus. Ebenso können „Vorbereitungshandlungen“ zur Verhinderung der Abschiebung eine Haft zur Folge haben. All dies seien Anhaltspunkte für „Fluchtgefahr“. Zudem sollen Asylbewerber/innen mit einem Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt werden können, sobald ihr Antrag abgelehnt wurde.
...

Ausführlicher Aufruf + PDF-Datei hier.

Somit rufen wir alle Menschen auf, sich diesem Unrechtsgesetz in den Weg zu stellen.

Um dieses Gesetz nicht unkommentiert hinzunehmen, ist eine bundesweite Kampagne in Arbeit. Es soll auch eine bundesweite Aktionswoche zu dem Thema stattfinden. Wenn ihr Lust habt euch daran zu beteiligen oder weitere Ideen habt, dann meldet euch bei uns, den Kontakt findet ihr auf unserer Internetseite. Achtet auf Ankündigungen und informiert euch.
Lasst uns diese weitere Verschärfung nicht tatenlos hinnehmen!
Werdet aktiv! Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!
Flucht ist und bleibt kein Verbrechen!
Es trifft einige aber gemeint sind wir alle!

Der terminliche Ablauf zur Abstimmung des Gesetzes sieht wie folgt aus:

6.3.2015: Bundestag, 1. Lesung

24.4.2015: Bundestag, 2. Lesung

12.6.2015: Bundesrat, 2. Durchgang

Juni 2015: Einführung des Gesetzes

Der Gesetzesentwurf zum downloaden: http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2014/0601-0700/642-14.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Antirassistisches Netzwerk Sachsen-Anhalt

antiranetlsa.blogsport.de

Wenn ihr diesen Aufruf unterzeichnet wollt, meldet euch per Mail bei uns (Kontakt), dann taucht ihr als UnterstützerInnen auf.

UnterstützerInnen/UnterzeichnerInnen:

Einzelpersonen:
Birte Heinemann, Essen
Elisabeth Blunck
Arne Winter, Halle (Saale)
Gesine Goldammer
Tobias Silbermann, Berlin

Gruppen:
corasol
Refugee Support Plauen
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt

15.04.: Vortrag/Diskussion: "Das Kapital und die Verteilung im 21. Jahrhundert. Hat Piketty Recht?", Dresden

Mit Stephan Kaufmann, Wirtschaftsjournalist und Mitautor des Buches »Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre: Thomas Pikettys

Das Kapital im 21. Jahrhundert - Einführung, Debatte, Kritik

19:00 Uhr

"Wir AG", Dresden
Martin-Luther-Straße 21
01099 Dresden

NACHHOLTERMIN VOM 18.2.

Der französische Ökonom Thomas Piketty hat 2014 ein in der Weltöffentlichkeit als Sensation wahrgenommene langfristige Analyse der Entwicklung von Einkommens- und Vermögensverteilung vorgenommen. Bis weit in konservative Kreise hinein hat der akribische Nachweis einer wachsenden Verteilungskluft Aufmerksamkeit gefunden. Inzwischen sind mehrere Bücher über Piketty, seine Theorie und seine Schlussfolgerungen erschienen. Darunter ist auch ein Buch, das Stephan Kaufmann, Wirtschaftsredakteur der Berliner Zeitung mit Ingo Stützle, Redakteur der Zeitschrift PROKLA, veröffentlicht haben. Was ist dran am „Piketty“ und was hat es mit seiner berühmten Formel r > g auf sich? Kaufmann nimmt in seinem Vortrag diese Theorien und ihre politischen Implikationen kritisch unter die Lupe.
Kontakt

RLS Sachsen
Harkortstraße 10
04107 Leipzig

Telefon: 0341 9608531
Fax: 0341 2125877
E-Mail: info@rosalux-sachsen.de

23.04.: Diskussion: "Education for all in Africa - But in Whose Languages?", Berlin

Prof. Birgit Brock-Utne: "Education for all in Africa - But in Whose Languages"

19:00 – 22:00

Info Free Admission - Donations welcome!
S-Bhf Friedrichstr., Bus 100/200 etc.

Adresse
Humboldt Universität - Hauptgebäude Raum 2094
Unten den Linden 6
10117 Berlin

Author of the groundbreaking book "Whose Education for All? The Recolonization of the African Mind", Prof. Brock-Utne will tackle the crucial question of the language of instruction in schools across the continent.

There seems to be general agreement that children learn better when they understand what the teacher is saying. In most parts of the African continent this is not the case. Instruction is given, often from the first grade, in a foreign language, a language children do not hear outside of school.

The year 2015 has been singled out as a year where the donors to education in Africa shall put the main emphasis on the quality of rather than the access to education. The Global Monitoring Report of 2014 is concerned with the fact that there are millions of children in Africa who do attend school but yet do not learn to read and write. Little thought has, however, been given to the fact that these children do not understand what the teacher is saying.

Who benefits from the existing situation? Who are the losers? Why is nothing happening? Can there be quality education in a language children do not understand? What about the argument that there are so many languages in most African countries which makes it impossible to choose an African language as language of instruction? The internationally acknowledged and acclaimed educationaist will share her insight into the work on harmonisation of written languages in Africa.

Birgit Brock-Utne is a Professor of Education and Development at the University of Oslo, Norway. She was a Visiting Professor at the University of Dar es Salaam, Tanzania from 1988 to1992 and has since that time written extensively on education in Africa. Her most well-known book is: "Whose Education for All? The Recolonization of the African Mind", which first appeared in 2000 and was reprinted in 2006. She was for ten years (2002 -2012) the Norwegian leader of the LOITASA (Language of Instruction in Tanzania and South Africa) project which has published nine books. She is now in the Norwegian leadership group of the TRANSLED (Transformation, Language, Education and Development) project taking place until 2019 in Tanzania, mostly at SUZA (the State University of Zanzibar). She is also a fluent speaker of Kiswahili and German but is accustomed to lecturing in English. The discussion after her lecture can take place in German.

Mehr Infos hier.

24.04. (Anmeldung): Tagung: „Opa war in Ordnung!“ Erinnerungspolitik der extremen Rechten vom 07.-08.5., Köln

Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung; NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Datum: 07.05.2015 - 08.05.2015
Bewerbungsschluss: 24.04.2015
Ort: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23, 25 50667 Köln

Am 8. Mai 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 70. Mal. Die Erinnerung an die Befreiung vom Nationalsozialismus geht zumeist einher mit der Forderung, aus der Geschichte zu lernen. Die Vielzahl extrem rechter Gegenerzählungen war dabei immer eine Herausforderung für die historisch-politische Bildungsarbeit, angefangen bei den Berichten ehemaliger „Landser“, über die Heldenstilisierungen von nationalsozialistischen Funktionären in Liedtexten extrem rechter Bands bis hin zu Demonstrationen als erinnerungspolitischen Großevents des neonazistischen Spektrums, im Rahmen derer geschichtsrevisionistische Opfermythen tradiert werden.
Während in früheren Jahren die extreme Rechte noch über bestimmte Akteure, die eine Scharnierfunktion einnehmen konnten, den Anschluss an die großen geschichtspolitischen Debatten der Bundesrepublik suchte, konstruiert die Szene heutzutage mehr und mehr eine eigene neonazistische Erinnerung. Entsprechende Erzählungen und Mythen dienen der Identitätsbildung und Selbstvergewisserung. Der rechtsextreme Rückblick auf die Geschichte ist für dieses Milieu zudem immer auch eine Verpflichtung zum „Kampf für die Volksgemeinschaft“ in der Gegenwart.

Worin bestand rechtsextreme Erinnerungspolitik früher? Und wie werden entsprechende Kampagnen heute aufbereitet? Welche Faktoren sind förderlich oder hinderlich für die Anschlussfähigkeit rechtsextremer Erzählungen an (lokal)politische Auseinandersetzungen? Welche Rolle spielen familiäre Tradierungen und welche Bedeutung hat die Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg für Einstiegsprozesse in rechtsextreme Szenen? Und wie können rechtsextreme Geschichtsmythen gebrochen werden? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen der Tagung diskutiert werden. Neben Vorträgen bieten spezifische Arbeitsgruppen den Teilnehmenden die Möglichkeit zum vertiefenden Austausch mit Gesprächspartnern aus Wissenschaft und Bildungsarbeit.

Das ausführliche Programm und alle Informationen gibt es hier.

27./28.04.: Fachtagung: "Erinnern lernen. Lernen durch Erinnern", Berlin

Fachtagung zur historisch-politischen Bildung in der Schule

Eine Frau steht zwischen den Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin. (© AP)
Die Fachtagung "Erinnern lernen. Lernen durch Erinnern" lädt zum Dialog von Wissenschaft und Praxis ein, um den reflektierten Umgang mit Erinnerungsanlässen, Erinnerungsorten und anderen Elementen der Erinnerungskultur in der historisch-politischen Bildung zu verankern und zu stärken. Impulse von Fachdidaktikern und Fachwissenschaftlern treffen dabei auf Praxiserfahrungen von Lehrerenden und Bildungsfachleuten.

Die Veröffentlichung der im Dezember 2014 verabschiedeten Empfehlung der Kultusministerkonferenz "Erinnern für die Zukunft – Empfehlungen zur Erinnerungskultur als Gegenstand historisch-politischer Bildung in der Schule" ist Anlass, 2015 das Thema "Erinnern lernen. Lernen durch Erinnern" aufzugreifen. Dieser Anlass trifft auf eine Situation, in dem zeithistorische Jahrestage die (Medien-)Öffentlichkeit intensiv beschäftigen. Angesichts veränderter Rahmenbedingungen (Medien- und Migrationsgesellschaft, Sterben von Zeitzeugen) verändert sich zudem "Erinnerungskultur". Diese Veränderung fordert die Didaktik der historisch-politischer Bildung heraus, sich zu reflektieren. In dieser Situation ist es von hoher Relevanz, im Dialog sich über Erinnern als ein Element der historisch-politischen Bildung auseinanderzusetzen.

Ort
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastraße 12-16
10785 Berlin

Für
Lehrerinnen und Lehrer; Personen, die sich in Bildungsministerien, Instituten, in der Lehrerbildung, in Gedenkstätten, Bildungshäusern, Stiftungen, Verbänden, Museen, Archiven und an anderen Orten für die historisch-politische Bildung engagieren; Fachdidaktikern und Fachwissenschaftlern.

Veranstalter
Die Fachtagung wird gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Sekretariat der ständigen »Konferenz der Kultusminister der Länder« veranstaltet und setzt damit eine Tradition gemeinsamer Fachtagungen fort.

Teilnahmegebühr: keine
Sollten Ihnen die Reisekosten nicht durch Ihren Arbeitgeber erstattet werden, können Sie einen Zuschuss zu den Übernachtungskosten in Höhe von 50,00 € beantragen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.

Anmeldung bei
Eine Anmeldung ist nur per E-Mail über das Anmeldeformular möglich.
Weitere Infos [http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/202499/erinnern-lernen-lernen-durch-erinnern- hier].

Bitte melden Sie sich bis zum 17. April 2015 an.

Kontakt
Bundeszentrale für politische Bildung
Wolfram Hilpert
Fachbereich FBC / Zielgruppenspezifische Angebote
wolfram.hilpert@bpb.de

29.04.: Seminar/Diskussion: "Writing the History of the Armenian Genocide", Berlin

Historiographie des armenischen Genozids

Am 29. April, 17:00 Uhr, werden Yektan Türkyilmaz (EUME-Fellow 2014/15) und Shoghig Hartmann (Freie Universität Berlin/houshamadyan) über ideologische und konzeptuelle Probleme der Historiographie des armenischen Genozids debattieren: »Writing the History of the Armenian Genocide«

Chair: Kader Konuk (Universität Duisburg-Essen/EUME).

Anmeldungen bitte unter: eume@trafo-berlin.de
Forum Transregionale Studien, Wallotstr. 14, 14193 Berlin
Writing the History of the Armenian Genocide

Yektan Türkyilmaz
(Duke University / EUME Fellow 2014-15)

Shoghig Hartmann
(FU Berlin)

Chair: Kader Konuk
(Universität Duisburg-Essen / EUME)

Mehr Infos hier.

18.-23.05. (Anmeldung bis 30.04.): Deutsch-tschechisches Seminar: "Obdachlosigkeit in Dresden", Dreden

NEUE PERSPEKTIVEN? Zurück in die "wohnende Gesellschaft" in benachbarten
Ländern. Deutsch-tschechisches Seminar

Obdachlosigkeit – ein gesellschaftliches Randphänomen? Wir setzen uns
während der internationalen Begegnung mit Stereotypisierungen gegenüber
Obdachlosen und ihren Situationen auseinander. Welche Unterstützungsangebote
bestehen in Tschechien und Deutschland, was sind gesellschaftliche Ursachen
für Obdachlosigkeit?

Was erwartet Dich?

o thematische Workshops, u.a zu sozialer Ungleichheit, Obdachlosigkeit in
Sachsen und Tschechien

o Tagesexkursionen nach Prag mit Stadtführung durch Obdachlose

o Kennenlernen sozialer Projekte in Deutschland und Tschechien

o Erweiterung des persönlichen sozialen Netzwerks

Während der Begegnung gibt es die Möglichkeit, die neuen Erfahrungen sofort
in einem sozialen Projekt umzusetzen: Ihr organisiert den ersten deutschen
Street Store* in Dresden!
The Street Store – weltweites gemeinnütziges Projekt in Form eines
öffentlichen „Geschäfts“ für Bedürftige.

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro (inkl. Unterkunft und Verpflegung).

Melde dich bei Ivana Pezlarová,

<mailto:bildungfw@bmst.eu> bildungfw@bmst.eu oder unter Telefon 0351 433 14
141

bis 30. April 2015 an.

Ivana Pezlarova
Europäische Freiwillige
Brücke/Most-Stiftung
Reinhold-Becker-Straße 5
D-01277 Dresden

Tel:++49/(0)351-43314-141
Fax:++49/(0)351-43314-133
Email:bildungfw@bmst.eu
<http://www.bmst.eu/> www.bmst.eu

Bruecke/Most-Stiftung zur Foerderung der deutsch-tschechischen
Verstaendigung und Zusammenarbeit Stiftung des Buergerlichen Rechts, Sitz
der Stiftung: Dresden Stiftungsverzeichnis AZ: 21-563 Stiftung "Die
Bruecke/Most" beim Regierungspraesidium Dresden

Buch: Magdalena Marsovszky: "Verfolger und Verfolgte, Antiziganismus in Ungarn"

von Magdalena Marsovszky

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
Leipzig 2015
56 Seiten.

Zum Inhalt:

In Großstädten Europas tauchen bettelnde obdachlose Gruppen auf, die offensichtlich aus einem südosteuropäischen Staat kommen. Bei diesem Anblick sprechen viele von schnelle von "Wirtschaftsflüchtlingen". Doch wenn das so ist, wie mag es diesen Menschen in ihrem Herkunftsland ergangen sein? Unter welchen Umständen haben sie gelebt, dass ihnen das Dasein auf der Straße in Wien, München oder Berlin erträglicher ist als Leben zu Hause in den eigenen vier Wänden? Diesen Fragen ist die Autorin nachgegangen. Sie konzentriert sich auf die antiziganistischen Denkstrukturen und auf deren immer dramatischere Auswirkungen.

Kostenbeitrag: 4,50 € (für Mitglieder 3,50 €)

Bemerkung zur Arbeit von Magdalena Marsovszky von György Dalos:

Minderheiten, Mehrheiten und Demokratie

Das von der deutschungarischen Kulturhistorikerin Magdalena Marsovszky gewählte und präzise ausgearbeitete Thema des "Antiziganismus" gehört zu den schmerzhaftesten und widersprüchlichsten des heutigen ungarischen Lebens. Ressentiments, Ablehnung und indirekte Diskriminierung gegenüber der auf 500 Tausend geschätzten Roma existierten bereits vor 1989, aber eine besondere Schärfe erhielten sie erst nach der Wende. .... Zum Weiterlesen hier.

Zeitschrift: APuZ 10/2015: "Unten"

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 10/2015): "Unten"

»Unterschicht« ist kein wertneutraler Terminus, keine Kategorie, die bloß der nüchternen Beschreibung von Bevölkerungsgruppen dient, die eingeschränkt an der Gesellschaft teilhaben. »Unterschicht« ist vielmehr normativ aufgeladen, oft abwertend in Gebrauch und trägt zu ihrer Formierung bei. Das Sprechen über Armut und Arbeitslosigkeit - den beiden Faktoren, die soziale Ausgrenzung am stärksten determinieren - folgt oft tradierten Mustern sozialer Debatten. Da wird mangelnder Aufstiegswillen diagnostiziert, von »anstrengungslosem Wohlstand« gesprochen und die Verantwortung für die Lebenslage vor allem individuellen Schwächen zugeschrieben. Seltener ist von struktureller Ungleichheit die Rede, von der Verfestigung der Armut, von abnehmender Aufstiegsmobilität.

Die APuZ "Unten" erscheint heute mit folgenden Beiträgen:

Anne Seibring, Editorial
www.bpb.de/201642

Klaus Dörre, Unterklassen. Plädoyer für die analytische Verwendung eines zwiespältigen Begriffs
Die Kategorie der Unterschicht ist kontaminiert. Wer diesen Begriff benutzt, läuft Gefahr, Stereotype zu transportieren, die auf eine kollektive Abwertung der so Bezeichneten hinauslaufen. Wie aber können sie angemessen bezeichnet werden?
www.bpb.de/201643

Christoph Lorke, »Unten« im geteilten Deutschland
Heutige Selbstverständigungsdebatten um die »Unterschicht« haben eine Vorgeschichte. Ein Blick auf das geteilte Deutschland erlaubt Rückschlüsse über Kontinuitäten beim gesellschaftlichen Sprechen über den unteren sozialen Rand.
www.bpb.de/201645

Petra Böhnke, Wahrnehmung sozialer Ausgrenzung
Arbeitslosigkeit und Armut sind stark mit der Wahrnehmung sozialer Ausgrenzung verknüpft. Etwa jeder Fünfte klagt über eingeschränkte Teilhabechancen. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit noch recht gut da.
www.bpb.de/201647

Olaf Groh-Samberg o Florian R. Hertel, Ende der Aufstiegsgesellschaft?
Die Chance auf sozialen Aufstieg ist ein Grundpfeiler der sozialen Ordnung in Marktgesellschaften. Alarmierend sind daher abnehmende Aufstiegsmobilitäten aus Armut und die regelrechte Vernichtung von Aufstiegschancen in Ostdeutschland.
www.bpb.de/201649

Irene Dingeldey, Bilanz und Perspektiven des aktivierenden Wohlfahrtsstaates
Als neues Paradigma prägte der aktivierende Wohlfahrtsstaat Ende der 1990er Jahre die Reformen in der EU. Trotz wirtschaftlichen Wachstums und Anstiegs der Beschäftigung nahm die soziale Ungleichheit zu, besonders in Deutschland.
www.bpb.de/201652

Julian Bank o Till van Treeck, Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität
Die ökonomische Ungleichheit und das Armutsrisiko sind in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Ohne geeignete politische Gegenmaßnahmen droht dies zunehmend zu einer Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität zu werden.
www.bpb.de/201654

Nicole Rippin, Verteilungsgerechtigkeit in der Armutsmessung
Multidimensionale Ansätze zur Armutsmessung gewinnen gegenüber einkommensbasierten an Bedeutung. Mit einer neuen Methode lassen sich Ungleichheit und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Dimensionen von Armut erfassen.
www.bpb.de/201657

Das komplette Heft können Sie unter www.bpb.de/201660 bestellen und als PDF oder EPUB für E-Reader herunterladen.

Bundeszentrale für politische Bildung
Redaktion "Aus Politik und Zeitgeschichte"
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99 515-0
Fax +49 (0)228 9910 515-585
www.bpb.de/apuz
www.bpb.de/apuz-aktuell
http://twitter.com/APuZ_bpb

CfP: 20. Promotionsvorträge: "Arbeit. Zwischen Leidenschaft und Leidensdruck"

Ausschreibung des Leipziger ProRats:

Liebe Promovierende,

ihr habt es sicherlich schon im Newsletter gelesen, auf unserer Homepage gesehen, aber damit es wirklich niemanden entgeht: Es ist wieder soweit: Die Leipziger Promotionsvorträge gehen in eine neue Runde. »Arbeit - zwischen Leidenschaft und Leidensdruck« ist das Thema der nun mehr 20. Ausgabe der Leipziger Promotionsvorträge im kommenden Sommer- und Wintersemester. Der PromovierendenRat der Universität Leipzig lädt Doktorandinnen und Doktoranden aller Fachrichtungen ein, sich mit einem deutsch- oder englischsprachigen Vortragsvorhaben zum umrissenen Themenfeld zu bewerben.Die Vortragsreihe entsteht dieses Mal in enger Zusammenarbeit mit der Mittelbauinitiative der Universität Leipzig (MULE).

Eine anschließende Veröffentlichung der Beiträge in der Open-Access-Onlinezeitschrift »arbeitstitel. forum für leipziger promovierende« ist vorgesehen. Einreichungsende ist der 12. APRIL 2015, weitere Details können dem Call for Papers entnommen werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr euch entweder selbst mit Ihrem Forschungsvorhaben bewerbt und/oder die E-Mail an Interessierte weiterleitet. Vielen Dank!

Herzliche Grüße
Der ProRat

/The »Council for Doctoral Candidates« at Leipzig University (ProRat) would like to cordially invite you to present your PhD projects to an interested public. This winter semester, the lecture series' overall topic is »Intervention Culture and Risk Elimination«. We invite proposals for a 20-minute presentation in German or English, deadline for submission is OCTOBER 12, 2014. For further details see our Call for Papers. /

Call for papers: http://www.prorat.uni-leipzig.de/wp-content/uploads/2015/03/Call-for-Papers.pdf

Ausschreibung des OST-PASSAGE-THEATERs für Autorinnen und Autoren: "Leipzig - Die utopische Kommune"

Achtung! Aufgehorcht, hingeguckt, und mitgeschrieben!

Das freie Ensemble der gruppe tag, das mit der Initiative Ost-Passage Theater assoziiert ist, hat zusammen mit dem Kulturamt Leipzig, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Initiative Leipzig+Kultur und weiteren Kooperationspartnern ein neues Projekt unter dem Titel "Leipzig - Die utopische Kommune" gestartet. Anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Stadt loben wir einen Großen Autorenwettbewerb zum Thema konkreter Utopien von 1989 - 2015 aus.

Uns interessiert, welches Neue aus dem "Noch-Nicht-Gewordenen" von den Leipziger/-innen in der Folge von 1989 bis heute antizipiert wurde und an welchen Orten es sich als konkret Mögliches kristallisierte? Welche Menschen besuchten diese Orte, was inspirierte und bewegte sie? Welche Konflikte und Kämpfe mussten bestritten werden? Was ging verloren, was wurde gewonnen? Welche Geschichten haben sich letztlich wirklich zugetragen und welche lassen sich in diesem Kontext entspinnen?

Wir suchen nach Autor/-innen, die sich für diesen Themenkreis interessieren und engagieren, und uns dabei helfen, diesen Teil der Stadtgeschichte besser auszuleuchten. Profession und Alter, Textlänge und stilistische Qualität sind dabei nicht so entscheidend, wie die Liebe zur Stadt und die Lust am Schreiben. Interessiert? Dann können Sie uns ab sofort Ihre ganz eigene Leipziger Kurzgeschichte (max. 35.000 Zeichen) schicken. Eine Fachjury wird im Mai/Juni den besten Wettbewerbsbeitrag auswählen und die Elke und Thomas Loest Stiftung prämiert den Sieger oder die Siegerin mit 500 Euro Preisgeld. Außerdem wird der Siegerbeitrag von der gruppe tag über den Sommer in einer Kolaboration von Laien, Amateuren und Profis dramatisiert, inszeniert und schließlich im Rahmen des Kulturkongresses "Kultur|Standort.Bestimmung" Ende September uraufgeführt.

Zudem werden 8-12 der besten Wettbewerbsbeiträge beim Engelsdorfer Verlag in einer Anthologie Leipziger Kurzgeschichten veröffentlicht. Genauere Informationen zur ausführlichen Ausschreibung, den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung zum Wettbewerb finden Sie auf der Homepage des Ost-Passage Theaters direkt hier: ost-passage-theater.de/projekte/autorenwettbewerb2015

Die Initiative Ost-Passage Theater wünscht Ihnen ansonsten zusammen mit allen Kooperationspartnern ein Frühjahr voll kreativer Inspiration und viel Erfolg im Wettbewerb.

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Einsendeschluss: 07. Mai 2015 (Postausgangsstempel) per Mail: autorenwettbewerb2015[at]ost-passage-theater.de *** per Post: Initiative Ost-Passage Theater Stichwort: Autorenwettbewerb 2015 Holbeinstraße 21 04229 Leipzig ***

Ansprechpartner: Daniel Schade Daniel.Schade@ost-passage-theater.de

CfP: Zeitschrift: ZAG 69/2015: "Polizei. Staat. Rassismus"

ZAG - Antirassistische Zeitschrift

Ausgabe 69/2015: "Polizei. Staat. Rassismus"

Deadline: 07.06.2015

Ausführliche PDF zum Call for Paper hier.

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle Einträge in den Rubriken (außer "EnWi") auf Fremdinformationen basieren. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität dieser Informationen. Wir sind stets bemüht, ein möglichst vielseitiges Angebot an Informationen zu bieten. Der Newsletter kann jederzeit über die Homepage von EnWi e.V. abgemeldet werden (über die Startseite, rechte Spalte: Box "EnWi Newsletter").