Forum für kritische Rechtsextremismusforschung

Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) beschäftigt sich kritisch mit dem Deutungsmuster "(Rechts-)Extremismus". Theoriepraktisches Ziel sind Ansätze, die Einstellungsmuster und Strukturen (Rassismus Antisemitismus, Nationalismus, etc.) besser erfassen. Dazu leistet das FKR neben Workshop- und Seminarangeboten auch Forschungsarbeit.

"Vielfalt im Blick" – Ein Handlungskonzept für Vielfalt und Demokratie in Leipzig

Vielfalt im Blick - TitelbildDie Projektgruppe „ViB“, bestehend aus Vertreter_innen des RAA Leipzig e.V. und Engagierte Wissenschaft e.V., hat im Zeitraum März 2009 bis Februar 2010 ein Handlungskonzept zur Stärkung der demokratischen Kultur in Leipzig entwickelt. Das Konzept mit dem Titel „Vielfalt im Blick“ ist entstanden im Rahmen des Lokalen Aktionsplans (LAP) Leipzig. Als Grundlage für die Handlungsempfehlungen wurden aktuelle Studien und Publikationen zu den Themen Diskriminierung, Ideologien der Ungleichwertigkeit und Neonazismus mit dem Blick auf Leipzig ausgewertet. Darüber hinaus wurden zahlreiche Interviews mit Vertreter_innen der Zivilgesellschaft (von Bürgerinitiativen bis hin zu Beratungsstellen) sowie der städtischen Verwaltung geführt. .: Weiterlesen

Kategorie:

In der Extremismus-Falle

Zur Skandalisierung der Veranstaltung zum „65. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus am 8. Mai“ auf dem Lindenauer Markt

Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung bemängelt die Darstellung und Skandalisierung der in Leipzig geplanten Protestaktion zum „65. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus am 8. Mai“ durch die Leipziger Volkszeitung.

Gedenken ohne Geschichte, Demokratie ohne politische Auseinandersetzung - irritierende Forderungen finden sich in der Leipziger Volkszeitung vom 6. Mai. Die AutorInnen nutzen den für Samstag geplanten Protesttag gegen das NPD-Zentrum in der Odermannstraße anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus zur Skandalisierung und entdecken Bürgermeister Jung „in der Anitfa-Falle“. Diese Skandalisierung, die Kritik und Forderungen anlässlich der Protest-Aktion zeugen von einem fatalen Geschichtsverständnis und sind ein weiterer Beleg für die problematische Wirkung der Extremismus-Formel. Denn das Beispiel zeigt: der Extremismus-Begriff beschränkt das Demokratieverständnis auf formale Parolen, produziert Geschichtsvergessenheit und lenkt die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema der Aktion ab. .: Weiterlesen

Publikation "Gibt es Extremismus?" von Weiterdenken e.V. veröffentlicht

Titel: Gibt es Extremismus?Am 29. Januar 2010 veranstaltete Weiterdenken in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V., dem Forum Kritische Rechtsextremismusforschung und dem Studierendenrat der TU Dresden die Tagung «Gibt es Extremismus? Extremismusansatz und Extremismusbegriff in der Auseinandersetzung mit Neonazismus und (anti-)demokratischen Einstellungen». Auf der Webseite des Bildungswerk Weiterdenken steht nun die Dokumentation zur Veranstaltung als PDF zum Download zur Verfügung.

.: Weiterlesen

Kategorie:

FKR-Vortragsreihe 2008/09: Umkämpfte Grenzen

Im Rahmen der Reihe "Umkämpfte Grenzen" des Forums für Kritische Rechtsextremismusforschung im Wintersemester 2008/09 stehen Analysen und Diskussionen zur Sicherung und Herausforderung von Staats-, Gesellschafts- und Identitätsgrenzen in einer Welt der Migration im Mittelpunkt.

Termine:

  • 15.10.08 - MOVEMENTS THAT MATTER. Grenzregime und die Autonomie der Migration (Dr. Vassilis Tsianos)
  • 12.11.08 - Europäische Grenzsicherungspolitik. Von der „Festung Europa“ zu „smart borders“ (Dr. Monika Eigmüller)
  • 17.12.08 - Der Administrative Blick. Zur Praxis staatlicher „Ausländerverwaltung“ (Dr. Thomas Scheffer)
  • 14.01.09 - Das Wir und das wAndern. Migration und die Konstruktion kollektiver Identitäten (Dr. Manuela Bojadžijev)

Das Klagelied gängiger „Migrationsdebatten“ und seine politischen Folgen sind bekannt: Europa muss „zur Festung werden“, um nicht unterzugehen - das „Boot ist voll“ und die ohnehin schwache Sozialwirtschaft wird durch „kriminelle Ausländer“ oder „illegale Einwanderer“ ins Schwanken gebracht. Das Problem in diesem Lied sind immer die Fremden, egal ob als „Täter “ (Kriminalisierung der Migration) oder „Opfer“ (Zwang durch äußere Umstände oder direkte Gewalt). .: Weiterlesen

Kategorie:

Frühere Veranstaltungen

Demokratiewerkstatt: Demokratie - eine unendliche Geschichte?

12
Sa 06.2010
10:30 Uhr

12. Juni 2010, 10.30 - 17 Uhr
Stadtjugendring Leipzig, Dresdner Straße 82 (Haus der Vereine)

Willy Brandt hat einmal gesagt: „Wir müssen mehr Demokratie wagen!“ Doch was hat Demokratie eigentlich mit unserem Alltag, mit unserem Leben zu tun? Welche Möglichkeiten bieten uns demokratische Entscheidungsregeln und Aushandlungsformen – gerade im täglichen Miteinander? .: Weiterlesen

Das Forum wird FÜNF!: Soli-Party am 23.4.10

23
Fr 04.2010
22:00 Uhr

Das FKR wird fünf!Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung wird 5 Jahre alt. Das wird getanzt!

Am Freitag, den 23.04. ab 22 Uhr im B12 (Braustraße 20)

Fünf Jahre Arbeit gegen Neonazismus und Diskriminierung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind für uns ein Grund zum Feiern. Die Party möchten wir aber ebenso nutzen, um Soli- Prozesskosten zu sammeln. Also: kommt gerne ins B12 und feiert mit uns - und das ganze noch für einen sehr, sehr guten Zweck! Engagierte Wissenschaft heißt auch Solidarität!
.: Weiterlesen

Tagung: "Gibt es Extremismus?"

29
Fr 01.2010
13:30 Uhr

Extremismusansatz und Extremismusbegriff in der Auseinandersetzung mit Neonazismus und (anti)demokratischen Einstellungen

Eine Tagung in der Sächsische Landeszantrale für politische Bildung in Dresden in Kooperation mit dem FKR

Um den «Extremisten» in Sachsen enge Grenzen zu setzen, vereinbarte die neue CDU-FDP-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag das Versammlungs-gesetz in Sachsen empfindlich einzuschränken. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung solle «gegen die Extremisten von links und rechts» verteidigt werden. Gemeint sind die nazistischen Demonstrationen in Leipzig (vor allem um den 1. Mai) und Dresden (vor allem um den 13. Februar) und die Gegenkundgebungen und Versuche, diese Naziaufmärsche zu behindern oder zu verhindern. .: Weiterlesen

Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit - Selbstverständnis und Praxis der Extremen Rechten

20
Fr 11.2009
19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Dr. Andreas Klärner

am Freitag den 20.11.2009, 19.30 Uhr
im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig (Beethovenstr. 7)

Fremdenfeindliche rechtsmotivierte Gewalttaten gehören heute in vielen Regionen Deutschlands zum Alltag. Auflehnung, Aktivismus und eine gewalttätige Aura sind Kennzeichen der rechten Szene. Zwar wird Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit nicht zu Unrecht mit Gewalt assoziiert, jedoch haben sich diese Gruppen in den letzten Jahren verändert. .: Weiterlesen

Ordnung. Macht. Extremismus - Effekte und Alternativen des Extremismusbegriffs

20
Fr 11.2009
9:00 Uhr

Das Forum für kritische Rechstextremismusforschung führt vom 20.-21.11.2009 einen wisssenschaftlichen Workshop unter dem Titel "Ordnung. Macht. Extremismus" durch.

Problemstellung und Ziel: Der Workshop nähert sich einer Systematisierung der ordnenden Effekte des Extremismus-Begriffs in der wissenschaftlichen und administrativen Praxis in zwei Themenblöcken: Einerseits soll „Extremismus“ begriffsgeschichtlich, andererseits administrativ-juridisch analysiert werden. Auf Grundlage dieser Analyse gilt es, auch über alternative wissenschaftliche Zugänge und Begriffe insbesondere in Bezug auf „Rechtsextremismus“ nachzudenken und Möglichkeiten zu entwickeln, diese auch für die praktische (politische, journalistische, etc.) Arbeit fruchtbar zu machen. .: Weiterlesen

"Gespenster der Migration" - Gesellschaft in Transformation

20
Di 10.2009
19:00 Uhr

Ein Vortrag mit Dr. Serhat Karakayali (Universität Halle) in Fortsetzung der Reihe "Umkämpfte Grenzen" des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung mit Analysen und Diskussionen zur Sicherung und Herausforderung von Staats-, Gesellschafts- und Identitätsgrenzen in einer Welt der Migration.

Migration, so Serhat Karakayali, bringt politische und soziale Ordnungen durcheinander, indem sie deren bevölkerungspolitische Grundlagen beständig verschiebt. Es hat immer (Unter)Wanderungsbewegungen gegeben, die die homogenisierenden Ideale des Nationalen und auch die konkreten Politiken der Regierung von Migration herausgefordert haben. .: Weiterlesen

Gruppen: