ABSCHLUSS! - Marcus Steinweg: Kunst zwischen Immanenz und Transzendenz

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Mi 07.2012
19:00 Uhr

Mit einer Lecture des international bekannten und erfolgreichen Philosophen Marcus Steinweg wird die Veranstaltungsreihe “Ästhetik / Denken” zu Ende gehen. Der siebte und letzte Vortrag “Kunst zwischen Immanenz und Transzendenz” findet am Mittwoch, den 11. Juli um 19:00 Uhr in der Schaubühne Lindenfels statt. Wir freuen und auf einen spannenden Abend und das “überstürzte Denken” des Berliner Philosophen. Wir laden im Anschluss zu Gespräch, Beisammensein und einer ausgelassenen Abschlussfeier!

Kunst zwischen Immanenz und Transzendenz

Eine „Konzeption der Geschichte“ als „Kritik von Philosophie“, die „Philosophie nicht preisgeben“ will, wie es im Vorwort der zweiten Auflage der Dialektik der Aufklärung heißt, hat ihr Pendant in der „Anstrengung, über den Begriff durch den Begriff hinauszugelangen“, wie in einem Verständnis von Kunst, die sich angesichts ihrer Unmöglichkeit (Heteronomie, Geschichtlichkeit) als möglich (autonom, universell) begreift. Was für den Begriff eines “richtigen Menschen“ gilt, gilt für das richtige Kunstwerk: „Er wäre weder bloße Funktion eines Ganzen, das ihm so gründlich angetan wird, dass er davon nicht mehr sich zu unterscheiden vermag, noch befestigte er sich in seiner puren Selbstheit.“ Im Spannungsfeld zwischen Immanenz und Transzendenz situiert sich der Begriff der Kunst wie der des Subjekts: porös auf den gesellschaftlichen Tatsachenzusammenhang wie auf seine Inkonsistenz, deren Berührung der Chance von Autonomie und Freiheit entspricht. Das ist die Affirmation, die das Kunstwerk leistet, die Anerkennung seiner selbst als Element der empirischen Welt wie als Figur ihr resistenter Opponenz.